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Medizin, Gesundheit und Prävention
10.10.2025
Studie: RSV-Impfung senkt Erkrankungsrisiko für Senioren und Neugeborene
RSV-Impfung schützt: Senioren ab 60 und Neugeborene profitieren laut Studie von reduziertem Risiko schwerer Infektionen in der kommenden Saison.
RSV-Impfung schützt: Senioren ab 60 und Neugeborene profitieren laut Studie von reduziertem Risiko schwerer Infektionen in der kommenden Saison.
Laut einem Cochrane Review, berichtet von der Ärzte Zeitung, haben Personen ab 60 Jahren, die sich gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) impfen lassen, in der kommenden Saison ein verringertes Risiko, schwer an einer RSV-Infektion zu erkranken. Ebenso wurde der Einfluss einer Impfung der Mutter auf das Neugeborene untersucht.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
10.10.2025
Bärbel Bas: Tariftreuegesetz stärkt Sozialpartnerschaft und Arbeitsplätze
Bärbel Bas betont im Bundestag: Das Tariftreuegesetz stärkt Tarifverträge, sichert Arbeitsplätze und fördert faire öffentliche Ausschreibungen.
Bärbel Bas betont im Bundestag: Das Tariftreuegesetz stärkt Tarifverträge, sichert Arbeitsplätze und fördert faire öffentliche Ausschreibungen.
Bundesministerin Bärbel Bas betonte in einer Rede im Deutschen Bundestag die Bedeutung von Tarifverträgen im Rahmen des neuen Tariftreuegesetzes. Sie unterstrich, dass öffentliche Ausschreibungen fair sein müssen und kein Lohndumping erlauben sollen. Das Gesetz soll sicherstellen, dass Unternehmen, die tariflich bezahlen, bevorzugt behandelt werden, was für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze essenziell sei. Bas hob hervor, dass nur noch die Hälfte der Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten und nannte Tarifverträge einen "Stoßdämpfer" in der sozialen Marktwirtschaft. Der Bundeskanzler habe als Priorität gesetzt, die Tarifbindung auszubauen, weshalb ein Nationaler Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen geplant sei. Diese Maßnahmen seien entscheidend, um auf eine starke Sozialpartnerschaft zu setzen, besonders in Krisenzeiten in den Bereichen Stahl, Chemie und Automobil.
Neue Covid-Variante "Stratus" dominiert in Deutschland mit 80% der Fälle
Die neue Covid-Variante "Stratus" dominiert mit 80 % der Fälle in Deutschland und stellt trotz angepasster Impfstoffe eine Herausforderung dar.
Die neue Covid-Variante "Stratus" dominiert mit 80 % der Fälle in Deutschland und stellt trotz angepasster Impfstoffe eine Herausforderung dar.
Die neue Covid-19-Variante "Stratus" ist laut Stiftung Warentest derzeit in Deutschland dominierend, indem sie etwa 80 Prozent der Neuinfektionen ausmacht. Diese Variante verursacht Symptome, die denen vieler Atemwegserkrankungen ähneln, etwa Husten, Fieber und Gliederschmerzen. Eine erneute Pandemie wird zwar nicht erwartet, dennoch stellt Stratus eine Herausforderung für Antikörper dar, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Aufgrund angepasster mRNA-Impfstoffe, wie dem Comirnaty von Pfizer/Biontech, wird ein gewisser Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe vermutet. Die Stiko empfiehlt Auffrischungsimpfungen vor allem für Risikogruppen und Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.10.2025
Neues Forschungsdatenzentrum in Berlin revolutioniert Gesundheitsforschung
Ein neues Forschungsdatenzentrum in Berlin öffnet gesicherten Zugang zu 15 Jahren Krankenkassendaten und verspricht Fortschritte in der Gesundheitsforschung.
Ein neues Forschungsdatenzentrum in Berlin öffnet gesicherten Zugang zu 15 Jahren Krankenkassendaten und verspricht Fortschritte in der Gesundheitsforschung.
Mit der Eröffnung des Forschungsdatenzentrums Gesundheit in Berlin hat Gesundheitsministerin Nina Warken einen bedeutenden Schritt für die Forschung auf Basis von Diagnosedaten markiert. Untergebracht am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), bietet das Zentrum erstmals gesicherte Zugangsmöglichkeiten zu 15 Jahren gesammelter Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung für die Forschung. Diese Entwicklung stellt laut Warken, die sich in der Bundespressekonferenz äußerte, einen Paradigmenwechsel dar. Professor Karl Broich vom BfArM betonte die hohen Datenschutzstandards und die potenziellen Vorteile der Nutzung dieser Daten, um Krankheiten besser zu verstehen und die Arzneimittelentwicklung zu beschleunigen. Die Daten, die Informationen zu Diagnosen, Therapien und Krankenhausaufenthalten umfassen, sind pseudonymisiert und stehen Forschungseinrichtungen auf Antrag zur Verfügung. Diese Daten sollen helfen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern, wie auch Stefanie Stoff-Ahnis vom GKV-Spitzenverband in ihrer Stellungnahme unterstrich. (Quelle: aerztezeitung.de)
BGH: Keine Haftung für Ärzte bei Corona-Impfungen - Staat in Pflicht
Der BGH entschied: Ärzte haften nicht für Corona-Impfschäden, da bis April 2023 der Staat im Rahmen einer hoheitlichen Aufgabe verantwortlich war.
Der BGH entschied: Ärzte haften nicht für Corona-Impfschäden, da bis April 2023 der Staat im Rahmen einer hoheitlichen Aufgabe verantwortlich war.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass Ärzte nicht für mögliche Schäden durch Coronaimpfungen haften. Stattdessen liegt die Verantwortung beim Staat, da die Coronaimpfungen bis zum 7. April 2023 als hoheitliche Aufgabe ausgeführt wurden. Eine Klage eines Mannes gegen eine Dortmunder Ärztin, die bei ihm nach einer dritten Impfung eine Herzkrankheit festgestellt hatte, wurde abgewiesen. Der Kläger hatte behauptet, die Impfung sei fehlerhaft verabreicht und er sei nicht ausreichend aufgeklärt worden. Seine Forderung nach Schmerzensgeld wurde durch alle Instanzen abgelehnt. Der BGH stellte klar, dass niedergelassene Ärzte als Erfüllungsgehilfen des Staates agierten und daher nur eine Haftung des Staates in Betracht komme. Die Impfungen fanden im Rahmen der "Corona-Impfkampagne" des Bundesgesundheitsministeriums statt, die nicht nur die Geimpften, sondern auch die Erhaltung zentraler staatlicher Funktionen schützen sollte (Quelle: aerztezeitung.de).
Kein Erstattungsanspruch für Lohnkosten bei Corona-Quarantäne
Keine Erstattung für Lohnkosten bei Quarantäne: Bundesgericht urteilt gegen Arbeitgeberansprüche bei symptomlosen Infektionen.
Keine Erstattung für Lohnkosten bei Quarantäne: Bundesgericht urteilt gegen Arbeitgeberansprüche bei symptomlosen Infektionen.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass Arbeitgebern, darunter niedergelassene Ärzte, keine Erstattung für Lohnfortzahlungen während der Corona-Quarantäne ihrer Mitarbeiter zusteht. Dies gelte auch bei symptomlosen Infektionen. Im Fall einer Minijobberin, die sich symptomlos in Quarantäne befand, wies das Gericht die Klage einer Arbeitgeberin ab, die eine Erstattung der Lohnkosten verlangte. Trotz mehrfacher Impfungen sei die Infektion als Krankheit anzusehen, die Arbeitsunfähigkeit begründe. Das Bundesarbeitsgericht kam zu einem ähnlichen Urteil. Ein weiteres Urteil betrifft Selbstständige ohne Impfschutz: Einem Selbstständigen wurde eine Entschädigung wegen Quarantäne verweigert, da er die Möglichkeit einer Impfung ungenutzt ließ. Das Gericht argumentierte, die bloße Existenz einer Impfoption sei ausreichend, auch wenn diese die Infektion nicht sicher verhindern könne. Quelle: "Ärzte Zeitung"
Digitale Plattformen prägen Deutschlands Gesundheitsrecherche deutlich
Digitale Plattformen dominieren die Gesundheitsrecherche in Deutschland, doch Zweifel an der Verlässlichkeit der Informationen bleiben bestehen.
Digitale Plattformen dominieren die Gesundheitsrecherche in Deutschland, doch Zweifel an der Verlässlichkeit der Informationen bleiben bestehen.
Eine aktuelle Analyse der Bertelsmann Stiftung verdeutlicht den wachsenden Einfluss digitaler Plattformen auf die Gesundheitsrecherche in Deutschland. So haben 87 Prozent der von forsa befragten 2000 Bundesbürger angegeben, online nach gesundheitlichen Informationen zu suchen. Besonders Frauen und Menschen mit höherem Bildungsgrad nutzen das Internet häufig zur Gesundheitsrecherche. Innerhalb der digitalen Kanäle sind Suchmaschinen mit 87 Prozent am gefragtesten, gefolgt von Gesundheitsportalen mit 54 Prozent. Der Einsatz von KI-Chatbots stieg ebenfalls, wobei inzwischen 40 Prozent der Befragten auf diese Technologie zurückgreifen, berichtet die Ärzte Zeitung. Dennoch hegen viele Nutzer Zweifel an der Verlässlichkeit solcher digitalen Angebote: 59 Prozent der Befragten fühlten sich in sozialen Medien falsch informiert, 47 Prozent bei Suchmaschinen und 41 Prozent bei KI-Chatbots. Nur 26 Prozent empfanden Gesundheitsportale als irreführend. Daniela Schwarzer von der Bertelsmann Stiftung betont die Notwendigkeit verlässlicher Online-Informationsquellen.
Landessozialgericht Halle: Klare Nachweise für Hauptdiagnosen bei Abrechnungen nötig, um finanzielle und administrative Folgen für Krankenhäuser zu vermeiden.
Landessozialgericht Halle: Klare Nachweise für Hauptdiagnosen bei Abrechnungen nötig, um finanzielle und administrative Folgen für Krankenhäuser zu vermeiden.
Ein Krankenhaus darf nicht im Zweifelsfall eine Hauptdiagnose kodieren, wenn diese von vornherein ausgeschlossen ist, entschied das Landessozialgericht Halle. Die Richter betonten, dass eine unklare Alternative keine Ausnahme von der Regel ermöglicht und die gegebene Richtlinie strikt einzuhalten sei. Diese Entscheidung wirkt sich auf die Abrechnungspraxis der Krankenhäuser aus und könnte finanzielle und administrative Folgen haben. Die Meldung stammt von aerztezeitung.de.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
09.10.2025
Einweihung des FDZ Gesundheit: Neue Ära für Gesundheitsforschung
Das neue FDZ Gesundheit bietet eine zentrale Plattform für sichere Gesundheitsforschung und markiert einen Fortschritt für datengestützte Prävention und Therapie.
Das neue FDZ Gesundheit bietet eine zentrale Plattform für sichere Gesundheitsforschung und markiert einen Fortschritt für datengestützte Prävention und Therapie.
Das Bundesgesundheitsministerium hat heute das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) eingeweiht. Es bietet zukünftig eine zentrale Infrastruktur zur sicheren Bereitstellung und Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte die Bedeutung des Zentrums für ein datengestütztes Gesundheitswesen, das Erkenntnisse für präzisere Präventionsmaßnahmen und effizientere Therapien liefern könne. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) betreut das Zentrum, das bereits pseudonymisierte Daten von GKV-Versicherten von 2009 bis 2023 enthält. Der Zugang wird streng kontrolliert und ist an medizinische Forschungszwecke gebunden. Dies markiert einen Fortschritt für die Gesundheitsforschung in Deutschland unter Beachtung höchster Datenschutzstandards.
AOK fordert bessere rechtliche Regelungen für Akteneinsicht von Patienten
Der AOK-Bundesverband fordert klare gesetzliche Regelungen für einen verbesserten Zugang zu Patientenakten, um Hürden und rechtliche Unklarheiten abzubauen.
Der AOK-Bundesverband fordert klare gesetzliche Regelungen für einen verbesserten Zugang zu Patientenakten, um Hürden und rechtliche Unklarheiten abzubauen.
Patientinnen und Patienten stoßen häufig auf Hürden, wenn sie Einsicht in ihre Krankenakte nehmen wollen. Der AOK-Bundesverband verlangt rechtliche Nachbesserungen, sowohl bei der Akteneinsicht als auch bei der Entlastung der Beweislast im Schadensfall. Eine Umfrage unter knapp 3.300 Personen zeigt, dass viele erheblichen Aufwand betreiben müssen, um ihre Akten zu erhalten. Ein Drittel benötigte Unterstützung, vielfach durch die Krankenkasse oder rechtliche Beratung. Fast 15 Prozent waren sich ihres Rechts auf Einsicht nicht bewusst. 16 Prozent der Befragten fanden die Akten unvollständig vor, oft fehlten Befunde oder Laborwerte. Dr. Carola Reimann vom AOK-Bundesverband fordert daher rechtliche Konsequenzen, falls Einsicht grundlos verwehrt wird, und eine gesetzliche Regelung zur Aufbereitung der Akten. Die AOK-Gemeinschaft fordert zudem, die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zur kostenlosen Bereitstellung der Patientenakte in nationales Recht zu übertragen. (Quelle: aerztezeitung.de)
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