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Medizin, Gesundheit und Prävention
04.02.2026
US-Studie: Corona-Impfung reduziert Krankenhausaufenthalte um 40%
Eine neue US-Studie belegt: Die Corona-Impfung senkt das Risiko von Krankenhausaufenthalten im Jahr 2024/2025 um 40%.
Eine neue US-Studie belegt: Die Corona-Impfung senkt das Risiko von Krankenhausaufenthalten im Jahr 2024/2025 um 40%.
Eine US-amerikanische Studie hat die Wirksamkeit der Corona-Impfung für die Saison 2024/2025 bewertet, mit Schwerpunkt auf Prävention von Hospitalisierungen und schweren Krankheitsverläufen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Impfung einen 40-prozentigen Schutz gegen Krankenhausaufenthalte bietet. Untersucht wurden außerdem die unterschiedlichen COVID-19-Varianten und wie gut der Impfstoff gegen diese schützt. Diese Erkenntnisse tragen zur fortlaufenden Bewertung der Impfstoffeffektivität bei und könnten zukünftige Impfstrategien beeinflussen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
03.02.2026
Neue Hybrid-DRGs: Kliniken und Praxen profitieren ab 2026
Ab 2026 profitieren Kliniken und Praxen von 69 neuen Hybrid-DRGs, die über 100 zusätzliche Leistungen für sektorengleiche Vergütung ermöglichen.
Ab 2026 profitieren Kliniken und Praxen von 69 neuen Hybrid-DRGs, die über 100 zusätzliche Leistungen für sektorengleiche Vergütung ermöglichen.
Seit dem 1. Januar 2026 können Kliniken und Arztpraxen über insgesamt 69 Hybrid-DRGs mehr als 100 zusätzliche Leistungen im Rahmen der sektorengleichen Vergütung erbringen und abrechnen. Dies wurde durch den ergänzten erweiterten Bewertungsausschuss bereits im November 2025 beschlossen und veröffentlicht, wie aok.de berichtet. Die neuen Leistungen umfassen unter anderem diagnostische und therapeutische Interventionen an Herzkranzgefäßen, elektrophysiologische Untersuchungen am Herzen sowie operative Maßnahmen mit Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Der Katalog erfasst nach der Festlegung auch Fälle mit einer Krankenhausverweildauer von bis zu zwei Tagen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die gesetzlich geforderte Fallzahl von einer Million Patienten zu erreichen, die zuvor stationär versorgt wurden.
Erste DiGA „Kranus Mictera“ bringt Innovation in Inkontinenztherapie
Startschuss für "Kranus Mictera": Erste DiGA für Inkontinenztherapie im DiGA-Verzeichnis, erstattet ab April durch Krankenkassen.
Startschuss für "Kranus Mictera": Erste DiGA für Inkontinenztherapie im DiGA-Verzeichnis, erstattet ab April durch Krankenkassen.
Die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) „Kranus Mictera“ ist als erste ihrer Art zur Therapiebegleitung inkontinenter Patientinnen offiziell in das DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte aufgenommen worden. Ab April können die Kosten für die Verlaufsdokumentation der Anwendung über die Krankenkassen abgerechnet werden, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Integration digitaler Gesundheitslösungen in die reguläre Versorgung und unterstreicht das Potenzial der DiGA-Technologie im Gesundheitsbereich.
Alzheimer-Medikamente Donanemab und Lecanemab: Kein Zusatznutzen laut IQWiG
Die Antikörpermedikamente Donanemab und Lecanemab bieten laut IQWiG keinen Zusatznutzen bei Alzheimer, trotz EU-Zulassung. Entscheidung liegt nun beim G-BA.
Die Antikörpermedikamente Donanemab und Lecanemab bieten laut IQWiG keinen Zusatznutzen bei Alzheimer, trotz EU-Zulassung. Entscheidung liegt nun beim G-BA.
Mit dem Alzheimer-Antikörper Donanemab ist bereits der zweite EU-weit zugelassene Antikörper durch die frühe Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gefallen, berichtet die Ärzte Zeitung. Dem Bericht zufolge hat der Hersteller keine geeigneten Daten für die geforderten Vergleichsstudien vorgelegt. Es wird sowohl ein Vergleich mit beobachtendem Abwarten bei klinisch diagnostizierter, alzheimerbedingter leichter kognitiver Störung als auch mit Acetylcholinesterasehemmern bei diagnostizierter leichter Alzheimer-Demenz gefordert. Das Urteil des IQWiG: „Kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen von Donanemab gegenüber der Vergleichstherapie.“ Auch Lecanemab, der Konkurrent von Donanemab, konnte keinen Zusatznutzen nachweisen. Die endgültige Entscheidung wird durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) getroffen. Beide Medikamente sind unter den Namen Leqembi® und Kisunla®, von Eisai und Eli Lilly, auf dem Markt erhältlich.
BMAS leitet Berufung der sechsten Pflegekommission ein
Das BMAS startet die Berufung der sechsten Pflegekommission, um Empfehlungen zu Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege festzulegen. Vorschläge bis 16. März 2026.
Das BMAS startet die Berufung der sechsten Pflegekommission, um Empfehlungen zu Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege festzulegen. Vorschläge bis 16. März 2026.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Einleitung des Verfahrens zur Berufung der sechsten Pflegekommission bekanntgegeben. Die pflegekommissionsberechtigten Verbände und Gremien sind aufgefordert, geeignete Mitglieder bis zum 16. März 2026 vorzuschlagen. Hauptaufgabe der Pflegekommission ist es, Empfehlungen zur Festlegung zwingender Arbeitsbedingungen, insbesondere Mindestentgelte, für die Pflegebranche zu erarbeiten. Diese Empfehlungen können durch eine Rechtsverordnung des BMAS für sämtliche betroffene Pflegebetriebe verbindlich gemacht werden. Die Pflegekommission wird aus acht Mitgliedern bestehen, die jeweils auf Vorschlag der tarifzuständigen Gewerkschaften, der Arbeitgeberverbände sowie kirchlichen Dienstgeber- und Dienstnehmerseiten ernannt werden. Die Bekanntmachung hierzu wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht.
„Apotheker warnt: Hitze kann Wirkung von Medikamenten gefährden“
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Hitze gefährdet Medikamentenwirkung: Klaus Schmelzer warnt vor Risiken bei Antibiotika und Pflastern bei steigenden Temperaturen.
Klaus Schmelzer, Direktor der Apotheke am Universitätsklinikum Augsburg, warnte auf einer Konferenz für medizinische Sicherheit vor den Risiken steigender Temperaturen in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente. Bei der Veranstaltung namens „Safety Camp“ erläuterte Schmelzer, dass einige Wirkstoffe, insbesondere in Antibiotika, Schmerzmitteln und Herzmedikamenten, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dies kann bei Sonneneinstrahlung zu phototoxischen Reaktionen führen, die schwere Sonnenbrände verursachen. Ebenso können transdermale Pflaster bei Hitze den Wirkstoff ungleichmäßig freisetzen, was Risiken birgt. Eine korrekte Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen sei zudem essenziell, um deren Wirksamkeit zu erhalten, so Schmelzer laut aerztezeitung.de.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Neues Konzept mit qualifizierten Assistenzkräften verspricht mehr Pflegequalität und Mitarbeitendenzufriedenheit in stationären Einrichtungen.
Der GKV-Spitzenverband hat das Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel des Programms war es, den Personaleinsatz besser an den tatsächlichen Versorgungsbedarfen der Pflegebedürftigen auszurichten und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn vollstationären Pflegeeinrichtungen wurde ein neues Personalbemessungskonzept erprobt, das einen veränderten Personalmix vorsah, insbesondere den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte. Die Auswertung zeigte positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität sowie die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Die entwickelten Konzepte stehen nun allen Pflegeeinrichtungen zur Verfügung und sollen zur bedarfsgerechteren und zukunftsfähigen Gestaltung des Personaleinsatzes beitragen. Die AOK berichtet, dass das Programm eine bessere Qualität in der Pflege verspricht.
PKV-Verband fordert Prävention zur Entlastung der Pflegeversicherung
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
PKV-Verband drängt auf mehr Prävention zur Modernisierung der Pflegeversicherung und betont deren Rolle bei Kostensenkung und Lebensqualitätssteigerung.
Der PKV-Verband fordert eine deutlich stärkere Nutzung der Prävention und Gesundheitsförderung, um die soziale Pflegeversicherung zu modernisieren und zu entlasten. In einem kürzlich vorgestellten „Sofortprogramm“ betont der Verband die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Laut der Ärzte Zeitung könnten durch Prophylaxe und bessere Beratungsangebote nicht nur die Kosten gesenkt, sondern auch die Lebensqualität und die Gesundheit der Betroffenen nachhaltig verbessert werden. Die Diskussion um die Neugestaltung der Pflegeversicherung bleibt somit ein zentrales Thema für alle Akteure im Gesundheitssektor.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
02.02.2026
GKV beendet Modellprogramm: Bessere Personalplanung in Pflegeheimen
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
GKV-Modellprogramm zur Personalbemessung in Pflegeheimen endet erfolgreich: Verbesserte Pflegequalität und Mitarbeiterzufriedenheit durch optimierten Personalmix.
Der GKV-Spitzenverband hat ein Modellprogramm zur Personalbemessung in der vollstationären Pflege abgeschlossen. Ziel war es, den Personaleinsatz besser an die Versorgungsbedarfe der Pflegebedürftigen anzupassen und die Pflegequalität zu verbessern. In zehn Einrichtungen wurde das Konzept mit einem veränderten Personalmix, insbesondere durch den stärkeren Einsatz qualifizierter Assistenzkräfte, erprobt. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf die Versorgungs- und Lebensqualität der Bewohner sowie auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Die entwickelten Konzepte und Arbeitshilfen stehen nun Pflegeeinrichtungen zur Verfügung. Materialien zur Einführung sind auf der Webseite des GKV-Spitzenverbands verfügbar. Ziel ist eine zukunftsfähigere Personalausstattung in der Pflege. (Quelle: aok.de)
Kliniken im Visier: Experten warnen vor Angriffen auf kritische Infrastruktur
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Experten warnen: Kliniken als Teil kritischer Infrastruktur im Fokus von Angriffen, Vorbereitung auf Notfälle entscheidend.
Der Sicherheitsexperte Carlo Masala warnt, dass die Kliniken als Teil der kritischen Infrastruktur zunehmend ins Visier von Angriffen geraten könnten. Auf dem Safety Camp in Augsburg hob Masala hervor, dass sich Kliniken nicht nur auf ausreichend Betten und Personal konzentrieren sollten. Vielmehr sei es unerlässlich, sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Masala betonte, dass die von den USA veränderte Sichtweise auf Russland und dessen imperiale Bestrebungen Europa vor neue sicherheitspolitische Herausforderungen stelle. Auch der Rückzug der USA aus der europäischen Sicherheitsverantwortung könnte die Situation verschärfen. Das Gesundheitswesen in Europa müsse daher seine Rolle als kritische Infrastruktur anerkennen und sich entsprechend vorbereitet zeigen. Dabei sei es wichtig, dass nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch gesellschaftliche Notfallkompetenz gestärkt werde, um auf mögliche Angriffszenarien reagieren zu können. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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