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Finanzen und Versicherung
15.12.2025
Gesetzliche Krankenkassen: Finanzkrise verschärft sich weiter im Jahr 2025
Die Finanzkrise der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich 2025 weiter zu: Steigende Ausgaben zwingen zu höheren Zusatzbeiträgen und bedrohen die Mindestreserven.
Die Finanzkrise der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich 2025 weiter zu: Steigende Ausgaben zwingen zu höheren Zusatzbeiträgen und bedrohen die Mindestreserven.
Das Bundesgesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass sich die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen 2025 weiter verschlechtert hat. Die Ausgaben stiegen um rund 7,8 Prozent, während die Beitragseinnahmen lediglich um etwa 5,3 Prozent zulegten. Dies führte zu einem Zwang zur Erhöhung der Zusatzbeitragssätze zu Jahresbeginn. Bis zum Ende des dritten Quartals 2025 erreichten die Finanzreserven der Krankenkassen rund 5,4 Milliarden Euro, was unterhalb der gesetzlich festgelegten Mindestreserve liegt. Ein kurzfristiges Maßnahmenpaket für 2026 wurde bereits auf den Weg gebracht, doch Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess führen zu Unsicherheiten für die Kassenplanung. Prognosen ab 2027 deuten auf Defizite in zweistelliger Milliardenhöhe hin, weshalb im März Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen vorgestellt werden sollen. Der Reformdruck ist hoch, doch bietet er auch Chancen, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
15.12.2025
Ehrliches Feedback: Schlüssel zur besseren Selbstführung und Mitarbeiterbindung
Ehrliches Feedback stärkt Selbstführung und bindet Mitarbeiter – ein Muss für Führungskräfte, um blinde Flecken zu überwinden und die Teamzufriedenheit zu steigern.
Ehrliches Feedback stärkt Selbstführung und bindet Mitarbeiter – ein Muss für Führungskräfte, um blinde Flecken zu überwinden und die Teamzufriedenheit zu steigern.
Sich der eigenen Schwächen bewusst zu werden, gestaltet sich oft als Herausforderung, da jeder unweigerlich blinde Flecken hat. „Man ist sich selbst der Blindeste“, sagen Psychologen. Doch wer den Mut hat, diese mit Unterstützung von Dritten zu erkennen, kann bedeutende Fortschritte in seiner persönlichen Entwicklung machen. Claudia Peus, Organisationspsychologin an der Technischen Universität München, hebt hervor, dass Vorgesetzte dieses Wissen in ihrer Selbstführung gewinnbringend einsetzen können, wenn sie ihre Mitarbeiter über Zielvereinbarungen hinaus motivieren und fördern möchten. Diese Art der Selbstreflexion wird jedoch häufig durch Zeitdruck sowie persönliche Hemmungen behindert. Die Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen, um ehrliches Feedback äußern zu können, was von den Führungskräften oftmals durch gezielte Fragen gefördert werden kann. So wird deutlich, dass aufrichtiges Feedback unentbehrlich ist, um beispielsweise Mikromanagement zu reduzieren und die Zufriedenheit im Team zu steigern. Quelle: F.A.Z.
Vielversprechende Studien: Trontinemab zeigt Wirkung bei früher Demenz
Trontinemab zeigt in Studien erste Erfolge bei früher Demenz, indem es Beta-Amyloid entfernt und die Tau-Pathologie reduziert. Ein Hoffnungsschimmer für Betroffene.
Trontinemab zeigt in Studien erste Erfolge bei früher Demenz, indem es Beta-Amyloid entfernt und die Tau-Pathologie reduziert. Ein Hoffnungsschimmer für Betroffene.
Der Antikörper Trontinemab zeigt in einer Phase-II-Studie erste Anzeichen klinischer Wirksamkeit bei früher Demenz. Dabei entfernt der innovative Antikörper Beta-Amyloid innerhalb weniger Wochen vollständig aus dem Gehirn. Trontinemab nutzt einen aktiven Transportmechanismus und hat auch eine Reduktion der Tau-Pathologie zur Folge. Diese Ergebnisse, über die die 'Ärzte Zeitung' berichtet, sind vielversprechend für die Behandlung von Demenz.
Übersichtsarbeit: Ein Grippe-Impfstoff zeigt viele schwere Nebenwirkungen
Ein Grippe-Impfstoff zeigt laut Studie hohe Rate schwerer Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Vakzinen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Ein Grippe-Impfstoff zeigt laut Studie hohe Rate schwerer Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Vakzinen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Unterschiedliche Influenza-Vakzinen wurden in einer Übersichtsarbeit mit dem Standardimpfstoff hinsichtlich ihrer Wirkungen und Nebenwirkungen verglichen. Besonders auffällig ist ein Impfstoff, der eine hohe Rate an schweren Nebenwirkungen aufweist. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Neuer Biomarker p-tau217: Fortschritt in Alzheimer-Diagnostik ab 2026
Der Biomarker p-tau217 verspricht ab 2026 Fortschritte in der Alzheimer-Diagnostik, indem er zuverlässig Alzheimer von anderen Demenzformen unterscheidet.
Der Biomarker p-tau217 verspricht ab 2026 Fortschritte in der Alzheimer-Diagnostik, indem er zuverlässig Alzheimer von anderen Demenzformen unterscheidet.
Der Biomarker Plasma p-tau217, wie von der „Ärzte Zeitung“ berichtet, wird ab dem kommenden Jahr von zunehmender praktischer Relevanz sein. Dieser Biomarker kann Alzheimer-Demenz von anderen Demenzformen unterscheiden und ermöglicht zudem die Differenzierung zwischen betroffenen und gesunden Personen. Seine Zulassung wird für das Jahr 2026 erwartet, was neue Möglichkeiten in der Diagnostik eröffnet.
Rückgang bei Memantin, Anstieg bei Antidementiva in Hausarztpraxen
Moderater Rückgang bei Memantin-Verordnungen in Hausarztpraxen, doch Antidementiva-Zunahme gleicht aus. Unterschiede in Verschreibungspraxis finden sich.
Moderater Rückgang bei Memantin-Verordnungen in Hausarztpraxen, doch Antidementiva-Zunahme gleicht aus. Unterschiede in Verschreibungspraxis finden sich.
Der Arzneimittelverordnungsreport identifiziert in den Jahren 2013 bis 2022 einen moderaten Rückgang bei der Verschreibung von Memantin. Der Rückgang wird jedoch durch einen Anstieg der Antidementiva-Verordnungen in Hausarztpraxen nahezu ausgeglichen. Diese Unterschiede in der Verschreibungspraxis zwischen Hausärzten und Fachärzten könnten auf verschiedene Faktoren, wie beispielsweise unterschiedliche Behandlungsstrategien oder Variationen im Zugang zu spezialisierten Behandlungsmöglichkeiten, zurückzuführen sein. Laut der "Ärzte Zeitung" besteht für Gesundheitsfachkräfte und Angehörige des Gesundheitswesens die Möglichkeit, weiterführende Analysen und Hintergründe zu erhalten, die Aufschluss über diese Entwicklungen geben können.
Risikofaktoren bei Harnwegsinfektion: Ältere Männer besonders gefährdet
Ältere Männer sind bei Harnwegsinfektionen besonders gefährdet, warnt eine Metaanalyse. Risikofaktoren umfassen Hypotonie und Diabetes.
Ältere Männer sind bei Harnwegsinfektionen besonders gefährdet, warnt eine Metaanalyse. Risikofaktoren umfassen Hypotonie und Diabetes.
Eine ambulant behandelte Harnwegsinfektion kann schnell einen gefährlichen Verlauf nehmen, wenn bestimmte Risikofaktoren im Spiel sind, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Besonders ältere Männer sind gefährdet, ebenso Menschen mit Hypotonie, Fieber, erhöhten Entzündungsmarkern, Kreatininerhöhung oder Diabetes. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Metaanalyse mit über 1,5 Millionen Beteiligten. Die vollständigen Ergebnisse sind, nach Anmeldung, auf der Webseite des Fachmagazins verfügbar.
Lebensstiländerungen wie Bewegung und Ernährung könnten laut Studie den Verlauf von Parkinson positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.
Lebensstiländerungen wie Bewegung und Ernährung könnten laut Studie den Verlauf von Parkinson positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.
Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung, kognitives Training und erholsamer Schlaf spielen eine wesentliche Rolle beim Krankheitsverlauf der Parkinsonkrankheit. Diese Faktoren beeinflussen sowohl die prodromale als auch die klinische Phase der Erkrankung erheblich. Im Rahmen der Studie PREVENTION-IN-PD wird derzeit das Potenzial umfassender Lebensstil-Interventionen erforscht, um deren krankheitsmodifizierende Wirkungsweise besser zu verstehen. Wie aus der Mitteilung von aerztezeitung.de hervorgeht, könnte eine Kombination dieser Lebensstiländerungen maßgeblich dazu beitragen, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und Betroffenen eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.12.2025
Entlassmanagement: Lückenlose Patientenversorgung nach Krankenhausaufenthalt
Krankenhäuser müssen nahtlose Patientenbetreuung nach Entlassung gewährleisten – Entlassmanagement regelt Versorgung mit Medikamenten, Pflege und Reha-Maßnahmen.
Krankenhäuser müssen nahtlose Patientenbetreuung nach Entlassung gewährleisten – Entlassmanagement regelt Versorgung mit Medikamenten, Pflege und Reha-Maßnahmen.
Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, die lückenlose Weiterbetreuung von Patienten nach der Entlassung sicherzustellen. Dies geschieht über ein Entlassmanagement, das Maßnahmen wie die Verschreibung von Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln, Kurzzeitpflege, häusliche Krankenpflege oder die Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen beinhaltet. Laut Verbraucherzentrale können Krankenhausärzte Entlassungsberichte und ggf. Medikationspläne zum Übergang an die nachbehandelnden Ärzte bereitstellen. Es wird empfohlen, sich bei der Krankenhausaufnahme über die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen zu informieren und den Sozialdienst frühzeitig in die Planung einzubeziehen, um sicherzustellen, dass alle Versorgungsdienste bei der Entlassung reibungslos verfügbar sind. Reha-Kliniken sind ebenfalls verpflichtet, die Anschlussversorgung der Patienten zu organisieren. ([Quelle: Verbraucherzentrale](https://www.verbraucherzentrale.de))
Pflegeversicherung vor Milliarden-Defizit: Vage Maßnahmen enttäuschen
Die Pflegeversicherung droht bis 2033 mit einem Defizit von 19 Milliarden Euro. Vage Lösungen enttäuschen, während klare Einsparpläne fehlen.
Die Pflegeversicherung droht bis 2033 mit einem Defizit von 19 Milliarden Euro. Vage Lösungen enttäuschen, während klare Einsparpläne fehlen.
Die deutsche Pflegeversicherung steht vor einem Defizit von 19 Milliarden Euro bis 2033, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat Optionen zur Schließung der Finanzlücke aufgelistet, jedoch bleiben viele Fragen unbeantwortet. Ursachen für das Defizit sind die demografische Entwicklung und gestiegene Löhne für Pflegekräfte, wodurch die Kosten für die soziale Pflegeversicherung steigen. Die Gruppe schlägt vage Maßnahmen vor, darunter höhere Beitragslasten und eine Solidarabgabe für geburtenstarke Jahrgänge. Auf konkrete Einsparvorhaben hat man sich jedoch nicht verständigt. Viele Akteure, darunter Vertreter von Kassen und Sozialverbänden, zeigen sich enttäuscht über die fehlende Entschlussfreudigkeit. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont, dass Untätigkeit keine Option mehr sei. Die Opposition kritisiert die fehlende Klarheit und fordert schnelle politische Entscheidungen. Quelle: F.A.Z.
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