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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.02.2026
G-BA-Chef Hecken erwägt nach 14 Jahren vorzeitigen Rücktritt
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
Professor Josef Hecken, seit 14 Jahren unparteischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), denkt darüber nach, seinen Posten vorzeitig zu verlassen. Diese Überlegung erfolgt auf seinen eigenen Wunsch, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Heckens vorzeitiger Rücktritt wäre bedeutsam, zumal er viele Jahre an der Spitze einer der wichtigsten Institutionen im Gesundheitswesen gestanden hat. Der G-BA spielt eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung Deutschlands, indem er unter anderem über den Zusatznutzen von Medikamenten und Impfempfehlungen entscheidet. Die Gründe für Heckens mögliche Entscheidung sind noch unklar, könnten jedoch mit den zahlreichen Herausforderungen und Wandlungsprozessen im Gesundheitswesen zusammenhängen.
Erwachsenenmedizin: Anpassung bei Mukoviszidose-Betreuung nötig
Deutschlands Erwachsenenmedizin muss sich anpassen: Immer mehr ältere Mukoviszidose-Patienten benötigen spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung.
Deutschlands Erwachsenenmedizin muss sich anpassen: Immer mehr ältere Mukoviszidose-Patienten benötigen spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung.
Die medizinische Betreuung von Erwachsenen mit Mukoviszidose muss sich anpassen, da immer mehr Betroffene ein hohes Alter erreichen. Aktuell ist die Erwachsenenmedizin in Deutschland nicht ausreichend auf die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe eingestellt. Komplikationen und altersassoziierte Krankheiten erfordern eine interdisziplinäre Versorgung, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Dies berichtet die Ärzte Zeitung, die darauf hinweist, dass eine altersgerechte Anpassung der Versorgung dringend notwendig ist, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Studie: RSV birgt kardiorespiratorische Risiken in postakuter Phase
Studie zeigt: RSV birgt auch nach der akuten Infektion kardiorespiratorische Risiken und könnte langfristige Komplikationen verursachen.
Studie zeigt: RSV birgt auch nach der akuten Infektion kardiorespiratorische Risiken und könnte langfristige Komplikationen verursachen.
Eine retrospektive Beobachtungsstudie hat sich damit beschäftigt, wie Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) kardiorespiratorische Probleme in der postakuten Phase verursachen können, so berichtet "Ärzte Zeitung". Diese Untersuchung deutet darauf hin, dass RSV auch nach der akuten Infektionsphase erhebliche Risiken für kardiorespiratorische Komplikationen birgt. Der vollständige Bericht ist auf der Website der "Ärzte Zeitung" nach Anmeldung zugänglich.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
26.02.2026
Praxisschließungen in Hamburg: Tausende Patienten betroffen
Hamburgs Praxisschließungen: Tausende Patienten müssen neue Ärzte finden, da die MVZ-Kette Miamedes ihre Türen schließt.
Hamburgs Praxisschließungen: Tausende Patienten müssen neue Ärzte finden, da die MVZ-Kette Miamedes ihre Türen schließt.
Der Bericht über Praxisschließungen der MVZ-Kette Miamedes hat in Hamburg Besorgnis ausgelöst, da möglicherweise mehrere tausend Patienten gezwungen sein könnten, sich nach neuen Arztpraxen umzusehen. Die Schließungen sind von versorgungspolitischer Relevanz für die Stadt. Laut der Ärzte Zeitung können sich betroffene Patienten und Angehörige darüber informieren, wie sich die aktuelle Situation entwickelt.
Initiative: Gesundheit soll als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Initiative zur Aufnahme von Gesundheit als Staatsziel ins Grundgesetz könnte Prävention stärken und staatliche Gesundheitssicherung ermöglichen.
Die Betriebskrankenkasse mkk hat zusammen mit dem Gesundheitswissenschaftler Ingo Froböse eine Petition beim Bundestag eingereicht, um Prävention als verfassungsrechtliches Ziel im Grundgesetz zu verankern. Laut der mkk sollte Gesundheit nicht nur als Teil der Versorgung betrachtet werden, sondern als staatlicher Auftrag, den es zu schützen gilt. Die Kasse schlägt eine Ergänzung von Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes vor, die ein Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit einführt und damit staatliche Maßnahmen zur Gesundheitssicherung rechtfertigen soll. Dies sei notwendig, um den Flickenteppich aus unterschiedlichen Zuständigkeiten und unkoordinierter Mittelverteilung zu beseitigen. Unterstützt durch ein Positionspapier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, fordert mkk-Vorständin Andrea Galle mutige politische Maßnahmen zur Förderung gesunder Lebensverhältnisse wie Zuckersteuer und Alkoholabgaben. Der Bundestags-Petitionsausschuss soll die Initiative "Gesundheit gehört ins Grundgesetz" bald prüfen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Arbeitsrechtlerin Ney warnt vor Folgen von Reform des Arbeitszeitgesetzes
Arbeitsrechtlerin Ney warnt: Reform des Arbeitszeitgesetzes könnte zu längeren Arbeitszeiten und rechtlichen Herausforderungen führen, besonders in Pflege und Gastronomie.
Arbeitsrechtlerin Ney warnt: Reform des Arbeitszeitgesetzes könnte zu längeren Arbeitszeiten und rechtlichen Herausforderungen führen, besonders in Pflege und Gastronomie.
In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich die Arbeitsrechtlerin Mira Ney kritisch zu einer möglichen Reform des Arbeitszeitgesetzes, wie sie von der schwarz-roten Bundesregierung erwogen wird. Viele Arbeitnehmer in ihrer Kanzlei klagen über zu lange Arbeitszeiten und unbezahlte Überstunden. Die gesetzliche Erfassung von Arbeitszeiten könnte solchen Missständen entgegenwirken, doch die Kontrolle obliegt den Arbeitgebern. Ein fehlendes Gesetz würde Beschäftigte ohne Betriebsrat oder gewerkschaftliche Organisation vor große Herausforderungen stellen. Bundeskanzler Friedrich Merz hält das Arbeitszeitgesetz für verzichtbar, doch Ney betont die Wichtigkeit gesetzlicher Mindeststandards, insbesondere in Branchen wie der Pflege und Gastronomie. Überstunden sind ein häufiger Streitpunkt, wobei Arbeitnehmer die Beweislast tragen, dass sie angeordnet wurden. Laut Ney würde die Abschaffung des Acht-Stunden-Korsetts zu einer Entgrenzung der Arbeit führen. (Quelle: F.A.Z.)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.02.2026
EU gibt grünes Licht: Ethanol bleibt als Desinfektionsmittel erlaubt
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Die EU erlaubt weiter die Nutzung von Ethanol als Desinfektionsmittel und verhindert damit ein mögliches Verbot, was für die Gesundheitswirtschaft wichtig ist.
Befürchtungen, dass Ethanol nicht länger als Desinfektionsmittel verfügbar sein könnte, nachdem es von der EU als krebserregend eingestuft wurde, haben sich zerschlagen. Laut "Ärzte Zeitung" hat der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Biozidprodukte (BPC) entschieden, dass Ethanol weiterhin für Desinfektionsmittel zugelassen werden kann. BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Schritt, um ein De-facto-Verbot von Ethanol-basierten Biozidprodukten zu vermeiden. Verschiedene Verbände der Gesundheitswirtschaft hatten davor gewarnt, Ethanol als krebserregend, mutagen oder reproduktionstoxisch zu deklarieren, da dies den Infektionsschutz gefährden könnte. Nun wird die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) der EU-Kommission eine Empfehlung zur Einstufung von Ethanol im Rahmen des Biozidrechtsverfahrens geben.
Krankenkassen fordern Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung trotz Überschuss
Trotz 3,5 Milliarden Euro Überschuss drängen Krankenkassen auf Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung, da die Gesundheitsausgaben weiter steigen.
Trotz 3,5 Milliarden Euro Überschuss drängen Krankenkassen auf Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung, da die Gesundheitsausgaben weiter steigen.
Der Ausgabenanstieg bei den gesetzlichen Krankenkassen hat sich gegen Ende des Jahres 2025 nochmals beschleunigt, wodurch AOK und andere Kassen trotz etwa 3,5 Milliarden Euro Überschuss auf rasche Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzung drängen. Diese Forderung stützen sie auf die anhaltende Belastung durch gestiegene Ausgaben im Gesundheitswesen. Laut der Ärzte Zeitung sehen sich die Krankenkassen unter Zugzwang, um die finanzielle Stabilität langfristig zu sichern.
Berlin: eHBA-Ausweise müssen wegen Fehlkonfiguration ausgetauscht werden
Rund 2.600 eHBA-Ausweise in Berlin müssen wegen einer Fehlkonfiguration ausgetauscht werden, was Interoperabilitätsprobleme mit bestimmten Konnektoren verursacht.
Rund 2.600 eHBA-Ausweise in Berlin müssen wegen einer Fehlkonfiguration ausgetauscht werden, was Interoperabilitätsprobleme mit bestimmten Konnektoren verursacht.
In Berlin müssen rund 2.600 elektronische Heilberufsausweise (eHBA) von medisign, die seit Januar 2026 ausgegeben wurden, ausgetauscht werden. Grund hierfür ist eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess der Karten, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen. Diese Konnektoren-Angelegenheit kann zu Interoperabilitätsproblemen führen, besonders im Zusammenspiel mit secunet- oder KoCo-Box-Konnektoren, berichtet die "Ärzte Zeitung". Trotz des anstehenden Austauschs können die Ausweise bis dahin weiterverwendet werden, da kein Sicherheitsrisiko besteht. Die Karteninhaber werden per E-Mail informiert und es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Ausweise der Generation 2.1, die auch RSA-Zertifikate beinhalten, sind nicht betroffen. Laut medisign entfällt eine erneute Antragstellung und Identifizierung.
Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten: Schutz für Senioren empfohlen
Senioren aufgepasst: Experten empfehlen die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten, um Ansteckungsrisiken und untypische Symptome zu minimieren.
Senioren aufgepasst: Experten empfehlen die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten, um Ansteckungsrisiken und untypische Symptome zu minimieren.
Bei der Behandlung von Keuchhusten bei Erwachsenen treten häufig untypische Symptome auf, was das Management der Infektion erschwert. Diese hohe Ansteckungsgefahr erfordert besondere Maßnahmen im Infektionsmanagement. Laut der Ärzte Zeitung ist eine späte Gabe von Antibiotika bei Pertussis wenig sinnvoll. Wichtig ist, dass exponierte Erwachsene, insbesondere beispielsweise Großeltern, eine Auffrischung ihrer Pertussis-Impfung erhalten, um das Risiko einer Ansteckung und Weiterverbreitung zu minimieren. Die Beratung bei der Hotline „Impf-Fragen aus der Praxis“ liefert evidenzbasierte Antworten, die insbesondere Fachkräften aus der Pflege und Angehörigen von Pflegebedürftigen zugutekommen könnten.
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