Alarmierende Resistenz von Trichophyton tonsurans: RKI reagiert mit neuer Datenbank zur Überwachung und Bekämpfung der Ausbreitung resistenter Pilzinfektionen.
Alarmierende Resistenz von Trichophyton tonsurans: RKI reagiert mit neuer Datenbank zur Überwachung und Bekämpfung der Ausbreitung resistenter Pilzinfektionen.
In den letzten Jahren hat sich Trichophyton tonsurans, ein Hautpilz, der insbesondere nach Besuchen in Barbershops gehäuft auftritt, alarmierend verbreitet. Die Infektionszahlen steigen signifikant an, was Gesundheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft hält. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Resistenzlage dar, die nicht nur bei bakteriellen Infektionen, sondern zunehmend auch bei Pilzinfektionen zu beobachten ist. Das Robert Koch-Institut hat eine Datenbank entwickelt, die aktuelle Daten zur Resistenz von Pilzinfektionen bereitstellt. Diese kann von Fachleuten der Gesundheitsbranche genutzt werden, um das Resistenzgeschehen besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu planen. Diese Entwicklungen rücken die Bedeutung einer engmaschigen Überwachung und rechtzeitigen Gegenmaßnahmen in den Fokus, um eine weitere Ausbreitung resistenter Pilzstämme zu verhindern. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Experten empfehlen Pertussis-Impfauffrischung für Erwachsene mit Kontakt zu Neugeborenen.
Experten raten Erwachsenen mit Kontakt zu Neugeborenen zu einer Pertussis-Impfauffrischung, um Säuglinge wirksam vor der gefährlichen Infektion zu schützen.
Experten raten Erwachsenen mit Kontakt zu Neugeborenen zu einer Pertussis-Impfauffrischung, um Säuglinge wirksam vor der gefährlichen Infektion zu schützen.
Bei der „Hotline Impfen“ beantworteten Experten evidenzbasiert die Frage, ob eine Auffrischung der Pertussis-Impfung für Erwachsene, die exponiert sind, sinnvoll ist. Bei Pertussis, auch bekannt als Keuchhusten, handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektion der Atemwege, die besonders für Säuglinge gefährlich ist. Laut der Ärzte Zeitung wird empfohlen, dass auch Erwachsene, die regelmäßig Kontakt zu Neugeborenen haben, ihre Immunisierung auffrischen lassen sollten, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
21.02.2026
Gehaltserhöhungen dürfen nicht zur Vertragsverdrängung genutzt werden
Das Bundesarbeitsgericht untersagt Gehaltserhöhungen als Druckmittel zur Vertragsänderung, um bestehende Vertragsmodelle nicht zu verdrängen.
Das Bundesarbeitsgericht untersagt Gehaltserhöhungen als Druckmittel zur Vertragsänderung, um bestehende Vertragsmodelle nicht zu verdrängen.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass allgemeine Gehaltserhöhungen nicht als faktisches Druckmittel zur Verdrängung bestehender Vertragsmodelle eingesetzt werden dürfen. Ein Unternehmen bot seinen Mitarbeitern neue Arbeitsverträge inklusive Gehaltserhöhung an. Mitarbeiter, die nicht unterschrieben, gingen leer aus, während diejenigen, die am alten Vertrag festhielten, von einer Lohnerhöhung ausgeschlossen wurden. Dabei stellt sich die Frage, ob dies rechtlich zulässig ist. Die FAZ berichtete, dass nicht alle Beschäftigten bereit seien, bestehende Verträge zu ändern, weshalb das Gericht solchen Praktiken einen Riegel vorschob. Dies zeigt, dass hinter einer scheinbar großzügigen Lohnerhöhung manchmal eine Strategie zur Veränderung der Vertragsbedingungen steckt.
Grüne kritisieren Union und SPD: Dringende Reformen im Sozialsystem nötig
Die Grünen kritisieren Union und SPD für fehlende Reformen im Sozialsystem und fordern dringliche Änderungen, um die soziale Sicherung und den Gesundheitssektor zu stärken.
Die Grünen kritisieren Union und SPD für fehlende Reformen im Sozialsystem und fordern dringliche Änderungen, um die soziale Sicherung und den Gesundheitssektor zu stärken.
Die Grünen-Bundestagsfraktion kritisiert Union und SPD für ihr Versäumnis, die Sozialsysteme zu modernisieren. In einem gemeinsamen Papier beschreiben die Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann, wie aus dem „Herbst der Reformen“ ein „Winter der Enttäuschung“ wurde. Besonders bemängeln die Grünen den Mangel an Fortschritt in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Rente, betonen aber, dass die Tür zur Zusammenarbeit mit anderen demokratischen Fraktionen offenstehe. Sie sehen dringlichen Reformbedarf bei der nachhaltigen Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, insbesondere in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo steigende Ausgaben und Beiträge nicht mit einer verbesserten Qualität der Gesundheitsversorgung einhergehen. Das Medikamentenpreissystem muss ebenfalls reformiert werden, um effektivere Kostenkontrollen zu ermöglichen. Die Grünen fordern zudem, dass versicherungsfremde Leistungen nicht mehr durch die Beitragssätze der Beschäftigten finanziert werden sollten. Diese Forderungen sind laut eines Berichts der „Ärzte Zeitung“ dringend, um den sozialen Frieden zu wahren.
Analyse: Steigender Wunsch nach assistiertem Suizid bei Krebspatienten
Analyse: Mehr Krebspatienten wünschen assistierten Suizid – Ärzte sehen sich neuen Herausforderungen und Unsicherheiten gegenüber.
Analyse: Mehr Krebspatienten wünschen assistierten Suizid – Ärzte sehen sich neuen Herausforderungen und Unsicherheiten gegenüber.
Laut einer Quelle der Ärztezeitung greift eine Analyse der Universität Halle das Thema des steigenden Wunsches nach assistiertem Suizid bei Krebspatienten auf. Es wird berichtet, dass dieser Wunsch in der Zukunft eine Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte darstellen könnte. Die Analyse zeigt, welche Motive die betroffenen Patienten haben, sich für einen assistierten Suizid zu entscheiden. Unsicherheiten auf Seiten der Ärzte wurden auch auf dem Deutschen Krebskongress thematisiert.
Grippewelle überschritten: Impfquoten bei Risikogruppen weiterhin niedrig
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Grippewelle überschritten, Impfquoten bei Risikogruppen kritisch niedrig – Experten raten zur Impfung, besonders bei über 60-Jährigen und chronisch Kranken.
Die Grippewelle in Deutschland hält zwar an, scheint jedoch ihren Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung" und liefert einen Überblick über die aktuelle Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen. Die BARMER gibt zu bedenken, dass die Impfquote besonders bei über 60-Jährigen noch immer weit hinter den internationalen Zielen zurückbleibt. Auch für chronisch kranke Menschen unter 60 Jahren besteht laut Experten ein erhöhtes Risiko durch Grippeinfektionen. Eine Fachkommission der STIKO empfiehlt daher, die Grippeimpfung auch bei gesunden Kindern ab 6 Monaten vorzunehmen, um die Krankheitslast zu reduzieren. In Rheinland-Pfalz hat die Kassenärztliche Vereinigung nun außerdem die wirtschaftliche Vorbestellung von Grippeimpfstoff ohne Regressrisiko ermöglicht, was in Vorbereitung auf den kommenden Winter von Bedeutung sein könnte.
Deutschland: Influenza-Impfquoten bleiben hinter internationalen Zielen zurück
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Die Influenza-Impfquoten in Deutschland sind alarmierend niedrig: Besonders Hochrisikogruppen wie Herzpatienten werden oft nicht erreicht, so der Arzneimittelreport 2023.
Schlechte Nachrichten zum Thema Impfen: Die Influenza-Impfquoten in Deutschland bleiben deutlich hinter internationalen Zielen zurück. Besonders gefährdete Gruppen wie Herzpatienten werden nicht ausreichend erreicht. Laut dem neuen Arzneimittelreport der Krankenkasse BARMER wurden im Jahr 2023 sechs von zehn Menschen über 60 Jahren nicht gegen Grippe geimpft. Bewohner Baden-Württembergs weisen mit 29,7 Prozent die niedrigste Impfquote des Landes auf. Dabei zeigt die Studie, dass mehr als die Hälfte der besonders gefährdeten Patienten in stationärer Pflege oder nach einem Herzinfarkt nicht geimpft wurden. Die Einführung der Möglichkeit zur Grippeimpfung in Apotheken zeigt bisher keinen signifikanten Effekt auf die Impfquote, so BARMER-Vorstandschef Professor Christopher Straub. Professor Daniel Grandt von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin betont, dass Hausärzte eine besondere Verantwortung tragen, die unzureichenden Impfquoten zu verbessern. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kritik an elektronischer Patientenakte: Hausärzte und Verbraucher fordern Nachbesserungen
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Hausärzte und Verbraucher kritisieren die elektronische Patientenakte und fordern Verbesserungen bei Funktionen und Nutzungskomfort.
Die elektronische Patientenakte (ePA), die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als zentrales digitals Instrument der Gesundheitsversorgung eingeführt wurde, stößt auf Kritik. Hausärzte und Verbrauchervertreter äußern sich ernüchtert über den bisherigen Verlauf und fordern dringende Verbesserungen. Dr. Markus Beier vom Hausärzteverband kritisierte den komplizierten Registrierungsprozess in der Berliner Morgenpost und sagte, viele Patienten hätten die ePA nicht einmal angeschaut. Ramona Pop vom Verbraucherzentrale Bundesverband bemerkte, dass die ePA bislang hinter den Erwartungen zurückbleibe. Eine vzbv-Umfrage zeigte, dass 71 Prozent der Befragten die ePA nicht aktiv nutzen. Pop forderte eine einheitliche App, um die zersplitterte Landschaft zu vereinfachen. Die Verbraucherzentrale sieht in der mangelnden Nutzung vor allem fehlende Funktionen und komplizierte Freischaltungsprozesse als Hindernisse. Die Krankenkassen sollen zur besseren Information und Beratung verpflichtet sein. (Quelle: Ärztezeitung)
Chikungunya-Risiko in Europa: Virus breitet sich auch bei Kälte aus
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Das Chikungunya-Virus breitet sich in Europa trotz niedriger Temperaturen aus, was neue Gesundheitsrisiken für Länder wie Deutschland birgt.
Die Verbreitung des Chikungunya-Virus durch Asiatische Tigermücken könnte in Europa problematischer werden als bisher angenommen, berichtete die Ärzte Zeitung. Neueste Analysen eines britischen Forschungsteams zeigen, dass das Virus sich auch bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten kann als zuvor angenommen. Eine Übertragung ist in einem Temperaturbereich von 14 °C bis 32 °C möglich, was eine Verbreitung vor allem im Juli und August in weiten Teilen Europas wahrscheinlicher macht. Neben den südeuropäischen Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien, die bereits Ausbrüche verzeichneten, könnte auch Deutschland künftig stärker betroffen sein. Die Wissenschaftler warnen, dass die globale Erwärmung die Verbreitung weiterer von Mücken übertragener Viruserkrankungen in Europa, wie z.B. Dengue, begünstigen könnte (J R Soc Interface 2026).
Mehr Pflegepersonal, aber Versorgung bleibt kritisch: Kritik an System
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
Trotz mehr Pflegepersonal bleibt die Patientensituation in deutschen Kliniken kritisch – Kritik an ineffizientem Ressourceneinsatz und unzureichender Kontrolle.
In deutschen Kliniken nimmt die Anzahl der Pflegekräfte zu, jedoch bleibt die Versorgung der Patienten unzureichend. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird das Pflegebudget zunehmend für die Einstellung von Pflegekräften genutzt, obwohl immer weniger Patienten betreut werden. Das Pflegebudget, das seit 2020 unabhängig von Fallpauschalen direkt mit den Krankenkassen abgerechnet wird, führte nicht zu einer verbesserten Betreuungssituation. Stattdessen wird von einem Missbrauch des Systems gesprochen. Diese Situation belastet zusätzlich andere Branchen, die zunehmend unter Fachkräftemangel leiden. Die Kritik richtet sich insbesondere an die unzureichende Überprüfung durch die Krankenkassen, die eine Verschwendung von Ressourcen begünstigt. Quelle: FAZ.
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