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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.10.2025
Neuer GKV-Chef fordert bessere Patientensteuerung vor Arztbesuchen
GKV-Chef Oliver Blatt mahnt zur besseren Patientensteuerung vor Arztbesuchen, um die Finanzlage der Krankenkassen zu stabilisieren.
GKV-Chef Oliver Blatt mahnt zur besseren Patientensteuerung vor Arztbesuchen, um die Finanzlage der Krankenkassen zu stabilisieren.
Oliver Blatt, neuer Chef des GKV-Spitzenverbandes, sieht dringenden Handlungsbedarf in der Patientensteuerung bereits vor dem Besuch einer Arztpraxis. Diese Ansicht vertritt er, während er gleichzeitig die desaströse Finanzlage der Krankenkassen hervorhebt. Die Herausforderung, Patienten effizienter zu steuern, sei nicht ausschließlich Sache der Ärzte, betont Blatt. Eine umfassendere Herangehensweise, die auch andere Akteure im Gesundheitssystem einbezieht, sei notwendig, um die systeminternen Abläufe zu optimieren. Dies erklärte Blatt in einem Interview mit der Quelle „Ärzte Zeitung“.
ePA: Medikationsplan und neue Funktionen verbessern Patientensicherheit
Neue ePA-Funktionen ab 2026: Ein Medikationsplan verbessert Patientensicherheit und Therapie durch strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise.
Neue ePA-Funktionen ab 2026: Ein Medikationsplan verbessert Patientensicherheit und Therapie durch strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise.
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist seit Oktober verpflichtend eingeführt worden. Laut Lena Dimde, Product Ownerin der ePA bei der gematik, werden ab 2026 neue Funktionen ergänzt. Der digitale Medikationsprozess soll um einen Medikationsplan erweitert werden, der strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise umfasst. Dies verbessert die Arzneimitteltherapie- und Patientensicherheit. Zusätzlich ist eine Volltextsuche geplant, um relevante Informationen schnell auffinden zu können. Medizinische Informationsobjekte wie Mutterpass, Impfpass und Kinderuntersuchungsheft sollen künftig auch integriert werden, allerdings stehen die zeitlichen Planungen noch nicht fest. Die Unterschiede zwischen der Medikationsliste, die eine Historie aller Aktivitäten umfasst, und dem neuen Medikationsplan, der aktuelle Medikamenteneinnahmen anzeigt, werden hervorgehoben. Dies sind wichtige Informationen für die Behandlung, da Ärzte sehen können, ob verordnete Medikamente abgeholt wurden. Diese Informationen stammen von der Ärzte Zeitung.
CKD begünstigt Immunalterung: Anstieg des Infektionsrisikos ab Stadium 3a
CKD fördert Immunalterung: Ab Stadium 3a erhöht sich das Infektionsrisiko, weshalb Impfungen für den Schutz der Betroffenen entscheidend sind.
CKD fördert Immunalterung: Ab Stadium 3a erhöht sich das Infektionsrisiko, weshalb Impfungen für den Schutz der Betroffenen entscheidend sind.
Eine chronische Nierenkrankheit (CKD) beeinträchtigt die Immunabwehr auf vielfältige Art und Weise und führt zu einer Art vorzeitigen Alterung des Immunsystems, ähnlich wie das bei Menschen ohne CKD im hohen Alter passiert, erläuterte Professor Matthias Girndt vom Universitätsklinikum Halle. Etwa ab dem CKD-Stadium 3a steigt das Risiko, wegen Infektionen ins Krankenhaus zu müssen, spürbar an. Im Stadium der Dialysepflicht ist die Abwehr dann ähnlich stark eingeschränkt wie bei einer oralen Prednisolon-Therapie. Infektionsschutz durch Impfungen ist daher ein wesentlicher Faktor, betonte der Nephrologe. Zwar sei die Immunantwort bei T-Zell-abhängigen Impfstoffen wie Grippe- und RNA-basierten Covid-Impfstoffen eingeschränkt, aber bei Impfungen mit weniger T-Zell-abhängigen Antigenen, wie Pneumokokken, sei das Impfansprechen oft noch ausgezeichnet. Die Quelle dieser Informationen ist aerztezeitung.de.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
24.10.2025
Zentralinstitut und AWMF übernehmen NVL-Programm: Neustart bestätigt
Neustart für NVL-Programm: Zi und AWMF übernehmen nach ÄZQ-Abwicklung Leitung und setzen erste Schritte zur Aktualisierung und Reaktivierung der Leitlinien um.
Neustart für NVL-Programm: Zi und AWMF übernehmen nach ÄZQ-Abwicklung Leitung und setzen erste Schritte zur Aktualisierung und Reaktivierung der Leitlinien um.
Nach der Abwicklung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zum Ende des Jahres 2024 haben das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) den operativen Betrieb der Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) wiederaufgenommen. Laut einem Bericht des Zi sind nun alle rechtlichen Fragen geklärt und Stellen besetzt. Die Gremien des NVL-Programms sind bereits zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. In den kommenden Wochen soll der Aktualisierungsbedarf der bestehenden Leitlinien ermittelt und die Leitliniengruppen neu zusammengestellt werden. Zudem steht die Reaktivierung des Internetauftritts unter der Adresse www.nvl-programm.de bevor, die zurzeit noch als Reservierung existiert. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Reform der Pflegeversicherung: Anpassungen der Pflegegrade geplant
Bund und Länder planen eine umfassende Reform der Pflegeversicherung, die Anpassungen der Pflegegrade sowie gebündelte Beratungsleistungen vorsieht.
Bund und Länder planen eine umfassende Reform der Pflegeversicherung, die Anpassungen der Pflegegrade sowie gebündelte Beratungsleistungen vorsieht.
Bund und Länder arbeiten an einer umfassenden Reform der Pflegeversicherung, wobei erste Zwischenergebnisse vorliegen. Geplante Änderungen betreffen sowohl die Anpassung der Pflegegrade als auch den Pflegevorsorgefonds und sollen auch gebündelte Beratungsleistungen für etwa 5,7 Millionen Pflegebedürftige bieten, doch bleibt unklar, in welche Richtung die Reform letztendlich gehen wird, so der Bericht von aerztezeitung.de. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) hebt hervor, dass trotz der Reform die soziale Pflegeversicherung als Umlage- und Teilleistungssystem beibehalten wird, wobei Lösungen zur Begrenzung von Eigenanteilen gesucht werden. In der Debatte um eine solidarische Pflegevollversicherung ziehen Sozialverbände, Gewerkschaften und Pflegeverbände gemeinsam an einem Strang, während der Verband der Privaten Krankenversicherung vor den finanziellen Implikationen warnt und mehr Eigenverantwortung und kapitalgedeckte Vorsorge fordert. Ausgang der Diskussionen bleibt offen.
Erhöhte Infektionszahlen: SARS-CoV-2 und Influenza nehmen zu
SARS-CoV-2 und Influenza steigen an: Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 wächst, angetrieben von Variante XFG, während die Abwasser-Viruslast zunimmt.
SARS-CoV-2 und Influenza steigen an: Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 wächst, angetrieben von Variante XFG, während die Abwasser-Viruslast zunimmt.
In Deutschland sind derzeit vor allem das SARS-CoV-2 und Influenza als aktive Atemwegserreger verzeichnet. Die 7-Tages-Inzidenz von COVID-19 zeigt einen deutlichen Anstieg. Besonders die rekombinante Variante XFG trägt maßgeblich zu den Corona-Infektionen bei, so die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts und des Bundesministeriums für Gesundheit vom 19. Oktober. Die Viruslast von SARS-CoV-2 im Abwasser nimmt ebenfalls wieder zu. Trotz eines leichten Rückgangs in der Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen steigen die Arztbesuche deswegen moderat. Stationäre Fälle bleiben auf einem niedrigen Niveau, während die Influenza-Inzidenz langsam anzieht. Diese Entwicklungen werden vom "Ärztezeitung.de" Bericht verdeutlicht.
Karlsruhe stärkt Diakonie: Absage an konfessionslose Bewerberin rechtens
Karlsruhe stärkt Diakonie: Konfessionsloser Bewerberin keine Entschädigung, Urteil zugunsten religiöser Selbstbestimmung verwiesen. Neustart für Bundesarbeitsgericht.
Karlsruhe stärkt Diakonie: Konfessionsloser Bewerberin keine Entschädigung, Urteil zugunsten religiöser Selbstbestimmung verwiesen. Neustart für Bundesarbeitsgericht.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aufgehoben, welches der Diakonie die Verpflichtung zur Zahlung einer Entschädigung an eine konfessionslose Bewerberin auferlegt hatte. Die Diakonie hatte die Frau nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen, weil sie keiner Konfession angehört, woraufhin die Bewerberin eine Klage wegen diskriminierender Praktiken einreichte. Karlsruhe entschied nun zugunsten der Diakonie, mit Verweis auf deren religiöses Selbstbestimmungsrecht, und betonte eine Verletzung dieser Rechte durch das vorhergehende Urteil. Der Fall wurde zur erneuten Verhandlung an das Bundesarbeitsgericht zurückverwiesen. Bereits seit über einem Jahrzehnt beschäftigen sich nationale und europäische Gerichte mit diesem Fall. Der Europäische Gerichtshof hatte 2018 entschieden, dass Kirchen ihr Selbstbestimmungsrecht bei Einstellungen nicht pauschal in Anspruch nehmen können. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Studie zeigt erhöhtes Herzrisiko bei langanhaltendem Diabetes auf
Die schwedische Studie enthüllt: Anhaltender Diabetes erhöht maßgeblich das Herzrisiko, was eine intensive kardiovaskuläre Überwachung erfordert.
Die schwedische Studie enthüllt: Anhaltender Diabetes erhöht maßgeblich das Herzrisiko, was eine intensive kardiovaskuläre Überwachung erfordert.
Eine aktuelle schwedische Registerstudie, die in der "Ärzte Zeitung" zitiert wird, zeigt die erheblichen Unterschiede im Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes auf. Über 400.000 Erwachsene wurden untersucht, wobei sich die Dauer der Erkrankung als wesentlicher Einflussfaktor herausstellte. Je länger die Diabeteserkrankung anhält, desto höher ist das kardiovaskuläre Risiko, unabhängig davon, ob es sich um Typ-1- oder Typ-2-Diabetes handelt. Dieses Ergebnis verdeutlicht die Notwendigkeit einer intensiven kardiovaskulären Überwachung über die gesamte Krankheitsdauer.
Diabetes erhöht Risiko schwerer Infektionen: Neue Therapien nötig
Diabetes-Patienten erleiden häufiger schwere Infektionen. Neue Therapieansätze sind nötig, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu schützen.
Diabetes-Patienten erleiden häufiger schwere Infektionen. Neue Therapieansätze sind nötig, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu schützen.
Menschen mit Diabetes sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, häufiger, länger und schwerer an Infektionen zu erkranken im Vergleich zu gesunden Menschen. Diese Erkenntnis bringt bedeutende Herausforderungen sowie therapeutische Implikationen mit sich, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Besonders der Zuckerstoffwechsel spielt dabei eine wesentliche Rolle, indem er Krankheitserreger in "Wallung" bringt und somit die Anfälligkeit für Infekte erhöht. Solche Infektionserkrankungen verlangen nach angepassten Behandlungsstrategien, um die Gesundheit der betroffenen Patienten besser zu schützen und deren Lebensqualität zu verbessern.
Diabetiker: Jede Vierte leidet an depressiver Verstimmung - Praxischeck empfohlen
Ein Viertel der Diabetiker leidet an Depressionen, ein Praxischeck wird empfohlen, um die Lebensqualität zu verbessern, so die Ärzte Zeitung.
Ein Viertel der Diabetiker leidet an Depressionen, ein Praxischeck wird empfohlen, um die Lebensqualität zu verbessern, so die Ärzte Zeitung.
Rund ein Viertel aller Patientinnen und Patienten mit Diabetes leidet an einer depressiven Verstimmung. Diese hohe Prävalenz hebt die Wichtigkeit eines Screenings auf Depressionen in der Arztpraxis hervor, so berichtet die Ärzte Zeitung. Der Artikel gibt einen Überblick über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten in diesem Zusammenhang. Eine verstärkte Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit von Diabetikern kann wesentlich zur Verbesserung ihrer allgemeinen Lebensqualität beitragen.
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