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Medizin, Gesundheit und Prävention
10.02.2025
Neue Alzheimer-Diagnosekriterien: Biomarker und Symptome gleichwertig
Neue Alzheimer-Diagnose: Biomarker und Symptome zählen künftig gleich, um den Krankheitsverlauf individueller und sicherer zu bestimmen.
Neue Alzheimer-Diagnose: Biomarker und Symptome zählen künftig gleich, um den Krankheitsverlauf individueller und sicherer zu bestimmen.
Eine internationale Arbeitsgruppe schlägt neue Diagnosekriterien für Alzheimer vor. Während die aktuellen NIA-AA-Kriterien eine Diagnose allein basierend auf Biomarkern ermöglichen, möchten die Experten den klinischen Verlauf stärker berücksichtigen. Diese Anpassung könnte die Diagnosesicherheit von Morbus Alzheimer verbessern und individuelle Krankheitsverläufe besser einordnen. Die Neudefinition als klinisch-biologisches Konstrukt zielt darauf ab, sowohl Laborwerte als auch klinische Symptome gleichwertig in die Diagnose einzubeziehen. Diese Änderung könnte weitreichende Auswirkungen auf die klinische Praxis haben. Die Informationen stammen von der "Ärzte Zeitung".
Grippewelle übertrifft Vorjahre: RKI und Experten raten zu Impfungen
Grippewelle stärker als je zuvor: RKI empfiehlt Impfungen. Millionen leiden, Schutzmaßnahmen bleiben entscheidend. Impfungen weiterhin wichtig, besonders für Risikogruppen.
Grippewelle stärker als je zuvor: RKI empfiehlt Impfungen. Millionen leiden, Schutzmaßnahmen bleiben entscheidend. Impfungen weiterhin wichtig, besonders für Risikogruppen.
Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden derzeit an Atemwegsinfekten, überwiegend verursacht durch Grippeviren, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Diese Grippewelle begann am 30. Dezember, und die Anzahl der Erkrankten in der aktuellen Infektsaison übertrifft die der vergangenen Jahre deutlich. Auch Sars-CoV-2 verbreitet weiterhin Infektionen, wenn auch in geringerem Umfang. Schutzmaßnahmen wie das Tragen von FFP2-Masken und Hygieneregeln bleiben wichtig, um Ansteckungen zu vermeiden. Die Ständige Impfkommission rät zu Grippeimpfungen besonders für Risikogruppen, einschließlich Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen. Der Virologe Bodo Plachter von der Universität Mainz betont, dass eine Grippeimpfung auch im Februar noch sinnvoll sei, da die Viren oft bis in den März hinein kursieren. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und Schlaf kann das Immunsystem zusätzlich stärken. (Quelle: DER SPIEGEL)
Digitale Heimvisiten: Effizienzschub durch Vernetzung im Pflegeheim
Digitale Visiten steigern Effizienz in Pflegeheimen durch Vernetzung, entlasten Praxen und optimieren den Austausch mit minimalem Ressourcenaufwand.
Digitale Visiten steigern Effizienz in Pflegeheimen durch Vernetzung, entlasten Praxen und optimieren den Austausch mit minimalem Ressourcenaufwand.
Eine Hausärztin zeigt, wie digitale Heimvisiten effizienter gestaltet werden können. Durch die digitale Vernetzung mit Pflegeheimen kann der Austausch mit minimaler Ausstattung erfolgen. Dies setzt voraus, dass Praxis und Heimleitung an einem Strang ziehen. Beispielhaft wird aufgezeigt, wie Kurznachrichten den ständigen Kommunikationsbedarf reduzieren können, anstatt die Praxis mit Dauerklingeln zu belasten. Diese Entwicklung wird von der Quelle, "Ärzte Zeitung", vorgestellt, und verdeutlicht, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen durch technologische Unterstützung aussehen kann.
Frühe Marker für Demenz: Kardiometabolische Faktoren im Fokus
Kardiometabolische Marker wie BMI und Cholesterin könnten laut Studie frühe Anzeichen für Demenz sein – wichtige Erkenntnisse zur Prävention und Risikoerkennung.
Kardiometabolische Marker wie BMI und Cholesterin könnten laut Studie frühe Anzeichen für Demenz sein – wichtige Erkenntnisse zur Prävention und Risikoerkennung.
Laut einer aktuellen Fall-Kontroll-Studie, veröffentlicht in der "Ärzte Zeitung", könnten bestimmte kardiometabolische Verläufe frühe Marker für eine Demenz sein. Besonders wichtig sind dabei Faktoren wie der Body-Mass-Index (BMI), der Taillenumfang sowie Cholesterin- und Trigylzeridwerte. Bereits Jahre vor der tatsächlichen Diagnose einer Demenz zeigen sich Veränderungen im Lipidprofil der betroffenen Patienten. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Risiko-Patienten frühzeitig zu identifizieren und gezielte Präventionsmaßnahmen einzuleiten. Die Studie beleuchtet damit einen weiteren Aspekt der komplexen Wechselwirkungen bei der Entstehung von Demenzerkrankungen. Ein solches Wissen ist potenziell wegweisend für die langfristige Forschung und Prävention in dem Bereich.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.02.2025
ADA fordert tiefgreifende Reform der Gesundheitsversorgung für mehr Effizienz
Der ADA fordert eine Reform der Gesundheitsversorgung, um durch vernetzte Strukturen und Digitalisierung Effizienz und Effektivität zu steigern.
Der ADA fordert eine Reform der Gesundheitsversorgung, um durch vernetzte Strukturen und Digitalisierung Effizienz und Effektivität zu steigern.
Angesichts der steigenden Kosten und des Ressourcenmangels sieht der Bundesverband der Arzt-, Praxis- und Gesundheitsnetze (ADA) eine tiefgreifende Reform der Gesundheitsversorgung als unumgänglich an. Laut ADA sollten künftige Maßnahmen die Effektivität und Effizienz der Versorgung fokussieren. Strategische Priorität hat die Förderung vernetzter ambulanter Strukturen. ADA weist auf mögliche Effizienzgewinne hin und fordert unter anderem eine angepasste Vergütungsstruktur, um komplexe Behandlungen interprofessionell abzubilden. Weitere Forderungen umfassen eine sektorübergreifende regionale Bedarfsplanung sowie mehr Flexibilität für regionale Akteure. Zudem betont der Verband, dass sinnvolle Digitalisierung und Bürokratieabbau zur Steigerung der Effektivität beitragen können. Die Quelle dieser Informationen ist aerzteblatt.de.
Fluktuierende Cholesterinwerte erhöhen Demenzrisiko im Alter
Schwankende Cholesterinwerte können laut einer Studie aus Australien und den USA das Demenzrisiko im Alter erhöhen, unabhängig vom Cholesterinspiegel.
Schwankende Cholesterinwerte können laut einer Studie aus Australien und den USA das Demenzrisiko im Alter erhöhen, unabhängig vom Cholesterinspiegel.
Ältere Menschen, deren Cholesterinwerte sich im Laufe der Zeit verändern, entwickeln offenbar häufiger eine Demenz als Gleichaltrige mit stabilen Werten – und das unabhängig von der Höhe des Cholesterinspiegels. Dies zeigt eine im Fachmagazin "Neurology" publizierte Studie aus Australien und den USA. Erstautor Zhen Zhou von der Monash University in Melbourne geht davon aus, dass solche fluktuierenden Werte als möglicher Indikator für ein erhöhtes Demenzrisiko betrachtet werden können. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von regelmäßigen Cholesterinuntersuchungen im Alter. Solche Erkenntnisse sind insbesondere für Fachkräfte in der Altenpflege und Medizin von Interesse, da sie sowohl in der Präventiv- als auch in der Langzeitversorgung von Senioren richtungsweisend sein können. (Quelle: aerzteblatt.de)
Technische Probleme bei IBM ePA erschweren Zugriff für Ärzte
Technische Probleme bei IBMs ePA erschweren Ärzten den Zugriff, da Schnittstellen zu Praxisverwaltungssystemen weiterhin fehlerhaft sind.
Technische Probleme bei IBMs ePA erschweren Ärzten den Zugriff, da Schnittstellen zu Praxisverwaltungssystemen weiterhin fehlerhaft sind.
Bei der Nutzung der elektronischen Patientenakten des Anbieters IBM bestehen nach wie vor technische Probleme, wie der AOK-Bundesverband berichtete. Obwohl die Akten aktiviert sind, gibt es Schwierigkeiten an den Schnittstellen zwischen Praxisverwaltungssystemen und der ePA-Umgebung. Das Deutsche Ärzteblatt erfuhr, dass in den Testregionen nur wenige Patient:innen mit voll funktionsfähigen Akten in die Praxen kommen, auf die Ärzte zugreifen können. Die geringe Nutzung der Akten wird auf technische Verzögerungen bei IBM zurückgeführt. Im Gegensatz dazu konnten Ärzt:innen bereits auf Akten anderer Anbieter erfolgreich zugreifen. Die AOK Bayern erklärte, dass bis Ende Januar der Zugriff durch die elektronische Gesundheitskarte deaktiviert war. Die benötigte Aktivierung wurde inzwischen durchgeführt, jedoch analysiert der AOK-Bundesverband weiterhin auftretende Schnittstellenfehler. Ein Software-Update sei bereits erfolgt, berichtete ein Sprecher, jedoch seien noch Anpassungen nötig.
Gewalt gegen Ärzte: Hausarzt in Spenge von Patient schwer verletzt
Ein Hausarzt in Spenge wurde von einem Patienten schwer verletzt. Der Vorfall beleuchtet die wachsende Gewalt gegen medizinisches Personal.
Ein Hausarzt in Spenge wurde von einem Patienten schwer verletzt. Der Vorfall beleuchtet die wachsende Gewalt gegen medizinisches Personal.
Im ostwestfälischen Spenge wurde ein Hausarzt in seiner Praxis von einem unzufriedenen Patienten krankenhausreif geprügelt. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband äußerten sich entsetzt über den Vorfall. Diese Gewalttat wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Bedrohungen, denen medizinisches Personal im Arbeitsalltag ausgesetzt ist. Auch der Marburger Bund weist in seinen aktuellen Umfrageergebnissen darauf hin, dass Gewalt zunehmend zum Alltag von Ärzten gehört. Die Ärzte Zeitung berichtet zudem von einem laufenden Pilotprojekt, bei dem digitale Hilfsmittelverordnungen durch sieben Krankenkassen getestet werden, was einen Schritt in Richtung digitaler Transformation im Gesundheitswesen darstellt.
SGLT-2-Hemmer: Schutz vor Herz-Ereignissen bei Senioren verbessert
SGLT-2-Inhibitoren schützen Senioren effektiver vor Herz-Ereignissen, während ihre blutzuckersenkende Wirkung im Alter abnimmt, so eine JAMA-Studie.
SGLT-2-Inhibitoren schützen Senioren effektiver vor Herz-Ereignissen, während ihre blutzuckersenkende Wirkung im Alter abnimmt, so eine JAMA-Studie.
SGLT-2-Inhibitoren könnten bei älteren Patienten besser vor Herz-Kreislauf-Ereignissen schützen, obwohl ihre blutzuckersenkende Wirkung im Alter abnimmt. Eine Netzwerk-Metaanalyse im "Journal of the American Medical Association" (JAMA 2025; DOI: 10.1001/jama.2024.27402) zeigt, dass GLP-1-Agonisten bei jüngeren Menschen eine stärkere protektive Wirkung entfalten, während sie bei älteren Patienten effektiver den HbA1c-Wert senken. Die Wirkung von DPP-4-Hemmern variiert ebenfalls nach Geschlecht. Diese Ergebnisse könnten neue Perspektiven auf die Behandlung von Typ-2-Diabetes bei älteren Patienten eröffnen. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
07.02.2025
Neues System zur Impfpriorisierung bei Pandemien an der Penn Uni entwickelt
Neues Impfsystem: Penn University entwickelt ein Modell zur Priorisierung bei Pandemien, um Impfstoffe effektiv bei knappen Ressourcen zu verteilen.
Neues Impfsystem: Penn University entwickelt ein Modell zur Priorisierung bei Pandemien, um Impfstoffe effektiv bei knappen Ressourcen zu verteilen.
Ingenieurwissenschaftler und Mediziner der Penn University in Philadelphia haben ein mathematisches System entwickelt, das Gesundheitsbehörden bei Impfungen in Pandemiezeiten unterstützen soll. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Das Modell soll insbesondere bei der Planung helfen, wenn es darum geht, bei knappen Ressourcen und einem hohen Risiko Prioritäten für Impfungen in Gemeinden mit Menschen unterschiedlicher Risikostufen zu setzen. Anhand der Erfahrungen mit COVID-19 liefert das entwickelte System nützliche Anhaltspunkte für eine effektive Impfstoffverteilung.
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