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Medizin, Gesundheit und Prävention
06.12.2025
Gürtelrose-Impfung senkt Demenzrisiko laut Studie um 30 Prozent
Die Gürtelrose-Impfung könnte das Demenzrisiko um 30% senken, wie eine neue Studie zeigt. Dabei wird Menschen über 60 Jahren in Deutschland geraten, sich impfen zu lassen.
Die Gürtelrose-Impfung könnte das Demenzrisiko um 30% senken, wie eine neue Studie zeigt. Dabei wird Menschen über 60 Jahren in Deutschland geraten, sich impfen zu lassen.
Nach einer Studie von internationalen Forschern kann die Gürtelrose-Impfung Demenzpatienten Hoffnung geben. Die Impfung senkte das Risiko, innerhalb von neun Jahren an Demenz zu sterben, um fast 30 Prozent. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission allen Menschen über 60 Jahren sowie gefährdeten Personen eine Gürtelrose-Impfung. Trotzdem liegt die Impfquote laut RKI bei nur 20 Prozent. Aufgrund eines natürlichen Experiments in Wales konnte die Wirksamkeit der Impfung untersucht werden. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift "Cell" veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass die Impfung nicht nur vorbeugend gegen die Entwicklung einer Demenz wirkt, sondern auch das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen könnte. Weitere Studien bestätigen ähnliche positive Effekte. Der Spiegel berichtet, dass Forscher der Stanford University unter der Leitung von Dr. Pascal Geldsetzer annehmen, dass die Impfung durch unbekannte Mechanismen vor Demenz schützen könnte.
WHO und STIKO: Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe für 2025/26
WHO und STIKO empfehlen ab 2025/26 die Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe, da der B/Yamagata-Stamm weltweit seit 2020 nicht mehr zirkuliert.
WHO und STIKO empfehlen ab 2025/26 die Umstellung auf trivalente Grippeimpfstoffe, da der B/Yamagata-Stamm weltweit seit 2020 nicht mehr zirkuliert.
Für die Grippesaison 2025/2026 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Umstellung von quadrivalenten auf trivalente Grippeimpfstoffe empfohlen. Dieser Schritt wurde durch einen deutlichen Rückgang der weltweiten Zirkulation des B/Yamagata-Stammes motiviert, der seit März 2020 nicht mehr nachgewiesen wurde. Quadrivalente Impfstoffe enthalten zwei Influenza-A-Stämme und zwei Influenza-B-Linien, während die trivalente Formulierung nur noch einen Influenza-B-Stamm, die B/Victoria-Linie, umfasst. Die Anpassung soll neben dem Wegfall eines potenziellen Risikos durch lebendimpfstoffvermittelte Wiedereinführung des B/Yamagata-Stammes weiterhin klinisch relevanten Schutz bieten. Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere für ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Grunderkrankungen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Die Umstellung zielt darauf ab, die Influenza-bedingte Belastung durch Erhöhung der Impfquoten zu verringern. ([Quelle: aerztezeitung.de])
Krankenkassen unter Druck: Steigende Ausgaben führen zu Beitragserhöhungen
Krankenkassen erhöhen Beiträge: Steigende Ausgaben und Druck auf die Finanzlage erfordern schnelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesundheitsfinanzierung.
Krankenkassen erhöhen Beiträge: Steigende Ausgaben und Druck auf die Finanzlage erfordern schnelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesundheitsfinanzierung.
Das Bundesgesundheitsministerium informiert, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 um rund 7,8 Prozent gestiegen sind – deutlich stärker im Vergleich zu den Einnahmen, die lediglich um 5,3 Prozent wuchsen. Dieser Anstieg führt zu einem erheblichen Druck auf die Beitragssätze, weshalb viele Krankenkassen ihre Zusatzbeitragssätze anheben mussten. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen stiegen um 9,9 Prozent, während die Ausgaben für Arzneimittel um 6 Prozent zunahmen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont die Notwendigkeit der nachhaltigen Stabilisierung der Finanzsituation der Krankenkassen. Ein kurzfristiges Maßnahmenpaket für 2026 wurde in die Wege geleitet, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der Vermittlungsausschuss solle schnell eine Entscheidung treffen, um Unsicherheiten zu minimieren. Doch die Herausforderungen bleiben, da ab 2027 Defizite in zweistelliger Milliardenhöhe prognostiziert werden.
AOK Pflegenavigator: Neue Suche für Beratungsstellen integriert
Der AOK Pflegenavigator zeigt nun zusätzlich Beratungsstellen für verpflichtende Pflegeberatungen, die einfach per Postleitzahlsuche gefunden werden können.
Der AOK Pflegenavigator zeigt nun zusätzlich Beratungsstellen für verpflichtende Pflegeberatungen, die einfach per Postleitzahlsuche gefunden werden können.
Die AOK hat ihren Pflegenavigator um eine neue Suchfunktion erweitert, die jetzt auch Beratungsstellen für verpflichtende Beratungsbesuche gemäß § 37 Abs. 3 SGB XI anzeigt. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können durch Eingabe der Postleitzahl leicht anerkannte ambulante Pflegedienste und Beratungsstellen in ihrer Nähe finden, die diese Besuche durchführen. Ab 2026 wird sich die erforderliche Häufigkeit der Beratungsbesuche ändern, wie das BEEP-Gesetz regelt. Für Pflegegrade 2 bis 5 ist dann nur noch ein Besuch alle sechs Monate notwendig. Das Portal, das im letzten Jahr über eine Million Mal genutzt wurde, bietet zudem eine Plattform für die eigenständige Aktualisierung von Daten durch die Pflegedienste und Beratungsstellen. Diese können im geschützten Bereich des Navigators Informationen wie Adressen, Sprachkenntnisse und Hinweise zur Terminvergabe anpassen. Quelle: aok.de
Semaglutid zeigt keinen Effekt auf Alzheimerverlauf in Phase-III-Studien
Semaglutid beeinflusst den Verlauf von Alzheimer in Phase-III-Studien nicht und bleibt in der Therapie ohne erkennbare Wirksamkeit.
Semaglutid beeinflusst den Verlauf von Alzheimer in Phase-III-Studien nicht und bleibt in der Therapie ohne erkennbare Wirksamkeit.
Der GLP-1-Agonist Semaglutid hat keinen signifikanten Effekt auf die Alzheimerprogression in zwei umfangreichen Phase-III-Studien gezeigt, obwohl er periphere Entzündungen dämpfen kann und einen gewissen Einfluss auf Alzheimer-Biomarker hat. Dieses Ergebnis wurde auf aerztezeitung.de berichtet. In der Alzheimer-Therapie bleibt Semaglutid somit ohne erwiesene Wirksamkeit auf den Krankheitsverlauf, was die Forschung zu alternativen Behandlungsmethoden für diese neurodegenerative Erkrankung weiterhin anspornt.
Grippewelle in Deutschland: Subklade K treibt Infektionen an
Die Grippewelle in Deutschland rollt an: Subklade K sorgt für rasche Ausbreitung von Influenzainfektionen, wie die Ärzte Zeitung berichtet.
Die Grippewelle in Deutschland rollt an: Subklade K sorgt für rasche Ausbreitung von Influenzainfektionen, wie die Ärzte Zeitung berichtet.
Laut der Ärzte Zeitung scheint sich in Deutschland aktuell eine Grippewelle anzubahnen, da sich immer mehr Menschen mit Influenzaviren infizieren. Die Virusausbreitung wird maßgeblich durch die Subklade K vorangetrieben, die mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist. Quelle: Ärzte Zeitung.
Zahl älterer Patienten mit Herzleiden bei Hüft-OPs steigt
Ältere Patienten mit Herzleiden erhöhen bei Hüft-OPs die Anforderungen an medizinische Planung, um Risiken zu minimieren.
Ältere Patienten mit Herzleiden erhöhen bei Hüft-OPs die Anforderungen an medizinische Planung, um Risiken zu minimieren.
Immer mehr ältere Patienten mit kardiovaskulären Begleiterkrankungen müssen sich einer Hüftoperation unterziehen. Im Zuge dessen steht die medizinische Planung solcher Eingriffe im Fokus, um Risiken zu minimieren und das Sturzrisiko sowie die antithrombotische Therapie besonders zu berücksichtigen. Dies erfordert, laut einem Bericht von aerztezeitung.de, eine sorgfältig abgestimmte Vorbereitung, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.
Gezielte Tests enthüllen Begleiterkrankungen bei COPD-Patienten und verbessern deren Pflege deutlich.
Gezielte Tests enthüllen Begleiterkrankungen bei COPD-Patienten und verbessern deren Pflege deutlich.
Bei älteren Menschen wird die COPD häufig von weiteren Erkrankungen begleitet, wie Dysphagie, Sarkopenie, Malnutrition, kognitive Beeinträchtigungen und Frailty. Diese gesundheitlichen Probleme sind oft miteinander verknüpft. Insbesondere bei älteren COPD-Patienten ist es wichtig, gezielt nach Anzeichen dieser Begleiterkrankungen zu suchen. Einfache Tests können bei der Diagnose hilfreich sein. Eine umfassende Betrachtung dieser zusätzlichen Erkrankungen kann die Pflege und Behandlung von COPD-Patienten erheblich verbessern. Die vollständige Meldung ist auf aerztezeitung.de nachzulesen.
Hermann Gröhe: DRK fordert Milliarden für besseren Bevölkerungsschutz
Der DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert Milliardeninvestitionen für besseren Bevölkerungsschutz in Deutschland und betont dringenden Handlungsbedarf bei Infrastruktur und Klimaanpassung.
Der DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert Milliardeninvestitionen für besseren Bevölkerungsschutz in Deutschland und betont dringenden Handlungsbedarf bei Infrastruktur und Klimaanpassung.
Der neue Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, warnt vor unzureichender Vorbereitung Deutschlands auf Krieg und Naturkatastrophen. Gröhe betont die Notwendigkeit eines verstärkten Bevölkerungsschutzes und fordert Investitionen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro sowie jährlich eine weitere Milliarde Euro. Es bestehe dringender Handlungsbedarf in der Infrastruktur und Ausstattung, wie die ungenügende Finanzierung mobiler „Betreuungsmodule“ zeige. Die humanitäre Hilfe sei im Bundeshaushalt stark gekürzt worden, obwohl der Bedarf steige, berichtet die F.A.Z. Zudem fordert Gröhe eine enge Zusammenarbeit zwischen Streitkräften und DRK sowie anderen Hilfsorganisationen, gerade mit Hinblick auf Lehren aus dem Ukraine-Konflikt. Die DRK-Kliniken, von denen einige Insolvenz angemeldet haben, brauchen faire Bedingungen im Krankenhausbereich, so Gröhe weiter. Schließlich betont er die Bedeutung der Klimaanpassung und Anpassungsanstrengungen in Senioreneinrichtungen. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
GKV warnt: Krankenbeiträge könnten bis 2040 Rentenbeiträge übersteigen
GKV warnt: Ohne Reformen übersteigen die Krankenkassenbeiträge bis 2040 die Rentenbeiträge und fordern Einsparungen von 26 Milliarden Euro jährlich.
GKV warnt: Ohne Reformen übersteigen die Krankenkassenbeiträge bis 2040 die Rentenbeiträge und fordern Einsparungen von 26 Milliarden Euro jährlich.
Angesichts der laufenden Rentendebatte wird oft übersehen, dass auch die Finanzierbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherung zunehmend unter Druck gerät. Der GKV-Spitzenverband warnt davor, dass die Krankenversicherung die Rentenversicherungsbeiträge in den nächsten 15 Jahren übertreffen könnte. Zählt man die Pflegebeiträge mit, liegt der gesundheitsbezogene Beitragssatz bereits jetzt über dem der Rente. Der Verband prognostiziert für das Jahr 2040 einen durchschnittlichen Beitragssatz von 22,7 Prozent. Diese Herausforderungen veranlassten den Verband, Sparvorschläge im Umfang von 26 Milliarden Euro jährlich zu präsentieren, darunter die Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente. Der geplante Anstieg der Krankenversicherungsbeiträge könnte ohne Reformen außer Kontrolle geraten, warnt der Verband, während die Rentenbeitragsraten gemäß den geplanten Reformen bis 2030 auf 20 Prozent steigen sollen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat umfassende Reformen angekündigt, um die finanzielle Stabilität zu sichern. (Quelle: F.A.Z.)
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