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Digitalisierung und Technologie
26.09.2025
Unklare Abrechnung bremst Nutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen
Unklare Abrechnungen behindern die Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen in Praxen. Die Ärzte Zeitung klärt auf und zeigt Abrechnungshürden auf.
Unklare Abrechnungen behindern die Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen in Praxen. Die Ärzte Zeitung klärt auf und zeigt Abrechnungshürden auf.
Fast 60 Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind mittlerweile im BfArM-Verzeichnis gelistet. Doch wie und wann die Praxen mögliche Verlaufskontrollen und Datenauswertungen abrechnen können, bleibt eine wichtige Frage. Die Ärzte Zeitung bietet dazu einen umfassenden Überblick. Dabei zeigt sich, dass die Herausforderung nicht nur in der Anwendung der DiGAs liegt, sondern auch in der wirtschaftlichen Umsetzung für die Praxen. Es ist wichtig, die Abrechnungsmodalitäten klarer zu definieren, um die Akzeptanz und Nutzung dieser Gesundheitsanwendungen bei den Fachkräften im Gesundheitswesen weiter zu verbessern.
Millionen Deutsche über 60 unzureichend gegen Herpes zoster geimpft
Rund 20 Millionen Deutsche über 60 Jahre sind noch nicht ausreichend gegen Herpes zoster geimpft, trotz Empfehlungen und Kostenerstattung durch Krankenkassen.
Rund 20 Millionen Deutsche über 60 Jahre sind noch nicht ausreichend gegen Herpes zoster geimpft, trotz Empfehlungen und Kostenerstattung durch Krankenkassen.
In Deutschland sind etwa 20 Millionen Menschen über 60 Jahre nicht oder unvollständig gegen Herpes zoster geimpft, wie der aktuelle Arzneimittelreport der BARMER aufzeigt, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Impfung wird seit Mai 2019 von gesetzlichen Krankenkassen getragen und wird von der STIKO für Menschen ab 60 empfohlen. BARMER-Vorstandschef Professor Christoph Straub betont dabei die ärztliche Verantwortung beim Impfen, ungeachtet der Praxis, die Personen aufsuchen. Unterschiede in Impfquoten zwischen Hausarztpraxen werden als „unakzeptabel“ beschrieben, und es wird hervorgehoben, dass hohe Impfquoten viel mit guter Praxisorganisation und Qualitätsmanagement zu tun haben. Straub weist außerdem darauf hin, dass niedrige Quoten nicht allein auf Impfskepsis zurückzuführen sind. Laut dem Bericht reduziert die Impfung das Risiko, an Herpes zoster zu erkranken, um 64 Prozent, ein Wert, der mit US-amerikanischen Versicherungsdaten übereinstimme.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
25.09.2025
Lucha unterstützt flexiblere Leistungskataloge für Versorgungseinrichtungen
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha fordert flexiblere Leistungskataloge für Versorgungseinrichtungen, um moderne und sektorenübergreifende Lösungen zu fördern.
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha fordert flexiblere Leistungskataloge für Versorgungseinrichtungen, um moderne und sektorenübergreifende Lösungen zu fördern.
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha befürwortet die Vorschläge eines neuen Impulspapiers, das von Klinikträgern und der AOK erarbeitet wurde. Die Initiative zielt darauf ab, sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen (SÜVE) neu zu positionieren. Eine zentrale Forderung des Papiers ist es, dass diese Einrichtungen nicht obligatorisch akutstationäre Leistungen bereithalten müssen. Stattdessen sollte ihr Leistungskatalog flexibel und bedarfsgerecht von den Landesplanungsbehörden in Abstimmung mit Krankenhausträgern und Krankenkassen festgelegt werden. Lucha kritisiert die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen, die "weitgehend dem alten Denken verhaftet" seien. Zudem hebt das Impulspapier Elemente der Ambulantisierung hervor, die bereits in frühen Entwürfen des Krankenhausversorgungsgesetzes vorhanden waren. Der Minister unterstützt die Forderung, dass SÜVE künftig nicht verpflichtet sein sollten, stationäre Leistungen zu erbringen und betont die Notwendigkeit von Anpassungen an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, berichtet die Ärzte Zeitung.
Pfleger aus Bad Vilbel wegen versuchten Mordes in U-Haft
Ein Pfleger aus Bad Vilbel sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft, nachdem er zwei Seniorinnen im Heim gefährliche Medikamente verabreicht haben soll.
Ein Pfleger aus Bad Vilbel sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft, nachdem er zwei Seniorinnen im Heim gefährliche Medikamente verabreicht haben soll.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass ein 37-jähriger Pfleger aus Bad Vilbel unter Verdacht steht, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Der Mann soll in einem Pflegeheim zwei 84 Jahre alten Bewohnerinnen eine nicht indizierte Medikation verabreicht haben, die die Frauen in Lebensgefahr brachte. Beide wurden am Freitagabend ins Krankenhaus gebracht. Der Pfleger wurde daraufhin an seiner Wohnanschrift festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ verlauten, dass nunmehr geprüft wird, ob es weitere Geschädigte gibt. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben, da die Ermittlungen noch laufen, so die Quelle.
Digitale Plattform in Mittelhessen revolutioniert Nachsorge und Vernetzung
In Mittelhessen optimiert eine digitale Plattform die Nachsorge und Vernetzung im Gesundheitswesen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
In Mittelhessen optimiert eine digitale Plattform die Nachsorge und Vernetzung im Gesundheitswesen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
In Mittelhessen wird eine innovative digitale Plattform zur Optimierung der Nachsorge nach Klinikaufenthalten aufgebaut, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Angesichts der abnehmenden Zahl niedergelassener Ärzte und der steigenden Zahl älterer Menschen mit mehreren Erkrankungen soll dieses Pilotprojekt den Gesundheitssektor revolutionieren. In Lich ermöglicht die Plattform Kliniken, Ärzten, Pflegediensten und Patienten einen zeitgemäßen Austausch von Krankheitsdaten, was insbesondere in ländlichen Gegenden von Vorteil ist. Der Landkreis Gießen möchte, dass die Erkenntnisse aus diesem Projekt auch zur Krankenhausreform beitragen und den Satz "Ambulant geht vor stationär" zu "Digital geht vor ambulant und stationär" modifizieren. Thorsten Winter, Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung, betont die Bedeutsamkeit dieses Projekts für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten.
Elektronische Patientenakte erreicht breiten Einsatz im Versorgungsalltag
Die elektronische Patientenakte etabliert sich im Versorgungsalltag: Millionen von Datenzugriffen zeigen, dass Praxen und Apotheken zunehmend auf digitale Datennutzung setzen.
Die elektronische Patientenakte etabliert sich im Versorgungsalltag: Millionen von Datenzugriffen zeigen, dass Praxen und Apotheken zunehmend auf digitale Datennutzung setzen.
Die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) in Deutschland nimmt laut gematik stetig zu. In der letzten Woche wurden etwa 12 Millionen Medikationslisten aufgerufen, knapp zwei Millionen Dokumente hochgeladen und über 900.000 heruntergeladen, wie die Agentur mitteilte. Seit Januar wurden insgesamt 22 Millionen Dokumente hochgeladen. Zählt man die E-Rezept-Daten hinzu, enthält die ePA der Versicherten mehr als 700 Millionen Datensätze. Bis zum 1. Oktober sollen über 90 Prozent der Praxen und Apotheken in Deutschland technisch in der Lage sein, mit der ePA zu arbeiten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die ePA zunehmend im Versorgungsalltag ankommt. Etwa 58.000 Arzt- und psychotherapeutische Praxen arbeiteten allein in der letzten Woche mit der ePA. Insgesamt haben über 105.000 von etwa 160.000 Einrichtungen auf die Patientenakten zugegriffen. Die gematik betont die steigende Bedeutung der ePA im Gesundheitswesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.09.2025
Rheinland-Pfalz startet Osteoporose-Programm für umfassende Versorgung
Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober ein umfassendes Osteoporose-Programm zur besseren Patientenversorgung durch Zusammenarbeit mit Ärzten und Kliniken.
Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober ein umfassendes Osteoporose-Programm zur besseren Patientenversorgung durch Zusammenarbeit mit Ärzten und Kliniken.
In Rheinland-Pfalz startet am 1. Oktober das Disease-Management-Programm (DMP) für Osteoporose. Ab diesem Datum können sich Patienten mit einer gesicherten Osteoporose-Diagnose für das Programm einschreiben. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz hat hierzu mit mehreren Krankenkassen eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Die Einschreibung für teilnahmeberechtigte Ärzte begann bereits am 1. September. Das Programm plant auch die Beteiligung von Krankenhäusern und Rehakliniken, um eine umfassende Versorgung sicherzustellen. Dies geht aus einem Bericht der "Ärzte Zeitung" hervor.
Hessen startet Pilotprojekt zur besseren E-Health-Nachsorge für Senioren
Hessen testet eine E-Health-Plattform zur besseren Nachsorge älterer Patienten, vernetzt Kliniken und Ärzte, unterstützt von über 500.000 Euro Landesmitteln.
Hessen testet eine E-Health-Plattform zur besseren Nachsorge älterer Patienten, vernetzt Kliniken und Ärzte, unterstützt von über 500.000 Euro Landesmitteln.
Ein neues Pilotprojekt in Hessen soll die Nachsorge älterer Patienten verbessern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer E-Health-Plattform, die Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflegedienste und Patienten miteinander vernetzt, sollen unnötige Wege und Kosten vermieden werden. Das "Licher Modell" zielt darauf ab, die Lücken in der Zusammenarbeit zu schließen und wird vom Land Hessen mit über einer halben Million Euro unterstützt. Erste Patienten sollen noch im laufenden Jahr von dem digitalen System profitieren, welches Patientendaten erfasst und den Austausch medizinischer Informationen ermöglicht. Landrätin Anita Schneider initiierte das Projekt, das mithilfe der Licher Asklepios-Klinik, der Technischen Hochschule Mittelhessen und weiteren Partnern umgesetzt wird. Gemeindeschwestern unterstützen Patienten zudem bei der digitalen Kommunikation, um die E-Health-Nachsorge effizient zu gestalten.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.09.2025
Neue Abrechnungsregel für PET bei Non-Hodgkin-Lymphomen ab Oktober
Neue Abrechnungsregel ermöglicht Ärzten ab Oktober die PET-Nutzung zur Überwachung und Rückfallerkennung bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.
Neue Abrechnungsregel ermöglicht Ärzten ab Oktober die PET-Nutzung zur Überwachung und Rückfallerkennung bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.
Ab Oktober erhalten Ärzte die Möglichkeit, Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen nicht nur zu Beginn der Behandlung abzurechnen. Auch während der Therapie und zur Erkennung von Rückfällen können die Kosten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung geltend gemacht werden, wie aerztezeitung.de berichtet. Diese Änderung ermöglicht eine umfassendere Überwachung des Krankheitsverlaufs und Anpassung der Therapie bei den Betroffenen.
Innovative Medikamente verlängern Leben und verbessern Lebensqualität deutlich
Innovative Medikamente steigern Lebensqualität und Lebenszeit, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen, wie eine neue Studie zeigt.
Innovative Medikamente steigern Lebensqualität und Lebenszeit, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen, wie eine neue Studie zeigt.
Moderne Therapien und Arzneimittel haben laut einer Auswertung des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zu mehr Lebenszeit und Lebensqualität geführt. Der vfa stützt sich auf die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Prognos-Studie, die der Verband am Montag in Berlin vorstellte. Innovative Medikamente haben deutlich die Überlebenschancen verbessert und die Zahl der gesunden Lebensjahre erhöht, vor allem bei Krebs, HIV und seltenen Erkrankungen. Ein Beispiel ist Mukoviszidose, wo sich die Lebenserwartung von 37 Jahren im Jahr 2000 auf 67 Jahre 2023 nahezu verdoppelte. Die Studie hebt auch die Onkologie hervor, wo sich die Zahl der zugelassenen Krebsmedikamente seit dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht hat. Dies führte dazu, dass über 50 Prozent der Krebspatienten im Durchschnitt zehn Jahre oder länger nach ihrer Diagnose weiterleben. Weniger Klinikaufenthalte und ein verzögerter Renteneintritt werden ebenfalls als positive Effekte moderner Therapien gewertet. Der vfa betont, dass eine gesunde Bevölkerung grundlegend für die Produktivität einer alternden Gesellschaft ist. (Quelle: Ärztezeitung)
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