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Medizin, Gesundheit und Prävention
04.03.2025
Blutung bei Antikoagulation: Krebsverdacht nicht ausschließen
Blutung bei älteren Menschen mit Antikoagulation kann auf Krebs hindeuten. Pflegeprofis sollten differenziert diagnostizieren, um Versorgungsqualität sicherzustellen.
Blutung bei älteren Menschen mit Antikoagulation kann auf Krebs hindeuten. Pflegeprofis sollten differenziert diagnostizieren, um Versorgungsqualität sicherzustellen.
Wenn ältere Menschen mit Vorhofflimmern unter oraler Antikoagulation eine Blutung erleiden, sollte dies nicht vorschnell als iatrogene Komplikation eingeordnet werden. Die Blutung könnte das erste Anzeichen einer Krebserkrankung sein. Diese wichtige Einsicht, die von der 'Ärzte Zeitung' berichtet wird, hebt die Notwendigkeit hervor, bei solchen Blutungsereignissen auch an eine maligne Ursache zu denken. Dies ist besonders relevant für Fachkräfte aus der Pflege sowie für die Führungskräfte von Pflegeeinrichtungen, um die Versorgungsqualität ihrer Bewohner zu sichern. Angesichts der demografischen Entwicklung, die mit einer zunehmenden Anzahl älterer Menschen einhergeht, gewinnt die differenzierte Betrachtung und Diagnose solcher Symptome an Bedeutung.
Neue Vereinbarung stärkt Qualität und Zugänglichkeit von Videosprechstunden
Neue Vereinbarung verbessert Videosprechstunden: Ab März gelten Qualitätsstandards und regionale Zuordnung für bessere telemedizinische Versorgung in der GKV.
Neue Vereinbarung verbessert Videosprechstunden: Ab März gelten Qualitätsstandards und regionale Zuordnung für bessere telemedizinische Versorgung in der GKV.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben gemeinsam eine neue Vereinbarung zur Verbesserung der Qualität der Videosprechstunde getroffen, wie die AOK berichtet. Diese Vereinbarung, die am 1. März in Kraft trat, soll die Versorgungsqualität von telemedizinischen Leistungen sicherstellen. Sie sieht vor, dass Termine nach medizinischer Priorität, ähnlich wie bei normalen Terminvermittlungsdiensten, vergeben werden. Wichtig ist die Sicherstellung einer Anschlussversorgung für Patientinnen und Patienten, deren Anliegen in der Videosprechstunde nicht vollständig geklärt werden können. Die Regelungen umfassen zudem Vorgaben wie die regionale Nähe der Anbietenden zu den Patient:innen, um den Zugang zu erleichtern. Die genutzten Portale müssen ab September 2025 sicherstellen, dass Videosprechstunden an Personen vergeben werden, die in der Nähe des Praxissitzes wohnen. Die Änderungen sollen eine gleichberechtigte Versorgung der GKV-Versicherten stärken.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
03.03.2025
Studie: Jeder zwanzigste Beschäftigte in Deutschland wird gemobbt
Eine neue Studie offenbart: 6,5 % der Beschäftigten in Deutschland erleben Mobbing am Arbeitsplatz, vor allem Jüngere sind stark betroffen.
Eine neue Studie offenbart: 6,5 % der Beschäftigten in Deutschland erleben Mobbing am Arbeitsplatz, vor allem Jüngere sind stark betroffen.
Eine neue Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, veröffentlicht in der Ärzte Zeitung, zeigt, dass in Deutschland 6,5 Prozent der abhängig Beschäftigten Mobbing am Arbeitsplatz erleben. Besonders stark betroffen sind jüngere Beschäftigte und Auszubildende: 11,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen berichten von Mobbingerfahrungen. Im Vergleich dazu sind nur 3,2 Prozent der 50- bis 59-Jährigen betroffen. Weiterhin sind Menschen mit einem niedrigeren sozioökonomischen Status und Migrationshintergrund verstärkt Mobbing ausgesetzt. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 5.015 Erwerbstätigen durch das Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universität Leipzig. Als Präventionsmaßnahme empfehlen die Forscher Schulungen für Führungskräfte und die Einrichtung anonymer Anlaufstellen für Betroffene. Prof. Steffi Riedel-Heller und Dr. Margit Löbner betonen, dass Mobbing im Arbeitskontext eine beträchtliche Belastung darstellt und umfassende Präventionsmaßnahmen erfordert.
GKV fordert Ausgabenstopp zur Stabilisierung der Beitragssätze
Der GKV-Spitzenverband fordert ein sofortiges Ausgabenmoratorium zur Stabilisierung der Beitragssätze, um ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro abzuwenden.
Der GKV-Spitzenverband fordert ein sofortiges Ausgabenmoratorium zur Stabilisierung der Beitragssätze, um ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro abzuwenden.
Der GKV-Spitzenverband hat ein sofortiges Ausgabenmoratorium gefordert, um die Beitragssätze stabil zu halten. Die Verbandsvorsitzende Dr. Doris Pfeiffer erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass die Ausgaben im Gesundheitssystem derzeit schneller steigen als die Einnahmen. Angesichts eines Defizits von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 sei es notwendig, die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenversicherung durch einen gesundheitspolitischen Richtungswechsel zu sichern. Als Ursachen für das Defizit nennt Pfeiffer Einnahmenzuwächse bei Leistungserbringern, insbesondere höhere Zahlungen an Krankenhäuser, Pharmafirmen und überproportionale Honoraranstiege für Ärztinnen und Ärzte. Laut aerztezeitung.de müssten notwendige Preis- und Honorarerhöhungen solange ausgesetzt werden, bis geeignete Strukturreformen ein Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herstellen. Auch das Sofortprogramm der AOK, das eine Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung zum 4. Quartal 2025 in Frage stellt, findet Unterstützung.
Pflegeeinrichtungen kämpfen mit TI-Anbindung: Nur 33% setzen Vorgaben um
Nur 33% der Pflegeeinrichtungen haben bisher Schritte zur TI-Anbindung unternommen, obwohl diese ab Juli 2025 verpflichtend wird. Herausforderungen bleiben.
Nur 33% der Pflegeeinrichtungen haben bisher Schritte zur TI-Anbindung unternommen, obwohl diese ab Juli 2025 verpflichtend wird. Herausforderungen bleiben.
Pflegeeinrichtungen stehen vor Herausforderungen bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI), die ab 1. Juli 2025 verpflichtend wird. Dazu sind etwa 36.000 stationäre und ambulante Einrichtungen betroffen, doch bisher hat nur ein kleiner Anteil die erforderlichen Schritte umgesetzt. Laut einer Umfrage des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg), zusammen mit der opta data Gruppe, sind etwa 33% der Einrichtungen aktiv geworden und haben einen SMC-B Ausweis beantragt, jedoch bisher nicht erhalten. Besonders hervorgehoben wird der Mangel an Schulungen und Service, was den Einrichtungen den Übergang erschwert. Melanie Wendling, Geschäftsführerin des bvitg, kritisiert, dass die Anbindung oft nur als Nebentätigkeit betrachtet wird. Wolfgang Voßkamp vom Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e. V. äußerte Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Umsetzung und schlug vor, die Fristen zu verlängern. Es bleibt abzuwarten, ob alle Einrichtungen den Vorgaben termingerecht nachkommen können. (Quelle: aerztezeitung.de)
EMA bestätigt Empfehlung für Alzheimer-Medikament Lecanemab erneut
EMA hält an Empfehlung für Alzheimer-Medikament Lecanemab fest, trotz neuer Sicherheitsinformationen. EU-Kommission entscheidet nun über endgültige Zulassung.
EMA hält an Empfehlung für Alzheimer-Medikament Lecanemab fest, trotz neuer Sicherheitsinformationen. EU-Kommission entscheidet nun über endgültige Zulassung.
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bleibt bei ihrer Zulassungsempfehlung für das Alzheimer-Medikament Lecanemab. Im November hatte die EMA grünes Licht gegeben, jedoch forderte die EU-Kommission im Januar den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auf, die Entscheidung aufgrund neuer Sicherheitsinformationen zu überprüfen. Der CHMP bestätigte nun, dass keine Änderung der Empfehlung nötig sei, wie die EMA mitteilte. Nun liegt die Entscheidung über die endgültige Zulassung von Lecanemab erneut bei der Kommission. Im Juli des Vorjahres lehnte die EMA eine generelle Zulassung des Amyloid-Antikörpers zunächst ab, bevor im November eine beschränkte Zulassung für Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz aufgrund von Alzheimer erteilt wurde, sofern diese keine oder nur eine Kopie des ApoE4-Gens besitzen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Long-COVID: Mangel an klaren Anlaufstellen erschwert Patientenversorgung
Long-COVID-Patienten kämpfen mit unklaren Anlaufstellen. Trotz Klinikenlisten bleibt die Versorgung ungewiss, kritisiert die Ärzte Zeitung.
Long-COVID-Patienten kämpfen mit unklaren Anlaufstellen. Trotz Klinikenlisten bleibt die Versorgung ungewiss, kritisiert die Ärzte Zeitung.
Viele Long-COVID-Betroffene berichten von einem Mangel an Anlaufstellen, um ihre gesundheitlichen Probleme anzugehen. Das Gesundheitsministerium stellt zwar eine Liste spezialisierten Kliniken zur Verfügung, dennoch bleibt unklar, welche dieser Einrichtungen tatsächlich Patienten aufnehmen. Die Ärzte Zeitung hat diesbezüglich nachgefragt, um Licht ins Dunkel der Versorgungsstrukturen für Long-COVID-Patienten zu bringen. Solch ein Mangel an klaren Anlaufstrukturen erschwert die Behandlung der Betroffenen und wirft dringliche Fragen zur Gewährleistung einer angemessenen medizinischen Versorgung auf. Die Informationen stammen aus der Berichterstattung der Ärzte Zeitung.
Erfahrungen aus dem Testbetrieb: ePA zwischen Funktionalität und Skepsis
Erfahrungsbericht zum ePA-Test: Funktional, aber mit Skepsis betrachtet. Arztpraxen bewerten die neue digitale Patientenakte und nennen Herausforderungen.
Erfahrungsbericht zum ePA-Test: Funktional, aber mit Skepsis betrachtet. Arztpraxen bewerten die neue digitale Patientenakte und nennen Herausforderungen.
Seit Mitte Januar wird die elektronische Patientenakte (ePA) in einem Testbetrieb in ausgesuchten Arztpraxen erprobt. An dieser Stelle schildern die beteiligten Ärztinnen und Ärzte ihre Erfahrungen, die sie bislang gesammelt haben. Die elektronische Patientenakte soll die Gesundheitsversorgung effizienter gestalten, wird jedoch weiterhin kritisch betrachtet. Einige Schwachstellen und Risiken werden von Fachkräften genannt, die konkret Einfluss auf die Begeisterung dämpfen könnten. Trotz ihrer Versprechungen als zukunftsweisend soll die Akte laut "Ärzte Zeitung" jedoch vor allem funktionstüchtig sein, um das Vertrauen der Beteiligten nicht zu verspielen.
Gesetzliche Krankenkassen: Rekorddefizit von 6,15 Mrd. Euro alarmiert
Rekorddefizit von 6,15 Mrd. Euro bei gesetzlichen Krankenkassen weckt Sorgen: Zahlungsunfähigkeit droht, Zusatzbeiträge steigen. Storm warnt vor Domino-Effekt.
Rekorddefizit von 6,15 Mrd. Euro bei gesetzlichen Krankenkassen weckt Sorgen: Zahlungsunfähigkeit droht, Zusatzbeiträge steigen. Storm warnt vor Domino-Effekt.
Die Gesetzliche Krankenversicherung hat im vergangenen Jahr ein Defizit von rund 6,15 Milliarden Euro verbucht, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Besonders betroffen war die Knappschaft, die mit 98,6 Millionen Euro im Minus lag. Die Ausgaben je Versicherten stiegen dort um fast 10,5 Prozent, wobei die Kosten für Arzneimittel um 13,9 Prozent und die für Behandlungspflege um 17,6 Prozent anstiegen. Auch andere Kassenarten meldeten erhebliche Defizite, was DAK-Vorstandschef Andreas Storm besorgt äußerte. Er warnte vor einem möglichen Domino-Effekt, der zur Zahlungsunfähigkeit eines großen Teils der Krankenkassen führen könnte. Die Knappschaft hat ihren Zusatzbeitrag auf 4,4 Prozent erhöht, um dem finanziellen Druck zu begegnen. In der Kassenlandschaft wurde das besorgniserregende Rekorddefizit von 2024 breit diskutiert.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.02.2025
CMA fordert EU-Investitionen zur Stärkung der Medikamentenproduktion
CMA fordert EU-Investitionen zur Stärkung der Medikamentenproduktion: Empfehlungen zur Sicherung der Versorgung durch strategische Projekte und internationale Partnerschaften.
CMA fordert EU-Investitionen zur Stärkung der Medikamentenproduktion: Empfehlungen zur Sicherung der Versorgung durch strategische Projekte und internationale Partnerschaften.
Die Allianz für kritische Arzneimittel (CMA) hat der "Ärzte Zeitung" zufolge konkrete Empfehlungen veröffentlicht, um die europäische Produktion kritischer Medikamente zu stärken. Angesichts aktueller Lieferengpässe plädiert die Allianz dafür, Investitionen in strategische EU-Projekte zu tätigen und finanzielle Unterstützungen aus EU-Programmen sowie nationalen Beihilfen zu kombinieren. Ein harmonisierter Rahmen zur Bevorratung von Arzneimitteln sowie eine effektivere öffentliche Auftragsvergabe seien notwendig, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Die CMA verdeutlicht, dass eine übermäßige Abhängigkeit von Standorten außerhalb Europas die Produktionskapazitäten innerhalb der EU bedroht. Wichtige Beschaffungskriterien wie Resilienz und Umweltauswirkungen sollten daher in die Strategien integriert werden. Des Weiteren rät die Allianz zur Vertiefung bestehender und der Erschließung neuer Partnerschaften mit internationalen Akteuren, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten in der EU zu stärken.
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