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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.03.2025
OECD-Studie: Bessere Versorgung für chronisch Kranke trotz niedriger Ausgaben
OECD-Studie zeigt: Trotz niedriger Ausgaben kann die Versorgung chronisch Kranker durch kurze Wartezeiten und patientenzentrierte Betreuung verbessert werden.
OECD-Studie zeigt: Trotz niedriger Ausgaben kann die Versorgung chronisch Kranker durch kurze Wartezeiten und patientenzentrierte Betreuung verbessert werden.
Die von der OECD durchgeführte Studie "Patient-Reported Indicator Surveys (PaRIS)" beleuchtet die unzureichende Orientierung vieler Gesundheitssysteme in Industriestaaten an der Versorgung von chronisch kranken Patienten. Datenerhebungen aus 19 Ländern, darunter Australien und die USA, jedoch nicht Deutschland, verdeutlichen, dass drei Hauptfaktoren – kurze Wartezeiten, patientenzentrierte Versorgung und kontinuierliche, koordinierte Betreuung – entscheidend für die Zufriedenheit und das Vertrauen der Patienten sind. Auch bei unterdurchschnittlichen Gesundheitsausgaben sei eine gute Versorgung erreichbar, so OECD-Generalsekretär Mathias Cormann laut der Ärzte Zeitung. Zudem zeigt die Studie Unterschiede in der Digitalisierung auf, wobei Länder wie die Niederlande im elektronischen Austausch von Gesundheitsakten führend sind.
Psychische Leiden häufig bei chronischen Schmerzpatienten: Studie zeigt Handlungsbedarf
Studie zeigt: 40% der chronischen Schmerzpatienten leiden auch an psychischen Störungen. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz ist dringend erforderlich.
Studie zeigt: 40% der chronischen Schmerzpatienten leiden auch an psychischen Störungen. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz ist dringend erforderlich.
Rund 40 Prozent der Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen leiden an Depressionen oder Angstzuständen, was eine aktuelle Metaanalyse belegt. Bei spezifischen Schmerztypen ist dieser Anteil sogar noch höher, und es ist jeder Zweite betroffen. Die enge Verbindung zwischen Schmerz und psychischen Erkrankungen legt nahe, dass in der Behandlung und Betreuung dieser Patienten auf beide Aspekte eingegangen werden muss. Die Erkenntnisse aus der Studie, die von der Ärzte Zeitung veröffentlicht wurden, unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden therapeutischen Herangehensweise, die sowohl physische als auch psychische Komponenten berücksichtigt. Diese Beteiligung psychischer Gesundheitsprobleme bei chronischen Schmerzpatienten kann wesentliche Implikationen für die Behandlungsgestaltung haben und stellt eine Herausforderung dar, die von Fachkräften in der Pflege und Medizin gleichermaßen adressiert werden muss.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2025
Umfrage zeigt: Partizipativer Führungsstil in Praxen bevorzugt
Ärzte präferieren partizipative Führung: 58% der Befragten setzen in einer Umfrage der Ärzte Zeitung auf kooperative Umgangsformen in Praxen.
Ärzte präferieren partizipative Führung: 58% der Befragten setzen in einer Umfrage der Ärzte Zeitung auf kooperative Umgangsformen in Praxen.
In einer Umfrage der Ärzte Zeitung, die vom 9. bis 15. März 2025 durchgeführt wurde, äußerten sich 278 Leserinnen und Leser über den bevorzugten Führungsstil in der Praxis. Ein überwältigender Teil der Befragten, nämlich 58 Prozent, setzen auf einen partizipativen Führungsstil. Nur vier Prozent der TeilnehmerInnen sprachen sich für einen autoritären Stil aus, während zwei Prozent den laissez-faire Ansatz befürworten. 22 Prozent bevorzugen einen eher freundschaftlich-lockeren Führungsstil und 14 Prozent stehen auf dem Standpunkt, dass es den optimalen Führungsstil nicht gibt. Diese Ergebnisse unterstreichen den Trend weg von autoritären hin zu kooperativeren Umgangsformen in medizinischen Praxen. Mehr dazu berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
18.03.2025
GKV fordert Kurswechsel: Gesundheitspolitik vor Milliarden-Defizit!
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik, um ein Milliarden-Defizit und steigende Beitragsbelastungen zu vermeiden.
Der GKV-Spitzenverband fordert eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik, um ein Milliarden-Defizit und steigende Beitragsbelastungen zu vermeiden.
Der GKV-Spitzenverband fordert von der nächsten Bundesregierung einen grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Nach einer Dekade steigender Ausgaben sei es an der Zeit, Reformen nicht weiter zu verschleppen. Uwe Klemens, Vorsitzender des Verwaltungsrats des GKV-SV, betonte, dass das bestehende System ins Wanken gerate, angesichts eines 2024er Defizits von 6,2 Milliarden Euro. Beitragszahler seien die Verlierer der bisherigen Politik, da Krankenhäuser und Ärztinnen von überproportional gestiegenen Honoraren profitiert hätten. Eine Neuausrichtung sei erforderlich, auch um versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln zu finanzieren. Die medizinische Versorgung von Bürgergeldempfängern solle zehn Milliarden Euro einsparen können. Susanne Wagenmann plädiert zudem für ein Ausgabemoratorium, um Zeit für erforderliche Reformen zu gewinnen. (Quelle: aerztezeitung.de)
PEI warnt vor Grippe-Impfstoff-Engpässen: Praxen sollen vorbestellen
Das PEI warnt vor Grippe-Impfstoff-Engpässen für 2025/2026: Praxen und Apotheken sollten Bestellungen bis Ende März abschließen, um Versorgungslücken zu vermeiden.
Das PEI warnt vor Grippe-Impfstoff-Engpässen für 2025/2026: Praxen und Apotheken sollten Bestellungen bis Ende März abschließen, um Versorgungslücken zu vermeiden.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat Praxen und Apotheken dazu aufgefordert, den Grippe-Impfstoff für die Saison 2025/2026 umgehend zu bestellen. Die Vorbestellungen weichen deutlich vom ermittelten Bedarf ab, was zu Engpässen führen könnte, so eine Mitteilung des PEI vom Dienstag. Bestellungen sollten bis Ende März abgeschlossen sein, da die Produktion der Impfstoffe etwa vier bis fünf Monate in Anspruch nimmt. Danach erfolgt die Genehmigung der Stammanpassung. Ab Mitte August sollen nach Prüfung die Impfstoffchargen ausgeliefert werden. Aufgrund des langen Herstellungsprozesses sind spätere Nachbestellungen nicht möglich. Laut PEI dürften auch keine zusätzlichen Kontingente für spätere nationale Bestellungen verfügbar sein, wie aerztezeitung.de berichtete.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
18.03.2025
Umfrage zeigt Trend zu partizipativem Führungsstil in Praxen
Umfrage der Ärzte Zeitung: Partizipativer Führungsstil gewinnt bei medizinischen Praxen an Beliebtheit, während autoritärer Ansatz deutlich an Zustimmung verliert.
Umfrage der Ärzte Zeitung: Partizipativer Führungsstil gewinnt bei medizinischen Praxen an Beliebtheit, während autoritärer Ansatz deutlich an Zustimmung verliert.
In einer jüngsten Umfrage der Ärzte Zeitung, durchgeführt vom 9. bis 15. März, stimmten 278 Leserinnen und Leser über den bevorzugten Führungsstil in der Praxis ab. Das Ergebnis zeigt, dass der traditionelle autoritäre Führungsstil deutlich an Beliebtheit verliert. Nur vier Prozent der Befragten sprachen sich für diesen Führungsstil aus. Während zwei Prozent den laissez-fairen Ansatz bevorzugen, plädierten 58 Prozent für einen partizipativen Führungsstil. Weitere 22 Prozent gaben an, dass sie eine freundschaftlich-lockere Herangehensweise bevorzugen. Schließlich sind 14 Prozent der Meinung, dass es keinen optimalen Führungsstil gibt. Diese Ergebnisse spiegeln eine Tendenz zu mehr Mitbestimmung und kollegialer Führung in medizinischen Praxen wider, wie aus der Erhebung der Ärzte Zeitung hervorgeht.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
18.03.2025
Brandenburg plant umfassende Gesundheitsreform für bessere Versorgung
Brandenburg kündigt umfassende Gesundheitsreform an, um die Versorgung zu sichern und Fachkräfte zu entlasten. Reformstart mit Regionalkonferenzen diskutiert.
Brandenburg kündigt umfassende Gesundheitsreform an, um die Versorgung zu sichern und Fachkräfte zu entlasten. Reformstart mit Regionalkonferenzen diskutiert.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller hat in einer Pressekonferenz in Potsdam angekündigt, dass das Bundesland umfangreiche Reformen im Gesundheitswesen plant. Laut der Ärzte Zeitung betonte sie, dass eine grundlegende Reform des Systems dringend notwendig sei, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. Ein "Weiter so" könne es nicht geben, da dies die Fachkräfte übermäßig belasten und die Krankenkassen-Beiträge stark erhöhen würde. Die Reformen sollen die Konzentration komplexer Leistungen umfassen und mehr Kooperationen fördern. Zudem sollen einzelne kleinere Kliniken in Medizinische Versorgungszentren umgewandelt werden. Der Startschuss für die entsprechenden Regionalkonferenzen fiel bereits am 18. März, um die Umsetzung dieser Pläne zu besprechen. Bis Ende 2026 sollen Krankenhäuser Leistungsgruppen erhalten, bevor der neue Krankenhausplan im Januar 2027 in Kraft tritt. Für die Umsetzung fehlen jedoch noch gesetzliche Regelungen, die in den nächsten zwei Jahren geschaffen werden müssen.
Bundesarbeitsgericht: Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigung ab
Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigungen ab, urteilte das Bundesarbeitsgericht – ein Muss für Arbeitgeber zur rechtskonformen Zustellung.
Nur Einschreiben mit Rückschein sichert Kündigungen ab, urteilte das Bundesarbeitsgericht – ein Muss für Arbeitgeber zur rechtskonformen Zustellung.
Arbeitgeber können sich nicht darauf verlassen, dass ein Kündigungsschreiben per Einwurf-Einschreiben tatsächlich zugestellt wird. Laut aerztezeitung.de gilt: Nur ein Einschreiben mit Rückschein bietet die nötige Sicherheit, dass das Schreiben den Empfänger erreicht hat. Diese Klarstellung sorgt für mehr Rechtssicherheit bei Kündigungen und ist insbesondere für Arbeitgeber von Bedeutung, die formell einwandfreie Kündigungen gewährleisten müssen, um juristische Komplikationen zu vermeiden. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts unterstreicht die Wichtigkeit eines belegbaren Empfangs bei rechtlich relevanten Schriftstücken.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2025
Brandenburg: Neue dezentrale Ethikberatung stärkt Gesundheitswesen
Brandenburg startet dezentrale Ethikberatung, um moralische Konflikte in medizinischen Einrichtungen via Videokonferenz zu klären und Versorgungslücken zu schließen.
Brandenburg startet dezentrale Ethikberatung, um moralische Konflikte in medizinischen Einrichtungen via Videokonferenz zu klären und Versorgungslücken zu schließen.
In Brandenburg wird nun eine dezentrale Ethikberatung eingeführt, die besonders in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen Anwendung finden soll. Diese Beratung, die in Kooperation mit der Universität Potsdam sowie weiteren Hochschulen angeboten wird, ermöglicht es medizinischen Einrichtungen im Flächenland Brandenburg, moralische Konflikte, die während Behandlungen auftreten könnten, professionell zu klären. Der Prozess wird durch geschulte Berater geleitet und übernimmt die Moderation von ethischen Fallberatungen mittels Videokonferenz. Dies soll helfen, die geografischen Distanzen und den Mangel an spezialisierten Moderatoren vor Ort zu überbrücken, erklärt Juniorprofessor Robert Ranisch. Über eine zentrale Anlaufstelle können sich sowohl Patienten als auch Mitarbeitende der Gesundheitsberufe für eine Beratung anmelden, die telefonisch oder online stattfindet. Dr. Esther Braun hofft, dass mit dieser Initiative bestehende Versorgungslücken im Land geschlossen werden können, so berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2025
Gesundheitsexperten fordern radikale Reformen zur Kostenstabilisierung
Gesundheitsexperten drängen auf Reformen zur Kostensenkung im Gesundheitssystem, um drohende Sozialabgaben von über 50% bis 2035 zu verhindern.
Gesundheitsexperten drängen auf Reformen zur Kostensenkung im Gesundheitssystem, um drohende Sozialabgaben von über 50% bis 2035 zu verhindern.
Gesundheitsökonom Boris Augurzky und Intensivmediziner Christian Karagiannidis fordern angesichts der stetig steigenden Gesundheitskosten radikale Reformen im deutschen Gesundheitssystem. Wie die „Welt“ vorab berichtet, ist dies auch Thema ihres neuen Buches „Die Gesundheit der Zukunft: Wie wir das System wieder fit machen“. Augurzky und Karagiannidis, Mitglieder der Regierungskommission zur Krankenhausversorgung, betonen, dass ohne ein drastisches Umdenken die Sozialabgaben bis 2035 auf über 50 Prozent steigen könnten. Sie schlagen unter anderem eine stärkere Selbstbeteiligung der Versicherten und eine Kosten-Nutzen-Überprüfung aller medizinischen Behandlungen vor. Zudem sollen Einsparungen bei den hohen Arzneimittelkosten erreicht werden. Diese Vorschläge sollen helfen, das aktuelle System zu stabilisieren und die Bürger ehrlich über die Notwendigkeit der Reformen zu informieren, um langfristig von stabilen Kassenbeiträgen und einem effizienteren Gesundheitssystem zu profitieren.
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