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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.11.2025
Startschuss für umfassende Weiterbildungsoffensive in Deutschland
In Berlin startet mit der Nationalen Weiterbildungskonferenz eine Offensive für lebenslanges Lernen, initiiert von BMAS und BMBFSFJ.
In Berlin startet mit der Nationalen Weiterbildungskonferenz eine Offensive für lebenslanges Lernen, initiiert von BMAS und BMBFSFJ.
Mit der heutigen Nationalen Weiterbildungskonferenz in Berlin setzen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit den Partnern der Nationalen Weiterbildungsstrategie den Auftakt für eine maßgebliche Weiterbildungsoffensive. Ziel dieser Offensive ist es, lebensbegleitendes Lernen fest in der deutschen Arbeits- und Lebenswelt zu verankern. Die eintägige Veranstaltung im Gasometer auf dem EUREF-Campus vereint rund 500 Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Sozialpartnern und der Weiterbildungspraxis. Angestrebt wird eine Weiterbildung, die sowohl transparenter als auch effektiver gestaltet wird. Zeitgleich markiert die Konferenz den Start zur Fortführung der Nationalen Weiterbildungsstrategie, indem das Fortsetzungspapier "Weiterbildung 2030 – Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!" im Mittelpunkt steht. Dies ist ein wesentlicher Schritt zur Förderung der beruflichen Entwicklung sowie zur Stärkung der Wirtschaft und Demokratie. Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Neue BAG-Entscheidung: Überstundenzulagen auch für Teilzeitkräfte in Pflege
Das BAG-Urteil stärkt Teilzeitkräfte: Überstundenzulagen jetzt auch ohne volle Arbeitszeit. Ein wichtiger Schritt für MFA und Klinikärzte in Teilzeit.
Das BAG-Urteil stärkt Teilzeitkräfte: Überstundenzulagen jetzt auch ohne volle Arbeitszeit. Ein wichtiger Schritt für MFA und Klinikärzte in Teilzeit.
Das Bundesarbeitsgericht hat in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass Teilzeitkräfte für den Erhalt von Überstundenzuschlägen nicht mehr die Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten überschreiten müssen. Diese Entscheidung bezieht sich insbesondere auf medizinische Fachangestellte (MFA) und Klinikärzte, die in Teilzeit beschäftigt sind, und wird voraussichtlich zu einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen führen. Die genaue Begründung und die Auswirkungen des Urteils auf den Arbeitsalltag dieser Berufsgruppen sind in einem weiteren Beitrag, der nach Anmeldung auf aerztezeitung.de zugänglich ist, ausführlich dargestellt.
Studie: Monotherapie mit DOAK bei KHK und Vorhofflimmern vorteilhaft
Eine aktuelle Studie zeigt: Für KHK- und Vorhofflimmern-Patienten ist eine DOAK-Monotherapie vorteilhafter als eine kombinierte Therapie.
Eine aktuelle Studie zeigt: Für KHK- und Vorhofflimmern-Patienten ist eine DOAK-Monotherapie vorteilhafter als eine kombinierte Therapie.
Für Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK), die an Vorhofflimmern leiden und bei denen eine Stent-Implantation bereits seit längerer Zeit zurückliegt, zeigt eine aktuelle Studie, dass eine antithrombotische Monotherapie mit einem direkten oralen Antikoagulans (DOAK) einer kombinierten Therapie aus DOAK und Plättchenhemmer überlegen ist. Die neuen Studiendaten, präsentiert von aerztezeitung.de, legen nahe, dass der Verzicht auf Plättchenhemmer in solchen Fällen vorteilhafter sein könnte, um das Risiko unerwünschter Ereignisse zu reduzieren. Diese Erkenntnisse könnten die bisherige Praxis der dualen Therapieüberprüfung in der Behandlung von KHK-Patienten mit Vorhofflimmern grundlegend verändern.
Verzögerung beim Pflegekompetenz-Upgrade sorgt für Unmut in der Branche
Der Stopp des Pflegekompetenz-Upgrades im Vermittlungsausschuss sorgt für Unmut bei Pflegeexperten und gefährdet die dringend erwartete Reform.
Der Stopp des Pflegekompetenz-Upgrades im Vermittlungsausschuss sorgt für Unmut bei Pflegeexperten und gefährdet die dringend erwartete Reform.
Kurz vor dem Inkrafttreten des Pflegekompetenz-Upgrades ist das Gesetzesvorhaben im Vermittlungsausschuss gelandet. Besonders pflegefachliche Vertreterinnen wie Sandra Postel, die Präsidentin der Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen, zeigen sich entrüstet über diese Verzögerung. Das Pflegebefugnisgesetz, auf das die Branche sehnlich wartete, bleibt damit vorerst unangetastet. Pflegekräfte reagieren mit großem Unmut auf diese Entwicklung. Ähnlich äußerten sich auch weitere Branchenvertreter zur Thematik gegenüber der „Ärzte Zeitung“. Die Ursache für die erneute Verzögerung bleibt offen, jedoch stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies auf die geplante Umsetzung des Pflegekompetenz-Upgrades haben wird.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.11.2025
Pflegemindestlohn steigt bis 2027 um 5,2% - Kritik von beiden Seiten
Mindestlöhne in der Altenpflege steigen bis 2027 um 5,2%. Kritik von Arbeitgebern und Gewerkschaft an dem einstimmigen Beschluss der Pflegekommission.
Mindestlöhne in der Altenpflege steigen bis 2027 um 5,2%. Kritik von Arbeitgebern und Gewerkschaft an dem einstimmigen Beschluss der Pflegekommission.
Die Pflegekommission hat einstimmig beschlossen, die Mindestlöhne in der Altenpflege bis 2027 in zwei Schritten um insgesamt 5,2 Prozent zu erhöhen. Für Pflegehilfskräfte steigt der Mindestlohn auf 16,95 Euro pro Stunde, für qualifizierte Pflegehilfskräfte auf 18,26 Euro und für Pflegefachkräfte auf 21,58 Euro. Diese Anpassungen sollen im Juli 2026 und Juli 2027 wirksam werden. Der Mindestlohn gilt für etwa 1,3 Millionen Beschäftigte in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Kritik an der Entscheidung kommt sowohl von den Arbeitgebern als auch von der Gewerkschaft Verdi. Während die Gewerkschaft bemängelt, dass die Steigerung sich nicht an den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes orientiert, sieht der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste die längere Laufzeit eher positiv und als Planungssicherheit für die Pflegeunternehmen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken weist darauf hin, dass viele Beschäftigte bereits über die Mindestlöhne hinausgehende Gehälter erhalten.
Pflegemindestlöhne steigen bis 2027: Mehr Gehalt und Urlaub beschlossen
Pflegemindestlöhne steigen bis 2027 in zwei Stufen: Einheitliche Gehaltsanpassung bundesweit und mehr Urlaub für Beschäftigte in der Altenpflege beschlossen.
Pflegemindestlöhne steigen bis 2027 in zwei Stufen: Einheitliche Gehaltsanpassung bundesweit und mehr Urlaub für Beschäftigte in der Altenpflege beschlossen.
Am 19. November 2025 hat die Pflegekommission einstimmig einer Erhöhung der Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege zugestimmt. Bis zum 1. Juli 2027 sollen diese Löhne in zwei Schritten angehoben werden. Demnach sollen Pflegehilfskräfte künftig 16,95 Euro, qualifizierte Pflegehilfskräfte 18,26 Euro und Pflegefachkräfte 21,58 Euro pro Stunde verdienen. Diese Entscheidung gilt bundesweit einheitlich und beinhaltet zudem zusätzlichen bezahlten Urlaub, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mitteilte. Die Vereinbarung sieht eine Laufzeit bis zum 30. September 2028 vor. Der Pflegemindestlohn stellt den einzigen individuell einklagbaren Rechtsanspruch der Beschäftigten dar. Die Pflegekommission, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch vertreten sind, wird ihre Empfehlungen zur gesetzlichen Mindestentlohnung weitergeben, um diese per Verordnung festsetzen zu lassen.
InEK veröffentlicht historischen Pflegeerlös-Katalog mit 69 Hybrid-DRGs
InEK veröffentlicht 2026 erstmals Pflegeerlös-Katalog mit 69 Hybrid-DRGs, die einen historischen Einschnitt für deutsche Kliniken darstellen.
InEK veröffentlicht 2026 erstmals Pflegeerlös-Katalog mit 69 Hybrid-DRGs, die einen historischen Einschnitt für deutsche Kliniken darstellen.
Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat den neuen Fallpauschalen- und Pflegeerlös-Katalog für 2026 veröffentlicht. Dieser beinhaltet erstmals Hybrid-DRGs, die einen historischen Einschnitt darstellen. Der Katalog dient als verbindliche Abrechnungsgrundlage für über 17 Millionen stationäre Fälle in deutschen Kliniken. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Ausweitung auf insgesamt 69 Hybrid-DRGs, die Kliniken und Arztpraxen ab 2026 abrechnen können. Diese berücksichtigen sowohl diagnostische als auch therapeutische Interventionen, darunter Eingriffe an den Herzkranzgefäßen und chirurgische Operationen mittels minimalinvasiver Methoden. Mit diesem Schritt wird die sektorengleiche Vergütung erweitert, was eine tiefgreifende Veränderung im Vergleich zur Pflegekostenausgliederung seit 2020 darstellt. Zur zusätzlichen Transparenz bietet das InEK eine detaillierte Version des Katalogs an, die Vorhaltefinanzierungselemente umfasst, welche ab 2028 aktiv werden. (Quelle: aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.11.2025
KKH: Anstieg der Fehltage durch Rücken- und psychische Beschwerden
Rückenschmerzen und psychische Beschwerden verursachen 2024 bei KKH-Versicherten mehr Fehltage, Arbeitsplatzbelastungen verstärken diesen Trend.
Rückenschmerzen und psychische Beschwerden verursachen 2024 bei KKH-Versicherten mehr Fehltage, Arbeitsplatzbelastungen verstärken diesen Trend.
Rückenschmerzen, Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen sowie depressive Episoden waren bei den Versicherten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) die häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehltage im Jahr 2024, abgesehen von Erkältungskrankheiten. Laut KKH betrugen die Fehltage infolge von Rückenschmerzen 142 pro 100 Versicherte, was einem Anstieg von 20 Prozent seit 2019 entspricht. Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen führten zu 112 Fehltagen pro 100 Berufstätige, was eine Zunahme von fast 50 Prozent im Fünfjahresvergleich ausmacht. Zudem verzeichneten depressive Episoden 104 Krankheitstage pro 100 Versicherte, eine Steigerung von fast 17 Prozent im gleichen Zeitraum. Die KKH hebt hervor, dass die Belastungen am Arbeitsplatz zunehmend als Ursache dieser gesundheitlichen Beeinträchtigungen erkannt werden (Quelle: Ärzte Zeitung).
Chronische Schmerzen erhöhen Bluthochdruckrisiko, Studie aus Glasgow zeigt
Studie zeigt: Chronische Schmerzen steigern das Risiko für Bluthochdruck. Bedeutung für Schmerztherapie und Aufklärung von Angehörigen hervorgehoben.
Studie zeigt: Chronische Schmerzen steigern das Risiko für Bluthochdruck. Bedeutung für Schmerztherapie und Aufklärung von Angehörigen hervorgehoben.
Forschende aus Glasgow haben herausgefunden, dass Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck haben. Diese Erkenntnisse unterstreichen, wie wichtig ein angemessenes Schmerzmanagement und die Früherkennung von Bluthochdruck sind. Laut den Forschenden könnten die Schmerzen, teilweise vermittelt durch Depressionen, zur Entwicklung einer Hypertonie beitragen. Die Ergebnisse dieser Studie aus Glasgow sind relevant für Klinikpersonal, das Schmerztherapien durchführt, sowie für Angehörige von Betroffenen, die über Risikofaktoren für Bluthochdruck bei chronischen Schmerzpatienten informiert sein sollten. Die Quelle dieser Informationen ist "Ärzte Zeitung".
Dapagliflozin zeigt vielversprechende Ergebnisse bei CKD-Behandlung
Dapagliflozin reduziert Risiken bei CKD: Neue Studien bestätigen effektive Behandlungsergebnisse unabhängig von Alter und Gebrechlichkeit der Patienten.
Dapagliflozin reduziert Risiken bei CKD: Neue Studien bestätigen effektive Behandlungsergebnisse unabhängig von Alter und Gebrechlichkeit der Patienten.
Die Behandlung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) mit dem Medikament Dapagliflozin zeigt vielversprechende Ergebnisse in Bezug auf die Reduzierung von Risiken für Nieren- und kardiovaskuläre Ereignisse sowie bei der Sterblichkeit aus renaler oder kardiovaskulärer Ursache. Wie die Ärztezeitung berichtet, bestätigen Post-hoc-Analysen der DAPA-CKD-Studie die Wirksamkeit von Dapagliflozin unabhängig von Alter, Geschlecht und Grad der Gebrechlichkeit der Patienten. Dieses breite Spektrum an Wirksamkeit bietet eine bedeutende Chance für die Behandlung von CKD-Patienten.
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