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Pflegepolitik und Recht
21.11.2025
Bundesrat fordert besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat drängt auf besseren Schutz für Personal im Gesundheitswesen und fordert Maßnahmen gegen Gewalt, betont die staatliche Verpflichtung zur Sicherheit.
Der Bundesrat hat am Freitag die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern im Gesundheitswesen zu verbessern. Angeregt wurde die Prüfung von Schulungen, besseren Personalschlüsseln und baulichen Anpassungen, um das medizinische Personal vor Übergriffen zu schützen. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi betonte, die Verantwortung für den Schutz könne nicht allein bei den Einrichtungen liegen. Der Schutz der Mitarbeitenden sei eine staatliche und gesellschaftliche Verpflichtung. Philippi wies auf eine Umfrage des Marburger Bundes hin, wonach 90 Prozent der Befragten bereits verbale und 50 Prozent körperliche Gewalt erfahren haben. Die Initiative im Bundesrat zielt darauf ab, Angst und Bedrohung im Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe zu eliminieren.
Alzheimer-Antikörper: Strengere Einsatzvorgaben für Fachärzte beschlossen
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Strengere Regeln: Lecanemab nur noch von erfahrenen Neurologen und Psychiatern mit MRT-Zugang nutzbar. Entscheidend sind Fachwissen und Vorsicht.
Eisais Alzheimer-Antikörper Lecanemab soll künftig nur noch von Neurologen und Psychiatern eingesetzt werden dürfen, die über Zugang zu MRT-Diagnostik verfügen. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Die Anwendung des Antikörpers, der im Frühstadium der Erkrankung eingesetzt wird, bleibt auf Fachärzte beschränkt, die in der Behandlung von Alzheimer erfahren sind. Lecanemab muss alle zwei Wochen intravenös verabreicht werden. Laut G-BA sind die komplexen Vorgaben der Fachinformation sowie mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen Grund für die Anwendungsbeschränkung. Der Beschluss zur Ergänzung der Arzneimittel-Richtlinie durch diese Vorgaben muss noch vom Bundesgesundheitsministerium abgesegnet werden, um in Kraft zu treten. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 an
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 in Deutschland an, warnt Ärzte Zeitung. Grippeviren nicht außer Acht lassen, Maßnahmen erwägen.
Influenza-Inzidenz steigt trotz dominierendem SARS-CoV-2 in Deutschland an, warnt Ärzte Zeitung. Grippeviren nicht außer Acht lassen, Maßnahmen erwägen.
Unter den Atemwegserregern ist momentan in Deutschland vor allem SARS-CoV-2 aktiv. Dennoch stieg die 7-Tage-Inzidenz von Influenza in letzter Zeit an, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die Entwicklung dieser Zahlen wird in anschaulichen Grafiken dargestellt. Der Artikel weist darauf hin, dass trotz der Dominanz von SARS-CoV-2 auch andere Atemwegserreger, wie die Grippeviren, nicht außer Acht gelassen werden sollten. Die Verfolgung dieser Daten ist wichtig, um das Infektionsgeschehen im Blick zu behalten und gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Studie: Krank zur Arbeit führt zu langfristiger Erschöpfung und Risiken
Präsentismus erhöht Erschöpfungsrisiko: Studie warnt vor gesundheitlichen Langzeitfolgen und mahnt Unternehmen, Krankheitsauszeiten zu unterstützen.
Präsentismus erhöht Erschöpfungsrisiko: Studie warnt vor gesundheitlichen Langzeitfolgen und mahnt Unternehmen, Krankheitsauszeiten zu unterstützen.
In einer aktuellen Studie wurde deutlich, dass Arbeiten trotz Krankheit, bekannt als "Präsentismus", mit einer stärkeren und länger anhaltenden Erschöpfung einhergeht. Dies ergab die Forschung eines Teams um Dr. Carolin Dietz von der Technischen Universität Chemnitz, gemeinsam mit der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die Studie zeigt, dass Beschäftigte, die krank zur Arbeit gehen, über Wochen ein erhöhtes Erschöpfungsniveau haben. Präsentismus, oft motiviert durch fehlende Vertretungen oder anstehende Termine, birgt langfristige gesundheitliche Risiken bis zur chronischen Müdigkeit. Dr. Oliver Weigelt von der Universität Groningen warnt vor einer Spirale aus Überforderung. Professor Bertolt Meyer von der TU Chemnitz betont die Notwendigkeit, dass Betriebe ihre Mitarbeiter ermutigen, Krankheiten auszukurieren, um Leistungsabfälle und Folgekosten zu minimieren. Die Untersuchung basiert auf einer 16-wöchigen Tagebuchstudie mit 123 Berufstätigen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Katarakt-OP senkt Sturzrisiko und verbessert Lebensqualität erheblich
Katarakt-OPs senken Sturzrisiko und verbessern Lebensqualität drastisch, zeigt eine US-Studie, und bieten somit älteren Menschen Sicherheit bei der Wahl der OP.
Katarakt-OPs senken Sturzrisiko und verbessern Lebensqualität drastisch, zeigt eine US-Studie, und bieten somit älteren Menschen Sicherheit bei der Wahl der OP.
Eine Studie aus den USA liefert wichtige Argumente für ältere Menschen, die unsicher sind, ob sich eine Katarakt-Operation für sie auszahlt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Entfernung des grauen Stars nicht nur die Sehkraft verbessert, sondern auch das Risiko von Stürzen und damit verbundenen schweren Verletzungen deutlich verringert. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund, dass ältere Menschen häufig unter Stürzen leiden, die oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können. Die durchgeführte Studie hebt hervor, dass die Katarakt-Operation weit mehr als nur eine Verbesserung der Lebensqualität im Sinne der visuellen Wahrnehmung darstellt, sondern auch ein präventives Mittel gegen körperliche Traumata ist. Dies könnte potenziellen Zweifelnden, wie in der Quelle aerztezeitung.de berichtet, zusätzliche Sicherheit in der Entscheidungsfindung bieten.
Pflegereform 2017 treibt Anstieg der Pflegebedürftigen auf 5,7 Mio.
Die Pflegereform 2017 verdoppelte die Pflegebedürftigenzahlen in Deutschland laut BARMER-Report auf 5,7 Millionen, statt primär demografische Faktoren.
Die Pflegereform 2017 verdoppelte die Pflegebedürftigenzahlen in Deutschland laut BARMER-Report auf 5,7 Millionen, statt primär demografische Faktoren.
Laut dem neuen Pflegereport der BARMER hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland seit 2015 nahezu verdoppelt und beträgt nun 5,7 Millionen Menschen. Diesem Anstieg liegt jedoch nicht primär die alternde Gesellschaft zugrunde, wie vielfach angenommen. Vielmehr ist die Pflegereform 2017 ein wesentlicher Faktor, so die Krankenkasse. Der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung wuchs von 3,2 Prozent im Jahr 2015 auf 6,2 Prozent im Jahr 2023, aber die demografische Alterung trug laut Studienautor Professor Heinz Rothgang lediglich zu 0,44 Prozentpunkten zu diesem Anstieg bei. Die Pflegereform, insbesondere das Pflegestärkungsgesetz II, erweiterte den Pflegebedürftigkeitsbegriff und berücksichtigte kognitive und psychische Beeinträchtigungen stärker, was zu einem Anstieg der Prävalenz führte. Die Erkenntnisse stellen somit die gängige Annahme infrage, dass rein demografische Faktoren für die stark gestiegene Anzahl Pflegebedürftiger verantwortlich sind.
Heilpilz Reishi: Warnung vor Risiken bei Vorerkrankungen
Vorsicht bei Reishi: Eine nierenkranke Seniorin erlitt schwere Hypoglykämie. Risiken von Heilpilzen bei Vorerkrankungen werden oft unterschätzt.
Vorsicht bei Reishi: Eine nierenkranke Seniorin erlitt schwere Hypoglykämie. Risiken von Heilpilzen bei Vorerkrankungen werden oft unterschätzt.
Eine nierenkranke Seniorin mit Prädiabetes vertraute auf Reishi, einen Heilpilz aus der traditionellen chinesischen Medizin, um ihre Blutzuckerwerte zu senken. Doch die erwartete positive Wirkung blieb aus. Stattdessen erlitt sie eine schwere Hypoglykämie. Offenbar war der sogenannte „Pilz der Unsterblichkeit“ ursächlich für diesen Vorfall. Dies illustriert die Risiken, die mit vermeintlich harmlosen Nahrungsergänzungsmitteln verbunden sein können, besonders bei vorerkrankten Menschen. Quellenangaben zufolge berichtet die „Ärzte Zeitung“ über diese problematische Wechselwirkung zwischen alternativen Heilmethoden und bekannten Vorerkrankungen.
Pfizers mRNA-Impfstoff wirksamer gegen Grippe als herkömmliche Vakzine
Pfizers mRNA-Grippeimpfstoff zeigt in Studien höhere Wirksamkeit als herkömmliche Vakzine, allerdings mit häufigeren Impfreaktionen. Experten sehen großes Potenzial.
Pfizers mRNA-Grippeimpfstoff zeigt in Studien höhere Wirksamkeit als herkömmliche Vakzine, allerdings mit häufigeren Impfreaktionen. Experten sehen großes Potenzial.
mRNA-Impfstoffe bieten offenbar nicht nur Schutz vor COVID-19, sondern auch vor Influenza-Infektionen. In einer Phase-III-Studie erwies sich der Grippe-mRNA-Vakzin des Unternehmens Pfizer als überlegen gegenüber konventionellen Grippe-Impfstoffen. Trotz der besseren Wirksamkeit traten allerdings häufiger Impfreaktionen auf. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von mRNA-Technologie, die auch in der aktuellen Grippesaison eine Rolle spielen könnte. Fachleute und Angehörige von Patienten sollten sich bewusst sein, dass mRNA-Impfstoffe auch außerhalb der COVID-19-Prävention effektiv eingesetzt werden können. (Quelle: Ärztezeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
19.11.2025
LAG Hamm: Krankmeldungen ohne Arztkontakt ungültig - Pflege betroffen
Das LAG Hamm urteilt: Krankmeldungen ohne Arztkontakt sind ungültig. Diese Entscheidung betrifft Pflegekräfte und Führungskräfte in der Personalpraxis.
Das LAG Hamm urteilt: Krankmeldungen ohne Arztkontakt sind ungültig. Diese Entscheidung betrifft Pflegekräfte und Führungskräfte in der Personalpraxis.
Das Landesarbeitsgericht Hamm hat in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass Arbeitgeber Krankmeldungen, die lediglich auf Grundlage eines Fragebogens ohne direkten Arztkontakt ausgestellt wurden, nicht akzeptieren müssen, berichtet die Ärzte Zeitung. Dieses Urteil könnte weitreichende Auswirkungen auf den Umgang mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen in der Praxis haben. Aufgrund der Entscheidung des LAG Hamm können Arbeitgeber nun verstärkt Maßnahmen ergreifen, um die Authentizität von Krankmeldungen zu prüfen und gegebenenfalls anzufechten. Diese Entscheidung könnte dazu beitragen, den Missbrauch von Krankmeldungen einzudämmen und einheitliche Standards für die Ausstellung von Krankschreibungen zu etablieren. Fachkräfte aus der Pflege könnten in ihrer Praxis besonders auf die korrekte Ausstellung und Akzeptanz von Krankmeldungen achten müssen. Ebenso könnte dieses Urteil für Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten und deren Personalmanagement von Bedeutung sein.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
19.11.2025
Umfrage: Interesse an neuem Primärarztmodell und digitaler Diagnose wächst
Umfrage: Ein Drittel offen für neues Primärversorgungssystem, während digitales Diagnosesystem an Zustimmung gewinnt. Was bedeutet das für die Gesundheitsversorgung?
Umfrage: Ein Drittel offen für neues Primärversorgungssystem, während digitales Diagnosesystem an Zustimmung gewinnt. Was bedeutet das für die Gesundheitsversorgung?
Eine aktuelle Umfrage der Siemens Betriebskrankenkasse zeigt, dass ein Drittel der Bevölkerung sich für ein neues Primärversorgungssystem in Deutschland offen zeigt. Politiker der großen Koalition planen, ein Primärarztsystem verbindlich einzuführen, wobei Patienten zuerst den Hausarzt konsultieren sollen, bevor sie zum Facharzt überwiesen werden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Ressourcen zu schonen und unnötige Arztkontakte zu minimieren. Doch Krankenkassen und Pflegeverbände plädieren für ein breiteres Spektrum, unterstützt durch digitale Ersteinschätzungsverfahren und mehr Kompetenzen für nichtärztliche Berufe. Laut einer YouGov-Umfrage befürworten 36 Prozent der Befragten eine digitale Ersteinschätzung, während 33 Prozent dagegen sind. Ein Viertel der Befragten ist jedoch unentschlossen. Interessanterweise erwarten 55 Prozent der Befürworter, schneller Arzttermine für dringende Fälle zu bekommen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken diskutiert derweil über mögliche Anreizsysteme, wie eine Praxisgebühr für direkte Facharztbesuche oder Bonusse für den Erstkontakt mit Hausärzten (Quelle: Ärzte Zeitung).
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