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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.12.2025
RKI-Analyse: Fortschritte und Lücken bei deutschen Impfquoten
Erfolge und Defizite: RKI-Analyse zeigt Lücken und Fortschritte bei Deutschlands Impfquoten auf, Handlungsbedarf bleibt.
Erfolge und Defizite: RKI-Analyse zeigt Lücken und Fortschritte bei Deutschlands Impfquoten auf, Handlungsbedarf bleibt.
Eine aktuelle Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den Impfquoten in Deutschland zeigt sowohl Erfolge als auch Lücken auf. Dem Bericht zufolge werden viele Impfserien zu spät oder nicht vollständig abgeschlossen. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Effektivität der Impfkampagnen auf und zeigt, dass Handlungsbedarf besteht, um die bisherigen Defizite zu minimieren und den Impfschutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Trotz der vorhandenen Schwächen verzeichnet die Analyse auch Fortschritte, die im Rahmen der veröffentlichten Daten von Bedeutung sind. Weitere Details und Hintergründe können registrierte Nutzer über die Plattform "aerztezeitung.de" einsehen.
Pflegereform-Bericht kritisiert: Fehlende Konkretheit und klare Zusagen
Der Bericht zur Pflegereform enttäuscht durch fehlende Konkretheit und klare Zusagen, obwohl Eigenkosten und Pflegedefizite dringend nach Lösungen verlangen.
Der Bericht zur Pflegereform enttäuscht durch fehlende Konkretheit und klare Zusagen, obwohl Eigenkosten und Pflegedefizite dringend nach Lösungen verlangen.
Der Abschlussbericht zur geplanten Pflegereform, präsentiert von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“, enttäuscht durch fehlende Konkretheit. Gesundheitsministerin Nina Warken betont den ambitionierten Zeitplan, allerdings konzentriert sich der Bericht überwiegend auf mögliche Modelle ohne feste Zusagen. Die gesteigerten Eigenkosten in Pflegeheimen und die prognostizierten Defizite der Pflegekassen stellen große Herausforderungen dar. Der Bericht nennt Optionen wie die vollständige Übernahme der medizinischen Behandlungspflege durch die gesetzliche Krankenversicherung und eine Umfinanzierung der Ausbildungskosten, was jedoch auf Widerstand stößt. Vertreter der Krankenversicherungen drängen auf klarere Reformen, während die AG lediglich unverbindliche Vorschläge liefert. Warken sieht dennoch eine gute Grundlage für die weitere Debatte. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.12.2025
Professor Herbers fordert mehr Verantwortung für Physician Assistants
Prof. Herbers fordert, mehr Verantwortung an Physician Assistants zu übertragen, um Praxen effizienter zu gestalten und Ressourcen besser zu nutzen.
Prof. Herbers fordert, mehr Verantwortung an Physician Assistants zu übertragen, um Praxen effizienter zu gestalten und Ressourcen besser zu nutzen.
Professor Jürgen Herbers ermutigt Arztpraxen, mehr Verantwortung an Physician Assistants und Primary Care Manager zu delegieren. Er betont, dass sich diese Rollen oft auch ohne zusätzliche finanzielle Zuschläge lohnen würden. Die Diskussion über die Rollenverteilung in Praxen gewinnt an Bedeutung, um den Herausforderungen der zunehmenden Arbeitsbelastung gerecht zu werden. Laut Herbers könnten durch eine stärkere Einbindung dieser Fachkräfte die Praxen effizienter arbeiten und Ressourcen besser genutzt werden (Quelle: Ärzte Zeitung).
„Zukunftspakt Pflege“: Warken kündigt strukturelle Reformen an
Bundesgesundheitsministerin Warken kündigt umfassende Reform der Pflegeversicherung an, um Prävention zu stärken und Pflegekosten zu begrenzen.
Bundesgesundheitsministerin Warken kündigt umfassende Reform der Pflegeversicherung an, um Prävention zu stärken und Pflegekosten zu begrenzen.
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und weitere Vertreter der Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Ergebnisse des „Zukunftspakt Pflege“ vor. Warken betonte die Bedeutung von Prävention und nachhaltiger Finanzierung für die Pflegeversorgung in Deutschland. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für einen Gesetzentwurf, der im Austausch mit der Bundesregierung und den Ländern erarbeitet werden soll. Eine nachhaltige Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung soll verfolgt werden, in der präventive und rehabilitative Maßnahmen gestärkt werden. Ziel ist es, die Ausgabendynamik zu bremsen und die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu begrenzen. Die Ergebnisse sind auf den Webseiten des Bundesgesundheitsministeriums verfügbar.
Veraltete Technik erschwert effektives Entlassmanagement in Kliniken
Veraltete Technik erschwert den Informationsaustausch im Entlassmanagement, was nahtlose Übergänge von Klinik zu ambulanter Pflege behindert.
Veraltete Technik erschwert den Informationsaustausch im Entlassmanagement, was nahtlose Übergänge von Klinik zu ambulanter Pflege behindert.
Aus dem Krankenhaus nahtlos in die haus- und fachärztliche Versorgung oder in Physiotherapie und Pflege: So soll Entlassmanagement laut Gesetz eigentlich funktionieren. Tatsächlich sorgt veraltete Technik oft für Störungen, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Digitalisierung im Patientenpfad weist eine entscheidende Lücke auf – den stationären Sektor. Der reibungslose Austausch von Informationen zwischen Kliniken und nachgelagerten Versorgungseinrichtungen ist oftmals durch veraltete Technologien behindert, was den Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich erschwert. Dies stellt eine Herausforderung für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Entlassmanagement dar.
Fax bleibt dominantes Kommunikationsmittel zwischen Kliniken und Praxen
Trotz Digitalisierung dominiert das Fax weiterhin den Austausch von Entlassbriefen zwischen Kliniken und Praxen, was technische Rückständigkeit offenbart.
Trotz Digitalisierung dominiert das Fax weiterhin den Austausch von Entlassbriefen zwischen Kliniken und Praxen, was technische Rückständigkeit offenbart.
Faxgeräte dominieren nach wie vor die Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, zeigt eine Umfrage des Innovationsfondsprojekts KomK-K, dass 97 Prozent der Kliniken und 80 Prozent der Krankenkassen immer noch Faxe zur Übermittlung von Entlassbriefen und Dokumenten nutzen. Dies stellt die Rückständigkeit der Technik in der Kommunikation zwischen den Sektoren heraus. Laut Gertrud Demmler von der Siemens Betriebskrankenkasse kommen die Informationen in unterschiedlichen Formaten und oft verspätet bei den ambulanten Leistungserbringern an. Das Entlassmanagement wird von der Kassenseite als zentraler Bestandteil der geplanten Primärversorgungssteuerung gesehen. Daten des KBV-Praxisbarometers Digitalisierung bestätigen die Diskrepanz: Nur jede sechste Praxis erhält Entlassbriefe digital, obwohl 85 Prozent der Praxisärzte den Nutzen digitaler Entlassbriefe als hoch einstufen.
Demografischer Wandel: Jeder Vierte in Deutschland bald Rentner
Bis 2035 wird in Deutschland jeder Vierte 67 Jahre oder älter sein. Der demografische Wandel stellt damit das soziale und wirtschaftliche Gefüge vor große Herausforderungen.
Bis 2035 wird in Deutschland jeder Vierte 67 Jahre oder älter sein. Der demografische Wandel stellt damit das soziale und wirtschaftliche Gefüge vor große Herausforderungen.
Der demografische Wandel wird Deutschland drastisch beeinflussen. Laut der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, vorgestellt durch das Statistische Bundesamt, wird im Jahr 2035 jeder vierte Deutsche 67 Jahre oder älter sein. Der Anteil der Rentner wird stetig steigen, während die Anzahl der Erwerbsfähigen abnimmt, was den sogenannten Altenquotienten erheblich verschieben könnte. Im besten Szenario stünden 100 Erwerbstätigen im Jahr 2070 43 Rentner gegenüber; bei niedriger Geburtenrate und geringer Nettozuwanderung könnten es sogar 61 Rentner sein. Diese demografischen Veränderungen könnten dazu führen, dass die Bevölkerung bis 2070 auf etwa 74,7 Millionen schrumpft. Vorausgesetzt, die jährlichen Wanderungssalden bleiben moderat. An einen langfristigen Anstieg der Geburtenzahl zweifeln die Statistiker jedoch, dies sei nur bei steigender Geburtenrate und moderater Zuwanderung möglich. (Quelle: aerztezeitung.de)
Frühe Grippewelle: RKI ruft Risikogruppen zur Impfung auf
RKI warnt: Früh gestartete Grippewelle in Deutschland – Risikogruppen sollten sich jetzt noch impfen lassen, um sich zu schützen.
RKI warnt: Früh gestartete Grippewelle in Deutschland – Risikogruppen sollten sich jetzt noch impfen lassen, um sich zu schützen.
Die Grippewelle hat laut Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland begonnen, früher als in den beiden Vorjahren. Der Start wurde rückblickend auf die Woche ab dem 24. November datiert, so der aktuelle Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen. Besonders Influenzaviren der Subtypen A(H3N2) und A(H1N1)pdm09 zirkulieren derzeit. Die Grippeimpfung sei noch möglich und vor allem für Risikogruppen empfehlenswert, einschließlich Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt gab es etwa 7,2 Millionen neue Fälle akuter Atemwegserkrankungen in der 49. Kalenderwoche, was das RKI als hohes Niveau bewertet. Die Zahl schwer verlaufender Fälle ist jedoch weiter niedrig. Auch die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen stieg leicht, mit etwa 1,3 Millionen Besuchen. (Quelle: spiegel.de)
Deutschland bei Prävention von Krankheiten im EU-Vergleich abgeschlagen
Deutschland hinkt bei Krankheitsprävention in Europa hinterher, zeigt der Public Health Index 2025: Besonders Tabak-, Alkoholpolitik und Ernährung sind besorgniserregend.
Deutschland hinkt bei Krankheitsprävention in Europa hinterher, zeigt der Public Health Index 2025: Besonders Tabak-, Alkoholpolitik und Ernährung sind besorgniserregend.
Deutschland liegt bei der Umsetzung von Krankheitsvermeidungsmaßnahmen im europäischen Vergleich deutlich zurück, wie der erstmals vom AOK-Bundesverband und dem Deutschen Krebsforschungszentrum vorgestellte Public Health Index (PHI) 2025 zeigt. Der Index offenbart, dass trotz hoher Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen, die gesundheitlichen Erträge Deutschlands hinter denen anderer Länder zurückbleiben. Besonders auffällig ist die unzureichende Prävention bei Tabak- und Alkoholpolitik sowie bei der Ernährung, wo Deutschland in der Analyse keinen der bewerteten Standards flächendeckend umsetzt. AOK-Bundesverbandschefin Dr. Carola Reimann warnte davor, dass gerade Adipositas und Diabetes das Versorgungsgeschehen zunehmend prägen und unterstrich die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Prävention. Deutschland schafft es dem PHI zufolge nur im Mittelfeld in der Bewegungspolitik. Der Bericht hebt hervor, dass etwa die Hälfte der über 65-Jährigen an mindestens zwei chronischen Erkrankungen leidet, was über dem EU-Durchschnitt liegt. Quellen: AOK-Bundesverband.
Fast alle Praxisverwaltungssysteme für ePA zertifiziert: Digitaler Fortschritt
Die meisten Praxisverwaltungssysteme sind nun für die ePA zertifiziert, was Effizienz und Qualität in der Patientenversorgung durch digitale Daten fördert.
Die meisten Praxisverwaltungssysteme sind nun für die ePA zertifiziert, was Effizienz und Qualität in der Patientenversorgung durch digitale Daten fördert.
Die gematik hat bekanntgegeben, dass nahezu alle Praxisverwaltungssysteme (PVS) inzwischen eine Zertifizierung für die elektronische Patientenakte (ePA) erhalten haben. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung in der Gesundheitsbranche und soll die Handhabung von Patientendaten für Ärzte und andere medizinische Fachkräfte erleichtern. Die Zertifizierung ermöglicht es den Praxen, auf den digitalen Austausch von Gesundheitsdaten zuzugreifen, was sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Patientenversorgung steigern soll. Die gematik betonte, dass die PVS eine zentrale Rolle in der Umsetzung der digitalen Strategie spielen. Dies wurde in einem Bericht auf 'aerztezeitung.de' thematisiert.
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