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Medizin, Gesundheit und Prävention
29.01.2025
Studie: Klimawandel könnte bis 2099 über 2,3 Mio. Hitzetote in Europa verursachen
Studie warnt: Klimawandel könnte bis 2099 über 2,3 Mio. Hitzetote in Europa verursachen. Dringender Handlungsbedarf gegen Temperaturanstieg.
Studie warnt: Klimawandel könnte bis 2099 über 2,3 Mio. Hitzetote in Europa verursachen. Dringender Handlungsbedarf gegen Temperaturanstieg.
Bis zum Jahr 2099 könnten die Auswirkungen des Klimawandels in 854 europäischen Städten zu über 2,3 Millionen zusätzlichen temperaturbedingten Todesfällen führen. Diese Erkenntnisse stammen aus einer umfassenden Modellstudie, die von Wissenschaftlern unter der Leitung des Environment & Health Modelling Lab an der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) durchgeführt wurde. Die Studie, veröffentlicht in Nature Medicine, befasst sich mit den langfristigen Folgen von Temperaturveränderungen als Folge des Klimawandels, wobei der mögliche Anstieg der Hitzetoten im Vergleich zum Rückgang der Kältetoten überwiegen könnte. Die Forschungsergebnisse verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu ergreifen, um die zukünftige Gesundheit der Bevölkerung in Europa zu schützen. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)
Neue S1-Leitlinie zum Geriatrischen Assessment Stufe 2 veröffentlicht.
Neue S1-Leitlinie gibt medizinischem Personal klare Anweisungen für das Geriatrische Assessment Stufe 2, um die Lebensqualität älterer Patienten zu steigern.
Neue S1-Leitlinie gibt medizinischem Personal klare Anweisungen für das Geriatrische Assessment Stufe 2, um die Lebensqualität älterer Patienten zu steigern.
Empfehlungen zur Durchführung des Geriatrischen Assessments der Stufe 2 sind nun für medizinisches Personal veröffentlicht worden. Diese Leitlinie zielt darauf ab, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern, indem sie klare Anweisungen zur genauen Durchführung des Stufe-2-Assessments bereitstellt. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung verschiedener Tests, um den Gesundheitszustand älterer Patienten besser zu erfassen. Die neue S1-Leitlinie ist eine wichtige Orientierungshilfe für Fachkräfte, die in der Betreuung geriatrischer Patienten tätig sind und trägt zur besseren Versorgung im Alter bei. Quellenangaben stammen von der Ärztezeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2025
Lauterbach lobt Reformmaßnahmen zur Rettung insolvenzbedrohter Kliniken
Gesundheitsminister Lauterbach lobt Klinikreform: Neuer Ausschuss soll insolvenzbedrohten Krankenhäusern durch innovative Maßnahmen helfen.
Gesundheitsminister Lauterbach lobt Klinikreform: Neuer Ausschuss soll insolvenzbedrohten Krankenhäusern durch innovative Maßnahmen helfen.
Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat im Rahmen der Klinikreform Insolvenz bedrohte Krankenhäuser getröstet, indem er den nahenden Start von Leistungsgruppen-Ausschuss, Grouper und Transformationsfonds als Fortschritt lobte. Laut ihm seien diese Reformmaßnahmen entscheidend, um den strauchelnden Einrichtungen wieder auf die Beine zu helfen. Die Informationen stammen von der Ärzte Zeitung.
Laumann fordert Rückzahlungen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung
Laumann fordert Rückzahlungen für Pandemieausgaben, um Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu vermeiden und deren Finanzlage zu stabilisieren.
Laumann fordert Rückzahlungen für Pandemieausgaben, um Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung zu vermeiden und deren Finanzlage zu stabilisieren.
Vor dem Hintergrund der Finanzprobleme der Pflegeversicherung plädiert Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann für die Erstattung vergangener Pandemieausgaben. Wie im Ärzteblatt betont, stehen der Pflegeversicherung 5,6 Milliarden Euro zu, die während der Coronapandemie zwar von staatlicher Seite den Krankenhäusern gezahlt wurden, aber nicht der Pflegeversicherung. Diese habe die Kosten selbst getragen. Laumann argumentiert, dass mit diesen Mitteln eine Beitragserhöhung vermeidbar wäre. Ein Gutachten für die DAK-Gesundheit bestätigt die Forderung nach Rückzahlungen, um die Finanzen der sozialen Pflegeversicherung zu stabilisieren. Laumanns Forderung unterstreicht das kritische Finanzumfeld und den strukturellen Reformbedarf der Pflegeversicherung, ein Thema, das auch im künftigen Gesundheitsministerium Priorität haben sollte. Zudem verwies Laumann auf die Dringlichkeit neuer Strukturen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im demografischen Wandel.
Landkreistag fordert mehr Einfluss und Reformen in Pflege und Versorgung
Der Landkreistag fordert von der neuen Bundesregierung mehr Einfluss bei Pflege- und Versorgungsreformen, um ländliche Gebiete besser abzudecken und Notfallversorgung zu verbessern.
Der Landkreistag fordert von der neuen Bundesregierung mehr Einfluss bei Pflege- und Versorgungsreformen, um ländliche Gebiete besser abzudecken und Notfallversorgung zu verbessern.
Der Deutsche Landkreistag fordert von der nächsten Bundesregierung mehr Mitsprache in der medizinischen Versorgung und Pflege. Die ambulante Versorgung wird als unzureichend kritisiert, und es werden effektive Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten gefordert. Zudem soll den Landkreisen eine aktive Rolle in der sektorenübergreifenden Versorgungsplanung eingeräumt werden. Besonders die Reform der Notfallversorgung soll die Krankenhäuser entlasten und eine zuverlässige Erreichbarkeit des Bereitschaftsdienstes gewährleisten. Das vorgelegte Papier kritisiert das bestehende Krankenhausversorgungsverbesserungs-Gesetz als "ineffektiven Zentralismus" und verlangt Anpassungen an die finanziellen und strukturellen Erfordernisse. Darüber hinaus setzt sich der Landkreistag für grundlegende Reformen in der Altenpflege ein, um die steigenden Kosten abzufedern. Die Pflegefinanzierung soll neu geordnet werden, sodass Pflegebedürftige nur einen festen Sockelbetrag zahlen, während die übrigen Kosten von den Pflegekassen getragen werden. (Quelle: aerztezeitung.de)
Steinmeier und Lauterbach drängen auf zügige Coronapolitik-Aufarbeitung
Steinmeier und Lauterbach fordern rasche Aufarbeitung der Corona-Politik, um Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen und Fehler kritisch zu analysieren.
Steinmeier und Lauterbach fordern rasche Aufarbeitung der Corona-Politik, um Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen und Fehler kritisch zu analysieren.
Innerhalb der Parteien existieren unterschiedliche Ansichten, wie die Politik den Umgang mit der Coronakrise aufarbeiten sollte. Zum Wochenende wurden Stimmen laut, die auf zügiges Handeln drängen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte in einem Interview mit dem Stern, dass die Aufarbeitung die Chance biete, Menschen zurückzugewinnen, die ihr Vertrauen in die Demokratie verloren haben. In der aktuellen Wahlperiode blieb eine umfassende Aufarbeitung der Maßnahmen wie Maskenpflicht und Schulschließungen aus. Steinmeier betonte die Notwendigkeit, nach den Neuwahlen schnell eine Einigung über das "Wie" der Aufarbeitung zu erzielen. Die CDU erklärte ihre Bereitschaft zur Aufarbeitung auf Bundesebene. Steinmeier warnte vor den Gefahren des Verdrängens, was Verdachtsmomente schürt, mit denen Populisten arbeiten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete es als Fehler, dass keine gründliche Analyse der Coronamaßnahmen stattgefunden hat und sieht einen dringenden Bedarf, dies nachzuholen.
Pflegekräfte besser auf Krisen vorbereiten: Experten fordern Maßnahmen
Experten fordern bessere Krisenvorbereitung für Pflegekräfte, betonen die sicherheitskritische Rolle und verlangen staatliche Maßnahmen und finanzielle Unterstützung.
Experten fordern bessere Krisenvorbereitung für Pflegekräfte, betonen die sicherheitskritische Rolle und verlangen staatliche Maßnahmen und finanzielle Unterstützung.
Bei einem Panel des Berliner Pflegekongresses forderte Susanne Scheck, ehemalige Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Württemberg, eine bessere Vorbereitung der Pflegekräfte auf Krisen und Katastrophen. Sie betonte, dass Pflege eine sicherheitskritische Profession sei, die in Krisenzeiten für die Grundversorgung der Bevölkerung handlungsfähig bleiben müsse. Während in den USA Pflegekräfte im Katastrophenfall eingebunden sind, fehlt eine solche Regelung in Deutschland. Dr. Frauke Hartung von der DRK-Schwesternschaft Bonn berichtete von den Erfahrungen aus den Katastropheneinsätzen im Ahrtal und an der Erft, wo Pflegekräfte in unzureichenden Bedingungen arbeiteten. Als Reaktion wurde ein Kompetenzzentrum für Pflege im Katastrophenschutz eingerichtet. Heike Baehrens, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, forderte eine stärkere Einbeziehung der Pflege in Entscheidungsprozesse und eine generelle Besserstellung der Pflegeberufe. Oliver Hommel vom Klinikum Stuttgart hob die Notwendigkeit finanzieller Mittel für Krankenhäuser hervor, um Personal im Katastrophenfall einzusetzen (Quelle: aerztezeitung.de).
Trotz sinkender Patientenzahl explodieren die Heilmittelkosten in Deutschland: Ein Anstieg von 112% in zehn Jahren belastet Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Trotz sinkender Patientenzahl explodieren die Heilmittelkosten in Deutschland: Ein Anstieg von 112% in zehn Jahren belastet Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Laut einem Bericht von "Der Spiegel" haben die Ausgaben für Heilmittel in Deutschland in den letzten zehn Jahren einen dramatischen Anstieg erfahren. Die Gesamtkosten für Heilmittel wie Physiotherapie und Ergotherapie sind bundesweit um 112,8 Prozent gestiegen, berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK. Insbesondere in Hessen stiegen die Kosten für Heilmitteltherapien zwischen 2014 und 2023 um 89,7 Prozent. Dabei ist sowohl die Zahl der Verordnungen als auch die Anzahl der Patienten zurückgegangen. "Die Preise für Behandlungen sind stark gestiegen", so die AOK. Die deutlichste Preissteigerung ist im Bereich der podologischen Verordnungen zu verzeichnen. Trotz der gestiegenen Kostensituation profitieren die Therapeuten nicht in gleichem Maße, erklärte Marcus Troidl vom VDB-Physiotherapieverband gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Inflations- und Mietsteigerungen sowie höhere Heiz- und Spritkosten belasten die Praxisbetreiber zusätzlich.
Langzeitfolgen von COVID-19: Kaum Erholung nach zwei Jahren, Studie zeigt
Eine Studie zeigt: Über zwei Drittel der Post-COVID-Patienten erholen sich nach zwei Jahren kaum und bleiben körperlich wie kognitiv eingeschränkt.
Eine Studie zeigt: Über zwei Drittel der Post-COVID-Patienten erholen sich nach zwei Jahren kaum und bleiben körperlich wie kognitiv eingeschränkt.
Mehr als zwei Drittel der Menschen mit Post-COVID-19-Syndrom zeigen auch im zweiten Jahr nach der Erkrankung kaum Erholung und bleiben sowohl körperlich als auch kognitiv eingeschränkt, obwohl Laboruntersuchungen keine pathologischen Befunde aufweisen. Dies ergab eine Studie der Universitätskliniken Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen, publiziert in PLOS Medicine. Die Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, denen Betroffene gegenüberstehen, während weiterhin keine spezifische Behandlungsoption in Aussicht steht. Quellenangabe: Deutsches Ärzteblatt.
Pflegeberufe fordern stärkeren politischen Rückhalt und Grundgesetzänderung
Pflegeberufe fordern im Zuge zunehmender politischer Marginalisierung eine Grundgesetzänderung für ein Recht auf gute Pflege und stärkeren politischen Rückhalt.
Pflegeberufe fordern im Zuge zunehmender politischer Marginalisierung eine Grundgesetzänderung für ein Recht auf gute Pflege und stärkeren politischen Rückhalt.
Auf dem Kongress Pflege von Springer Nature in Berlin warnten führende Vertreter der Pflegeberufe vor einer zunehmenden Marginalisierung ihres Berufsstandes in der Politik. Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, forderte die Aufnahme des Grundrechts auf gute Pflege in das Grundgesetz und zeigte sich enttäuscht über den politischen Stellenwert ihres Berufs. Trotz zugesagtem Erscheinen musste Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von seiner Staatssekretärin Sabine Dittmar vertreten werden, deren Sympathiebekundungen für den Pflegeberuf auf gemischte Reaktionen stießen. Insbesondere der Vorschlag, die Pflegeausbildung auch ohne Schulabschluss zu ermöglichen, sorgte für heftige Unzufriedenheit unter den Teilnehmern. Vogler betonte, dass derartige Maßnahmen das falsche Bild von Pflege vermitteln würden. Auch Thomas Meißner von der Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege kritisierte die fortdauernde Bezeichnung der Pflege als 'nichtärztlicher Beruf' als Degradierung. Aerztezeitung.de berichtete über die enttäuschte Reaktion der Pflegenden auf die mangelnde politische Unterstützung.
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