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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.10.2025
Europäischer Gesundheitskongress: Zukunft der ambulanten Versorgung im Fokus
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München standen die Zukunft der ambulanten Versorgung und neue Konzepte wie das HÄPPI-Modell im Fokus.
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München standen die Zukunft der ambulanten Versorgung und neue Konzepte wie das HÄPPI-Modell im Fokus.
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München wurde auf die tiefgreifenden Veränderungen hingewiesen, denen die ambulante ärztliche Versorgung gegenübersteht. Digitale Praxen und Teilzeitmodelle sind im Kommen, doch nicht alle Probleme lassen sich allein digital lösen, betont Harald Ritter, stellvertretender Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Das HÄPPI-Konzept, das „Hausärztliche Primärversorgungszentren Patientenversorgung interprofessionell“ bezeichnet, wird als Modell der Zukunft geprüft. Bernhard Seidenrath von der CSU sieht in Bayern Chancen für dieses Konzept, während Andreas Hanna Krahl von den Grünen auf den Reformbedarf verweist. In neuen Versorgungsmodellen, sogenannten Avatar-Praxen, bieten Ärzte im Home-Office per Videosprechstunde ihre Dienste an. Diese Veränderungen wirken sich besonders auf jüngere Patienten aus, da diese Modelle für ältere, chronisch kranke Menschen weniger geeignet erscheinen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
RSV-Impfung: Wirksam auch bei immungeschwächten Personen
Die RSV-Impfung wirkt bei immungeschwächten Personen gut, zeigt aber im ersten Jahr nach Transplantation und unter Mycophenolat-Therapie schwächere Ergebnisse.
Die RSV-Impfung wirkt bei immungeschwächten Personen gut, zeigt aber im ersten Jahr nach Transplantation und unter Mycophenolat-Therapie schwächere Ergebnisse.
Die RSV-Impfung zeigt auch bei Personen mit eingeschränktem Immunsystem, wie Organempfängern und Menschen mit chronischer Niereninsuffizienz, eine gute zelluläre und humorale Immunantwort. Insbesondere im ersten Jahr nach einer Transplantation und unter einer Mycophenolat-Therapie ist die Immunantwort jedoch eingeschränkt, berichtet die Ärzte Zeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
22.10.2025
Studie: Notwendigkeit von Pausen für Produktivität in Pflege erkennen
Eine Studie zeigt, dass regelmäßige Pausen in der Pflege die Produktivität und Konzentration deutlich steigern, obwohl sie oft vernachlässigt werden.
Eine Studie zeigt, dass regelmäßige Pausen in der Pflege die Produktivität und Konzentration deutlich steigern, obwohl sie oft vernachlässigt werden.
Pausen sind wichtig für die Produktivität, das ist allgemein bekannt. Dennoch ignorieren viele Arbeitnehmer an stressigen Tagen diese Erholungsphasen, um zusätzliche Aufgaben zu erledigen, was ihnen auf lange Sicht schadet. Eine aktuelle Studie hebt die Vorteile von Pausen für Produktivität, Arbeitsqualität und Konzentration hervor. Trotz des Bewusstseins für deren positive Effekte verzichten viele dennoch darauf. "Viele machen trotzdem weiter, wenn alle Lampen auf Rot stehen", so beschreibt Mentalcoach Thomas Theurillat das Verhalten, das er bei Führungskräften, Politikern und Extremsportlern beobachtet hat. Fachkräfte aus der Pflege sowie Führungskräfte aus Altenheimen und Pflegediensten könnten von diesen Erkenntnissen profitieren, um den Arbeitsalltag ihrer Teams zu verbessern. Laut FAZ.NET gilt es, einen Weg zu finden, um die Kommunikation über die Wichtigkeit von Pausen zu stärken und praktikable Lösungen für deren Integration in den Arbeitsalltag zu entwickeln.
WBVG schützt Pflegebedürftige: Klare Regeln für Pflegeverträge
Das WBVG sichert Pflegebedürftige durch klare Regeln für Pflegeverträge und schützt vor Benachteiligungen in Einrichtungen, auch bei Kosten und Pflegebedarfsänderungen.
Das WBVG sichert Pflegebedürftige durch klare Regeln für Pflegeverträge und schützt vor Benachteiligungen in Einrichtungen, auch bei Kosten und Pflegebedarfsänderungen.
Das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) dient bundesweit als Schutzmechanismus für Menschen in Pflegeeinrichtungen und regelt die Rechte und Pflichten bei Vertragsabschlüssen. Dieses Gesetz verhindert Benachteiligungen pflegebedürftiger Menschen, insbesondere durch die Regelung der Informationspflichten der Pflegeunternehmen. Bevor ein Vertrag geschlossen wird, sollen die Bedingungen klar dargelegt sein. Das WBVG umfasst auch Bestimmungen zur Anpassung bei wechselnden Pflegebedarfen und zu möglichen Kostenänderungen. Es ist anwendbar auf verschiedene Wohnformen, von klassischen Pflegeheimen über Tages- und Nachtpflege bis zu betreuten Wohngemeinschaften. Zusätzlich zum WBVG haben die Bundesländer individuelle Heimgesetze, die sich mit ordnungsrechtlichen Fragen, wie der Ausstattung und Betriebsgenehmigungen von Pflegeeinrichtungen, befassen. Seit einer Reform 2007 gestalten die Länder diese Gesetze eigenständig. Probleme mit Einrichtungsbetreibern können durch Beratung bei Verbraucherzentralen und ähnlichen Institutionen gelöst werden. Diese Informationen basieren auf Angaben der Verbraucherzentrale.
Bürokratie bremst Fortschritt: Beim Europäischen Gesundheitskongress kritisierten Experten, dass Regelwerke und Anträge Innovationen im Gesundheitswesen behindern.
Bürokratie bremst Fortschritt: Beim Europäischen Gesundheitskongress kritisierten Experten, dass Regelwerke und Anträge Innovationen im Gesundheitswesen behindern.
Beim Europäischen Gesundheitskongress in München wurden Hemmnisse bei der Umsetzung von Innovationen in die Regelversorgung im Gesundheitswesen diskutiert, berichtet die „Ärzte Zeitung". Dr. Ralf Langejürgen vom BKK Landesverband Bayern kritisierte die mangelnde Übertragbarkeit von Modellen in die Praxis. Aufsichtsbehörden und eine Flut von Anträgen erschwerten den Innovatoren die Umsetzung. Professor Martin Dietrich vom Bundesgesundheitsministerium betonte die Bedeutung agiler Transferprozesse, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Der Innovationsfonds werde oft von Bürokratie ausgebremst. Anja Schramm von der Audi BKK hob die Qualität der vom Innovationsfonds geförderten Projekte hervor, doch auch sie forderte einen verbesserten Transfer der Innovationen in die Praxis. Das aktuelle, vom Innovationsfonds geförderte Projekt „moVe-it“ beschäftigt sich mit der Behandlung von Spastiken nach Schlaganfall, wobei eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit angestrebt wird.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
22.10.2025
PKV-Institut fordert tiefgreifende Strukturreformen für stabile GKV-Beiträge
Das PKV-Institut drängt auf umfassende Reformen, um steigende GKV-Beiträge zu verhindern und langfristige Stabilität sicherzustellen.
Das PKV-Institut drängt auf umfassende Reformen, um steigende GKV-Beiträge zu verhindern und langfristige Stabilität sicherzustellen.
Das Wissenschaftliche Institut der PKV hebt in einer aktuellen Analyse hervor, wie dringend Strukturreformen notwendig sind, um das Wachstum der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu begrenzen. Ein reines Sparpaket reiche nicht aus, um stabile Beitragssätze zu garantieren, wie die Mitglieder des PKV-Instituts verdeutlichen. Es sei essentiel, parallel zu finanziellen Maßnahmen auch organisatorische Änderungen einzuführen. Dieser Aufruf seitens des Instituts spiegelt die anhaltenden Sorgen über die Finanzlage der GKV wider und unterstreicht die Notwendigkeit eines strategischeren Reformansatzes, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Die ausführliche Analyse ist auf "aerztezeitung.de" verfügbar.
Geriatrisches Assessment kann Behandlung von Prostatakrebs verbessern
Geriatrisches Assessment vor Prostatakrebs-Therapie kann bei älteren Patienten eine weniger aggressive Behandlung ermöglichen, ohne die Prognose zu verschlechtern.
Geriatrisches Assessment vor Prostatakrebs-Therapie kann bei älteren Patienten eine weniger aggressive Behandlung ermöglichen, ohne die Prognose zu verschlechtern.
Erhalten ältere Prostatakrebs-Patienten vor Beginn ihrer Therapie ein geriatrisches Assessment, kann dies zu einer weniger aggressiven Behandlung führen, ohne dass ihre Prognose darunter leidet. Diese Erkenntnisse stammen aus Frankreich und legen nahe, dass eine an die individuellen gesundheitlichen Gesamtsituation angepasste Strategie vorteilhaft sein könnte. Dieser Ansatz könnte dazu beitragen, unnötige Behandlungen bei älteren Patienten zu vermeiden, während gleichzeitig die Lebenserwartung nicht negativ beeinflusst wird. Solche Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines geriatrischen Assessments bei der Behandlung von Prostatakrebs im höheren Alter. Quellen: Ärztezeitung.de.
Medikamentengabe: Chronobiologie erfordert neue Glukokortikoid-Praxis
Die Glukokortikoid-Verordnung sollte chronobiologisch angepasst werden: Eine morgendliche Gabe ist effizienter als die übliche Zweiteilung in den Morgen- und Abendstunden.
Die Glukokortikoid-Verordnung sollte chronobiologisch angepasst werden: Eine morgendliche Gabe ist effizienter als die übliche Zweiteilung in den Morgen- und Abendstunden.
Laut einem Bericht der "Ärzte Zeitung" bleibt die Aufteilung der Glukokortikoid-Verordnung auf eine morgendliche und eine abendliche Dosis meist unsinnig und kann negative Folgen haben. Stattdessen wird empfohlen, Glukokortikoide in die Morgenmedikation zu integrieren, da dies chronobiologisch sinnvoller ist. Dr. Bianca Bach hebt hervor, dass diese Praxis Veränderungen bei der Medikation notwendig machen könnte, um optimal auf die biologischen Rhythmen des Körpers einzugehen. Der Quellenbericht mahnt dazu, bisherige Gewohnheiten zu überdenken und betont die Relevanz einer zeitlich abgestimmten Verordnung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
21.10.2025
Sprunghafter Anstieg ukrainischer Berufsqualifikationen in Deutschland
Der Krieg in der Ukraine führt zu einer Verfünffachung ukrainischer Berufsqualifikations-Anerkennungen in Deutschland, besonders in Pflege und Ingenieurwesen.
Der Krieg in der Ukraine führt zu einer Verfünffachung ukrainischer Berufsqualifikations-Anerkennungen in Deutschland, besonders in Pflege und Ingenieurwesen.
Der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine hat einen sprunghaften Anstieg der Anerkennung ukrainischer Berufsqualifikationen in Deutschland zur Folge. Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden im vergangenen Jahr 7.335 Anträge auf Anerkennung von ukrainischen Ausbildungswegen gestellt, was eine Verfünffachung des Antragsaufkommens innerhalb von zwei Jahren darstellt. Die Ukraine ist damit nach der Türkei das Land mit den zweitmeisten Anträgen in Deutschland. Insgesamt wurden 2024 fast 82.000 Anerkennungsbescheide ausgestellt. Die häufigsten Anträge betrafen Pflegefachkräfte und Gesundheits- und Krankenpfleger; ukrainische Ingenieure reichen die meisten Anträge ein, gefolgt von Pflegekräften. In 95 Prozent der Verfahren wurde eine volle oder teilweise Gleichwertigkeit festgestellt. Behördenchef Friedrich Hubert Esser sieht in der Anerkennung ausländischer Qualifikationen einen zentralen Faktor für eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Gesundheitssektor: Bürokratie fordert mehr Personal in Arztpraxen
Mehr Bürokratie zwingt zahllose Arztpraxen zur Aufstockung: Seit 2022 verzeichnet der Gesundheitssektor 14 Prozent mehr Personal, um dem Verwaltungsaufwand gerecht zu werden.
Mehr Bürokratie zwingt zahllose Arztpraxen zur Aufstockung: Seit 2022 verzeichnet der Gesundheitssektor 14 Prozent mehr Personal, um dem Verwaltungsaufwand gerecht zu werden.
Seit 2022 haben 14 Prozent aller Betriebe im Gesundheitsbereich mehr Personal eingestellt, um die gestiegene Bürokratie zu bewältigen. Darunter sind auch viele Arztpraxen, so eine Studie, die in der Ärzte Zeitung veröffentlicht wurde.
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