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Medizin, Gesundheit und Prävention
04.03.2026
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Häufigste Todesursache bei Frauen 2024
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland, mit 35,4% der Todesfälle laut Statistischem Bundesamt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland, mit 35,4% der Todesfälle laut Statistischem Bundesamt.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Herzinfarkt oder Vorhofflimmern, waren 2024 die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt entfielen 35,4 Prozent der Todesfälle bei Frauen auf diese Erkrankungen, was 178.742 Frauen entspricht. Bei den Männern waren es 160.470 Todesfälle, also 31,9 Prozent. Herz-Kreislauf-Krankheiten führten zudem bei beiden Geschlechtern häufig zu stationären Krankenhausaufenthalten: 12,8 Prozent der Patientinnen und 16,9 Prozent der Patienten wurden deshalb eingeliefert. Häufige Todesursache war auch Krebs, der bei 21,1 Prozent der Frauen und 24,6 Prozent der Männer zum Tod führte. Die Lebenswerwartung betrug 2024 bei Frauen durchschnittlich 83,5 Jahre und bei Männern 78,9 Jahre, beeinflusst durch Faktoren wie Tabakkonsum und Ernährung. Das Bundesamt veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Neue Regelungen vereinfachen Zugang zu Verhinderung- und Kurzzeitpflege
Ab Juli 2025 ermöglichen neue Regelungen flexible Nutzung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege mit einem gemeinsamen Budget von 3.539 Euro jährlich.
Ab Juli 2025 ermöglichen neue Regelungen flexible Nutzung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege mit einem gemeinsamen Budget von 3.539 Euro jährlich.
Seit dem 1. Juli 2025 vereinfachen neue Regelungen den Zugang zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege. Beide Leistungen werden nun in einem gemeinsamen Jahresbetrag von 3.539 Euro zusammengefasst, der individuell und flexibel genutzt werden kann. Damit entfällt die Notwendigkeit, Beträge zwischen den beiden Pflegeformen hin- und herzuschieben. Neu ist zudem, dass das Entlastungsbudget direkt ab Feststellung des Pflegegrades zur Verfügung steht. Die Verhinderungspflege kann nun bis zu acht Wochen im Jahr in Anspruch genommen werden, im Gegensatz zu den bisherigen sechs Wochen. Auch der Lohn für nicht erwerbstätige Verwandte wurde angehoben. Pflegebedürftige müssen bei ihrer Pflegekasse lediglich angeben, welche Leistung sie in Anspruch nehmen möchten, um die Abrechnung korrekt durchzuführen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine sorgfältige Planung und Beratung bei der Pflegekasse hinsichtlich der Beantragung dieser Leistungen.
Studie: Gezielte Ansprache kann Krankenkosten von 82 Mrd. Euro senken
Eine gezielte Ansprache kann die Krankentage senken und Arbeitgeber bis zu 82 Mrd. Euro sparen, zeigt eine FAZ-Studie von Timo Vogelsang.
Eine gezielte Ansprache kann die Krankentage senken und Arbeitgeber bis zu 82 Mrd. Euro sparen, zeigt eine FAZ-Studie von Timo Vogelsang.
Ein Krankentag kostet Arbeitgeber im Durchschnitt etwa 400 Euro. Laut einer Analyse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beliefen sich die Ausgaben der Arbeitgeber für krankheitsbedingte Ausfälle im Jahr 2024 auf etwa 82 Milliarden Euro. Der Wirtschaftswissenschaftler Timo Vogelsang stellte fest, dass eine direkte Ansprache der Mitarbeitenden die Zahl der Krankentage senken kann. In einer Studie wurde aufgezeigt, dass ein Schreiben an die Mitarbeitenden, das die Gesundheit priorisiert und neutral über die eigenen Krankenstände im Vergleich zu anderen informierte, ohne Kritik oder Drohungen zu äußern, Orientierung bot und soziale Normen sichtbar machte. Quelle: FAZ.
Vorhaltepauschalen: Finanzanreize fördern Kooperation mit Pflegeheimen
Neue Vorhaltepauschalen bieten finanzielle Anreize für Kooperationen mit Pflegeheimen und fördern so den besseren Austausch und die Verbesserung der Patientenversorgung.
Neue Vorhaltepauschalen bieten finanzielle Anreize für Kooperationen mit Pflegeheimen und fördern so den besseren Austausch und die Verbesserung der Patientenversorgung.
Kooperationsverträge mit Pflegeheimen sind durch die neue Vorhaltepauschale stärker in den Fokus gerückt. Zwei Hausärzte haben über ihre Erfahrungen berichtet und darauf hingewiesen, dass diese Verträge den Fallwert erheblich steigern können. Vorhaltepauschalen bieten Praxen finanzielle Vorteile, da sie eine nahezu konstante finanzielle Basis für die Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen schaffen. Das Interesse an solchen Vereinbarungen nimmt zu, da sie sowohl zur besseren Patientenversorgung als auch zur Optimierung der Praxisabläufe beitragen können, berichtet die Ärztezeitung.
Kritische Lage der sozialen Pflegeversicherung – Reformen nötig bis 2027
Die soziale Pflegeversicherung steht vor finanziellen Herausforderungen: Eine Reform ist bis 2027 unerlässlich, um drohende Defizite abzuwenden.
Die soziale Pflegeversicherung steht vor finanziellen Herausforderungen: Eine Reform ist bis 2027 unerlässlich, um drohende Defizite abzuwenden.
In Berlin wird zunehmend um die Zukunft der sozialen Pflegeversicherung (SPV) gebangt. Die Finanzlage erweist sich als kritisch, warnte Oliver Blatt vom GKV-Spitzenverband gegenüber der dpa. Trotz staatlicher Hilfen verzeichnete die Versicherung 2025 nur eine knappe schwarze Null, bedingt durch ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen Euro. Für 2026 wird ein Defizit von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, während es 2027 sogar rund fünf Milliarden Euro betragen könnte. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer umfassenden Pflegereform, die 2027 umgesetzt werden soll. Sowohl der PKV-Verband als auch Vertreter von Pflege- und Sozialverbänden fordern rasches Handeln, um strukturelle Defizite zu beseitigen und die Umlagefinanzierung zu stabilisieren. Laut Dr. Florian Reuther vom PKV-Verband ist eine schnelle Stabilisierung der Beitragssätze notwendig, um die Generationengerechtigkeit zu wahren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Reduzierung der Zuschläge für Heimbewohner und der Förderung privater sowie betrieblicher Vorsorge. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
02.03.2026
Poliklinik-Modell könnte Ärztemangel in ländlichen Gebieten lindern
Das Poliklinik-Modell in Halle könnte Ärztemangel auf dem Land lindern, indem es bürokratische Lasten senkt und effizientere Patientenversorgung ermöglicht.
Das Poliklinik-Modell in Halle könnte Ärztemangel auf dem Land lindern, indem es bürokratische Lasten senkt und effizientere Patientenversorgung ermöglicht.
In der Poliklinik Halle arbeiten angestellte Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach, was Bürokratie reduziert und mehr Zeit für die Patienten schafft. Dieses Modell könnte helfen, Versorgungslücken in ländlichen Gebieten zu schließen, wo es zunehmend schwerer wird, Praxen zu besetzen. Gabriele Rasch, die seit Jahren an diesem Ort arbeitet, schätzt die Unterstützung durch Verwaltungskräfte bei der Abrechnung und die kollegiale Zusammenarbeit. Der Burgenlandkreis plant mit Landeshilfe ein ähnliches Versorgungszentrum, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Die ärztliche Leiterin der Poli Reil, Dr. Sybille Schmidt-Fritzsching, hebt die Vorteile einer engen Vernetzung hervor. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne erachtet solche Modelle als zentral für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. (Quelle: aerztezeitung.de)
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland auf Rekordhoch 2025
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland 2025 auf Rekordhoch. Vor allem Bayern und Baden-Württemberg stark betroffen. Experten empfehlen Impfung.
Zeckengefahr steigt: FSME-Fälle in Deutschland 2025 auf Rekordhoch. Vor allem Bayern und Baden-Württemberg stark betroffen. Experten empfehlen Impfung.
Seit 2016 ist eine ganzjährige Aktivität von Zecken in Deutschland zu beobachten, was zu hohen Fallzahlen von FSME-Erkrankungen führt. Forscher des Robert Koch-Instituts berichten, dass 2025 mit 693 FSME-Fällen die dritthöchste Zahl seit 2001 erreicht wurde. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, die etwa 85 Prozent aller Erkrankungen verzeichnen, ist das Risiko besonders hoch. Erstmals gehören auch Nordsachsen und Halle (Saale) zu den Risikogebieten. Die Hauptursache für die steigenden Infektionszahlen sieht die Parasitologin Ute Mackenstedt im Klimawandel, der zu milden Wintern führt, und empfiehlt verstärkte Impfanstrengungen. 98 Prozent der Erkrankten 2025 waren nicht oder nur unzureichend geimpft. (Quelle: Ärzte Zeitung)
"DRK bietet Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz"
Das DRK Frankfurt startet Kurse zur psychischen Ersten Hilfe am Arbeitsplatz, um Kollegen im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen.
Das DRK Frankfurt startet Kurse zur psychischen Ersten Hilfe am Arbeitsplatz, um Kollegen im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen.
Depression, Burnout oder Schizophrenie – mit diesen psychischen Erkrankungen können Mitarbeiter am Arbeitsplatz konfrontiert werden. Jeder vierte Erwachsene erlebt im Laufe eines Jahres eine psychische Störung. Allerdings nimmt nur die Hälfte professionelle Hilfe in Anspruch, so eine Studie des Robert-Koch-Instituts, berichtet die FAZ. Das Deutsche Rote Kreuz in Frankfurt sieht Handlungsbedarf und bietet einen „Erste-Hilfe-Kurs für die Psyche“ an. Geleitet wird dieser von Carmen Scharf. Ziel des Kurses ist es, Menschen im Berufsleben zu befähigen, Verhaltensänderungen bei Kollegen empathisch einzuschätzen und auf Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen. Besonders wichtig ist es, die Akzeptanz psychischer Erkrankungen zu fördern. Der Kurs, der sowohl intern als auch extern angeboten wird, richtet sich an Mitarbeiter in Personalabteilungen, Führungskräfte und Kollegen. Veranstaltungen finden am 18. April und 13. Juni für Interessierte, sowie am 14. April und 17. Juli für Fachkräfte statt.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
01.03.2026
„Palliativbegleiterin Deckert: Balance von Nähe und Distanz entscheidend“
Palliativbegleiterin Hella Deckert betont die Wichtigkeit der Balance von Nähe und Distanz im Umgang mit Patienten, um deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Palliativbegleiterin Hella Deckert betont die Wichtigkeit der Balance von Nähe und Distanz im Umgang mit Patienten, um deren Bedürfnisse zu erfüllen.
Der Umgang mit Palliativpatientinnen und -patienten erfordert mentale Stärke, Präsenz und Ehrlichkeit, wie Palliativbegleiterin Hella Deckert im Interview mit der Ärzte Zeitung betont. Sie warnt davor, gut gemeinte Aufmunterungen auszusprechen, da diese oft fehl am Platz sein können. Auch die professionelle Distanz zu wahren, sei im Umgang mit Sterbenden ebenso notwendig wie gleichzeitig menschliche Nähe zuzulassen. Dies stellt Praxen vor besondere Herausforderungen und erfordert ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz. Hella Deckert hebt hervor, dass der Einsatz von Struktur in der Palliativversorgung eine zentrale Rolle spielt, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Diese Aspekte sind essenziell, um eine qualitativ hochwertige Begleitung zu gewährleisten, in welcher die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.02.2026
G-BA-Chef Hecken erwägt nach 14 Jahren vorzeitigen Rücktritt
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
G-BA-Chef Josef Hecken zieht vorzeitigen Rücktritt in Betracht. Nach 14 Jahren könnte er die Leitung der wichtigen Gesundheitsinstitution abgeben.
Professor Josef Hecken, seit 14 Jahren unparteischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), denkt darüber nach, seinen Posten vorzeitig zu verlassen. Diese Überlegung erfolgt auf seinen eigenen Wunsch, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Heckens vorzeitiger Rücktritt wäre bedeutsam, zumal er viele Jahre an der Spitze einer der wichtigsten Institutionen im Gesundheitswesen gestanden hat. Der G-BA spielt eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung Deutschlands, indem er unter anderem über den Zusatznutzen von Medikamenten und Impfempfehlungen entscheidet. Die Gründe für Heckens mögliche Entscheidung sind noch unklar, könnten jedoch mit den zahlreichen Herausforderungen und Wandlungsprozessen im Gesundheitswesen zusammenhängen.
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