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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.01.2025
Gesundheitssektor muss klimafester werden, fordern Fachleute der WSG
Fachleute der WSG drängen auf eine klimafeste Umgestaltung des Gesundheitssektors, um künftigen Klimaherausforderungen besser zu begegnen.
Fachleute der WSG drängen auf eine klimafeste Umgestaltung des Gesundheitssektors, um künftigen Klimaherausforderungen besser zu begegnen.
Fachleute der Walter-Siegenthaler-Gesellschaft (WSG) fordern, angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel den Gesundheitssektor dringend umzugestalten. Ein von der WSG vorgestellter Sechs-Punkte-Plan umfasst Maßnahmen zur Anpassung von Gesundheitseinrichtungen, wie das Einführen hitzeresilienter Gebäude und die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Michael Hallek, Präsident der WSG, hebt hervor, dass das Gesundheitssystem nicht nur von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, sondern auch zu diesem beiträgt. „Das Gesundheitswesen verursacht mehr Treibhausgasemissionen als der Luftverkehr in Deutschland“, so Christoph Straub von der Barmer. Im Fokus steht auch die verstärkte Einbindung von Klimaschutzthemen in die Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Die Förderung von transformativer Forschung soll praxisnahe Lösungen für den Klimaschutz und die Anpassung an klimatische Veränderungen fördern. Die Quelle dieser Informationen ist das Deutsche Ärzteblatt.
PKV warnt vor steigenden Sozialbeiträgen und ineffizienten Reformen
PKV warnt: Steigende Sozialbeiträge ohne Effizienzgewinne gefährden Gesundheitssystem. Reformen nötig, um Qualität zu sichern und jüngere Generationen zu entlasten.
PKV warnt: Steigende Sozialbeiträge ohne Effizienzgewinne gefährden Gesundheitssystem. Reformen nötig, um Qualität zu sichern und jüngere Generationen zu entlasten.
Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) warnt vor steigenden Beitragssätzen in den Sozialversicherungen. Verbandsdirektor Florian Reuther betont, dass es keine Leistungserweiterungen mehr in der Kranken- und Pflegeversicherung geben dürfe. Das Problem des Gesundheitswesens liege nicht in finanziellen Aspekten, sondern in Effizienz und Qualität. Insbesondere durch die Krankenhausreform, die Fehlanreize setze, werde Krankenhäusern Geld ohne erbrachte Leistungen gezahlt. Reuther hebt hervor, dass die Finanzierung über die Krankenkassen systemwidrig sei, da sich so die Länder aus der Krankenhausfinanzierung zurückziehen. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel könnte eine finanzielle Entlastung darstellen. Laut aerzteblatt.de sei mehr Eigenvorsorge und Kapitaldeckung notwendig, um langfristig die Versorgung der Babyboomer sicherzustellen, ohne jüngere Generationen zu belasten.
Sachsen-Anhalt plant digitales Portal zur Pflegeplatzsuche
Sachsen-Anhalt entwickelt ein digitales Portal zur leichteren Suche von Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten. 52.000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.
Sachsen-Anhalt entwickelt ein digitales Portal zur leichteren Suche von Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten. 52.000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.
In Sachsen-Anhalt wird ein digitales Portal entwickelt, um die Suche nach Langzeit- oder Kurzzeitpflegeplätzen zu erleichtern. Dies wurde von der CDU-Abgeordneten Anja Schneider bekannt gegeben. Die Gesundheitsministerin des Landes, Petra Grimm-Benne, betonte die Herausforderungen bei der Suche nach Pflegeplätzen nach Krankenhausaufenthalten oder unerwarteten Erkrankungen, denen solche digitalen Plattformen abhelfen sollen. Das Kompetenzzentrum Pflege digital der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg übernimmt Aufbau und Betreuung des Portals. Sachsen-Anhalt plant im Haushalt 2025/26 52.000 Euro für das Projekt ein. Die Barmer-Krankenkasse lobte die Initiative als Erleichterung für Pflegebedürftige und Angehörige, da bisher oft zahlreiche Anbieter telefonisch kontaktiert werden mussten, um freie Kapazitäten zu ermitteln. Ob alle Pflegeeinrichtungen zur Teilnahme verpflichtet werden, bleibt allerdings noch unklar. Die Landesregierung überprüft derzeit die Umsetzbarkeit einer solchen Pflicht (Quelle: aerzteblatt.de).
Neue S3-Leitlinien verbessern Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen
Neue S3-Leitlinien verbessern die Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen und fördern evidenzbasierte Ansätze, berichtet der Gemeinsame Bundesausschuss.
Neue S3-Leitlinien verbessern die Behandlung von Gaumenspalten und Nierenerkrankungen und fördern evidenzbasierte Ansätze, berichtet der Gemeinsame Bundesausschuss.
Zwei wichtige Leitlinien-Projekte, gefördert vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), wurden erfolgreich abgeschlossen. Eine neu entwickelte S3-Leitlinie bietet nun Ärztinnen und Ärzten fundierte Empfehlungen für die Behandlung von Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Zudem wurde die bestehende S3-Leitlinie für nicht-dialysepflichtige chronische Nierenerkrankungen weiterentwickelt, um die Versorgung zu verbessern. Diese Leitlinien, die bald über die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften veröffentlicht werden sollen, zielen darauf ab, systematische und evidenzbasierte Behandlungsansätze zu fördern. Außerdem wurden im Rahmen des Projekts BARGRU-II neue Erkenntnisse zur ambulanten Gruppenpsychotherapie gewonnen, die möglicherweise zu einer Anpassung der Psychotherapie-Richtlinie führen könnten. Diese Ergebnisse werden an relevante Gremien wie den G-BA und den GKV-Spitzenverband weitergeleitet, um Barrieren in der Versorgung zu adressieren. Dies berichtet der G-BA auf seiner Webseite.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
24.01.2025
Gesundheitspersonal: Wachstum verlangsamt sich trotz Anstieg
Trotz steigender Anstellung verlangsamt sich das Wachstum im Gesundheitswesen, mit nur 0,5% mehr Beschäftigten bis Ende 2023, so das Statistische Bundesamt.
Trotz steigender Anstellung verlangsamt sich das Wachstum im Gesundheitswesen, mit nur 0,5% mehr Beschäftigten bis Ende 2023, so das Statistische Bundesamt.
Der Zuwachs des Gesundheitspersonals in Deutschland hat sich verlangsamt, obwohl immer mehr Menschen in Gesundheitsberufen tätig sind. Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, dass zum Ende des Jahres 2023 rund 6,1 Millionen Menschen im Gesundheitswesen arbeiteten, was einem Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zwischen 2019 und 2023 betrug der Anstieg 5,3 Prozent. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie (2015-2019) war das Wachstum mit 6,9 Prozent höher. Besonders bemerkbar macht sich die Veränderung bei der vollen Arbeitszeitäquivalente (Vollzeitstellen), die um 4,4 Prozent im Zeitraum 2019-2023 stieg, im Vergleich zu 6,3 Prozent zwischen 2015 und 2019. In ambulanten Einrichtungen wie Arzt- oder Zahnarztpraxen stieg die Beschäftigung um 4,3 Prozent. Aerzteblatt.de berichtete, dass in stationären Einrichtungen ein Anstieg von 5,9 Prozent zu verzeichnen war, während der Zuwachs in der Pharmazeutischen Industrie deutlicher ausfiel.
Zulassung von Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut
Die Zulassung der ersten Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut, da ein Mitgliedstaat Bedenken äußerte und eine detaillierte Sitzung erforderlich wurde.
Die Zulassung der ersten Alzheimer-Therapie in der EU verzögert sich erneut, da ein Mitgliedstaat Bedenken äußerte und eine detaillierte Sitzung erforderlich wurde.
Brüssel – Die Entscheidung über die Zulassung für die erste Alzheimer-Therapie in der Europäischen Union verzögert sich, wie die EU-Kommission heute mitteilte. Ein Mitgliedstaat hat Fragen zur Bewertung des Ausschusses für Humanarzneimittel der EMA sowie zum Entwurf der Kommissionsentscheidung aufgeworfen. Deshalb wurde das schriftliche Verfahren beendet und eine Sitzung zu dem Vorhaben organisiert. Die Europäische Arzneimittelagentur hatte im November grünes Licht für die Therapie gegeben, doch die Entscheidung muss noch von der Europäischen Kommission und den EU-Staaten bestätigt werden. Die EMA empfahl die Zulassung des Antikörpers Lecanemab zur Behandlung von leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit. Dieser Antikörper soll das Fortschreiten der Krankheit bremsen. Lecanemab ist in den USA bereits als Leqembi zugelassen und entfernt das Proteinfragment beta-Amyloid aus dem Gehirn, welches am Beginn von pathologischen Veränderungen im Gehirn steht. (Quelle: aerzteblatt.de)
Krankenkassen bereiten Verfassungsklage gegen Transformationsfonds vor
Krankenkassen planen Verfassungsklage gegen Transformationsfonds: Finanzierung durch Gesundheitsfonds sorgt für verfassungsmäßige Bedenken und politische Debatten.
Krankenkassen planen Verfassungsklage gegen Transformationsfonds: Finanzierung durch Gesundheitsfonds sorgt für verfassungsmäßige Bedenken und politische Debatten.
Die Krankenkassen und ihre Verbände bereiten sich auf eine Verfassungsklage gegen die Finanzierung des Transformationsfonds durch den Gesundheitsfonds vor. In Diskussionen mit Sozialgerichtsbarkeit-Richtern werden Gutachten erstellt, die eine Verfassungswidrigkeit nahelegen. Der Transformationsfonds, der jährlich fünf Milliarden Euro kosten soll, wird zur Hälfte aus den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen finanziert, was auf Kritik stößt. Franz Knieps vom BKK-Dachverband sieht in der eingeplanten Finanzierung einen „Formenmissbrauch“ der Regierung. Der GKV-Spitzenverband prüft eine Klage, während andere Stimmen eine Änderung der Finanzierung nach der Bundestagswahl fordern. Laut Gutachten müsste der Fonds durch Steuermittel finanziert werden statt durch Sozialversicherungsbeiträge, da diese zweckgebunden sind. Der Bundesrechnungshof zweifelt ebenfalls an der Rechtmäßigkeit der GKV-Finanzierung. Ein weiteres Gutachten kritisiert die Einbeziehung der privaten Krankenversicherer. (Quelle: aerzteblatt.de)
Experten beantworten Fragen zu Impfnachholungen für Gürtelrose und Pneumokokken
Experten klären auf: Wann sind Nachimpfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken nötig? Antworten bei der "Hotline Impfen".
Experten klären auf: Wann sind Nachimpfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken nötig? Antworten bei der "Hotline Impfen".
Bei der „Hotline Impfen“, einem Service von aerztezeitung.de, werden diesmal Fragen zu den Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken beantwortet. Dabei geht es insbesondere um die Notwendigkeit einer Auffrischung dieser Impfungen. Experten klären auf, unter welchen Umständen eine Nachimpfung erforderlich ist und welcher Zeitpunkt dafür angemessen ist. Dieser Service ermöglicht es Fachleuten, evidenzbasiert und fachkundig auf praktische Anliegen aus der Medizin einzugehen, indem sie fundierte Antworten zu Impfverfahren und deren Handhabung im klinischen Alltag liefern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.01.2025
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxismanagement nicht
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxen nicht. Prognosen zeigen, dass auch bei starker Auslastung ein Wechsel hin zu mehr ambulanten Leistungen machbar ist.
Zi-Studie: Ambulantisierung überfordert Praxen nicht. Prognosen zeigen, dass auch bei starker Auslastung ein Wechsel hin zu mehr ambulanten Leistungen machbar ist.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ist zu der Einschätzung gelangt, dass eine konsequente Ambulantisierung das Praxismanagement nicht überfordern würde, selbst bei stark frequentierten Fachgruppen. Diese Aussage basiert auf Prognosen des Zi, die nahelegen, dass Praxen notfalls fähig sind, Aufgaben zu übernehmen, die traditionell stationär erbracht werden. Die Thematik wird derzeit im Zuge der geplanten Krankenhausreform intensiv diskutiert. Dies berichtet die Ärzte Zeitung am 23. Januar 2025, und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Umstrukturierung der Versorgungssektoren im Gesundheitswesen. Diese Entwicklung kann insbesondere für Fachkräfte aus der Pflege und Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten von Interesse sein, wenn sich die Versorgungsstruktur weiter in Richtung ambulanter Leistungen verschiebt.
Prähabilitation vor OP: Verbesserung postoperativer Ergebnisse bestätigt
Prähabilitation vor OP verbessert nachweislich postoperative Ergebnisse und könnte künftig fester Bestandteil klinischer Richtlinien werden.
Prähabilitation vor OP verbessert nachweislich postoperative Ergebnisse und könnte künftig fester Bestandteil klinischer Richtlinien werden.
Prähabilitative Maßnahmen vor einer Operation können das postoperative Ergebnis signifikant verbessern, wie aus einer aktuellen Metaanalyse hervorgeht, die auf aerztezeitung.de veröffentlicht wurde. Solche präoperativen Interventionen, die etwa eine Steigerung der körperlichen Aktivität oder eine Verbesserung der Ernährungsweise umfassen, haben das Potenzial, sowohl die Komplikationsraten als auch die Aufenthaltsdauer in Kliniken zu verringern. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung eines strukturierten Vorbereitungsprogramms für Patienten, die sich einer chirurgischen Behandlung unterziehen, und könnten zukünftig vermehrt in klinische Richtlinien integriert werden.
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