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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.03.2025
Brandenburg: Vier neue palliativmedizinische Kliniken zur Patientenhilfe
Brandenburg eröffnet vier Palliativtageskliniken, um die Lebensqualität todkranker Patient:innen zu verbessern und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.
Brandenburg eröffnet vier Palliativtageskliniken, um die Lebensqualität todkranker Patient:innen zu verbessern und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.
In Brandenburg werden vier neue palliativmedizinische Tageskliniken eröffnet, die Teil des Innovationsfondsprojekts „SEELE“ sind. Diese Kliniken sollen dazu beitragen, die Selbständigkeit und Lebensqualität von todkranken Patient:innen zu verbessern und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. An den vier Standorten Potsdam, Rüdersdorf, Eberswalde und Neuruppin kümmert sich ein multiprofessionelles Team um die Patient:innen. Dank der Kooperation mit Krankenhäusern sind auch komplexe Behandlungen möglich. Eine Notfall-Hotline bietet an sieben Tagen die Woche Unterstützung an. Die Brandenburger Gesundheitsministerin Britta Müller betont die Notwendigkeit spezialisierter palliativmedizinischer Behandlungen außerhalb von Krankenhäusern. Das Projekt wird unter anderem vom Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam und der Immanuel-Klinik in Rüdersdorf getragen und von der Medizinischen Hochschule Brandenburg evaluiert. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Krankenkassen: 2024er Defizit von 6,2 Milliarden Euro erfordert Reformen
Defizit von 6,2 Milliarden Euro zwingt Krankenkassen 2024 zu Reformen – Finanzreserven sinken, Zusatzbeitrag steigt.
Defizit von 6,2 Milliarden Euro zwingt Krankenkassen 2024 zu Reformen – Finanzreserven sinken, Zusatzbeitrag steigt.
Mit ihren vorläufigen Finanzergebnissen weisen die gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2024 ein Defizit von rund 6,2 Milliarden Euro aus. Das Defizit gegenüber dem 1. bis 3. Quartal ist noch einmal gewachsen. Die Finanzreserven der Krankenkassen betrugen zum Jahresende 2024 nur noch 2,1 Milliarden Euro und entsprachen nicht einmal der Hälfte der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. Der Gesundheitsfonds verzeichnete ein Defizit in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Die kontinuierlich steigenden Defizite sind auch ein Resultat fehlender Strukturreformen innerhalb des Gesundheitssystems, die in den letzten Legislaturperioden versäumt wurden. Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach betont daher die Notwendigkeit weiterer Reformen und weist auf die bereits angestoßenen Maßnahmen, wie das Digitalgesetz und die Krankenhausreform, hin. Zum 1. Januar 2025 wurde ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz von 2,5 Prozent festgesetzt, um die Finanzlage zu stabilisieren. (Quelle: Bundesministeriums für Gesundheit)
Neue Studie: Statine sicher und wirksam bei CKD ab 75 Jahren
Neue Studie belegt: Statine sind ab 75 Jahren bei CKD sicher und reduzieren das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen, ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.
Neue Studie belegt: Statine sind ab 75 Jahren bei CKD sicher und reduzieren das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen, ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Hongkong zeigt, dass die Statintherapie bei älteren Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) sowohl wirksam als auch sicher ist. Bisherige Evidenz zu Statinen in der Altersgruppe der über 75-Jährigen war lückenhaft. Die neue Untersuchung verdeutlicht, dass Statine auch bei Patienten ab 75 Jahren und sogar ab 85 Jahren das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen senken können, ohne das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen zu erhöhen. Dies ist ein bedeutender Fortschritt in der medizinischen Praxis für ältere Patienten mit CKD. Quelle: „Ärztezeitung.de“.
Pflegeversicherung in Not: AOK warnt vor Domino-Effekt bei Finanzhilfen
AOK warnt: Erste Pflegekasse fordert Finanzhilfe, was Domino-Effekte bei der Pflegeversicherung auslösen könnte. Regierung soll Beitragspauschale erhöhen.
AOK warnt: Erste Pflegekasse fordert Finanzhilfe, was Domino-Effekte bei der Pflegeversicherung auslösen könnte. Regierung soll Beitragspauschale erhöhen.
Kassenvertreter zeigen sich angesichts der angespannten Finanzlage der sozialen Pflegeversicherung (SPV) zunehmend beunruhigt. Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, äußerte, dass die Tatsache, dass eine Pflegekasse erstmals einen Antrag auf Finanzhilfe stellen musste, als Alarmzeichen zu bewerten sei. Zwar sind die AOK-Pflegekassen davon derzeit nicht betroffen, dennoch könnte eine weitere Absenkung der Ausgabendeckungsquote ihre Finanzlage verschärfen. Sollte es bei mehreren Kassen zu Finanzhilfeanträgen kommen, könnten Domino-Effekte eintreten. Trotz Beitragserhöhungen wurde die Ausgabendeckungsquote im Ausgleichsfonds von 0,5 auf 0,4 Prozentpunkte gesenkt, was den Pflegekassen nur noch 40 Prozent eines Monatsbudgets an Betriebsmitteln belässt. Zur Stabilisierung fordert Hoyer von der Bundesregierung eine rasche Erhöhung der Beitragspauschale für Bürgergeldbezieher und einen dynamischen Bundesbeitrag für versicherungsfremde Aufgaben, darunter Sozialversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige, die mittlerweile vier Milliarden Euro jährlich beanspruchen.
Impfstrategie-Dilemma: Risiken für Autoimmunpatienten bei Reisen
Autoimmunpatienten stehen bei Reisen vor einem Dilemma: Notwendiger Impfschutz versus Risiken durch Lebendimpfungen, insbesondere bei der Gelbfieberprophylaxe.
Autoimmunpatienten stehen bei Reisen vor einem Dilemma: Notwendiger Impfschutz versus Risiken durch Lebendimpfungen, insbesondere bei der Gelbfieberprophylaxe.
Die Impfung für Menschen mit Autoimmunerkrankungen spielt eine wesentliche Rolle, besonders bei Reisen, so berichtet die "Ärzte Zeitung". Während für diese Patientengruppe ein umfassender Impfschutz entscheidend ist, sind Lebendimpfungen unter immunsuppressiver Therapie jedoch kontraindiziert. Diese Einschränkung stellt vor allem bei der Gelbfieberprophylaxe ein signifikantes Problem dar, da die Risiken durch den Einsatz lebender, abgeschwächter Erreger potenziell gefährlich sind. Ein bedeutendes Dilemma ergibt sich hierbei aus der Balance zwischen notwendigem Schutz und den Risiken der Impfung. Es wird darauf hingewiesen, dass das vollständige Potenzial eines sicheren Impfschutzes ohne den Einsatz von Lebendimpfstoffen nicht vollständig ausgeschöpft werden kann, was die Impfstrategie bei betroffenen Patienten erheblich beeinflusst.
KBV warnt vor übereiltem ePA-Roll-out: Probleme in 25% der Praxen
KBV warnt: ePA-Roll-out nicht übereilen - 25% der Praxen mit Problemen.
KBV warnt: ePA-Roll-out nicht übereilen - 25% der Praxen mit Problemen.
Nach sieben Wochen im Testlauf der elektronischen Patientenakte (ePA) sind nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zahlreiche Probleme aufgetreten. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sybille Steiner schilderte auf der Vertreterversammlung in Berlin, dass 25 Prozent der teilnehmenden Praxen noch kein ePA-Modul erhalten hätten. Zudem seien viele der installierten Module fehlerhaft. Die KBV fordert daher die Politik auf, den Roll-out der ePA nicht zu überstürzen. Zusätzlich hat die gematik ein erweitertes TI-Dashboard veröffentlicht, das zeigt, dass die Nutzung der ePA in den Modellregionen gestiegen ist. Dennoch sei die Praxisnutzung derzeit unbefriedigend, so die KBV. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Musiktherapie bei Demenz: Neue Hoffnung für Therapieansätze
Musiktherapie kann bei Demenz das Risiko depressiver Symptome mindern und bietet neue Ansätze für Pflege und Angehörige, wie eine Cochrane-Analyse zeigt.
Musiktherapie kann bei Demenz das Risiko depressiver Symptome mindern und bietet neue Ansätze für Pflege und Angehörige, wie eine Cochrane-Analyse zeigt.
Demenz-Patienten scheinen auch in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit für Musik empfänglich zu bleiben, wie ein Cochrane-Review nahelegt. Musiktherapie könnte das Risiko von depressiven Symptomen bei diesen Patienten reduzieren, wie die Meta-Analyse zeigt. Die Ergebnisse könnten sowohl für Pflegeeinrichtungen als auch für Angehörige von Demenzkranken von Bedeutung sein, indem sie alternative Therapieansätze für die emotionale Unterstützung der Betroffenen bieten. Dieses Thema wird auf aerztezeitung.de näher beleuchtet.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2025
Streeck kritisiert mangelhafte Corona-Forschung im sächsischen Landtag
Virologe Streeck kritisiert im Landtag fehlende systematische Corona-Forschung in Deutschland und fordert zentral koordinierte Studien für künftige Krisen.
Virologe Streeck kritisiert im Landtag fehlende systematische Corona-Forschung in Deutschland und fordert zentral koordinierte Studien für künftige Krisen.
In einem kürzlich abgehaltenen Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag äußerte der Virologe Hendrik Streeck Bedenken über die mangelhafte systematische Forschung während der Corona-Pandemie in Deutschland. Wie von der Ärzte Zeitung berichtet, kritisierte Streeck, dass die Erfassung des Infektionsgeschehens und der Immunität in der Bevölkerung lückenhaft gewesen sei. Zudem seien die Wirksamkeit der Maßnahmen und deren unerwünschte psychische Folgen oder Impfschäden nicht ausreichend dokumentiert worden. Streeck betonte die Notwendigkeit zentral koordinierter wissenschaftlicher Studien, um systematische Vergleiche ziehen zu können. Er warnte davor, Raum für Spekulationen zu lassen und empfahl, Lehren für künftige Krisen wie den Klimawandel oder mögliche Kriege zu ziehen. Der Untersuchungsausschuss, der auf Initiative der AfD entstanden ist, umfasst Mitglieder aus verschiedenen Fraktionen, und neben dem Ausschuss befasst sich eine Enquete-Kommission in Sachsen mit der Corona-Aufarbeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2025
1,2 Milliarden Euro für neue Medizin-Uni in Cottbus bereitgestellt
1,2 Milliarden Euro für neue Medizin-Uni in Cottbus: Bundesforschungsministerium fördert Aufbau und Gesundheitsstudie, um Forschung und Bildung zu stärken.
1,2 Milliarden Euro für neue Medizin-Uni in Cottbus: Bundesforschungsministerium fördert Aufbau und Gesundheitsstudie, um Forschung und Bildung zu stärken.
Das Bundesforschungsministerium stellt 1,2 Milliarden Euro für den Aufbau einer neuen Medizin-Universität in Cottbus bereit, berichtet aerztezeitung.de. Diese Mittel sollen nicht nur dem Aufbau der Universität, sondern auch der Durchführung einer umfassenden Gesundheitsstudie zugutekommen. Solche Investitionen seien notwendig, um die Forschungskapazitäten zu erweitern und den Bildungssektor im Bereich der Medizin zu stärken. Insbesondere in Regionen, die bisher weniger von der Universitätsmedizin profitieren konnten, wie Cottbus, erhofft man sich durch solch gezielte Förderungen nachhaltige Impulse.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
06.03.2025
G-BA nimmt Onligol Macrogol 4000 in die Arzneimittel-Richtlinie auf
Der G-BA nimmt Onligol Macrogol 4000 als verordnungsfähiges Medizinprodukt in die Arzneimittel-Richtlinie auf, wirksam ab dem 6. März 2025.
Der G-BA nimmt Onligol Macrogol 4000 als verordnungsfähiges Medizinprodukt in die Arzneimittel-Richtlinie auf, wirksam ab dem 6. März 2025.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 6. März 2025 beschlossen, Onligol Macrogol 4000 in die Arzneimittel-Richtlinie, Anlage V, aufzunehmen. Das Präparat gilt nun als verordnungsfähiges Medizinprodukt. Dieser Beschluss tritt ebenfalls am 6. März 2025 in Kraft. Der G-BA ist das zentrale Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen in Deutschland und ist verantwortlich für die Beschlussfassung über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Entscheidungsprozess wurde vom zuständigen Unterausschuss für Arzneimittel begleitet. Weitere Details zum Beschluss und die tragenden Gründe sind in den bereitgestellten PDFs auf der Webseite des G-BA zu finden (Quelle: g-ba.de).
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