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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.12.2025
Paul-Ehrlich-Institut warnt vor lokalem Mangel an Grippeimpfstoffen
PEI warnt vor lokalem Grippeimpfstoffmangel, eingeschränkt auf "einzelne Apotheken". Mögliche Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung angekündigt.
PEI warnt vor lokalem Grippeimpfstoffmangel, eingeschränkt auf "einzelne Apotheken". Mögliche Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung angekündigt.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) beobachtet aktuell einen Mangel an Grippeimpfstoffen, der laut eigenen Angaben vorerst auf „einzelne Apotheken“ begrenzt ist. In der Vergangenheit schwankte die Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen zwischen einem Überangebot und einem Defizit. Für dieses Jahr stellt sich erneut ein Mangel dar. Das PEI hat angekündigt, bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgung sicherzustellen. Diese Meldung stammt von der ÄrzteZeitung.
"E-Rezept erfolgreich, aber digitale Patientenakte bleibt Herausforderung"
McKinsey lobt das E-Rezept als Erfolg, während die digitale Patientenakte weiter Herausforderungen birgt. Investitionen und Anpassungen bleiben nötig.
McKinsey lobt das E-Rezept als Erfolg, während die digitale Patientenakte weiter Herausforderungen birgt. Investitionen und Anpassungen bleiben nötig.
Die Unternehmensberatung McKinsey hat in einem neuen Report den aktuellen Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen analysiert. Während das E-Rezept bereits als voller Erfolg bewertet wird, hinken die elektronische Patientenakte (ePA) und die digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) in ihrer Umsetzung noch hinterher. Laut McKinsey zeigt der Fortschritt beim E-Rezept, dass Digitalisierung im Gesundheitswesen erfolgreich vorangetrieben werden kann. Die Umstellung auf moderne IT-Systeme ist jedoch komplex und erfordert entsprechende Investitionen und Anpassungen im gesamten Gesundheitssektor. Dies verdeutlicht, dass trotz erster Erfolge in Teilbereichen weiterhin erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um das volle Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu erschließen.
Das Pflegekompetenzgesetz ist beschlossen, sorgt jedoch für gemischte Reaktionen – Zeichen für die Herausforderung, diverse Gesundheitsinteressen zu vereinen.
Das Pflegekompetenzgesetz ist beschlossen, sorgt jedoch für gemischte Reaktionen – Zeichen für die Herausforderung, diverse Gesundheitsinteressen zu vereinen.
Ein Kompromiss im Vermittlungsausschuss hat die Verabschiedung eines "kleinen GKV-Sparpakets" ermöglicht, was auf Erleichterung auf der einen, aber auch auf Kritik auf der anderen Seite stößt, berichtet die "Ärzte Zeitung". Der Weg für das Pflegekompetenzgesetz ist nun frei. Trotz der Einigung bleibt die Reaktion gespalten, was auf die Komplexität und die zahlreichen Interessen im Gesundheitssektor hinweist. Die Fortschritte in der Gesetzgebung könnten das Gesundheitssystem verändern, jedoch gibt es Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf die Versorgung und die finanzielle Stabilität der Krankenkassen. Quellen aus Fachgruppen äußerten sowohl Unterstützung als auch Zweifel an der Zukunftssicherheit der getroffenen Maßnahmen.
Umfrage: Großes Interesse an ePA, aber Wissenslücken bleiben bestehen
Großes Interesse an ePA, doch Wissenslücken bremsen - Umfrage zeigt Bedarf an Aufklärung und betont Datenschutz zur Vertrauensstärkung.
Großes Interesse an ePA, doch Wissenslücken bremsen - Umfrage zeigt Bedarf an Aufklärung und betont Datenschutz zur Vertrauensstärkung.
Eine aktuelle Umfrage der Bundesdatenschutzbeauftragten zeigt, dass das Interesse an der elektronischen Patientenakte (ePA) groß ist. Gleichzeitig gibt es jedoch noch viele Wissenslücken in der Bevölkerung. Diese Umfrage unterstreicht die Bedeutung von Datenschutz, um das Vertrauen zu stärken und die Nutzung zu fördern. (Quelle: aerztezeitung.de)
RSV erhöht bei über 45-Jährigen Risiko für Herzprobleme, warnt Studie
RSV erhöht Herzrisiko: Studie zeigt, dass Infektionen bei über 45-Jährigen kardiovaskuläre Komplikationen im ersten Jahr begünstigen können.
RSV erhöht Herzrisiko: Studie zeigt, dass Infektionen bei über 45-Jährigen kardiovaskuläre Komplikationen im ersten Jahr begünstigen können.
In einer dänischen Kohortenstudie wurde festgestellt, dass Erwachsene ab 45 Jahren, die von einer RSV-Infektion betroffen waren, innerhalb des ersten Jahres ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse aufwiesen. RSV ist somit nicht nur ein Atemwegserreger, sondern stellt auch bei älteren Erwachsenen einen erheblichen Risikofaktor für weitere gesundheitliche Komplikationen dar. Quellenangaben deuten darauf hin, dass die Studie ein wichtiges Warnsignal für Mediziner und Betroffene ist, die nach einer RSV-Infektion eine intensivierte kardiovaskuläre Überwachung in Betracht ziehen sollten. Diese Ergebnisse wurden in der Ärzte Zeitung veröffentlicht.
Deutschland hinkt bei Präventionsmaßnahmen im Gesundheitssektor hinterher
Deutschland versagt bei der Prävention: Trotz hoher Ausgaben hinkt es im Gesundheitschutz hinterher, warnt der Public Health Index 2025.
Deutschland versagt bei der Prävention: Trotz hoher Ausgaben hinkt es im Gesundheitschutz hinterher, warnt der Public Health Index 2025.
Deutschland hat im europäischen Vergleich erhebliche Defizite im Bereich Gesundheitsschutz, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung präventiver Maßnahmen zur Krankheitsvermeidung. Der Public Health Index (PHI) 2025, veröffentlicht vom AOK-Bundesverband und dem Deutschen Krebsforschungszentrum, offenbart diese Missstände. Trotz hoher Gesundheitsausgaben bleibt der gesundheitliche Gewinn hinter anderen Ländern zurück. Deutschland schneidet insbesondere in Bereichen wie Alkoholkonsum und Ernährung schlecht ab. AOK-Bundesverbandschefin Dr. Carola Reimann nennt den Befund „höchst unzureichend“ und fordert eine politische Neuorientierung in der Präventionsstrategie. Der PHI betont, dass bestehendes Zögern in der Präventionspolitik Lebensjahre sowie Lebensqualität kosten und die Finanzierung des Gesundheitssystems belasten könnte. Der Bericht rät dringend zur Umsetzung wissenschaftlich empfohlener Maßnahmen, um den steigenden gesundheitlichen Bedarfen der alternden Bevölkerung gerecht zu werden und volkswirtschaftliche Kosten zu senken.
Mehr chronische Erkrankungen: 54 % der Deutschen betroffen
Die Zahl chronisch Kranker in Deutschland steigt: 54 % der Erwachsenen betroffen, vor allem Ältere. Experten sehen Lebensstilveränderungen als Ursache.
Die Zahl chronisch Kranker in Deutschland steigt: 54 % der Erwachsenen betroffen, vor allem Ältere. Experten sehen Lebensstilveränderungen als Ursache.
In Deutschland steigt die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen kontinuierlich an. Laut einer Analyse des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), über die das Nachrichtenportal Table Media berichtet, leiden 54 Prozent der Erwachsenen an lang anhaltenden Gesundheitsproblemen, verglichen mit 38 Prozent im Jahr 2014. Daten des Robert-Koch-Instituts und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigen, dass besonders ältere Menschen betroffen sind: Bei den über 80-Jährigen liegt die Quote bei 73 Prozent. Bluthochdruck, Adipositas und Depressionen sind die häufigsten chronischen Erkrankungen. Interessanterweise sank die Diagnoseprävalenz der koronaren Herzkrankheit und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zwischen 2015 und 2023. Experten des vfa führen dies auf Lebensstilveränderungen und präventive Maßnahmen zurück. Automimmune Erkrankungen und chronische Infektionen wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt. (Quelle: DER SPIEGEL)
Berufskrankheit CFS: Unfallversicherung muss leisten, Urteil gefällt
Die Unfallversicherung muss bei CFS leisten, entschied das LSG Berlin-Brandenburg, nachdem eine Arbeitnehmerin sich am Arbeitsplatz infizierte und erkrankte.
Die Unfallversicherung muss bei CFS leisten, entschied das LSG Berlin-Brandenburg, nachdem eine Arbeitnehmerin sich am Arbeitsplatz infizierte und erkrankte.
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei der Entwicklung chronischer Gesundheitsprobleme wie dem Chronic Fatigue Syndrome (CFS) nach einer Infektion am Arbeitsplatz zur Leistung verpflichtet ist. Diese Entscheidung fiel im Fall einer Arbeitnehmerin, die sich an ihrem Arbeitsplatz mit einem Virus infizierte, gefolgt von langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Als Folge dieser Infektion wurde der Beschäftigten eine Erwerbsminderungsrente zugesprochen. Dieses Urteil unterstreicht, dass auch indirekte gesundheitliche Langzeitfolgen von Berufskrankheiten versichert sind. Es zeigt die Relevanz der Unfallversicherung im Hinblick auf CFS und ähnliche Erkrankungen, die durch Infektionen am Arbeitsplatz entstehen können. Diese Meldung stammt von aerztezeitung.de.
Bundesregierung legt Entwurf zur GKV-Reform vor: Einsparungen geplant
Die Bundesregierung präsentierte den GKV-Reform-Entwurf: Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro geplant, Kliniken sollen 1,14 Prozent mehr erhalten.
Die Bundesregierung präsentierte den GKV-Reform-Entwurf: Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro geplant, Kliniken sollen 1,14 Prozent mehr erhalten.
Der Weg zu einer Einigung über das GKV-Sparpaket ist geebnet: Die Bundesregierung hat einen Entwurf einer Protokollerklärung vorgelegt, der als Grundlage für die Beratungen im Vermittlungsausschuss dienen soll, berichtet die Ärzte Zeitung. Das Dokument sieht vor, die Meistbegünstigungsklausel im Jahr 2026 auszusetzen, was Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro für die Gesetzliche Krankenversicherung bewirken soll. Zugleich sollen die Landesbasisfallwerte für Krankenhäuser um 1,14 Prozent angehoben werden, um die geplanten Auswirkungen des Sparpakets im Jahr 2027 zu mildern. Diese Anpassungen sollen im Rahmen des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege erfolgen. Der endgültige Abschluss der Einigung muss jedoch noch durch den Bundesrat erfolgen, während die unmittelbare Wirkung auf Zusatzbeiträge unklar bleibt.
Zink: Essenzieller Schutz für Senioren vor Atemwegsinfekten
Zink stärkt das Immunsystem von Senioren und senkt das Infektionsrisiko. Besonders in der Erkältungszeit schützt eine ausreichende Zinkversorgung vor Atemwegsinfekten.
Zink stärkt das Immunsystem von Senioren und senkt das Infektionsrisiko. Besonders in der Erkältungszeit schützt eine ausreichende Zinkversorgung vor Atemwegsinfekten.
Wenn akute Atemwegsinfekte kursieren, ist der Schutz von Risikogruppen, wie älteren und multimorbide Menschen, von zentraler Bedeutung. Laut aerztezeitung.de spielen nicht nur Impfungen, sondern auch die Versorgung mit Zink eine wichtige Rolle. Zink ist essenziell für die Entwicklung und Funktion verschiedener Immunzellen und unterstützt die Abwehr gegen Atemwegserreger. Ein Mangel kann die Immunantwort stören und das Risiko für Infektionen erhöhen. Insbesondere bei älteren Menschen ist Zinkmangel verbreitet, oft bedingt durch altersbedingte Veränderungen oder Polypharmazie. Studien haben gezeigt, dass eine Zink-Substitution bei älteren Personen die Inzidenz von Infektionen signifikant senken kann. Bei COVID-19-Infektionen beobachteten Forscher schwerere Verläufe bei Patienten mit Zinkmangel. Auch bei Erkältungen könnte Zink die Krankheitsdauer verkürzen. Experten empfehlen, besonders gefährdete Gruppen mit ausreichend Zink zu versorgen, um die Infektresistenz zu verbessern.
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