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Pflegepolitik und Recht
09.04.2025
BSG bestätigt Notfallregelung, fordert Anpassungen für Kliniken
Das BSG bestätigt Notfallvorgaben des G-BA, fordert jedoch Anpassungen: 355 Kliniken betroffen, 60-Euro-Abzüge seit 2019 müssen klarer geregelt werden.
Das BSG bestätigt Notfallvorgaben des G-BA, fordert jedoch Anpassungen: 355 Kliniken betroffen, 60-Euro-Abzüge seit 2019 müssen klarer geregelt werden.
Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einer Revisionsverhandlung die seit Mai 2018 geltenden Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Notfallversorgung bestätigt, den G-BA jedoch zu Anpassungen verpflichtet. Bisher mussten Krankenhäuser, die keiner der drei Notfallstufen zugeordnet werden, Abschläge akzeptieren. Das BSG forderte nun, eine eigenständige Kategorie für Nichtteilnahme zu definieren, die als Rechtsgrundlage für die Abzugspraxis dient. Rund 355 der knapp 1.900 Kliniken sind betroffen und müssen seit Januar 2019 pauschal 60 Euro von Abrechnungen mit Krankenkassen abziehen. Das BSG bestätigte dies im Grundsatz, forderte aber eine detaillierte Regelung durch den G-BA. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Abrechnungspraktiken der betroffenen Kliniken haben. (Quelle: aok.de)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
09.04.2025
NAVIGATION-Projekt: Barrierenabbau in der Versorgung durch Primärzentren
Das NAVIGATION-Projekt testet in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren abbauen und mehr Gerechtigkeit im Gesundheitswesen schaffen können.
Das NAVIGATION-Projekt testet in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren abbauen und mehr Gerechtigkeit im Gesundheitswesen schaffen können.
Das Innovationsfondsprojekt NAVIGATION erprobt derzeit in Berlin und Hamburg, wie Primärversorgungszentren Barrieren in der ambulanten Versorgung abbauen können. Ziel ist es, durch diese Zentren eine größere gesellschaftliche Gerechtigkeit im Gesundheitswesen zu erreichen. In den sozioökonomisch benachteiligten Stadtteilen Veddel in Hamburg und Neukölln in Berlin werden 580 Patientinnen und Patienten von April 2025 bis März 2027 an diesem Projekt teilnehmen. Die Versorgung wird von einem berufs- und sektorenübergreifenden Team durchgeführt. Neu ist, dass Community Health Nurses nun die klinische Leitung übernehmen. Sie unterstützen die Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch bei sozialen und bürokratischen Herausforderungen. Matthias Mohrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, betont die breitere Patientengruppe, die dadurch erreicht wird. Weitere Partner des Projekts sind unter anderem die Charité Berlin und die Frankfurt University of Applied Sciences. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Verzögerte TI-Anbindung: Pflegeeinrichtungen vor unklarem Startdatum
Pflegeeinrichtungen in der Schwebe: Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bleibt unklar, während die Frist zur Einführung der ePA näherrückt.
Pflegeeinrichtungen in der Schwebe: Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur bleibt unklar, während die Frist zur Einführung der ePA näherrückt.
Drei Monate vor dem Fristende zur Anbindung des Pflegesektors an die Telematikinfrastruktur (TI) scheint das Ziel kaum mehr erreichbar zu sein, berichtet die Ärzte Zeitung. Auf der IT-Messe DMEA wurde diskutiert, dass auch die Ärzteschaft maßgeblich zu den Verzögerungen beiträgt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach äußerte sich zudem nicht konkret zu einem Starttermin der elektronischen Patientenakte (ePA), sondern sprach lediglich von einer bevorstehenden Hochlaufphase. Die unklare Terminlage beeinflusst gleichermaßen die Planungen der medizinischen Versorgung, da sowohl elektronische als auch organisatorische Umstellungen für eine reibungslose Einführung gefordert sind. Dieses Thema betrifft insbesondere Pflegeeinrichtungen und steht im Spannungsfeld mit den Erwartungen an digitale Fortschritte im Gesundheitswesen.
G-BA genehmigt IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur 2024
Der G-BA hat den IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur für 2024 genehmigt. Er liefert wichtige Daten zur Personalbesetzung und Qualitätssicherung.
Der G-BA hat den IQTIG-Bericht zur Psychiatrie-Personalstruktur für 2024 genehmigt. Er liefert wichtige Daten zur Personalbesetzung und Qualitätssicherung.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Bericht des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) für das dritte Quartal 2024 zur Strukturabfrage gemäß der Psychiatrie-Personalrichtlinie (PPP-RL) freigegeben. Der Beschluss, der am 2. April 2025 gefasst wurde, trat mit dem Beschlussdatum in Kraft. Der Bericht liefert wesentliche Daten zur Personalbesetzung in der Psychiatrie und dient der Qualitätssicherung in stationären Einrichtungen. Diese Strukturabfragen sind Teil der kontinuierlichen Bemühungen des G-BA, die Versorgungssicherheit und Qualität in deutschen Kliniken zu gewährleisten. Weitere Details sind in der veröffentlichten Richtlinie enthalten. (Quelle: g-ba.de)
Gewichtsreduktion mit Semaglutid: Risiko von Muskelabbau steigt
Semaglutid-Therapien: Gewichtsverlust birgt Risiko für Muskelabbau, warnt Professor Martin. Gefahr von Sarkopenie steigt.
Semaglutid-Therapien: Gewichtsverlust birgt Risiko für Muskelabbau, warnt Professor Martin. Gefahr von Sarkopenie steigt.
In der Ärzte Zeitung äußerte sich Professor Stephan Martin zu den Auswirkungen von Gewichtsreduktionstherapien mit Semaglutid oder Tirzepatid. Neben dem Verlust von Fettgewebe kommt es bei den Anwendern auch zu einem Abbau von Muskelmasse, was das Risiko für Sarkopenie und damit verbundene Erkrankungen steigert.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.04.2025
"Alzheimer-Versorgung: Lilly mahnt Paradigmenwechsel in Deutschland an"
Lilly fordert einen Paradigmenwechsel in der deutschen Alzheimer-Versorgung, um Diagnostik und Therapie zu stärken und internationale Standards zu erreichen.
Lilly fordert einen Paradigmenwechsel in der deutschen Alzheimer-Versorgung, um Diagnostik und Therapie zu stärken und internationale Standards zu erreichen.
Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" betont Alexander Horn, Geschäftsführer von Lilly, dass die Alzheimerversorgung in Deutschland dringend einen Paradigmenwechsel benötigt. Der bisherige Fokus auf Pflege, statt auf Diagnostik und Therapie, müsse sich ändern, um zu verhindern, dass Deutschland in der Alzheimerbehandlung hinter andere Länder zurückfällt. Horn kritisiert die restriktiven Zulassungen und fordert eine Neuausrichtung der gesundheitspolitischen Strategien, damit die Patientenversorgung verbessert wird. Die Bedeutung dieser Thematik betrifft vor allem Fachkräfte aus der Pflege sowie Führungskräfte von Altenheimen und Pflegediensten. Fachzeitschriften wie die "Ärzte Zeitung" leisten hier einen wichtigen Beitrag, indem sie solche dringlichen Themen zur Diskussion stellen.
Lauterbach kündigt Hochlaufphase für elektronische Patientenakte an
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den Start der Hochlaufphase für die elektronische Patientenakte an, bleibt jedoch ohne festen Einführungstermin.
Gesundheitsminister Lauterbach kündigt den Start der Hochlaufphase für die elektronische Patientenakte an, bleibt jedoch ohne festen Einführungstermin.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat auf der IT-Messe DMEA keine konkreten Angaben zum bundesweiten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) gemacht. Statt eines festen Termins sprach er lediglich von einer bevorstehenden Hochlaufphase in den kommenden Wochen. Die Ankündigung sorgte bei vielen Beteiligten für gemischte Reaktionen, jedoch gab Lauterbach an, eine positive Nachricht für die Ärzteschaft bereitzuhalten. Trotz der Unsicherheit über den genauen Zeitplan sehen einige Akteure aus der IT-Branche und der Politik optimistische Fortschritte bei der Einführung der ePA. Die "Ärzte Zeitung" berichtete darüber und hob die Bedeutung der Umsetzung für den Gesundheitssektor hervor.
Künstliche Intelligenz und ePA: Optimismus und Herausforderungen
Der Einsatz künstlicher Intelligenz und der elektronischen Patientenakte verspricht Effizienz im Gesundheitswesen, bleibt jedoch eine Herausforderung.
Der Einsatz künstlicher Intelligenz und der elektronischen Patientenakte verspricht Effizienz im Gesundheitswesen, bleibt jedoch eine Herausforderung.
Nicht nur medizinische Einrichtungen, auch Krankenkassen und Bundesministerien setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI). Bei der gematik wird der Zukunft mit digitalen Identitäten entgegengefiebert, da sich diese Entwicklungen positiv auf die Effizienz im Gesundheitswesen auswirken können. Die Politik zeigt sich optimistisch, dass der bevorstehende Einsatz der elektronischen Patientenakte (ePA) gelingen wird. Anke Richter-Scheer von der KV Westfalen-Lippe betont allerdings, dass der Erfolg der ePA von ihrer Freiwilligkeit abhängt. Diesbezüglich ergaben sich jüngst Diskussionen darüber, wie digitalisierte Patientendaten in einer vernetzten Gesundheitslandschaft sinnvoll genutzt werden können. Experten argumentieren, dass die strukturierten Daten der ePA die Vernetzung zwischen Kliniken und Praxen erheblich verbessern könnten. Trotz positiver Ansätze bleibt aber noch viel zu klären, um vollumfänglich von diesen digitalen Fortschritten zu profitieren. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Weniger Schmerztherapien während Corona: Neurologen bieten Lösungen an.
Während Corona blieben viele chronische Schmerzpatienten unbehandelt. Neurologen zeigen nun Lösungen für eine bessere Versorgung auf.
Während Corona blieben viele chronische Schmerzpatienten unbehandelt. Neurologen zeigen nun Lösungen für eine bessere Versorgung auf.
Während der Corona-Pandemie wurden weniger Menschen mit chronischem Schmerz im teilstationären oder stationären Setting mit einer interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (IMST) behandelt. Clusterkopfschmerzen sind selten und werden häufig verzögert diagnostiziert. Zudem ist die Therapie für die Betroffenen oft unzureichend. Neurologen berichten, welche Behandlungsmöglichkeiten dennoch verfügbar sind. Die Informationen stammen von aerztezeitung.de.
Neue Hoffnung: Krankheitsmodifizierende Parkinson-Medikamente in Sicht
Studien zeigen: Neue Medikamente gegen Parkinson bieten Hoffnung auf frühere Erkennung und gezielte Behandlung mit zwei innovativen Wirkstoffen in Entwicklung.
Studien zeigen: Neue Medikamente gegen Parkinson bieten Hoffnung auf frühere Erkennung und gezielte Behandlung mit zwei innovativen Wirkstoffen in Entwicklung.
Erste krankheitsmodifizierende Medikamente gegen Morbus Parkinson könnten bald zur Verfügung stehen, wie Studienergebnisse und anstehende Forschungsprojekte nahelegen. Obwohl die Krankheit derzeit nicht heilbar ist, besteht Hoffnung, dass sie künftig früher erkannt und gezielt behandelt werden könnte. Zwei Wirkstoffe sind in der Entwicklung und bieten potenziell neue Ansätze für die Therapie von Parkinson. (Quelle: aerztezeitung.de)
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