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Medizin, Gesundheit und Prävention
07.04.2025
Neue Hoffnung: Krankheitsmodifizierende Parkinson-Medikamente in Sicht
Studien zeigen: Neue Medikamente gegen Parkinson bieten Hoffnung auf frühere Erkennung und gezielte Behandlung mit zwei innovativen Wirkstoffen in Entwicklung.
Studien zeigen: Neue Medikamente gegen Parkinson bieten Hoffnung auf frühere Erkennung und gezielte Behandlung mit zwei innovativen Wirkstoffen in Entwicklung.
Erste krankheitsmodifizierende Medikamente gegen Morbus Parkinson könnten bald zur Verfügung stehen, wie Studienergebnisse und anstehende Forschungsprojekte nahelegen. Obwohl die Krankheit derzeit nicht heilbar ist, besteht Hoffnung, dass sie künftig früher erkannt und gezielt behandelt werden könnte. Zwei Wirkstoffe sind in der Entwicklung und bieten potenziell neue Ansätze für die Therapie von Parkinson. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegebranche vor Krise: Argentum-Insolvenz alarmiert Arbeitgeber in Deutschland
Die drohende Insolvenz der Argentum Pflege Gruppe alarmiert die Pflegebranche angesichts möglicher Schließungen von Altenheimen und Diensten in Deutschland.
Die drohende Insolvenz der Argentum Pflege Gruppe alarmiert die Pflegebranche angesichts möglicher Schließungen von Altenheimen und Diensten in Deutschland.
Pflegearbeitgeber in Deutschland schlagen Alarm wegen einer drohenden Insolvenz- und Schließungswelle, die Altenheime und Pflegedienste betrifft. Isabell Halletz, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Pflege, äußerte gegenüber der „Ärzte Zeitung“, dass die Situation ernst sei und die Altenpflege aus den Fugen geraten sei. Aktueller Anlass ist die finanzielle Schieflage der Argentum Pflege Gruppe, die für vier ihrer Holdinggesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat. Die Argentum Gruppe zählt mit 2.800 Beschäftigten und 40 Standorten bundesweit zu den großen Akteuren im Pflegemarkt. Halletz fordert eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Pflegekassen, Sozialhilfeträgern und Pflegeunternehmen, um die weiterhin benötigten Pflegedienstleistungen sicherzustellen. In den laufenden Koalitionsgesprächen zwischen Union und SPD ist eine umfassende Pflegereform geplant, die durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe konzeptioniert werden soll. Ohne eine verbesserte Finanzierung durch die Politik, könnte die professionelle Pflege vor Ort künftig nicht mehr garantiert werden.
Frühe Prävention könnte Alzheimer-Risiko durch rechtzeitiges Erkennen von Biomarkern deutlich senken, wie eine US-Studie nahelegt.
Frühe Prävention könnte Alzheimer-Risiko durch rechtzeitiges Erkennen von Biomarkern deutlich senken, wie eine US-Studie nahelegt.
Risikofaktoren und Biomarker der Alzheimer-Demenz stehen laut einer US-amerikanischen Untersuchung offenbar früher in Verbindung mit kognitiven Funktionen als bisher angenommen. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass entsprechende Präventionsmaßnahmen bereits in jüngeren Lebensabschnitten eingeleitet werden sollten, um die Vorbeugung der Krankheit zu verbessern. Die Untersuchung hebt hervor, dass ein verfrühter Einsatz solcher Maßnahmen potenziell die kognitiven Fähigkeiten beeinflussen könnte, bevor sich die Demenzsymptome manifestieren. Die Ärzte Zeitung bezog sich auf diese Ergebnisse, um auf die Notwendigkeit zu verweisen, die Prävention von Alzheimer-Demenz zu einem früheren Zeitpunkt anzugehen.
Digitale Patientenakte: Schlüssel zur besseren Vernetzung von Kliniken?
Die elektronische Patientenakte verbessert die Vernetzung von Kliniken und Praxen durch strukturierten Datenaustausch und optimiertes Entlassmanagement.
Die elektronische Patientenakte verbessert die Vernetzung von Kliniken und Praxen durch strukturierten Datenaustausch und optimiertes Entlassmanagement.
Die elektronische Patientenakte (ePA) könnte eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung zwischen Kliniken und Praxen spielen, wenn die darin gespeicherten Daten besser strukturiert und einfacher weiterverwendbar wären. Diese Meinung vertritt Gastautor Sebastian Krammer in der "Ärzte Zeitung". Er betont die Bedeutung eines digitalen Entlassmanagements, um die ambulant-stationäre Vernetzung zu vervollständigen. Nur durch eine systematische Erfassung und Nutzung der Patientendaten kann der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitssystems verbessert und die Patientenversorgung optimiert werden.
Brandenburg: Fehlende Notfallpläne für Stromausfälle bei Intensivpatienten
Brandenburg fehlt es an Notfallplänen für beatmete Intensivpatienten bei Stromausfällen, was deren lebenswichtige Versorgung gefährdet.
Brandenburg fehlt es an Notfallplänen für beatmete Intensivpatienten bei Stromausfällen, was deren lebenswichtige Versorgung gefährdet.
Brandenburgs Landesregierung musste jüngst zugeben, dass es keine klaren Notfallpläne für beatmete Intensivpatienten im Falle eines Stromausfalls gibt. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der AfD im Brandenburger Landtag hervor. Der Mangel an konkreten Plänen zur Sicherstellung der Beatmung stellt ein erhebliches Risiko für die betroffenen Patienten dar, vor allem in Bezug auf deren lebensnotwendige Versorgung. Diese Unsicherheit in der Energieversorgung wirft ein Schlaglicht auf die Dringlichkeit, strukturierte Notfallstrategien zu entwickeln und umzusetzen, um die Sicherheit und das Wohl der Patienten zu gewährleisten. Die Ärzte Zeitung berichtete über die Reaktionen und Diskussionen, die dieser Umstand im politischen Umfeld nach sich zog.
Öffentliche Ausgaben Deutschlands erstmals über zwei Billionen Euro
Erstmals übersteigen Deutschlands öffentliche Ausgaben zwei Billionen Euro, was den Druck auf die Finanzplanung erhöht, trotz wachsender Einnahmen.
Erstmals übersteigen Deutschlands öffentliche Ausgaben zwei Billionen Euro, was den Druck auf die Finanzplanung erhöht, trotz wachsender Einnahmen.
Das Statistische Bundesamt meldet einen bedeutenden Meilenstein in der deutschen Finanzgeschichte: Erstmals übersteigen die öffentlichen Ausgaben die Marke von zwei Billionen Euro. Trotz stabiler Zuwächse bei den Einnahmen konnte das noch schnellere Wachstum der Ausgaben im Jahr 2024 die Finanzen stärker strapazieren. Dies unterstreicht die Herausforderung, der sich der deutsche Gesamtfinanzhaushalt derzeit stellen muss. Laut Angaben des Bundesamtes handelt es sich um Zuwächse in allen maßgeblichen Einnahmearten, die jedoch mit den rapiden Ausgabensteigerungen nicht Schritt halten können. Diese Entwicklungen werfen Fragen hinsichtlich der zukünftigen Finanzplanung und -steuerung auf und fordern die Verantwortlichen zu Maßnahmen auf, um dem entgegenzuwirken. (Quelle: aerztezeitung.de)
EU-Gesundheitsdatenraum: Herausforderungen bei deutscher Umsetzung
Der EU-Gesundheitsdatenraum stößt in Deutschland auf Herausforderungen wie Infrastruktur und nationale Gesetzgebung, um grenzüberschreitende Datennutzung zu ermöglichen.
Der EU-Gesundheitsdatenraum stößt in Deutschland auf Herausforderungen wie Infrastruktur und nationale Gesetzgebung, um grenzüberschreitende Datennutzung zu ermöglichen.
Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Versorgung und Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten zu ermöglichen. Im Rahmen von EU-Vorbereitungsprojekten wie Xt-EHR und TEHDAS2 werden Standards, Leitlinien und technische Spezifikationen für Datenhalter und Nutzer erstellt. Laut Sebastian C. Semler von der TMF – Technologie- und Methodenplattform für vernetzte medizinische Forschung – stehen jedoch noch Herausforderungen aus, darunter die Infrastruktur für die deutsche EHDS-Anschluss-Architektur, das Opt-Out-Verfahren und das Zusammenspiel mit nationaler Gesetzgebung. Der Austausch auf dem TMF-Jahreskongress sei essenziell, um gemeinsam eine Infrastruktur zu schaffen, die Forschenden, Behörden, Patient:innen und Versorgenden zugutekommt, resümierte TMF-Vorstandsvorsitzender Professor Rainer Röhrig. (Quelle: aerztezeitung.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
04.04.2025
Neues Pflege-CIRS stärkt Pflegesicherheit und verbessert Qualität
Ein neues Pflege-CIRS vom ZQP soll die Pflegesicherheit erhöhen und die Qualität in der Langzeitpflege durch umfassende Berichterstattung und Lernen verbessern.
Ein neues Pflege-CIRS vom ZQP soll die Pflegesicherheit erhöhen und die Qualität in der Langzeitpflege durch umfassende Berichterstattung und Lernen verbessern.
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat ein neues Berichts- und Lernsystem speziell für die Langzeitpflege ins Leben gerufen, das Pflege-CIRS. Laut ZQP-Expertin Daniela Sulmann bietet dieses digitale Instrument vielversprechende Möglichkeiten zur Erhöhung der Pflegesicherheit. Ziel ist es, Vorkommnisse zu dokumentieren und daraus zu lernen, um die Pflegequalität zu verbessern. Der Austausch von Erfahrungen und Wissen kann zudem den Hausärzten Vorteile bringen, etwa durch eine bessere Kommunikation und Kooperation mit Pflegeeinrichtungen. Diese Neuerung folgt dem Vorbild bestehender Systeme im ärztlichen Bereich und zielt darauf ab, die Patientensicherheit auch in der Pflege weiter zu steigern, wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet.
Videosprechstunden ausgeweitet: Ärzte dürfen bis zu 50% online betreuen
Ärzte können nun bis zu 50% ihrer Patienten online betreuen, da die Grenze für Videosprechstunden ausgeweitet wurde. Auch Nuklearmediziner profitieren.
Ärzte können nun bis zu 50% ihrer Patienten online betreuen, da die Grenze für Videosprechstunden ausgeweitet wurde. Auch Nuklearmediziner profitieren.
Seit April können Ärzte und Psychotherapeuten ihre Patienten in noch größerem Umfang über Videosprechstunden betreuen. Laut Ärzte Zeitung, die sich auf die Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) beruft, ist die vorherige patientenübergreifende Begrenzung für die Bereitstellung von Leistungen in der Videosprechstunde aufgehoben worden. Die Obergrenze von bisher 30 Prozent wurde auf Praxisebene angepasst, sodass jetzt bis zu 50 Prozent der Behandlungsfälle als Videosprechstunde angeboten werden können. Dies betrifft „bekannte“ Patienten, die mindestens einmal in den letzten drei Quartalen einen persönlichen Kontakt hatten. Für unbekannte Patienten bleibt die 30-Prozent-Obergrenze bestehen, bezieht sich jedoch nur auf diese Patienten. Zusätzlich erhalten Ärzte einen Zuschlag, wenn die Behandlung eines bekannten Patienten ausschließlich per Video erfolgt. Änderungen betreffen auch Nuklearmediziner, die erstmals Videosprechstunden durchführen dürfen, sowie Zuschläge für Technik und Authentifizierung, die angepasst wurden.
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro von NRW-Pflegediensten zurück
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro wegen Abrechnungsfehlern von NRW-Pflegediensten zurück. Besonders betroffen: ambulante Dienste.
Ersatzkassen fordern 480.000 Euro wegen Abrechnungsfehlern von NRW-Pflegediensten zurück. Besonders betroffen: ambulante Dienste.
Im vergangenen Jahr haben die nordrhein-westfälischen Ersatzkassen insgesamt 480.000 Euro aufgrund von Abrechnungsmanipulationen zurückgefordert, berichtet die Ärzte Zeitung. Hauptsächlich betroffen seien dabei ambulante Pflegedienste gewesen. Diese fehlerhaften Abrechnungen führten zu einer intensiven Überprüfung durch die Krankenkassen, welche letztlich die Rückforderungen zur Folge hatten. Die Problematik rund um Abrechnungsfehler ist nicht neu und stellt weiterhin eine Herausforderung im Gesundheitswesen dar. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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