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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
24.04.2026
80 Mio. Euro für Long-COVID- und ME/CFS-Forschung mit KI und Wearables
Das Bundesgesundheitsministerium fördert mit 80 Millionen Euro KI- und Wearable-Projekte zur Erforschung von Long-COVID und ME/CFS. Ziel: Verbesserte Diagnostik und Patientversorgung.
Das Bundesgesundheitsministerium fördert mit 80 Millionen Euro KI- und Wearable-Projekte zur Erforschung von Long-COVID und ME/CFS. Ziel: Verbesserte Diagnostik und Patientversorgung.
Long-COVID und ME/CFS sind für Ärztinnen und Ärzte nach wie vor rätselhaft. Um die Erkrankungen besser zu verstehen und die Patientenversorgung zu verbessern, setzt die Forschung auf den Einsatz von Wearables, Künstlicher Intelligenz und Clusteranalysen. Das Bundesgesundheitsministerium unterstützt diese Bemühungen mit 80 Millionen Euro. Fünf der geförderten Projekte wurden kürzlich auf der Digital-Health-Messe DMEA in Berlin vorgestellt, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Unter diesen Projekten befindet sich VALIDATE, das eine telemedizinische Plattform entwickeln will, um Patienten besser zu versorgen. Auch Detect-ME/CFS zielt auf eine verbesserte Diagnostik ab, unter anderem durch den Aufbau eines „Clinical Decision Support System“ (CDSS). Projekte wie U-WaTCH nutzen Wearables, um kritische Zustände bei Patienten vorherzusagen, während das Projekt PROGRESS die Diagnose und Behandlung durch die Einteilung von Patienten in verschiedene Cluster verbessern möchte.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
24.04.2026
Zuwanderer meiden Ostdeutschland: AfD-Erfolge und Fachkräftemangel
Zugewanderte Fachkräfte meiden Ostdeutschland wegen AfD-Stärke, bevorzugen Stadtstaaten; Fachkräftemangel-Problem verschärft sich, warnt Ostbeauftragte der Bundesregierung.
Zugewanderte Fachkräfte meiden Ostdeutschland wegen AfD-Stärke, bevorzugen Stadtstaaten; Fachkräftemangel-Problem verschärft sich, warnt Ostbeauftragte der Bundesregierung.
Zugewanderte Fachkräfte entscheiden sich laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft häufig gegen eine Ansiedlung in ostdeutschen Flächenländern und bevorzugen stattdessen Stadtstaaten und Westdeutschland. Diese Untersuchungsergebnisse, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegen, zeigen, dass der Anteil der ausländischen Fachkräfte in Berlin, Bremen und Hamburg im Jahr 2024 rund 25 Prozent betrug, während er in den ostdeutschen Ländern unter 9 Prozent lag. Gleichzeitig erzielt die rechtspopulistische AfD in ostdeutschen Bundesländern Umfragewerte von 34 bis 39 Prozent. Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der Bundesregierung, betonte die Notwendigkeit einer offenen Kultur, um den Fachkräftemangel zu bewältigen. Populistische Parteien, die Skepsis gegenüber Zugewanderten fördern, stellen laut Kaiser eine Gefahr dar. Diese Entwicklung stellt Ostdeutschland vor besondere Herausforderungen im Kontext des demografischen Wandels, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Krankenkassen verschärfen Kontrolle bei digitalen Gesundheitsanwendungen
Digitale Gesundheitsanwendungen geraten zunehmend ins Visier der Krankenkassen, warnt die KVWL, wobei erste Regressanträge bereits gestellt wurden.
Digitale Gesundheitsanwendungen geraten zunehmend ins Visier der Krankenkassen, warnt die KVWL, wobei erste Regressanträge bereits gestellt wurden.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) stehen unter verstärkter Beobachtung durch Krankenkassen, warnt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Anke Richter-Scheer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVWL, betonte auf einer Vertreterversammlung, dass die AOK Baden-Württemberg bereits Regressanträge gegen Ärzte einleite, die unpassende DiGA verordnen. Angesichts der angespannten finanziellen Lage könnten weitere Kassen folgen. Ärzte sollten sicherstellen, dass eine gesicherte Diagnose vorliegt und Ausschlusskriterien im DiGA-Verzeichnis berücksichtigt werden, um unnötige Kosten und fehlende Anwendung durch Patienten zu vermeiden. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Milliardenkürzungen bei der GKV gefährden die ambulante und stationäre Versorgung. Experten warnen vor drastischen Einbußen bei Ärzten und Krankenhäusern.
Milliardenkürzungen bei der GKV gefährden die ambulante und stationäre Versorgung. Experten warnen vor drastischen Einbußen bei Ärzten und Krankenhäusern.
Die Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist ein riskantes Unterfangen, das die ambulante und stationäre Versorgung bedroht, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor einem Einkommensverzicht von rund 2,7 Milliarden Euro allein im nächsten Jahr, was die Versorgungstiefe erheblich beeinträchtigen könnte. Auch die Krankenhäuser sind betroffen: Im Jahr 2027 sollen sie 5,1 Milliarden Euro weniger Mittel erhalten, was laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft viele Einrichtungen, insbesondere kirchliche und freigemeinnützige, in ihrer Existenz gefährden könnte. Zudem sind Einsparungen durch einen dynamischen Herstellerabschlag auf patentgeschützte Medikamente geplant, um bis 2030 jährlich bis zu sechs Milliarden Euro einzusparen. Diese Maßnahmen stoßen auf Widerstand der Betroffenen, die um die Qualität und Stabilität des Gesundheitswesens fürchten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
23.04.2026
Physician Assistants: Entlastung in Hausarztpraxen bleibt ungenutzt
Physician Assistants könnten Hausarztpraxen erheblich entlasten, sind jedoch noch unterrepräsentiert, so Experten auf dem DGIM-Kongress.
Physician Assistants könnten Hausarztpraxen erheblich entlasten, sind jedoch noch unterrepräsentiert, so Experten auf dem DGIM-Kongress.
Ein Panel auf dem DGIM-Kongress befand, dass Physician Assistants (PAs) in Deutschland noch unterrepräsentiert in Hausarztpraxen sind, obwohl sie eine wertvolle Entlastung bieten können. Henrik Hermann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, betont die Bedeutung akademisierter Fachkräfte in Zeiten des Fachkräftemangels. Sowohl Positionspapiere als auch klare rechtliche Rahmenbedingungen sind notwendig, um den Umfang der delegierbaren Aufgaben zu klären, so Professor Peter Hüttl. In der Praxis zeigt sich die Entlastung durch PAs: Hausarzt Mark Weinhonig berichtet von positiven Erfahrungen mit einer PA, die sich auf Wundversorgung spezialisiert hat und geriatrische Medikamentenpläne überprüft. Sie hilft zudem bei Hausbesuchen, indem sie EKGs schreibt, die per Telemedizin übermittelt werden. Hermann widerspricht der Befürchtung, Ärzte könnten durch PAs obsolet werden, und plädiert für ein erweitertes Verständis der ärztlichen Rolle. (Quelle: aerztezeitung.de)
Erster mRNA-Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19 zugelassen
Die Europäische Kommission hat den weltweit ersten mRNA-Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19 für Personen ab 50 Jahren zugelassen.
Die Europäische Kommission hat den weltweit ersten mRNA-Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19 für Personen ab 50 Jahren zugelassen.
Der weltweit erste mRNA-Impfstoff gegen sowohl Influenza als auch COVID-19 hat von der Europäischen Kommission eine Marktzulassung erhalten, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Das Produkt mit dem Namen mCOMBRIAX® des Herstellers Moderna ist nun in allen EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen für Personen ab 50 Jahren zugelassen. Diese Entscheidung folgte einer positiven Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur im Februar. Studien mit 8.000 Probanden zeigten, dass die Antikörperspiegel gegen Influenza und SARS-CoV-2 in einer Gruppe, die mit dem neuen Impfstoff behandelt wurde, statistisch gleichwertig waren zu den Spiegeln bei Probanden, die mono-Impfstoffe von Moderna erhielten. In Deutschland, so betont Andreas Pollner, Deutschland-Chef von Moderna, könnten die vergleichsweise niedrigen Impfquoten von einem solchen Kombinationsimpfstoff profitieren, der das Impfen sowohl für Patienten als auch medizinisches Personal vereinfachen könnte.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
22.04.2026
Ärzte kritisieren Notfallreform: 24/7-Dienste als ressourcenverschwendend
Ärzteverbände kritisieren 24/7-Notdienste als ressourcenverschwendend und warnen vor dem Scheitern der Notfallreform, die jetzt den Bundestag beschäftigt.
Ärzteverbände kritisieren 24/7-Notdienste als ressourcenverschwendend und warnen vor dem Scheitern der Notfallreform, die jetzt den Bundestag beschäftigt.
Die Notfallreform hat das Bundeskabinett passiert – nun ist der Bundestag am Zug. Wichtige Elemente wie die 24/7-Dienste werden jedoch von Praktikern aus den Praxen kritisiert. Ärzteverbände warnen, dass die rund um die Uhr verfügbaren Notdienstangebote scheitern könnten. Der Bayerische Hausärzteverband etwa lehnt einen 24/7-Fahrdienst ab, da er Ressourcen verschwende, so Dr. Wolfgang Ritter. Auch andere Verbände zeigen sich skeptisch gegenüber dem Gesetzentwurf zur Notfallreform, der als illusorisch und verwirrend bezeichnet wird. Die Kritik richtet sich besonders gegen die Pläne für einen aufsuchenden Rund-um-die-Uhr-Notdienst, der bei vielen Ärzten auf Ablehnung stößt. Das berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Ab 2028: Häusliche Krankenpflege wird digital verordnet
Ab 2028 wird die häusliche Krankenpflege nur noch digital verordnet, um Abläufe zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen Praxen und Pflegediensten zu verbessern.
Ab 2028 wird die häusliche Krankenpflege nur noch digital verordnet, um Abläufe zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen Praxen und Pflegediensten zu verbessern.
Ab 2028 soll die häusliche Krankenpflege ausschließlich digital verordnet werden. Diese Neuerung betrifft alle Beteiligten, darunter Praxen, Pflegedienste und Krankenkassen, und soll das Verfahren vereinfachen, transparenter gestalten und die Fehleranfälligkeit reduzieren. Die Umstellung auf ein elektronisches Verfahren wurde von der „Ärzte Zeitung“ berichtet und zielt darauf ab, den Ablauf in der häuslichen Pflege effizienter zu gestalten. Eine solche Maßnahme könnte nicht nur den Verwaltungsaufwand verringern, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen verbessern.
Ab 2028: Häusliche Krankenpflege nur noch digital verordnet
Ab 2028 wird die häusliche Krankenpflege nur noch digital verordnet, was Abläufe vereinfacht und Transparenz sowie Effizienz erhöht.
Ab 2028 wird die häusliche Krankenpflege nur noch digital verordnet, was Abläufe vereinfacht und Transparenz sowie Effizienz erhöht.
Schon ab dem Jahr 2028 soll die häusliche Krankenpflege ausschließlich digital verordnet werden, berichtet die "Ärzte Zeitung". Das elektronische Verfahren soll die Prozesse für Praxen, Pflegedienste und Krankenkassen deutlich vereinfachen, transparenter gestalten und die Fehleranfälligkeit reduzieren. Die Einführung der digitalen Verordnung wird als wichtiger Schritt zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen angesehen und ist Teil der fortschreitenden Digitalisierung im Pflegebereich. Ziel ist es, die verschiedenen Akteure der Gesundheitsversorgung besser zu vernetzen und die administrative Belastung zu senken.
Digitalrevolution: ePA vor Dynamisierung durch neue Anbieter und KI
Ein Jahr nach dem ePA-Rollout beleben neue Anbieter und KI den Markt, wie auf der DMEA gezeigt. Digitalisierung wird als Schlüssel zur Versorgung gesehen.
Ein Jahr nach dem ePA-Rollout beleben neue Anbieter und KI den Markt, wie auf der DMEA gezeigt. Digitalisierung wird als Schlüssel zur Versorgung gesehen.
Ein Jahr nach dem Start des Rollouts der elektronischen Patientenakte (ePA) haben die Teilnehmer der E-Health-Messe DMEA in Berlin eine überwiegend positive Zwischenbilanz gezogen. Die Digitalisierung wird als entscheidender Faktor für die künftige Versorgungswelt angesehen. Die TeleClinic präsentierte auf der Messe Ansätze einer digital gestützten Versorgungssteuerung. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit, den Ausbau der ePA-Plattformen zu beschleunigen. Zwei neue Anbieter stehen bereit, um den bisherigen Wettbewerb, der von nur zwei Unternehmen dominiert wurde, zu erweitern. Wie die "Ärzte Zeitung" berichtet, wird der Markt in dieser Hinsicht zunehmend dynamisch. Es wird betont, dass sowohl künstliche Intelligenz als auch neue Anbieter die Weiterentwicklung der ePA vorantreiben sollen. Derzeit ist die elektronische Patientenakte auf dem Weg, als Gamechanger im digitalen Gesundheitswesen etablierte Praxiswerkzeuge zu reformieren und zu ergänzen.
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