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Digitalisierung und Technologie
30.09.2025
Einführung der ePA: Arztpraxen bereit, Patientennachfrage gering
Die ePA wird am 1. Oktober Pflicht, doch während Arztpraxen gut vorbereitet sind, bleibt die Patientennachfrage bisher verhalten. Anpassungen könnten nötig sein.
Die ePA wird am 1. Oktober Pflicht, doch während Arztpraxen gut vorbereitet sind, bleibt die Patientennachfrage bisher verhalten. Anpassungen könnten nötig sein.
Am 1. Oktober wird die elektronische Patientenakte (ePA) für Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser verpflichtend eingeführt. Bereits im Vorfeld haben Ärzte 2,5 Millionen Dokumente in die ePA hochgeladen, was auf eine gute Vorbereitung der Praxen hinweist. Allerdings scheint das Interesse der Patienten derzeit noch gering zu sein. Auch bei den Krankenhäusern, die bereits darauf vorbereitet sind, die ePA zu nutzen, besteht weiterer Verbesserungsbedarf. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet, dass Praxen technisch bereit sind, obwohl es in einigen Bereichen noch Anpassungen geben könnte, um die Akzeptanz und Nutzung durch Patienten zu erhöhen.
Metaanalyse: DOAKs als bessere Option für gebrechliche Senioren mit VHF
DOAKs bieten gebrechlichen Senioren mit Vorhofflimmern Vorteile gegenüber Vitamin-K-Antagonisten, wie eine neue Metaanalyse zeigt.
DOAKs bieten gebrechlichen Senioren mit Vorhofflimmern Vorteile gegenüber Vitamin-K-Antagonisten, wie eine neue Metaanalyse zeigt.
Eine umfangreiche Metaanalyse hat untersuchte, ob es von Vorteil ist, gebrechliche ältere Patienten mit Vorhofflimmern von Vitamin-K-Antagonisten auf direkt wirkende orale Antikoagulanzien (DOAK) umzustellen. Die Ergebnisse dieser Metaanalyse, über die die „Ärzte Zeitung“ berichtet, liefern fundierte Antworten zur besseren Eignung von DOAKs gegenüber Vitamin-K-Antagonisten. Fachkräfte im Gesundheitswesen, insbesondere solche, die sich mit der Behandlung älterer Menschen befassen, könnten von diesen Erkenntnissen profitieren. Die vollständigen Details der Metaanalyse sind auf der Webseite der "Ärzte Zeitung" abrufbar, nachdem sich interessierte Fachleute eingeloggt haben.
SPD weist Pläne zur Abschaffung des Pflegegrads 1 entschieden zurück
SPD lehnt Abschaffung von Pflegegrad 1 ab, warnt vor Leistungskürzungen. Diskussionen um nachhaltige Finanzierung laufen, Ergebnisse im Oktober erwartet.
SPD lehnt Abschaffung von Pflegegrad 1 ab, warnt vor Leistungskürzungen. Diskussionen um nachhaltige Finanzierung laufen, Ergebnisse im Oktober erwartet.
Die SPD hat Überlegungen zur Abschaffung des Pflegegrads 1 entschieden zurückgewiesen. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, betonte auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass man sich gegen Leistungskürzungen in der Pflegeversicherung verwahre. Auch Patientenschützer, Sozialverbände und die Grünen äußerten Bedenken. Laut einem Bericht der „Bild“ gäbe es Überlegungen innerhalb der Koalition, diesen Pflegegrad aufgrund finanzieller Probleme in der Pflegeversicherung zu streichen. Pantazis erklärte, solche Diskussionen seien nicht neu und die SPD habe diesen Vorschlag bereits in Koalitionsverhandlungen zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums verwies auf eine Arbeitsgruppe, die an Vorschlägen für eine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung arbeitet und dabei auch die Pflegegrade betrachtet. Die Ergebnisse sollen im Oktober erwartet werden. Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz warnte vor den schweren Konsequenzen einer Abschaffung für demenziell erkrankte Menschen.
Elektronische Patientenakte: Kaum Nutzung trotz millionenfacher Einrichtung
Trotz massenhafter Einrichtung und geringem Widerspruch nutzen bisher nur wenige Patienten die elektronische Patientenakte aktiv – eine Herausforderung für Krankenkassen.
Trotz massenhafter Einrichtung und geringem Widerspruch nutzen bisher nur wenige Patienten die elektronische Patientenakte aktiv – eine Herausforderung für Krankenkassen.
Seit Jahresbeginn wurden millionenfach elektronische Patientenakten eingerichtet, wobei der Widerspruch der Versicherten überraschend gering ausfiel. Laut einer Umfrage der Ärzte Zeitung kurz vor der am 1. Oktober in Kraft tretenden ePA-Pflicht in Arztpraxen nutzt jedoch nur ein Bruchteil der Patienten die elektronischen Akten eigenständig. Dies stellt Krankenkassen vor die Herausforderung, bis zum Stichtag mehr Versicherte zur aktiven Nutzung der ePA zu bewegen. Diese Entwicklung verdeutlicht laut der Ärzte Zeitung die Dringlichkeit, die Akzeptanz und Nutzung der elektronischen Patientenakte im Gesundheitswesen weiter zu fördern. (Quelle: Ärzte Zeitung)
E-Evidence-Verordnung: Zugriff auf elektronische Patientenakte möglich
Die E-Evidence-Verordnung erlaubt Ermittlern den Zugriff auf elektronische Patientenakten, was tiefgreifende Folgen für das Gesundheitswesen haben könnte.
Die E-Evidence-Verordnung erlaubt Ermittlern den Zugriff auf elektronische Patientenakten, was tiefgreifende Folgen für das Gesundheitswesen haben könnte.
Durch die E-Evidence-Verordnung könnten Ermittlungsbehörden künftig Zugriff auf Daten der elektronischen Patientenakte (ePA) erhalten. Wie die Ärzte Zeitung meldet, verpflichtet diese Verordnung Personen und Unternehmen zur Herausgabe elektronischer Beweismittel in Strafverfahren. Auch Arztpraxen könnten betroffen sein, möglicherweise ohne ihr Wissen. Ein IT-Anwalt erläuterte in der Ärzte Zeitung die potenziellen Auswirkungen dieser Regelung auf das Gesundheitswesen.
E-Evidence: Zugriff auf Patientenakten gefährdet Datenschutz und Vertrauen
Die E-Evidence-Verordnung könnte den Zugriff von Behörden auf Patientenakten ermöglichen, was Datenschutz und das Vertrauen in die ärztliche Schweigepflicht gefährdet.
Die E-Evidence-Verordnung könnte den Zugriff von Behörden auf Patientenakten ermöglichen, was Datenschutz und das Vertrauen in die ärztliche Schweigepflicht gefährdet.
Durch die E-Evidence-Verordnung könnten Ermittlungsbehörden künftig Zugriff auf die Daten der elektronischen Patientenakte erhalten. Die Verordnung verpflichtet Personen und Unternehmen zur Herausgabe elektronischer Beweismittel in Strafverfahren, wodurch auch Arztpraxen betroffen sein könnten, oftmals sogar ohne deren Wissen. Dies birgt potenzielle Risiken und Unsicherheiten für die ärztlichen Einrichtungen, da nicht nur der Datenschutz betroffen ist, sondern auch das Vertrauen der Patienten in die Vertraulichkeit ihrer sensiblen Gesundheitsdaten. Ein IT-Anwalt hat darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen dieser Verordnung weitreichend sein könnten. Quellenbericht: Ärzte Zeitung.
Erstbefüllung der ePA bis Jahresende weiterhin mit elf Euro vergütet
Die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte wird bis Jahresende weiterhin mit rund elf Euro vergütet, so die KBV.
Die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte wird bis Jahresende weiterhin mit rund elf Euro vergütet, so die KBV.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bekräftigt, dass die Erstbefüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) bis Jahresende weiterhin mit rund elf Euro vergütet wird. In diesem Zeitraum soll der Bewertungsausschuss zudem eine Entscheidung über die künftige Vergütung der vertragsärztlichen ePA-Pflege ab 2026 treffen, auch was die Pauschalen für die weitere Befüllung der Akte betrifft. Die Erstbefüllungspauschale wird einmal pro Patient gezahlt und erfolgt extrabudgetär. Laut „Ärzte Zeitung“ können unter festgelegten Bedingungen Abrechnungen gemäß der Gebührenordnungspositionen GOP 01648, 01647 und 01431 erfolgen. Gerüchten zufolge sollte die GOP zur ePA-Erstbefüllung bereits am 1. Oktober auslaufen, allerdings wurde sie bis zum 31. Dezember 2025 terminiert.
Versorgung seltener Erkrankungen: Wunsch nach wohnortnahen Lösungen
Viele Patienten mit seltenen Erkrankungen wünschen sich wohnortnähere Lösungen statt langer Reisen zu spezialisierten Zentren, wie beim Leipziger Kongress thematisiert.
Viele Patienten mit seltenen Erkrankungen wünschen sich wohnortnähere Lösungen statt langer Reisen zu spezialisierten Zentren, wie beim Leipziger Kongress thematisiert.
Bislang erfolgt die Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen vorwiegend an Zentren, die oft an Universitätskliniken angebunden sind. Dr. Urania Kotzaeridou, Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums der Uniklinik Heidelberg, sprach beim Kongress für Kinder- und Jugendmedizin in Leipzig über die Möglichkeit einer besseren wohnortnahen Versorgung. Viele Patienten wünschen sich eine wohnortnähere Versorgung wegen der oft weiten Entfernungen und langen Wartezeiten an den Zentren. Eine Umfrage des Fraunhofer-Instituts ergab, dass 50 Prozent der Betroffenen die aktuelle Versorgungssituation negativ bewerten. Zwei Drittel wünschen sich eine koordinierte, lokale Versorgung. Um dies zu erreichen, sollten laut Kotzaeridou Experten-Sprechstunden und regionale Koordinierungsstellen geschaffen werden. Außerdem sollen Arztbriefe klare Handlungsempfehlungen enthalten, um niedergelassene Ärzte zu unterstützen. Ebenso könnte eine informative Website zu regionalen Angeboten hilfreich sein (Quelle: aerztezeitung.de).
EU lässt zweiten Amyloid-Antikörper für frühe Alzheimer-Therapie zu
Die EU hat mit der Zulassung von Donanemab eine zweite Therapieoption zur frühen Alzheimer-Behandlung bereitgestellt, ergänzend zu Lecanemab.
Die EU hat mit der Zulassung von Donanemab eine zweite Therapieoption zur frühen Alzheimer-Behandlung bereitgestellt, ergänzend zu Lecanemab.
In der Europäischen Union sind nun zwei Amyloid-Antikörper für die Behandlung von Menschen mit früher Alzheimer-Erkrankung und Amyloid-Pathologie zugelassen worden: Lecanemab und Donanemab. Während Lecanemab (Leqembi ®) bereits länger bekannt ist, ergänzt Donanemab die therapeutischen Optionen. Laut Informationen der Ärzte Zeitung müssen sich Patienten im Rahmen der Lecanemab-Therapie vor der dritten Gabe einer MRT-Untersuchung unterziehen. Dies soll die Sicherheit der Behandlung gewährleisten, da mögliche Nebenwirkungen frühzeitig erkannt werden können. Weitere Details zum Einsatz dieser Antikörper, insbesondere bei früher Alzheimer-Erkrankung, sind Gegenstand laufender Untersuchungen und Diskussionen in der medizinischen Fachwelt.
Europäischer Kongress diskutiert Gebrechlichkeit bei Diabetes-Patienten
Experten diskutieren auf dem Europäischen Diabetes-Kongress über Prävention und Therapie von Gebrechlichkeit bei diabeteskranken Patienten.
Experten diskutieren auf dem Europäischen Diabetes-Kongress über Prävention und Therapie von Gebrechlichkeit bei diabeteskranken Patienten.
Diabetes-Patienten sind anfälliger für Gebrechlichkeit, und diese Gebrechlichkeit erhöht wiederum das Risiko für Diabetes. Beim Europäischen Diabetes-Kongress erörterten Experten die Präventions- und Therapiemöglichkeiten von Sarkopenie und Frailty bei diabetischen Patienten. Dies wurde in der "Ärzte Zeitung" berichtet, wobei auf laufende Diskussionen und Forschungsergebnisse in diesem Bereich Bezug genommen wird.
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