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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
15.10.2025
Regierung investiert 500 Mrd. Euro: Tariftreuegesetz soll Arbeitsplätze sichern
Mit 500 Mrd. Euro Investitionen und einem neuen Tariftreuegesetz setzt die Regierung auf Arbeitsplatzsicherung und faire Löhne bei öffentlichen Aufträgen.
Mit 500 Mrd. Euro Investitionen und einem neuen Tariftreuegesetz setzt die Regierung auf Arbeitsplatzsicherung und faire Löhne bei öffentlichen Aufträgen.
500 Milliarden Euro - noch nie hat eine Bundesregierung derart große Finanzmittel mobilisiert, um das Land voranzubringen. Investitionen erfolgen in Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Klimaschutz und die Modernisierung von Verkehrswegen. Diese umfassende Modernisierung wird zahlreiche öffentliche Ausschreibungen mit sich bringen, wie die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, im Plenum des Deutschen Bundestages am 10. Oktober 2025 erklärte. Die Schaffung sicherer Arbeitsplätze steht dabei im Vordergrund. Um Lohndumping bei öffentlichen Ausschreibungen zu verhindern, hat die Bundesregierung ein Tariftreuegesetz vorgeschlagen. Es verpflichtet bei der Vergabe von Aufträgen des Bundes zur Einhaltung tariflicher Arbeitsbedingungen. Unternehmen, die nicht tarifgerecht zahlen, riskieren den Verlust von Aufträgen. Laut Bas ist das Gesetz ein Signal für eine starke Sozialpartnerschaft, die zur Stabilität in wirtschaftlichen Krisen beiträgt. (Quelle: BMAS)
Zukunftspakt Pflege: Bund und Länder planen umfassende Reformen
Bund und Länder arbeiten an einer Reform der Pflegeversicherung, um Effizienz zu steigern und finanzielle Stabilität zu sichern. Abschlussergebnisse werden 2025 erwartet.
Bund und Länder arbeiten an einer Reform der Pflegeversicherung, um Effizienz zu steigern und finanzielle Stabilität zu sichern. Abschlussergebnisse werden 2025 erwartet.
Das Bundesgesundheitsministerium hat bekanntgegeben, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" Zwischenergebnisse ihrer Beratungen präsentiert hat, die das Ziel verfolgen, die soziale Pflegeversicherung nachhaltig zu reformieren. Laut Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist eine umfassende Reform notwendig, zu der Bund und Länder gleichermaßen beitragen müssen. Eine pure Erhöhung der Beiträge wird als nicht ausreichend erachtet. Die Effizienz in der Pflege soll gesteigert werden, während die finanzielle Tragfähigkeit des Systems gesichert werden muss. Ein zentraler Bestandteil sei die Stärkung der ambulanten Pflege, um Menschen den Verbleib in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Die Arbeitsgruppe will bis zur Abschlusssitzung im Dezember 2025 konkrete Reformvorschläge vorlegen. (Quelle: Bundesgesundheitsministerium)
Infektionen steigern Thromboserisiko – Metaanalyse klärt auf
Infektionen erhöhen das Thromboserisiko erheblich, wie eine Metaanalyse zeigt. Kliniker sollten das Risiko bei allen Infektionspatienten beachten.
Infektionen erhöhen das Thromboserisiko erheblich, wie eine Metaanalyse zeigt. Kliniker sollten das Risiko bei allen Infektionspatienten beachten.
Infektionen erhöhen das Risiko für venöse Thromboembolien deutlich, unabhängig von Art und Dauer der Erkrankung, so erinnert eine umfassende Metaanalyse. Diese Ergebnisse heben die Notwendigkeit hervor, das Thromboserisiko bei Patienten mit Infektionen im klinischen Alltag zu berücksichtigen. Die Quelle, "aerztezeitung.de", berichtet, dass dies nicht nur für COVID-19 gilt, sondern für Infektionen generell. Weitere Einblicke in die vollständige Analyse sowie detaillierte Ergebnisse sind nach einem Login auf der Webseite verfügbar.
Einsamkeit erhöht Sterblichkeitsrisiko bei Krebspatienten deutlich
Einsamkeit steigert das Sterblichkeitsrisiko von Krebspatienten erheblich, zeigen neue Studien. Soziale Netzwerke sollten in der Betreuung berücksichtigt werden.
Einsamkeit steigert das Sterblichkeitsrisiko von Krebspatienten erheblich, zeigen neue Studien. Soziale Netzwerke sollten in der Betreuung berücksichtigt werden.
Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse haben gezeigt, dass Einsamkeit und soziale Isolation mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit bei Krebspatienten assoziiert sind. Dies könnte sich negativ auf die Prognose der Patienten auswirken. Es erscheint daher sinnvoll, onkologische Patienten über ihre sozialen Netzwerke zu befragen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, das soziale Umfeld bei der onkologischen Versorgung stärker zu berücksichtigen, berichtet die „Ärzte Zeitung“.
Studie: Raucherstopp im Alter kann Demenzrisiko senken
Ein Rauchstopp im Alter kann laut britischer Studie das Demenzrisiko verringern und den kognitiven Abbau verlangsamen.
Ein Rauchstopp im Alter kann laut britischer Studie das Demenzrisiko verringern und den kognitiven Abbau verlangsamen.
Eine aktuelle britische Studie zeigt, dass der Ausstieg aus dem Rauchen selbst im höheren Alter von Vorteil sein kann. Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Raucherentwöhnung und einem verlangsamten kognitiven Abbau festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Aufhören mit dem Rauchen das Risiko einer Demenzerkrankung senken könnte. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Längsschnittstudie, die darauf hinweist, wie wichtig es ist, auch im fortgeschrittenen Alter gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen. Quelle: aerztezeitung.de.
"Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt, Mittel für Prävention geplant"
Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt bestehen, während neue Präventionspläne zur Reform der Pflegeversicherung vorgestellt werden.
Zukunftspakt Pflege: Pflegegrad 1 bleibt bestehen, während neue Präventionspläne zur Reform der Pflegeversicherung vorgestellt werden.
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ hat in einer digitalen Sitzung erste Zwischenergebnisse zur Reform der sozialen Pflegeversicherung vorgestellt, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Dabei ist insbesondere die umstrittene Streichung des Pflegegrads 1 vom Tisch. Die Unterscheidung nach Pflegegraden soll bestehen bleiben, allerdings sollen die Strukturen des Leistungsrechts vereinfacht werden. Im Zwischenbericht empfiehlt die Fach-AG die Umwidmung der Mittel des Entlastungsbetrags von Pflegegrad 1 in eine präventionsorientierte Begleitung der Pflegebedürftigen. Zudem bleibt die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen ungeklärt. Die Länder sehen eine Stabilisierung der Finanzlage nur bei Finanzierung dieser Leistungen durch Steuermittel als erreichbar an. Der Pflegevorsorgefonds soll einen stärkeren Beitrag zur Stabilisierung des Beitragssatzes leisten, was möglicherweise dessen Mittelzufluss betrifft. Aus der SPD-Fraktion wird kritisiert, dass das vorgelegte Konzept noch keine vollständige Reform darstellt.
Pflegeheimkosten: Hohe finanzielle Belastung trotz Zuschüssen
Trotz Zuschüssen übersteigen Pflegeheimkosten oft 3000 Euro, was zu großen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und Angehörige führt.
Trotz Zuschüssen übersteigen Pflegeheimkosten oft 3000 Euro, was zu großen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und Angehörige führt.
Wer einen Platz in einem Pflegeheim gefunden hat, kann sich glücklich schätzen. Noch glücklicher ist, wer ihn auch bezahlen kann. Mehr als 3000 Euro kostet ein Pflegeheimplatz im Durchschnitt. Die Kosten setzen sich aus vier Hauptkomponenten zusammen, und trotz steigender Zuschüsse bleibt die finanzielle Entlastung gering. Diese Situation führt oft zu erheblichen finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Ausschlaggebend für die genaue Höhe der Kosten sind mehrere Faktoren, darunter die Pflegegradstufe und regionale Preisunterschiede. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Blutdrucksenker verringern Sterberisiko bei Senioren über 60 Jahren
Blutdrucksenker senken das Sterberisiko bei über 60-Jährigen, wie eine Cochrane-Analyse mit 26.795 Teilnehmern bestätigt.
Blutdrucksenker senken das Sterberisiko bei über 60-Jährigen, wie eine Cochrane-Analyse mit 26.795 Teilnehmern bestätigt.
Eine aktuelle Cochrane-Analyse bestätigt, dass die Behandlung von Menschen über 60 Jahren mit Hypertonie das Risiko für Mortalität sowie Herzinfarkte oder Schlaganfälle verringert. Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet, basiert die Untersuchung auf der systematischen Auswertung von 16 Studien mit 26.795 Teilnehmern. Im Durchschnitt waren diese 73,8 Jahre alt und litten unter mittel- bis schwerer Hypertonie. Im Vergleich zu Placebo oder keiner Behandlung über 3,8 Jahre senkten blutdrucksenkende Medikamente das Sterberisiko von 11 auf 10 Prozent (RR 0.91) und reduzierten die kardiovaskuläre Mortalität und Morbidität von 14 auf 10 Prozent (RR 0.72). Zudem sank die zerebrovaskuläre Mortalität und Morbidität unter Medikation auf 3,4 Prozent (im Vergleich zu 5,4 Prozent; RR 0.66). Die Daten zeigen bei Menschen über 80 Jahren zwar keine signifikante Senkung der Gesamtmortalität, jedoch positive Effekte auf die kardiovaskuläre Gesundheit. Die Studien stellten zudem fest, dass Nebenwirkungen häufiger zu Studienabbrüchen führten.
"Erlangen-Index fördert Prähabilitation vor OPs im Alter"
Der neue Erlangen-Index hilft Urologen, die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einzuschätzen und fördert somit eine gezielte Prähabilitation.
Der neue Erlangen-Index hilft Urologen, die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einzuschätzen und fördert somit eine gezielte Prähabilitation.
Urologische Krankheiten sind oft altersassoziiert und durch den demografischen Wandel besonders relevant. Um die Fitness älterer Patienten vor Operationen besser einschätzen zu können, haben Urologen der Uniklinik Erlangen den „Erlangen-Index“ entwickelt. Dieser Index soll die Prähabilitation fördern, also die Vorbereitung der Patienten auf chirurgische Eingriffe. Details dazu werden im Gespräch mit dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Urologie in der Ärzte Zeitung gegeben.
RKI-Bericht: Erfolgreiche RSV-Impfung senkt Inzidenz bei Älteren erheblich
RSV-Impfung zeigt Wirkung: Deutlicher Rückgang der Inzidenz bei Älteren, so der aktuelle RKI-Bericht zur vergangenen ARE-Saison 2024/25.
RSV-Impfung zeigt Wirkung: Deutlicher Rückgang der Inzidenz bei Älteren, so der aktuelle RKI-Bericht zur vergangenen ARE-Saison 2024/25.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Übersicht zur Situation akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der vergangenen Saison 2024/25 veröffentlicht. Erstmals wurde dabei die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur RSV-Impfung für ältere Erwachsene und Säuglinge berücksichtigt. Insgesamt verringerte sich die Inzidenz bei älteren Erwachsenen und Säuglingen nach der Impfempfehlung signifikant. Für COVID-19 und Influenza wurden ähnliche saisonale Muster wie vor der Pandemie festgestellt, während für das Coronavirus keine ausgeprägte Saisonalität erkennbar ist. Die Datenanalyse des RKI basiert auf wöchentlichen Erhebungen über das gesamte Jahr und illustriert die Entwicklung der Fallzahlen, Hospitalisierungen und Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19, Influenza und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Die Beobachtungen stimmen mit europäischen Erkenntnissen überein, die auf eine fortdauernde Sommeraktivität von COVID-19 hinweisen. Quelle: aerztezeitung.de (10.10.2025).
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