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Politik und Gesellschaft
17.03.2025
Deutscher Alterssurvey: 8 Prozent der Senioren erleben Altersdiskriminierung
Rund 8 % der Senioren in Deutschland erleben Altersdiskriminierung, besonders in Medizin und Arbeit, wie der Deutsche Alterssurvey zeigt. Handlungsbedarf ist dringend.
Rund 8 % der Senioren in Deutschland erleben Altersdiskriminierung, besonders in Medizin und Arbeit, wie der Deutsche Alterssurvey zeigt. Handlungsbedarf ist dringend.
Rund 8 Prozent der älteren Menschen in Deutschland gaben in den vergangenen zwölf Monaten an, Diskriminierung aufgrund ihres Alters erlebt zu haben. Dies geht aus dem aktuellen Deutschen Alterssurvey hervor, der vom Deutschen Zentrum für Altersfragen veröffentlicht wurde. Besonders betroffen sind sie bei der medizinischen Versorgung: 3,7 Prozent fühlten sich hier benachteiligt. Auch in der Arbeitswelt und bei der Arbeitssuche berichteten 3,6 Prozent von Benachteiligungen. Einkommensschwache und gesundheitlich eingeschränkte Personen seien laut der Studie häufiger von Diskriminierung betroffen. Svenja Spuling, Erstautorin des Surveys, betont, dass das tatsächliche Ausmaß der Altersdiskriminierung möglicherweise unterschätzt wird, da nicht alle Betroffenen diese als solche wahrnehmen. Politisches und gesellschaftliches Handeln wird angesichts der Ergebnisse als notwendig erachtet, um die Potenziale älterer Menschen in der Arbeitswelt und im ehrenamtlichen Engagement besser zu nutzen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflege-Skandal: Pfleger angeklagt wegen neun Morden in Aachen
Ein Pfleger steht vor Gericht: Neun Morde auf Palliativstation in Würselen, um Nachtschichten zu erleichtern. Prozessbeginn im März in Aachen.
Ein Pfleger steht vor Gericht: Neun Morde auf Palliativstation in Würselen, um Nachtschichten zu erleichtern. Prozessbeginn im März in Aachen.
Ein 44-jähriger Pfleger steht im Zentrum eines erschütternden Falls, der sich im Klinikum bei Aachen ereignet hat. Dem Mann werden neun Morde und 34 Mordversuche zur Last gelegt, die er auf einer Palliativstation in Würselen begangen haben soll. Laut Staatsanwaltschaft spritzte er seinen Opfern in der Absicht, seine Nachtschichten ruhiger zu gestalten, Überdosen von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln. Die Nachtragsanklage, die nun auf insgesamt 26 betroffene Patienten ausgedehnt wurde, ist beim Landgericht Aachen eingegangen. Der Prozess, der zunächst 30 Fälle umfasst, soll am 24. März beginnen. Die "Ärzte Zeitung", die ebenfalls über den Fall berichtet, verweist auf die Forderungen der Deutschen Stiftung Patientenschutz nach verstärktem Schutz für alte und schwerkranke Patienten. Vorstand Eugen Brysch hebt die Notwendigkeit einer Leichenschau durch Amtsärzte bei Todesfällen in Pflegeeinrichtungen hervor, um mögliche Täter abzuschrecken, und betont die Bedeutung einer „Kultur des Hinschauens“ innerhalb der Einrichtungen.
Gassen fordert kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen
Andreas Gassen fordert zum Jahrestag des ersten Lockdowns eine kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens in die Politik.
Andreas Gassen fordert zum Jahrestag des ersten Lockdowns eine kritische Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens in die Politik.
Zum fünften Jahrestag des ersten Corona-Lockdowns in Deutschland fordert Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), eine umfassende Aufarbeitung der damaligen Maßnahmen. Die strikten Maßnahmen, so Gassen, bedürfen einer kritischen Überprüfung, um aus eventuellen Fehlern für künftige Pandemien zu lernen. Er betont, dass eine solche Aufarbeitung essenziell sei, um das Vertrauen der Bürger in die Politik zu stärken, da es sonst möglicherweise weiter sinke. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise auf zurückgehaltene Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes, was die Notwendigkeit einer Evaluation noch dringlicher mache. Gassen schlägt vor, eine Enquetekommission einzusetzen, die die getroffenen Maßnahmen analysiert, ohne Schuldzuweisungen vorzunehmen. Dies sei besonders wichtig, da Altenpflegeheime erheblich von Fehlern im Umgang mit der Pandemie betroffen waren, so die Deutsche Stiftung Patientenschutz. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Long Covid Awareness Day: Betroffene kämpfen mit Alltagsfolgen
Long Covid Awareness: Betroffene kämpfen mit massiven Alltagsfolgen – Aufklärungstag mit Aktionen in Deutschland, darunter Berliner Kundgebung.
Long Covid Awareness: Betroffene kämpfen mit massiven Alltagsfolgen – Aufklärungstag mit Aktionen in Deutschland, darunter Berliner Kundgebung.
Sophie Dimitriou, eine der vielen Long-Covid-Betroffenen, schildert ihre drastische Veränderung des Alltags seit ihrer Erkrankung. Vor zwei Jahren führte sie ein aktives Leben, nun fühlt sie sich oft erschöpft und schwach, als leide sie unter dem schlimmsten Jetlag, den es gibt. Ihre Beschwerden, unter dem Begriff Long Covid zusammengefasst, führten dazu, dass sie ihre Anstellung als Grafikdesignerin verlor. Diese Corona-Langzeitfolgen betreffen schätzungsweise über hunderttausend Menschen in Deutschland, von denen viele ihren Alltag nicht mehr bewältigen können. Der internationale Long Covid Awareness Day, der heute begangen wird, soll für mehr Aufklärung sorgen. Aktionen sind in mehreren Städten geplant, darunter eine von Dimitriou initiierte Kundgebung in Berlin (Quelle: DER SPIEGEL).
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
15.03.2025
BMC schlägt Reform der DMPs zur Bekämpfung des Fachkräftemangels vor
BMC fordert Reform der DMPs zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen: Interprofessionelle Zusammenarbeit soll Personalmangel und starre Hierarchien überwinden.
BMC fordert Reform der DMPs zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen: Interprofessionelle Zusammenarbeit soll Personalmangel und starre Hierarchien überwinden.
Der Bundesverband Managed Care (BMC) hat ein neues Impulspapier veröffentlicht, das eine interprofessionelle Weiterentwicklung der Disease-Management-Programme (DMPs) als Strategie gegen den Personalmangel in der Gesundheitsversorgung vorschlägt. Das Papier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, betont die Notwendigkeit, starre Berufsgrenzen und traditionelle Hierarchien im Gesundheitswesen zu überwinden, um der sinkenden ärztlichen und therapeutischen Arbeitskraft bei wachsender Morbidität zu begegnen. Der BMC plädiert für eine umfassende Zusammenarbeit und die Einbindung aller Gesundheitsberufe im Versorgungskontinuum, das von Prävention über Diagnose und Therapie bis zur Langzeitpflege reicht. Der Vorschlag berücksichtigt auch angepasste Vergütungsmechanismen, um die Zusammenarbeit zu fördern und eine verbindliche interprofessionelle Versorgung zu gewährleisten. Das Impulspapier soll offiziell am kommenden Montag vorgestellt werden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.03.2025
BMC fordert stärkere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
BMC fordert stärkere interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zur besseren Deckung des Personalbedarfs bei wachsender Morbidität.
BMC fordert stärkere interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zur besseren Deckung des Personalbedarfs bei wachsender Morbidität.
Der Bundesverband Managed Care (BMC) fordert in einem Impulspapier, die Zusammenarbeit unter den Gesundheitsberufen zu stärken, um den wachsenden Personalbedarf besser zu decken. Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung mit zunehmender Morbidität plädiert das Papier mit dem Titel „Team Gesundheit: Gemeinsam versorgen im Continuum of Care“ für eine interprofessionelle Entwicklung von Disease-Management-Programmen. Ziel ist es, starre Berufsgrenzen und traditionelle Hierarchien zu durchbrechen. „Wir müssen das bisherige Paradigma der strikten Abgrenzung zwischen den Gesundheitsberufen hinter uns lassen“, betont BMC-Vorstand Prof. Lutz Hager. Der Entwurf sieht vor, Kompetenz-Korridore zwischen den Berufsgruppen zu schaffen und neue Vergütungsmechanismen zu implementieren, die die Koordination und interprofessionelle Entscheidungsfindung fördern. Das Papier, das der Ärzte Zeitung vorliegt, wird offiziell am kommenden Montag vorgestellt.
Pflegeversicherung in der Krise: Defizite trotz Beitragserhöhung
Die Pflegeversicherung steht trotz erhöhter Beiträge vor einem Finanzdefizit, warnt der GKV-Spitzenverband und fordert dringende Maßnahmen der Regierung.
Die Pflegeversicherung steht trotz erhöhter Beiträge vor einem Finanzdefizit, warnt der GKV-Spitzenverband und fordert dringende Maßnahmen der Regierung.
Die finanzielle Situation der sozialen Pflegeversicherung (SPV) spitzt sich weiter zu, warnt der GKV-Spitzenverband gemäß einer Meldung auf aerztezeitung.de. Trotz einer Beitragserhöhung zu Jahresbeginn schloss die SPV 2024 mit einem Defizit von 1,54 Milliarden Euro ab und erwartet für 2025 ein weiteres Minus von rund einer halben Milliarde Euro. Die GKV-Vorsitzende Dr. Doris Pfeiffer sieht die Lage als alarmierend und fordert die neue Bundesregierung auf, gegen die drohende Abwärtsspirale vorzugehen. Ohne zusätzliche Finanzmittel, könnte der Pflege-Ausgleichsfonds, der die Zahlungsfähigkeit der Pflegekassen sicherstellt, bald ausgeschöpft sein. Lösungen wie Rückzahlung von Corona-Maßnahmen-Geldern und die finanzielle Unterstützung für Rentenversicherungsbeiträge pflegender Angehöriger sind notwendig, um kurzfristig Entlastung zu schaffen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.03.2025
Brandenburgs Landtag untersucht Corona-Lehren zur Stärkung der Resilienz
Brandenburg untersucht Corona-Lehren zur Resilienzstärkung: Landtag etabliert Enquetekommission unter Leitung von Schönbrunn zur Analyse und Optimierung staatlicher Maßnahmen.
Brandenburg untersucht Corona-Lehren zur Resilienzstärkung: Landtag etabliert Enquetekommission unter Leitung von Schönbrunn zur Analyse und Optimierung staatlicher Maßnahmen.
Im Brandenburger Landtag hat sich die Enquetekommission zu den Lehren aus der Corona-Pandemie konstituiert, um staatliche Maßnahmen zu analysieren und die Krisenresilienz des Landes Brandenburg zu stärken. Das Gremium besteht aus 15 Mitgliedern, darunter neun Landtagsabgeordnete und vier benannte Experten. Zur Vorsitzenden wurde die SPD-Abgeordnete Sina Schönbrunn gewählt, ihr Stellvertreter ist der AfD-Abgeordnete Lars Hünich. Die Kommission soll Raum für Wissen, Dialog und Verantwortung schaffen und fundierte Empfehlungen für zukünftige Entscheidungen geben, heißt es von Schönbrunn. In der ersten Sitzung wurden vor allem Formalitäten geklärt. Die Kommission plant, am 9. Mai über die Lehren der Pandemie in Bezug auf die Resilienz des Gesundheitssystems zu diskutieren. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Steinmeier: Aufarbeitung der Pandemie entscheidend für Demokratietreue
Steinmeier: Pandemie-Aufarbeitung stärkt Demokratievertrauen. Der Bundespräsident fordert Transparenz, um Misstrauen und Verschwörungstheorien entgegenzuwirken.
Steinmeier: Pandemie-Aufarbeitung stärkt Demokratievertrauen. Der Bundespräsident fordert Transparenz, um Misstrauen und Verschwörungstheorien entgegenzuwirken.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat betont, dass die Aufarbeitung der Corona-Pandemie eine wichtige Gelegenheit bietet, das Vertrauen der Bürger in die Demokratie zurückzugewinnen. Steinmeier äußerte sich in einer Diskussionsrunde zu den gesellschaftlichen Auswirkungen und Lehren der Pandemie und betonte, dass der neue Bundestag und die Bundesregierung die Verantwortung tragen, diese Chance zu nutzen. Transparenz sei entscheidend, um Zweifel an der Demokratie und ihren Institutionen aus der Pandemiezeit zu beseitigen, erklärte der Bundespräsident. Ohne diese Aufarbeitung könnten Verschwörungstheorien und Misstrauen neue Nahrung finden, was letztlich der Demokratie schadet und populistischen Kräften in die Hände spielt. (Quelle: aerztezeitung.de)
NRW startet Online-Umfrage zu Rassismus und Gewalt im Gesundheitswesen
NRW startet Online-Umfrage zu Rassismus und Gewalt im Gesundheitswesen, um Daten zu sammeln und konkrete Lösungen zu entwickeln. Ergebnisse werden 2026 erwartet.
NRW startet Online-Umfrage zu Rassismus und Gewalt im Gesundheitswesen, um Daten zu sammeln und konkrete Lösungen zu entwickeln. Ergebnisse werden 2026 erwartet.
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat eine Online-Befragung gestartet, um ein genaues Bild von Rassismus, Antisemitismus und Gewalt im Gesundheitswesen zu erhalten. Diese Umfrage richtet sich an alle Beschäftigten im Gesundheitswesen von NRW und bildet die Grundlage für eine vom Ministerium beauftragte Studie beim iSPO-Institut. Ziel ist es, zuverlässige Daten zu Diskriminierungs- und Gewaltvorfällen zu sammeln, um darauf basierend konkrete Handlungsempfehlungen für Gesundheitseinrichtungen zu entwickeln. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betont, dass diskriminierendes Verhalten im Gesundheitswesen inakzeptabel sei und fordert die Gesellschaft dazu auf, klar gegen Hass, Hetze und Gewalt Stellung zu beziehen. Die endgültigen Studienergebnisse werden im Sommer 2026 erwartet. Im Februar 2025 initiierte das Ministerium bereits eine Maßnahme zur Bekämpfung von Diskriminierung im Gesundheitswesen und die Krankenhausgesellschaft veröffentlichte einen Ratgeber für Klinikmitarbeiter, wie die Ärzte Zeitung berichtet.
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