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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
12.02.2026
Medizinisches Personal: Strategien gegen den drohenden Versorgungsengpass
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Das Gesundheitswesen steht vor Herausforderungen: Strategien sind gefragt, um den drohenden Engpass durch mehr Bedarf und weniger Ärzte zu bewältigen.
Mehr Menschen mit medizinischem Versorgungsbedarf und eine wachsende Zahl älterer Ärztinnen und Ärzte, die ihre Arbeitszeiten reduzieren: Diese Entwicklungen stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. In der Diskussion darüber, wie es sich gegen die Demografie wappnen kann, gibt es unterschiedlichste Ansätze. Die "Ärzte Zeitung" berichtet über den dringenden Bedarf, Lösungen zu finden, die sowohl den steigenden Anforderungen gerecht werden als auch langfristig eine funktionierende Gesundheitsversorgung sicherstellen können.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
12.02.2026
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Analyse zeigt Vorteile
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Studie zeigt, dass dies in strukturschwachen Regionen die Versorgung und klinische Ergebnisse verbessern kann.
Pflegefachkräfte übernehmen ärztliche Aufgaben: Studie zeigt, dass dies in strukturschwachen Regionen die Versorgung und klinische Ergebnisse verbessern kann.
Eine aktuelle Cochrane-Metaanalyse deutet darauf hin, dass die Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegefachkräfte die klinischen Ergebnisse in bestimmten Bereichen der ambulanten Versorgung verbessern könnte. Vor allem in strukturschwachen Regionen, wo Ärztemangel herrscht, können Teampraxismodelle, die Pflegekräfte stärker einbeziehen, zur Entlastung beitragen. Die Analyse zeigt, dass sich Pflegefachkräfte besonders bei der Durchführung von Assessments, der Adhärenz der Patienten sowie beim Medikationsmanagement bewähren. Diese Erkenntnisse stammen vorwiegend aus Studien aus Großbritannien und den Niederlanden, die vor allem in klinischen Kontexten durchgeführt wurden, lassen jedoch auch positive Rückschlüsse auf die ambulante Versorgung zu. Insbesondere Patienten in Regionen mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau könnten von einer solchen Heilkundeübertragung profitieren, wie die Ärztezeitung berichtet.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.02.2026
US-Bestpreisgarantie bedroht Einführung neuer Arzneimittel in Deutschland
US-Bestpreisgarantie bedroht Deutschlands Zugriff auf neue Medikamente durch Druck auf Preise und mögliche Einführungshindernisse. (Ärzte Zeitung)
US-Bestpreisgarantie bedroht Deutschlands Zugriff auf neue Medikamente durch Druck auf Preise und mögliche Einführungshindernisse. (Ärzte Zeitung)
Die neue von der Trump-Administration eingeführte US-Bestpreisgarantie könnte die Einführung neuer Arzneimittel in Deutschland behindern. Diese Klausel bezieht sich nicht nur auf den amerikanischen, sondern auch auf europäische Arzneimittelpreise. Der Industrieverband Pharma Deutschland warnt, dass Deutschland, als größter europäischer Absatzmarkt, bei der Einführung neuer Arzneimittel zurückfallen oder sogar ganz leer ausgehen könnte. Dies liegt daran, dass deutsche Arzneimittelpreise als Referenz für niedrigere Preisbindungen in den USA herangezogen werden, was deutsche Unternehmen unter Druck setzt. Diese Entwicklung wird auf der Plattform TrumpRx.gov sichtbar, wo zahlreiche Arzneimittel gelistet sind, deren Preise drastisch gesenkt wurden. Die Hauptgeschäftsführerin des Bonner Pharmaverbandes fordert von der Bundesregierung entschlossene und ressortübergreifende Antworten, um den Pharmastandort Deutschland zu schützen. (Ärzte Zeitung)
Adipositas: Erhöhtes Risiko für Infektionen und Todesfälle entdeckt
Adipositas erhöht das Infektionsrisiko um 70 % – Prävention und gezielte Behandlung sind entscheidend für die Gesundheit Betroffener, zeigt eine finnische Studie.
Adipositas erhöht das Infektionsrisiko um 70 % – Prävention und gezielte Behandlung sind entscheidend für die Gesundheit Betroffener, zeigt eine finnische Studie.
Eine finnische Kohortenstudie hat ergeben, dass Adipositas mit einem um 70 Prozent erhöhten Risiko für schwere Infektionen in Verbindung stehen könnte. Demnach sei schätzungsweise jeder zehnte infektionsbedingte Todesfall auf Adipositas zurückzuführen. Besonders gefährdet seien Menschen in den höchsten Adipositasklassen. Die Untersuchung hebt die Notwendigkeit einer verstärkten Prävention und gezielten Behandlung von Adipositas hervor, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Gesundheit der betroffenen Patienten zu verbessern. Die Ärzte Zeitung berichtet, dass diese Erkenntnisse das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Infektionskrankheiten schärft.
Bundesgesundheitsministerin forciert ePA als zentrales Gesundheitstool
Bundesgesundheitsministerin Warken treibt die ePA voran, um sie zum zentralen Element der digitalen Gesundheitsversorgung zu machen.
Bundesgesundheitsministerin Warken treibt die ePA voran, um sie zum zentralen Element der digitalen Gesundheitsversorgung zu machen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat ihre Digitalstrategie aktualisiert, um die elektronische Patientenakte (ePA) zum zentralen digitalen Werkzeug in der Versorgung zu machen. Obwohl Ärzte und Versicherte dieser Neuerung noch skeptisch gegenüberstehen, verfolgt die Ministerin ambitionierte Ziele, um die ePA als Dreh- und Angelpunkt des digitalen Gesundheitssystems zu etablieren. Diese strategische Neuausrichtung stieß allerdings auf gemischte Reaktionen, wie aus der Berichterstattung der „Ärzte Zeitung“ hervorgegangen ist.
Dänische Studie: Hypothermie bei Älteren erhöht Sepsis-Risiko erheblich
Dänische Studie zeigt: Hypothermie erhöht das Sepsis-Risiko bei Senioren drastisch und erfordert präzise Temperaturüberwachung in der Notfallmedizin.
Dänische Studie zeigt: Hypothermie erhöht das Sepsis-Risiko bei Senioren drastisch und erfordert präzise Temperaturüberwachung in der Notfallmedizin.
In einer dänischen Studie wurde festgestellt, dass eine Körpertemperatur unter 36 °C bei älteren Menschen mit Sepsis ein alarmierendes Signal sein kann. Hypothermie in der Notaufnahme deutete auf ein signifikant erhöhtes Mortalitätsrisiko hin. Im Gegensatz dazu war Fieber mit einem verminderten Risiko verbunden. Dieser Zusammenhang galt jedoch nicht für Infektionen ohne Sepsis. Dies unterstreicht die Bedeutung der genauen Temperaturüberwachung bei Senioren in der Notfallmedizin. Die Ergebnisse, veröffentlicht auf aerztezeitung.de, heben hervor, dass eine rechtzeitige Interventionsstrategie bei Hypothermie entscheidend sein kann, um die Prognose für Patienten mit Sepsis zu verbessern.
SPD will GKV stabilisieren: Beiträge auf alle Einkommensarten geplant
Die SPD plant GKV-Stabilisierung durch Beiträge auf alle Einkommensarten. Kritik von der Union und verhaltene Reaktionen der Krankenkassen folgen.
Die SPD plant GKV-Stabilisierung durch Beiträge auf alle Einkommensarten. Kritik von der Union und verhaltene Reaktionen der Krankenkassen folgen.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland werden in diesem Jahr ein Rekordniveau von 370 Milliarden Euro erreichen, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die SPD hat einen Vorstoß unternommen, um die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu sichern, indem Beiträge auf alle Einkommensarten erhoben werden sollen. Dies beträfe auch Kapitaleinkünfte und Mieteinnahmen. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Dr. Christos Pantazis, argumentiert, dass die Belastung nicht nur auf den Schultern der Beschäftigten ruhen sollte. Die Unionsfraktion lehnt diesen Vorschlag jedoch ab, da zunächst Effizienzreserven gehoben werden sollten. Die Kassen reagieren verhalten und fordern eine Dämpfung der Ausgabenentwicklung. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes, betont das bestehende Ausgabenproblem, während die Gesundheitsministerin Nina Warken einer Entlastung durch Streichung versicherungsfremder Leistungen zustimmt. Dies könnte etwa zehn Milliarden Euro jährlich einsparen.
Entlastungsbetrag: Private Helfer in drei Bundesländern profitieren
Pflegebedürftige in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen können den Entlastungsbetrag von 131 Euro auch für geschulte Nachbarn nutzen.
Pflegebedürftige in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen können den Entlastungsbetrag von 131 Euro auch für geschulte Nachbarn nutzen.
Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad können monatlich einen Entlastungsbetrag von 131 Euro für Alltagshelfer erhalten. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen kann dieser Betrag auch Nachbarn zugutekommen, die pflegende Unterstützung leisten, sofern sie eine kurze Fortbildung absolviert haben. An enge Verwandte wird der Betrag nicht ausgezahlt. Das Geld wird den Betroffenen nicht direkt überwiesen, die zunächst selbst zahlen und die Rechnung bei der Pflegekasse einreichen müssen. Die Regelung, die von der Stiftung Warentest erklärt wird, erlaubt die Zahlung des Entlastungsbetrags an private Helfer in nur wenigen Bundesländern. Die Betroffenen sollten sich stets informieren, wie der Entlastungsbetrag genutzt werden kann, da dies von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Beratung durch die Pflegeversicherung wird empfohlen, um den maximalen Nutzen zu gewährleisten. In einer Studie zeigt sich, dass weniger als ein Viertel der Berechtigten diesen Betrag nutzen, obwohl nach Beratung die Inanspruchnahme auf über 82 Prozent steigt.
Kostenlose Erstkopie von Behandlungsunterlagen: Neues BGB-Gesetz in Kraft
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Patienten haben ab sofort Anspruch auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen, da ein neues BGB-Gesetz in Kraft getreten ist.
Am 05. Februar wurde das „Gesetz zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts sowie zur Änderung des Behandlungsvertragsrechts“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist nun in Kraft. Dieses Gesetz beinhaltet die Neufassung des Paragrafen 360g des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), welcher den Anspruch von Patientinnen und Patienten auf eine kostenlose Erstkopie ihrer Behandlungsunterlagen regelt. Diese Neuregelung, berichtet die Ärzte Zeitung, klärt den Konflikt zwischen bisher anderslautenden Passagen in den Berufsordnungen der Landesärztekammern, welche Kopien „gegen Erstattung der Kosten“ vorsahen, und den Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) von 2018. Der Europäische Gerichtshof hatte bereits 2023 entschieden, dass die erste Kopie der personenbezogenen Daten kostenfrei sein muss. Dies betrifft insbesondere Arztpraxen und Kliniken, die nun verpflichtet sind, die Unterlagen bei einem Praxiswechsel kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Warnung vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen für Fachkräfte
Die Europäische Arzneimittelagentur warnt Fachkräfte vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen aufgrund von Problemen mit der Nadelsicherung.
Die Europäische Arzneimittelagentur warnt Fachkräfte vor Qualitätsmängeln bei Arixtra-Spritzen aufgrund von Problemen mit der Nadelsicherung.
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die zuständige Überwachungsbehörde haben auf einen schwerwiegenden Qualitätsmangel im Zusammenhang mit der Nadel in der vorgefüllten Spritze des Medikaments Arixtra (Fondaparinux Natrium) hingewiesen, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet. Ein Rote-Hand-Brief wurde als Warnung herausgegeben, um auf die potenziellen Risiken hinzuweisen. Diese Informationen sind für Fachkräfte im Gesundheitswesen von Bedeutung, um die Sicherheit ihrer Patienten zu gewährleisten und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.
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