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Medizin, Gesundheit und Prävention
07.02.2025
Verzögerter REM-Schlaf: Früher Hinweis auf Alzheimer-Risiko?
Verzögerter REM-Schlaf könnte ein früher Hinweis auf ein erhöhtes Alzheimer-Risiko sein, wie eine aktuelle Studie in „Alzheimer’s and Dementia“ nahelegt.
Verzögerter REM-Schlaf könnte ein früher Hinweis auf ein erhöhtes Alzheimer-Risiko sein, wie eine aktuelle Studie in „Alzheimer’s and Dementia“ nahelegt.
Menschen, bei denen es signifikant länger dauert, bis sie nach dem Einschlafen die REM-Phase des Schlafs erreichen, zeigen damit möglicherweise einen frühen Hinweis auf die Entstehung einer Alzheimererkrankung. Darauf deutet eine Studie in „Alzheimer’s and Dementia“ hin, wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet. Der REM-Schlaf folgt auf drei Phasen des Non-REM-Schlafs, die progressiv tiefer werden, und dauert insgesamt etwa 90 Minuten. Vor allem bei älteren Personen könnte ein verzögerter Eintritt in die REM-Phase auf beginnende kognitive Beeinträchtigungen hinweisen. Die Studie eröffnet neue Perspektiven in der Früherkennung von Alzheimer und unterstreicht die Bedeutung des Schlafverhaltens als möglichen prädiktiven Biomarker für neurodegenerative Erkrankungen.
Prähabilitation: Forscher untersuchen effektive Strategien vor OPs
Forscher prüfen, welche Prähabilitationsstrategien Patienten am effektivsten vor OPs stärken, um Komplikationen zu reduzieren.
Forscher prüfen, welche Prähabilitationsstrategien Patienten am effektivsten vor OPs stärken, um Komplikationen zu reduzieren.
Mit Maßnahmen der Prähabilitation sollen Patienten aktiv auf eine Operation vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem körperliches Training, Ernährungsinterventionen, psychologische Unterstützung und kognitives Training. Diese integrativen Ansätze zielen darauf ab, postoperative Komplikationen zu reduzieren. Forschende um Daniel I McIsaac von der Universität Ottawa untersuchen, welche dieser Strategien am wirksamsten sind. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt.
Expertin fordert "Sportrezepte" zur Gesundheitsförderung von Senioren
Sportmedizinerin fordert "Sportrezepte" für Senioren, um Bewegung in medizinischen Behandlungsplänen zu verankern und präventiv gegen Krankheiten vorzugehen.
Sportmedizinerin fordert "Sportrezepte" für Senioren, um Bewegung in medizinischen Behandlungsplänen zu verankern und präventiv gegen Krankheiten vorzugehen.
Eine der effektivsten Therapien überhaupt, nämlich körperliche Bewegung, wird von Ärzten selten oder gar nicht verschrieben. Dabei kann regelmäßige Bewegung vielen Erkrankungen vorbeugen und das Sterberisiko erheblich senken. Diese Überzeugung vertritt die Sportmedizinerin Jane Thornton, die beim Internationalen Olympischen Komitee die Abteilung Gesundheit, Medizin und Wissenschaft leitet. Laut einer Veröffentlichung im Canadian Medical Association Journal wird körperliche Aktivität häufig als Grundbaustein für Prävention und Therapie unterschätzt. Die Expertin schlägt vor, ein "Sportrezept" für Senioren zu verordnen, um diesem Missstand entgegenzuwirken und die Gesundheit älterer Menschen zu fördern. Die Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Bewegung stärker in medizinische Behandlungspläne zu integrieren. Die Quelle für diese Informationen ist das Deutsche Ärzteblatt.
Omikron: Immunschutz schwächer, neue Impfstrategien nötig
Omikron schwächt Immunschutz, neue Impfstrategien erforderlich: Schutz vor leichten Erkrankungen nimmt rasch ab, schwere Verläufe bleiben vorerst selten.
Omikron schwächt Immunschutz, neue Impfstrategien erforderlich: Schutz vor leichten Erkrankungen nimmt rasch ab, schwere Verläufe bleiben vorerst selten.
Der Immunschutz, den eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinterlässt, hat sich seit dem Auftreten der Omikronvarianten deutlich abgeschwächt, wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet. Während Erkrankungen mit den Alpha-, Beta- und Delta-Varianten über ein Jahr lang gut vor weiteren Erkrankungen schützten, geht der Immunschutz vor leichten Erkrankungen nach einer Infektion mit Omikronvarianten nach wenigen Monaten verloren. Der Schutz vor schweren Erkrankungen bleibt allerdings nach den bisherigen Erkenntnissen erhalten. Dies könnte Auswirkungen auf die Gesundheitsstrategien und Impfempfehlungen haben, da die Omikronvariante eine der dominierenden Varianten weltweit ist. Besondere Beachtung erfährt die Beobachtung vor dem Hintergrund der laufenden Impfkampagnen und der Anpassung der Impfstoffe an die neuen Virusmutationen.
Wahlprogramme: Parteien wollen Gesundheitsberufe neu gestalten
Parteien debattieren im Wahlprogramm über die Neugestaltung von Gesundheitsberufen: Mehr Kompetenzen, bessere Vergütung und kostenfreie Ausbildungen im Fokus.
Parteien debattieren im Wahlprogramm über die Neugestaltung von Gesundheitsberufen: Mehr Kompetenzen, bessere Vergütung und kostenfreie Ausbildungen im Fokus.
Die Ärzte Zeitung hat einen detaillierten Wahlprogramm-Check der sieben im Bundestag vertretenen Parteien durchgeführt, um ihre gesundheitspolitischen Positionen bezüglich der Gesundheitsberufe zu beleuchten. Laut Anno Fricke von der "Ärzte Zeitung" sollen Angehörige von Gesundheitsberufen durch mehr Kompetenzen Ärzten Arbeit abnehmen können. Die AfD möchte das Berufsbild der Heilpraktiker ohne Kostenübernahme durch die GKV behalten. Die Grünen streben nach einer Aufwertung der Gesundheitsberufe zur besseren Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Ärzten. Die CDU/CSU sieht in einem verpflichtenden „Gesellschaftsjahr“ auch für Pflegeberufe eine Möglichkeit. Die Linke setzt sich für einen früheren Renteneintritt nach 40 Arbeitsjahren ein. Die FDP plädiert für die ungekürzte Vergütung aller Gesundheitsberufe zur Stärkung der ambulanten Versorgung, während die SPD sich für kostenfreie Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen engagiert.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
07.02.2025
Parteien diskutieren Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege und Medizin
Parteien ringen um Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege: Von mehr Medizinstudienplätzen über Zuwanderung bis Rückgewinnung von Fachkräften.
Parteien ringen um Lösungen gegen Fachkräftemangel in Pflege: Von mehr Medizinstudienplätzen über Zuwanderung bis Rückgewinnung von Fachkräften.
Die Ärzte Zeitung hat im Rahmen eines Wahlprogramm-Checks die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen untersucht. Die Alterung der Gesellschaft verstärkt den Mangel an Personal in Gesundheits- und Pflegeberufen. AfD fordert mehr Medizinstudienplätze, vornehmlich für deutsche Staatsangehörige, und das Einhalten deutscher Standards in der Qualifikation. Die GRÜNEN setzen auf die Rückgewinnung von Fachkräften durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. CDU/CSU sehen einen Fachkräftemangel als Standortrisiko und befürworten vereinfachte Anerkennungsverfahren ausländischer Qualifikationen. Die LINKE plädiert für eine nationale Rückanwerbung von aus dem Beruf ausgestiegenem Personal. FDP möchte im In- und Ausland Pflegekräfte gewinnen mit einfacheren Anerkennungsverfahren. SPD setzt auf Zuwanderung und fordert ein unbürokratisches Anwerbesystem. Alle Parteien erkennen die Dringlichkeit des Problems an und schlagen unterschiedliche Lösungsansätze vor.
Ungewisse Zukunft: Bundestagswahl 2025 bringt politische Spannungen
Unklare Mehrheiten: Die Bundestagswahl 2025 könnte sowohl Olaf Scholz als auch Friedrich Merz ins Kanzleramt führen, während die Pflegepolitik im Fokus steht.
Unklare Mehrheiten: Die Bundestagswahl 2025 könnte sowohl Olaf Scholz als auch Friedrich Merz ins Kanzleramt führen, während die Pflegepolitik im Fokus steht.
Am 23. Februar 2025 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Diese Wahl ist bereits die 21. seit der Gründung der Bundesrepublik. Eine Fortsetzung der aktuellen „Ampel-Koalition“ aus SPD, Grünen und FDP gilt als ausgeschlossen, da die FDP im November 2024 die Koalition verlassen hatte. Der Ausgang der Wahl ist ungewiss, besonders in Bezug darauf, wer künftig die Amtsgeschäfte als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin leiten wird. Olaf Scholz (SPD) könnte erneut das Amt übernehmen, doch auch ein Wechsel zu Friedrich Merz (CDU) ist möglich. Die AfD, die in den aktuellen Umfragen auf Platz zwei liegt, hätte nach heutigem Stand schwerlich eine realistische Regierungsoption. Insgesamt treten 29 Parteien zur Wahl an, wobei jedes Wahlprogramm unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Besonders im Bereich der Gesundheits- und Pflegepolitik wird ein breites Spektrum an Themen behandelt, wie der große Wahlprogramm-Check der Ärzte Zeitung zeigt. Zur Diskussion stehen unter anderem die Finanzierung der Krankenkassen sowie die ärztliche Versorgung im Alter.
Parteien präsentieren unterschiedliche Pflegekonzepte vor der Bundestagswahl
Unterschiedliche Pflegekonzepte zur Bundestagswahl: Parteien präsentieren Ansätze von häuslicher Pflege bis zu Pflegevollversicherung – Fokus auf Entlastung und Kosten.
Unterschiedliche Pflegekonzepte zur Bundestagswahl: Parteien präsentieren Ansätze von häuslicher Pflege bis zu Pflegevollversicherung – Fokus auf Entlastung und Kosten.
Im Wahlprogramm-Check der "Ärzte Zeitung" wurden die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur Pflege analysiert. Die AfD befürwortet eine stärkere häusliche Pflege durch Angehörige, was die Pflegekassen entlasten könnte. Bündnis 90/Die Grünen setzen auf bezahlbare Pflege sowohl zu Hause als auch in Heimen und wollen Angebote in Wohnquartieren fördern. Das BSW fordert eine Pflegevollversicherung, finanziert durch Steuermittel, um Pflegeheime vor der Armutsfalle zu bewahren. CDU/CSU fokussieren auf häusliche Pflege und nutzen digitale Lösungen zur Entlastung. Die Linke strebt eine Verstaatlichung privater Pflegeeinrichtungen an und will die Eigenanteile begrenzen. Die FDP möchte durch digitale Technologien und weniger Bürokratie die Pflegeeffizienz steigern und plant eine kapitalgedeckte Pflegefinanzierung. Die SPD will das bestehende Versicherungssystem reformieren und einen Pflege-Deckel bei 1.000 Euro monatlich einführen, um Pflegebedürftigkeit vom Armutsrisiko zu entkoppeln. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Parteien uneins über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung vs. Steuergelder
Parteien streiten über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung oder Steuergelder als Lösung? AfD, Grüne und SPD mit unterschiedlichen Ansätzen im Fokus.
Parteien streiten über GKV-Finanzierung: Bürgerversicherung oder Steuergelder als Lösung? AfD, Grüne und SPD mit unterschiedlichen Ansätzen im Fokus.
Die Ärzte Zeitung hat die Positionen der im Bundestag vertretenen Parteien zur GKV-Finanzierung untersucht. Die AfD etwa will Beitragssatzerhöhungen verhindern und schlägt vor, die Kassenbeiträge für Bürgergeldempfänger aus dem Bundeshaushalt zu decken. Sie beabsichtigt, Verwaltungskosten durch Zusammenlegung der Kranken- und Pflegeversicherung zu senken. Die Grünen unterstützen die Einführung einer Bürgerversicherung und wollen die Gesetzlichen Krankenkassen von versicherungsfremden Leistungen entlasten. Die SPD setzt ebenfalls auf die Bürgerversicherung, plant die Einbeziehung privater Versicherer in den Risikostrukturausgleich und eine Finanzierung versicherungsfremder Aufgaben aus Steuermitteln. Der Transformationsfonds zur Umgestaltung der stationären Versorgung, den gesetzlich Versicherte mit 25 Milliarden Euro füllen sollen, wird als jüngstes Beispiel für die finanzielle Last genannt, die auf Versicherte übertragen wird. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Verbraucherzentrale warnt: Pflegedienste können kurzfristig kündigen
Pflegedienste können überraschend kündigen, warnt die Verbraucherzentrale, und empfiehlt, im Vertrag längere Kündigungsfristen zu vereinbaren.
Pflegedienste können überraschend kündigen, warnt die Verbraucherzentrale, und empfiehlt, im Vertrag längere Kündigungsfristen zu vereinbaren.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Pflegedienste ihre Verträge oft mit kurzen Kündigungsfristen beenden können. Diese Fristen sind gesetzlich nicht eindeutig geregelt, sodass viele Pflegebedürftige plötzlich ohne Versorgung dastehen. Es wird empfohlen, im Pflegevertrag eine möglichst lange Kündigungsfrist zu vereinbaren, da andernfalls der Dienst auch ohne Grund kurzfristig kündigen kann. Während Pflegebedürftige jederzeit ohne Frist den Vertrag beenden dürfen, ist das Recht des Pflegedienstes eingeschränkt: Eine Kündigung darf nicht unvermittelt geschehen, damit der Pflegebedürftige die Möglichkeit hat, eine neue Versorgung zu finden. Bei Missachtung kann der Pflegebedürftige Anspruch auf Schadensersatz haben, steht jedoch oft trotzdem ohne Dienst da. In einigen Bundesländern ist durch Rahmenverträge geregelt, dass die Versorgung durch einen neuen Dienst sichergestellt sein muss, bevor eine Kündigung durch den bisherigen Dienst erfolgen darf. Die Verbraucherzentrale rät bei sofortiger Kündigung zur Kontaktaufnahme mit der Pflegekasse.
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