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Pflegepolitik und Recht
28.11.2025
Koalitionsverhandlungen ohne Durchbruch bei GKV-Sparpaket
Koalitionsspitzen vertagen GKV-Sparpaket: Erneut keine Einigung bei der Finanzierung, Beitragserhöhungen drohen. Vermittlungsausschuss soll vermitteln.
Koalitionsspitzen vertagen GKV-Sparpaket: Erneut keine Einigung bei der Finanzierung, Beitragserhöhungen drohen. Vermittlungsausschuss soll vermitteln.
Nach einer Nachtsitzung der Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD bleibt die Zukunft des festgefahrenen GKV-Sparpakets ungeklärt. Die Verhandlungen in der Nacht zu Freitag führten zu keinem Beschluss über die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wie die Ärzte Zeitung berichtet. Vertreter der Krankenkassen zeigten sich erneut enttäuscht über die ausbleibenden Entscheidungen, die zur Stabilisierung der GKV nötig sind. Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, äußerte Bedenken, dass die Versicherten nun mit steigenden Beitragssätzen rechnen müssen. Ulrike Elsner vom Verband der Ersatzkassen betonte die Dringlichkeit, die ursprünglich geplanten Einsparungen von zwei Milliarden Euro umzusetzen, um Beitragssteigerungen abzufedern. AOK-Chefin Dr. Carola Reimann forderte eine gerechtere Lastenverteilung und mahnte, dass das politische Versprechen stabiler Beiträge in Gefahr sei. Der Streit um das Sparpaket wurde an den Vermittlungsausschuss weitergeleitet, was auch geplante Regelungen zur Pflege blockiert.
DMP Depression: Aktualisierte Regelungen ab 2026 erwartet
Ab 2026 übernehmen in Ausnahmefällen auch Psychotherapeuten die Koordination im DMP Depression. Neue Regeln vereinfachen Dokumentation und definieren Ziele.
Ab 2026 übernehmen in Ausnahmefällen auch Psychotherapeuten die Koordination im DMP Depression. Neue Regeln vereinfachen Dokumentation und definieren Ziele.
Das Disease-Management-Programm (DMP) Depression, das im Jahr 2019 beschlossen wurde, wird aktualisiert. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte, treten die neuen Bestimmungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 in Kraft, vorbehaltlich der Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium. Neu ist, dass in Ausnahmefällen nun auch psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die Koordination übernehmen können, insbesondere wenn diese vor der Einschreibung bereits die Patienten betreuten oder eine solche Betreuung aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Die Anforderungen an Patientenschulungen können umgangen werden, bis das Bundesamt für Soziale Sicherung geeignete Schulungsprogramme freigibt, die dann innerhalb von zwei Jahren anzubieten sind. Die Anpassungen passen auch Empfehlungen zur Psychotherapie und medikamentösen Therapie an aktuelle Leitlinien an, was insbesondere die Dokumentation vereinfacht und Qualitätsziele klarer definiert. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.11.2025
Gesundheitsetat 2026: Fokus auf Prävention und Frauengesundheit
Der Gesundheitsetat 2026 setzt Schwerpunkte auf Prävention, Frauengesundheit und die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
Der Gesundheitsetat 2026 setzt Schwerpunkte auf Prävention, Frauengesundheit und die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat angekündigt, dass der Haushalt 2026 auf eine stärkere gesundheitliche Prävention und die Verbesserung der Frauengesundheit setzt. Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) soll nachhaltig stabilisiert werden. Trotz der angespannten Haushaltslage des Bundes sei es gelungen, höhere Beiträge zur Pflegeversicherung abzuwenden und die finanziellen Belastungen der GKV abzufedern. Insgesamt 21,8 Milliarden Euro sind für den Gesundheitsetat eingeplant. Er beinhaltet unter anderem Darlehen zur Finanzierung der SPV und GKV sowie 190 Millionen Euro für ein Cybersicherheitsprogramm im Gesundheitswesen. Zusätzlich sollen 27 Millionen Euro in die Gesundheitskompetenz und Suizidprävention sowie 18 Millionen Euro in die Drogen- und Suchtprävention fließen. Bis 2029 werden zwölf Millionen Euro für Projekte zur Förderung der Frauengesundheit bereitgestellt. Warken betont, dass der Haushalt auch ein klares Signal an die Frauen im Land ist, ihre gesundheitlichen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Die Informationen stammen direkt aus einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums.
GKV-Versicherte vor Einschnitten: Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026
Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026: GKV-Versicherte müssen sich auf Einschnitte einstellen, warnt CDU/CSU-Politikerin Nina Warken.
Bundestag beschließt Gesundheitsbudget 2026: GKV-Versicherte müssen sich auf Einschnitte einstellen, warnt CDU/CSU-Politikerin Nina Warken.
Der Bundestag hat den Etat des Bundesgesundheitsministeriums für 2026 verabschiedet, und Nina Warken, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU im Gesundheitsausschuss des Bundestages, hat die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf bevorstehende „Einschnitte“ im Gesundheitswesen eingestimmt. In der Debatte wurden von Koalitionspolitikern vor allem Selbstbeschwörungen betont. Warken appellierte an die Bürger, sich auf Veränderungen einzustellen, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu stabilisieren. Diese Nachricht geht auf einen Bericht der aerztezeitung.de zurück, die über die Haushaltsdebatte im Bundestag berichtet. Warken betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung zur Bewältigung der Herausforderungen im Gesundheitswesen.
Effektivere Grippeimpfstoffe für über 65-Jährige empfohlen
Älteren über 65 wird der Grippeschutz durch adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe verbessert, wie eine nordische Studie belegt.
Älteren über 65 wird der Grippeschutz durch adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe verbessert, wie eine nordische Studie belegt.
Adjuvantierte und hochdosierte Impfstoffe bieten älteren Erwachsenen einen besseren Schutz gegen Influenza als die herkömmlichen quadrivalenten Standarddosis-Impfstoffe. Laut einer umfangreichen nordischen Kohortenstudie verbessern diese Impfstoffe die Ergebnisse hinsichtlich Infektionen, Hospitalisierung und Todesfälle moderat. Besonders für Menschen ab 65 Jahren sind diese Impfstoffe effektiver, da sie eine höhere Immunantwort hervorrufen. Diese Erkenntnisse unterstützen den Einsatz spezialisierter Impfstoffe für ältere Bevölkerungsgruppen, um deren Schutz in der Grippe-Saison zu verbessern. Die Quelle dieser Informationen ist die 'Ärzte Zeitung', die über die Studie berichtet.
Veraltetes Pflegebild: Kritik an Politik der häuslichen Versorgung
Die Kritik an der Politik der häuslichen Versorgung wächst: Weniger als die Hälfte der Deutschen will Angehörige selbst pflegen, so eine INSA-Umfrage.
Die Kritik an der Politik der häuslichen Versorgung wächst: Weniger als die Hälfte der Deutschen will Angehörige selbst pflegen, so eine INSA-Umfrage.
Laut einer aktuellen Umfrage des INSA-Instituts für den Arbeitgeberverband Pflege will nicht einmal die Hälfte der Bundesbürger pflegebedürftige Angehörige selbst versorgen. Der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, Thomas Greiner, äußert Kritik an der Politik, die auf informelle Pflege setzt. Greiner hebt hervor, dass die Vorstellung einer "Hausfrauen-Pflege" ein veraltetes Modell aus den 1950er-Jahren sei und es nicht der heutigen Wirklichkeit entspreche, in der Frauen für Pflege und Haushalt verantwortlich sind, während Männer arbeiten. Eine solche Politik, die Frauen zur häuslichen Pflege drängt, bedroht den Arbeitsmarkt mit dem Verlust qualifizierter Arbeitskräfte. Familienministerin Karin Prien betonte jedoch die Notwendigkeit der Unterstützung pflegender Angehöriger angesichts der demografischen Veränderungen. Greiner warnt, dass eine einseitige Förderung häuslicher Pflege zu Widersprüchen führe. In Deutschland werden derzeit etwa 5,7 Millionen Menschen als pflegebedürftig gezählt.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.11.2025
Bund investiert 500 Mio. Euro in Kampf gegen Long-COVID und ME/CFS
Bund investiert 500 Mio. Euro in Long-COVID-Forschung zur besseren Versorgung von 1,5 Mio. Betroffenen und schließt Wissenlücken im Kampf gegen postinfektiöse Erkrankungen.
Bund investiert 500 Mio. Euro in Long-COVID-Forschung zur besseren Versorgung von 1,5 Mio. Betroffenen und schließt Wissenlücken im Kampf gegen postinfektiöse Erkrankungen.
Offiziell ist die Corona-Pandemie seit Mai 2023 Geschichte, doch das Virus bleibt weiterhin präsent. Das Robert Koch-Institut warnt, dass die Aktivität respiratorischer Erkrankungen nach wie vor von Rhinoviren und SARS-CoV-2 dominiert wird. Vor diesem Hintergrund investieren Deutschlands Forschungs- und Gesundheitsministerium Millionen in die Erforschung von Long-COVID und ME/CFS. Laut der Ärzte Zeitung engagieren sich Forschungsministerin Dorothee Bär und Gesundheitsministerin Nina Warken in einer „Allianz gegen postinfektiöse Erkrankungen“. Ziel ist es, die Versorgung der rund 1,5 Millionen Betroffenen zu verbessern und bestehende Wissenslücken zu schließen. Dabei sollen 500 Millionen Euro vom Forschungsministerium und weitere Mittel vom Gesundheitsministerium sowie dem Innovationsfonds bereitgestellt werden. Zudem fordert der Gemeinsame Bundesausschuss eine Integration der Thematik in die Ärzteausbildung und hebt die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor.
Erstattung von Wundauflagen: Gesetz scheitert im Bundesrat
Die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen scheitert im Bundesrat, droht ab Dezember eine Versorgungslücke, während regionale Lösungen gesucht werden.
Die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen scheitert im Bundesrat, droht ab Dezember eine Versorgungslücke, während regionale Lösungen gesucht werden.
Die bruchlose Verlängerung der Übergangsfrist zur Erstattung therapeutischer Wundauflagen ist gescheitert. Am Freitag überwies der Bundesrat das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege an den Vermittlungsausschuss, womit die Verlängerung der Erstattungsfähigkeit therapeutischer Wundauflagen auf Eis liegt. So werden diese Produkte, außer einem, ab Anfang Dezember für fast drei Wochen nicht mehr erstattungsfähig sein, berichtet die Ärzte Zeitung. Eine vergleichbare Situation gab es bereits im Vorjahr. Streitpunkt zwischen Bund und Ländern ist auch die Klinikfinanzierung. Eine rückwirkende Lösung könnte jedoch über regionale Kulanzvereinbarungen erreicht werden, so das Blatt weiter. Der Ausgang der Gespräche könnte Anfang Dezember erwartet werden.
Studie: Gesichtsausdruck beeinflusst Wahrnehmung von Schmerz stärker
Gesichtsausdrücke beeinflussen Schmerzbewertung stärker als Worte, zeigt eine Gießener Studie. Frauen mit schmerzverzerrtem Gesicht wird eher geglaubt.
Gesichtsausdrücke beeinflussen Schmerzbewertung stärker als Worte, zeigt eine Gießener Studie. Frauen mit schmerzverzerrtem Gesicht wird eher geglaubt.
Gießener Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Frauen, die ihr Gesicht vor Schmerz verziehen, eher Glauben finden, tatsächlich an starken Schmerzen zu leiden. Dies kann jedoch auch dazu führen, dass sie als weniger sympathisch wahrgenommen werden. Die Psychologen der Universität Gießen ließen 106 Probanden Videoclips von Frauen sehen, die Schmerzen verspürten. Den Teilnehmern wurde mitgeteilt, es handele sich um Patienten einer Schmerzklinik, und ihre Aufgabe war es, die Schmerzintensität zu bewerten. Wurde im Studienszenario suggeriert, dass Durch Schmerzen Vorteile erlangt werden könnten, wie etwa der Zugang zu einer teuren Behandlung, wurde dem Gesichtsausdruck mehr Bedeutung beigemessen als der verbalen Schilderung. Die Forscher betonen, dass das Personal im Gesundheitswesen für solche Effekte sensibilisiert werden sollte. Dies zeigt, dass im Zweifelsfall einer gequälten Miene mehr Glauben geschenkt wird als mündlichen Schmerzschilderungen. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Alte TI-Konnektoren: Austausch bis Ende 2025 zwingend erforderlich
Alte RSA-Konnektoren in Arztpraxen müssen bis Ende 2025 ausgetauscht werden, um den TI-Anschluss und die digitale Vernetzung weiterhin zu gewährleisten.
Alte RSA-Konnektoren in Arztpraxen müssen bis Ende 2025 ausgetauscht werden, um den TI-Anschluss und die digitale Vernetzung weiterhin zu gewährleisten.
In der jüngsten Entwicklung rund um die Telematikinfrastruktur in Arztpraxen wird darauf hingewiesen, dass alte RSA-only-Konnektoren bis Ende 2025 ausgetauscht werden müssen. Der Verlust des TI-Anschlusses, sollte der Austausch nicht stattfinden, könnte gravierende Folgen für die betroffenen Praxen haben. Diese klare Fristsetzung sorgt dafür, dass Praxen, die noch alte Konnektoren betreiben, zum Handeln gezwungen werden, um den fortlaufenden Aktenzugriff und die digitale Vernetzung sicherzustellen. Dieser Schritt ist entscheidend, um den kontinuierlichen Zugang zur Telematikinfrastruktur zu gewährleisten. Die Ärzte Zeitung liefert diese wichtige Information, die für alle Gesundheitsberufe von erheblichem Interesse ist.
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