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Medizin, Gesundheit und Prävention
08.12.2025
Grippewelle droht heftig zu werden: Impfbereitschaft bleibt niedrig
Deutschland droht eine heftige Grippewelle, während die Impfbereitschaft niedrig bleibt. Andere Länder machen es besser und erzielen höheren Schutz.
Deutschland droht eine heftige Grippewelle, während die Impfbereitschaft niedrig bleibt. Andere Länder machen es besser und erzielen höheren Schutz.
Die Grippewelle in Deutschland droht in diesem Jahr besonders heftig auszubrechen. Während die Zahl der Influenzakranken bereits gestiegen ist, stellt sich die Frage, warum sich in Deutschland so wenige Menschen impfen lassen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. In anderen Ländern sei die Impfbereitschaft höher, was den dortigen Schutz vor schwerer Erkrankung verbessert. Influenzaviren verändern sich immer wieder und fordern das menschliche Immunsystem somit jährlich aufs Neue heraus. Trotz der regelmäßigen Wiederkehr der Grippewelle überraschen solche Entwicklungen kaum in einem Land, in dem die Impfskepsis zunimmt. Die FAZ fragt sich, warum der Schutzmechanismus der Impfung hierzulande so zögerlich angenommen wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
08.12.2025
Bundesqualitätsbericht 2025: Stabile Qualität in Krankenhäusern und Praxen
Der Bundesqualitätsbericht 2025 bestätigt: Krankenhäuser und Praxen halten ein stabiles Qualitätsniveau trotz zunehmender Ambulantisierung der Versorgung.
Der Bundesqualitätsbericht 2025 bestätigt: Krankenhäuser und Praxen halten ein stabiles Qualitätsniveau trotz zunehmender Ambulantisierung der Versorgung.
Der aktuelle Bundesqualitätsbericht des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) zeigt für das Jahr 2025 ein stabiles Qualitätsniveau in Krankenhäusern und Arztpraxen, berichtet die Webseite der AOK. Die externen, einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherungsmaßnahmen liegen in fast allen Verfahren innerhalb des angestrebten Qualitätsniveaus, trotz unterschiedlicher Ausprägungen in den Ergebnissen. Der Bericht hebt auch die zunehmende Ambulantisierung der Versorgung hervor. Zudem feiert der „Qualitätsreport“ nach mehreren Jahren Pause sein Comeback, indem er die Ergebnisse kompakt für die Öffentlichkeit, Patienten, die Politik sowie Krankenhäuser und Arztpraxen zusammenfasst. Grundlage des Berichts sind die 15 Qualitätssicherungsverfahren aus der "Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung" (DeQS-RL) auf Bundesebene.
Geriatrische Expertise essenziell bei COPD-Versorgung im Alter
Geriatrische Kenntnisse sind entscheidend bei der Versorgung älterer COPD-Patienten, da sie helfen, Begleiterkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Geriatrische Kenntnisse sind entscheidend bei der Versorgung älterer COPD-Patienten, da sie helfen, Begleiterkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Die Versorgung älterer Menschen mit COPD stellt eine komplexe Herausforderung dar. Oft sind diese Patienten von weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Dysphagie, Sarkopenie, Malnutrition, kognitiven Beeinträchtigungen und Gebrechlichkeit betroffen. Gerade im hohen Alter ist es wichtig, diese Begleiterkrankungen mithilfe gezielter Beobachtungen und einfacher Tests zu identifizieren. So können geriatrische Grundkenntnisse die Behandlung und Betreuung älterer COPD-Patienten erheblich erleichtern. Dies unterstreicht die aktuelle Berichterstattung der Ärzte Zeitung.
COPD bei Älteren: Mehr Fokus auf Begleiterscheinungen gefordert
Mehr Fokus auf COPD-Begleiterscheinungen: Experten fordern genauere Diagnosen bei älteren Patienten zur Verbesserung von Lebensqualität und Therapieansätzen.
Mehr Fokus auf COPD-Begleiterscheinungen: Experten fordern genauere Diagnosen bei älteren Patienten zur Verbesserung von Lebensqualität und Therapieansätzen.
Die Versorgung älterer Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) stellt das Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen. Häufig begleiten Dysphagie, Sarkopenie, Malnutrition, kognitive Beeinträchtigungen und Frailty die Erkrankung, und diese Begleiterscheinungen erhalten in den Leitlinien bisher wenig Aufmerksamkeit. Medizinexperten betonen die Wichtigkeit, bei betagten COPD-Patienten gezielt nach diesen Symptomen zu suchen. Einfache Tests können hierbei wertvolle diagnostische Hinweise liefern. Langfristig könnte eine stärkere Berücksichtigung dieser Faktoren die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und zur Optimierung der Therapieansätze führen (Quelle: aerztezeitung.de).
Hochdosis-Grippeimpfstoff senkt Krankenhausaufenthalte bei Senioren
Senioren profitieren von Hochdosis-Grippeimpfstoff: Studie belegt weniger Krankenhausaufenthalte im Vergleich zur Standardimpfung.
Senioren profitieren von Hochdosis-Grippeimpfstoff: Studie belegt weniger Krankenhausaufenthalte im Vergleich zur Standardimpfung.
Eine Studie zeigt, dass die Impfung älterer Menschen mit einem Hochdosis-Grippeimpfstoff im Vergleich zu einem Standardimpfstoff das Risiko für Krankenhausaufenthalte reduziert. Der Bericht stammt von aerztezeitung.de und hebt die Bedeutung dieser Impfung speziell für Senioren hervor, um die Rate stationärer Behandlungen zu senken.
Kanadierin ebnet Weg für künftige Sterbehilfe bei Alzheimer-Diagnose
Die Kanadierin Sandra Demontigny erhält als Erste die Erlaubnis, bei Alzheimer-Diagnose Sterbehilfe zu beantragen, und prägt damit die Debatte um Selbstbestimmung.
Die Kanadierin Sandra Demontigny erhält als Erste die Erlaubnis, bei Alzheimer-Diagnose Sterbehilfe zu beantragen, und prägt damit die Debatte um Selbstbestimmung.
Die Kanadierin Sandra Demontigny, die mit 46 Jahren an Alzheimer erkrankt ist, hat juristisch den Weg für Sterbehilfe geebnet. Sie hat die Erlaubnis erlangt, diese für die Zukunft zu beantragen – ein in Kanada bisher einzigartiger Fall. Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, da das Land intensiv über das Thema Sterbehilfe und dessen ethische Dimensionen diskutiert. Laut DER SPIEGEL berichtet die 46-Jährige, dass die Krankheit ein fortwährender Prozess sei: "Bei Alzheimer gibt es kein Einmal. Einmal ist der Anfang von immer." Mit der nun erhaltenen gesetzlichen Erlaubnis möchte Demontigny ihre eigenen Entscheidungen treffen können, bevor Alzheimer ihr diese Möglichkeit nimmt. Dies wirft grundlegende Fragen auf, wie die Gesellschaft mit dem wachsenden Bedürfnis nach Selbstbestimmung am Lebensende umgeht, besonders in solch schmerzlichen und komplexen Fällen.
Gesundheitsministerin Warken plant Sparmaßnahmen gegen GKV-Defizit bis 2027
Bundesgesundheitsministerin Warken plant Sparmaßnahmen, um das drohende GKV-Defizit zu verhindern, und kündigt bis 2026 gezielte Gesetzesinitiativen an.
Bundesgesundheitsministerin Warken plant Sparmaßnahmen, um das drohende GKV-Defizit zu verhindern, und kündigt bis 2026 gezielte Gesetzesinitiativen an.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat einen Gesetzgebungsprozess zur Stabilisierung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angekündigt (Quelle: aerztezeitung.de). Die GKV steht trotz eines Überschusses von 3,6 Milliarden Euro unter hohem Druck, da für 2027 ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe prognostiziert wird. Die Ausgaben der 94 Krankenkassen stiegen in den ersten neun Monaten um 7,8 Prozent, während die Einnahmen um nur 5,3 Prozent wuchsen. Der Druck auf die Beitragssätze bleibt hoch, da insbesondere die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen und ambulante Operationen steigen. Warken plant, die Finanzkommission Gesundheit mit ersten Sparvorschlägen zu beauftragen, die bis März 2026 in den Gesetzgebungsprozess einfließen sollen.
Gürtelrose-Impfung senkt Demenzrisiko laut Studie um 30 Prozent
Die Gürtelrose-Impfung könnte das Demenzrisiko um 30% senken, wie eine neue Studie zeigt. Dabei wird Menschen über 60 Jahren in Deutschland geraten, sich impfen zu lassen.
Die Gürtelrose-Impfung könnte das Demenzrisiko um 30% senken, wie eine neue Studie zeigt. Dabei wird Menschen über 60 Jahren in Deutschland geraten, sich impfen zu lassen.
Nach einer Studie von internationalen Forschern kann die Gürtelrose-Impfung Demenzpatienten Hoffnung geben. Die Impfung senkte das Risiko, innerhalb von neun Jahren an Demenz zu sterben, um fast 30 Prozent. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission allen Menschen über 60 Jahren sowie gefährdeten Personen eine Gürtelrose-Impfung. Trotzdem liegt die Impfquote laut RKI bei nur 20 Prozent. Aufgrund eines natürlichen Experiments in Wales konnte die Wirksamkeit der Impfung untersucht werden. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift "Cell" veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass die Impfung nicht nur vorbeugend gegen die Entwicklung einer Demenz wirkt, sondern auch das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen könnte. Weitere Studien bestätigen ähnliche positive Effekte. Der Spiegel berichtet, dass Forscher der Stanford University unter der Leitung von Dr. Pascal Geldsetzer annehmen, dass die Impfung durch unbekannte Mechanismen vor Demenz schützen könnte.
WHO und STIKO: Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe für 2025/26
WHO und STIKO empfehlen ab 2025/26 die Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe, da der B/Yamagata-Stamm weltweit seit 2020 nicht mehr zirkuliert.
WHO und STIKO empfehlen ab 2025/26 die Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe, da der B/Yamagata-Stamm weltweit seit 2020 nicht mehr zirkuliert.
Für die Grippesaison 2025/2026 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Umstellung von quadrivalenten auf trivalente Grippeimpfstoffe empfohlen. Dieser Schritt wurde durch einen deutlichen Rückgang der weltweiten Zirkulation des B/Yamagata-Stammes motiviert, der seit März 2020 nicht mehr nachgewiesen wurde. Quadrivalente Impfstoffe enthalten zwei Influenza-A-Stämme und zwei Influenza-B-Linien, während die trivalente Formulierung nur noch einen Influenza-B-Stamm, die B/Victoria-Linie, umfasst. Die Anpassung soll neben dem Wegfall eines potenziellen Risikos durch lebendimpfstoffvermittelte Wiedereinführung des B/Yamagata-Stammes weiterhin klinisch relevanten Schutz bieten. Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere für ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Grunderkrankungen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Die Umstellung zielt darauf ab, die Influenza-bedingte Belastung durch Erhöhung der Impfquoten zu verringern. ([Quelle: aerztezeitung.de])
Krankenkassen unter Druck: Steigende Ausgaben führen zu Beitragserhöhungen
Krankenkassen erhöhen Beiträge: Steigende Ausgaben und Druck auf die Finanzlage erfordern schnelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesundheitsfinanzierung.
Krankenkassen erhöhen Beiträge: Steigende Ausgaben und Druck auf die Finanzlage erfordern schnelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesundheitsfinanzierung.
Das Bundesgesundheitsministerium informiert, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 um rund 7,8 Prozent gestiegen sind – deutlich stärker im Vergleich zu den Einnahmen, die lediglich um 5,3 Prozent wuchsen. Dieser Anstieg führt zu einem erheblichen Druck auf die Beitragssätze, weshalb viele Krankenkassen ihre Zusatzbeitragssätze anheben mussten. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen stiegen um 9,9 Prozent, während die Ausgaben für Arzneimittel um 6 Prozent zunahmen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont die Notwendigkeit der nachhaltigen Stabilisierung der Finanzsituation der Krankenkassen. Ein kurzfristiges Maßnahmenpaket für 2026 wurde in die Wege geleitet, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der Vermittlungsausschuss solle schnell eine Entscheidung treffen, um Unsicherheiten zu minimieren. Doch die Herausforderungen bleiben, da ab 2027 Defizite in zweistelliger Milliardenhöhe prognostiziert werden.
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