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Politik und Gesellschaft
23.11.2025
Alice und Ellen Kessler sterben selbstbestimmt durch assistierten Suizid
Alice und Ellen Kessler, 89, wählen selbstbestimmt den Tod durch assistierten Suizid – ein starkes Zeichen im Diskurs um Autonomie und Sterbehilfe.
Alice und Ellen Kessler, 89, wählen selbstbestimmt den Tod durch assistierten Suizid – ein starkes Zeichen im Diskurs um Autonomie und Sterbehilfe.
Alice und Ellen Kessler sind durch assistierten Suizid aus dem Leben geschieden. In zahlreichen Nachrufen auf die 89-jährigen Künstlerinnen wurde der selbstbestimmte Aspekt ihres Entschlusses betont. Die Frauen hatten mithilfe einer auf Sterbehilfe spezialisierten Organisation den Zeitpunkt ihres Todes eigenverantwortlich gewählt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Die Berichterstattung reflektiert einen Wandel im gesellschaftlichen Umgang mit Sterbehilfe. Die Frage nach der Autonomie befindet sich hierbei im Zentrum der Diskussionen über rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe, wie die F.A.Z. hervorhebt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.11.2025
Versorgungsengpässe in Borken: Altersmedizin auf dem Prüfstand
In Borken fehlt es an grundlegenden Ressourcen für die Altersmedizin, während die politische Debatte um deren Zukunft weiterläuft.
In Borken fehlt es an grundlegenden Ressourcen für die Altersmedizin, während die politische Debatte um deren Zukunft weiterläuft.
Die aktuelle Versorgung älterer Menschen steht in Borken auf dem Prüfstand. Trotz Diskussionen über Hightech-Operationen und moderne Medikamente mangelt es dort an grundlegenden Ressourcen im Gesundheitswesen, so ein Bericht von Frauke Hunfeld für den Spiegel. Hausärztin Laura Dahlhaus kritisiert, dass mit der Betreuung kranker Patienten kein Gewinn erzielt wird. In einem System, das laut Spiegel „kaputt“ ist, kämpft sie darum, den Alltag ihrer Patienten zu unterstützen. Die politische Debatte um die Zukunft der Altersmedizin ist angesichts solcher Erfahrungsberichte wichtiger denn je.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
22.11.2025
BAG-Urteil: Flexiblere Probezeiten bei befristeten Verträgen möglich
BAG-Urteil: Bei befristeten Arbeitsverträgen dürfen Probezeiten kürzer als sechs Monate sein, ohne Kündigungsschutz und Urlaubsanspruch zu verändern.
BAG-Urteil: Bei befristeten Arbeitsverträgen dürfen Probezeiten kürzer als sechs Monate sein, ohne Kündigungsschutz und Urlaubsanspruch zu verändern.
Laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts, über das die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, ist die Länge der Probezeit bei befristeten Arbeitsverträgen nicht zwingend mit der aus unbefristeten Verträgen bekannten Dauer von sechs Monaten gleichzusetzen. Die Probezeit gibt beiden Parteien die Möglichkeit, die Eignung der Zusammenarbeit mit verkürzten Kündigungsfristen zu prüfen, verändert jedoch nicht den bestehenden Kündigungsschutz oder Urlaubsanspruch. Die Entscheidung unterstreicht die Flexibilität, die rechtlich bei der Gestaltung von befristeten Arbeitsverhältnissen besteht. (Quelle: F.A.Z.)
Beitragssteigerung 2026: Krankenkassen-Chef warnt vor 20-Prozent-Marke
Krankenkassenbeiträge könnten 2026 die 20-Prozent-Marke knacken, warnt TK-Chef Baas nach dem Stopp von Gesundheitsministerin Warkens Sparpaket.
Krankenkassenbeiträge könnten 2026 die 20-Prozent-Marke knacken, warnt TK-Chef Baas nach dem Stopp von Gesundheitsministerin Warkens Sparpaket.
Nach dem Stopp des Sparpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken im Bundesrat rechnet der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, mit einer flächendeckenden Erhöhung der Beitragssätze im Jahr 2026. Baas äußerte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag die Drei-Prozent-Marke überschreiten könne. Sollte es zu keinen raschen Reformen kommen, seien in naher Zukunft Gesamtbeiträge von über 20 Prozent möglich. Der Bundesrat hatte das Sparpaket, das bereits im Bundestag beschlossen wurde, in den Vermittlungsausschuss verwiesen, um Ausgabenkürzungen bei den Kliniken zu verhindern. Baas zeigte sich enttäuscht von dieser Entscheidung, da er befürchtet, dass ohne die Sparmaßnahmen der Druck auf die Krankenkassenbeiträge weiter ansteigen wird. Selbst wenn ein Kompromiss im Vermittlungsausschuss erzielt wird, könnte es für eine Berücksichtigung in der Beitragsberechnung für 2026 zu spät sein, berichtete die F.A.Z. (Quelle: dpa)
Unklare Zukunft für Krankenkassenbeiträge: Sparpaket im Vermittlungsausschuss
Die Zukunft der Krankenkassenbeiträge bleibt unklar, da der Bundesrat das Sparpaket des Bundestags an den Vermittlungsausschuss übergab.
Die Zukunft der Krankenkassenbeiträge bleibt unklar, da der Bundesrat das Sparpaket des Bundestags an den Vermittlungsausschuss übergab.
Für Millionen Versicherte bleibt unklar, ob die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr stabil bleiben, nachdem der Bundesrat ein vom Bundestag beschlossenes Sparpaket in den Vermittlungsausschuss verwies. Die Länder lehnten die vorgesehenen Ausgabenbremsen für Kliniken ab, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken implementieren wollte, um Anhebungen der Zusatzbeiträge zu verhindern. Warken kritisierte die Entscheidung als schlechtes Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Vermittlungsausschuss sei erforderlich, um die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung auf ein stabiles Fundament zu stellen, sagte sie laut FAZ. Gesundheitsminister mehrerer Länder äußerten parteiübergreifend Bedenken. Die Krankenkassen sind nun verunsichert, da sie klare Regelungen für die Planung der Zusatzbeiträge benötigen. Kanzler Friedrich Merz hatte bereits in Aussicht gestellt, dass die Beiträge nicht steigen, doch warnten Krankenkassen vor potenziellen Anhebungen aufgrund notwendiger Reserven. Quelle: FAZ.
Urteil: Arzt wegen illegaler Abrechnung praktikunglehr "unwürdig" befunden
Arzt wegen anhaltender Falschabrechnung „unwürdig“ zur Berufsausübung erklärt, urteilt Landesberufsgericht NRW, und betont Integrität im Gesundheitswesen.
Arzt wegen anhaltender Falschabrechnung „unwürdig“ zur Berufsausübung erklärt, urteilt Landesberufsgericht NRW, und betont Integrität im Gesundheitswesen.
Das Landesberufsgericht Nordrhein-Westfalen hat in seinem jüngsten Urteil festgelegt, dass ein Arzt, der auch nach einer ersten Verurteilung weiterhin unerlaubte Abrechnungsmethoden praktiziert, als „unwürdig zur Ausübung des ärztlichen Berufs“ gilt. Dies bekräftigt das Gericht, indem es darauf hinweist, dass die beharrliche Falschabrechnung das Berufsbild eines Arztes schädigt und gegen die in der Berufsausübung erforderliche Integrität verstößt. Die Meldung von aerztezeitung.de unterstreicht die Bedeutung rechtmäßiger Abrechnungspraktiken als wesentliche Grundlage ärztlicher Tätigkeit und deren zentrale Rolle für den Erhalt der Berufswürde im Gesundheitswesen.
Sparpaket für GKV auf Eis: Bundesrat verweist in Vermittlungsausschuss
Das Sparpaket für die GKV wird nach gescheiterten Kompromissversuchen im Bundesrat in den Vermittlungsausschuss verwiesen, verzögert Milliarden-Einsparungen.
Das Sparpaket für die GKV wird nach gescheiterten Kompromissversuchen im Bundesrat in den Vermittlungsausschuss verwiesen, verzögert Milliarden-Einsparungen.
Der Bundesrat hat am Freitag beschlossen, das geplante Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in den Vermittlungsausschuss zu schicken. Die Entscheidung fiel nach einem eskalierenden Konflikt zwischen Ministerin Warken und den Bundesländern. Trotz eines Kompromissangebots von Hessen, Bayern und Thüringen, das eine Beschränkung der Meistbegünstigungsklausel auf 2026 vorschlug, lehnte der Bundesrat ab. Daher wird das Sparpaket, das finanzielle Einsparungen von zwei Milliarden Euro vorsieht, erneut im Vermittlungsausschuss diskutiert. Warken kritisierte diese Entscheidung als nachteilig für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Während Kassenvertreter wie GKV-Chef Oliver Blatt von einem "Trauerspiel" sprachen, argumentierten Vertreter des Krankenhausverbands für ein Entlastungspaket, das die Lasten gerechter verteilen soll (Quelle: aerztezeitung.de).
Früher Grippebeginn: ECDC rät zur schnellen Impfaktion mit mRNA-Impfung
ECDC empfiehlt schnellen Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegen früh beginnende Grippewelle, um Risikogruppen zu schützen.
ECDC empfiehlt schnellen Einsatz von mRNA-Impfstoffen gegen früh beginnende Grippewelle, um Risikogruppen zu schützen.
Die Grippe-Saison auf der Nordhalbkugel beginnt in diesem Jahr ungewöhnlich früh. Verantwortlich dafür ist offenbar eine neue Influenza-Variante, berichtet die Ärzte Zeitung. Die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC rät daher, mit der Grippeimpfung nicht zu warten. Diese Empfehlung kommt angesichts der laufenden Verbreitung der Influenza A(H3N2) Subklade K. Es wird hervorgehoben, dass insbesondere Personen, die zur Risikogruppe gehören, sich zeitnah impfen lassen sollten. Die Impfkampagnen sollen dafür sorgen, dass die saisonalen Grippewellen besser kontrolliert werden können. Eine Neuheit in der Grippeimpfung stellt laut Ärzte Zeitung die Überlegenheit von mRNA-Impfstoffen gegenüber konventionellen Grippeimpfstoffen dar, auch wenn es dabei noch offene Fragen gibt.
Bundesrat fordert besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat hat am Freitag die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern im Gesundheitswesen zu verbessern. Angeregt wurde die Prüfung von Schulungen, besseren Personalschlüsseln und baulichen Anpassungen, um das medizinische Personal vor Übergriffen zu schützen. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi betonte, die Verantwortung für den Schutz könne nicht allein bei den Einrichtungen liegen. Der Schutz der Mitarbeitenden sei eine staatliche und gesellschaftliche Verpflichtung. Philippi wies auf eine Umfrage des Marburger Bundes hin, wonach 90 Prozent der Befragten bereits verbale und 50 Prozent körperliche Gewalt erfahren haben. Die Initiative im Bundesrat zielt darauf ab, Angst und Bedrohung im Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe zu eliminieren.
Alzheimer-Antikörper: Strengere Einsatzvorgaben für Fachärzte beschlossen
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Eisais Alzheimer-Antikörper Lecanemab soll künftig nur noch von Neurologen und Psychiatern eingesetzt werden dürfen, die über Zugang zu MRT-Diagnostik verfügen. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Die Anwendung des Antikörpers, der im Frühstadium der Erkrankung eingesetzt wird, bleibt auf Fachärzte beschränkt, die in der Behandlung von Alzheimer erfahren sind. Lecanemab muss alle zwei Wochen intravenös verabreicht werden. Laut G-BA sind die komplexen Vorgaben der Fachinformation sowie mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen Grund für die Anwendungsbeschränkung. Der Beschluss zur Ergänzung der Arzneimittel-Richtlinie durch diese Vorgaben muss noch vom Bundesgesundheitsministerium abgesegnet werden, um in Kraft zu treten. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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