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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.10.2025
Bundesarbeitsgericht stärkt Ansprüche auf Lohngerechtigkeit in Betrieben
Das Bundesarbeitsgericht erleichtert Lohngerechtigkeit: Vergleich mit Kollegen reicht, Durchschnitts- oder Medianvergleiche sind unnötig, so ein aktuelles Urteil.
Das Bundesarbeitsgericht erleichtert Lohngerechtigkeit: Vergleich mit Kollegen reicht, Durchschnitts- oder Medianvergleiche sind unnötig, so ein aktuelles Urteil.
Um Lohngerechtigkeit einzufordern, genügt es, sich mit einem Kollegen oder einer Kollegin auf einem ähnlichen Posten zu vergleichen. Durchschnittslohn- oder Medianvergleiche sind dabei unnötig, so ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Dies stärkt den Anspruch auf gleichen Lohn und könnte weitreichende Folgen für die Praxis der Gehaltsverhandlungen haben, berichtet die ÄrzteZeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
29.10.2025
Impfpflicht: Nur noch 49% der Deutschen dafür, starker Rückgang seit 2018
Die Akzeptanz für eine Impfpflicht sinkt: Aktuell unterstützen nur noch 49% der Deutschen diese Maßnahme, ein deutlicher Rückgang seit 2018.
Die Akzeptanz für eine Impfpflicht sinkt: Aktuell unterstützen nur noch 49% der Deutschen diese Maßnahme, ein deutlicher Rückgang seit 2018.
Bei Impfdebatten scheiden sich für gewöhnlich die Geister. Gemessen an den Vor-Corona-Jahren hat die Impfskepsis in der bundesdeutschen Bevölkerung allerdings auffällig stark zugenommen. Eine neue Umfrage des Marktforschers Ipsos zeigt, dass aktuell nur noch knapp die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) eine Impfpflicht gegen ernsthafte Infektionskrankheiten befürwortet. Im Jahr 2018 waren es noch 62 Prozent. Hochgerechnet 24 Prozent der Bundesbürger sind heute kategorisch gegen staatlich angeordneten Impfschutz. Der jüngste Ipsos Health Service Report 2025 basiert auf Online-Befragungen von rund 23.000 Erwachsenen in 30 Ländern; in Deutschland nahmen rund 1.000 Personen teil. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang der Impfakzeptanz bei den Befragten zwischen 50 und 74 Jahren, deren Zustimmung zur Impfpflicht 2018 mit 64 Prozent am höchsten war, jetzt jedoch auf dem Durchschnittsniveau von 49 Prozent liegt. Die Quelle ist die Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.10.2025
Personalmangel in Pflegeheimen: Alternde Gesellschaft als Treiber der Inflation
Personalmangel in Pflegeheimen bedroht Versorgung älterer Menschen. Zielgerichtete Einwanderung und Technologie könnten Lösungen bieten.
Personalmangel in Pflegeheimen bedroht Versorgung älterer Menschen. Zielgerichtete Einwanderung und Technologie könnten Lösungen bieten.
Der Personalmangel in vielen Bereichen der Wirtschaft, darunter die Gastronomie, Krankenhäuser und Pflegeheime, sorgt zunehmend für Spannungen zwischen Anbietern und Kunden. Diese Herausforderung gewinnt besondere Dringlichkeit angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen, deren Bedürfnisse an Versorgung und Dienstleistungen steigen, während gleichzeitig das Arbeitskräfteangebot schrumpft. Zielgerichtete Einwanderung und technologische Lösungen wie Robotik und Künstliche Intelligenz können Abhilfe schaffen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die alternde Demographie der Industrienationen wird dabei als Haupttreiber der Inflation identifiziert, da die Nachfrage nicht mit der verfügbaren Arbeitskraft im Gleichgewicht ist. Unternehmerische Maßnahmen zur Anpassung an diese Entwicklung sind unerlässlich, ebenso wie politische Rahmenbedingungen, die eine Integration neuer Technologien und Arbeitskräfte unterstützen. Quelle: FAZ.
Bundesarbeitsgericht: Vergleichslohn bei Diskriminierung ausreichend
Das Bundesarbeitsgericht legt fest: Ein Vergleichslohn eines Kollegen reicht aus, um Lohndiskriminierung zu begründen. Arbeitgeber müssen Unterschiede rechtfertigen.
Das Bundesarbeitsgericht legt fest: Ein Vergleichslohn eines Kollegen reicht aus, um Lohndiskriminierung zu begründen. Arbeitgeber müssen Unterschiede rechtfertigen.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass bei der Forderung nach Lohngerechtigkeit der Vergleich mit einem Kollegen oder einer Kollegin auf einem ähnlichen Posten ausreicht. Im kürzlich entschiedenen Fall der Abteilungsleiterin bei Daimler Trucks, die zwischen 2010 und 2018 mehrfach in Mutterschutz und Elternzeit war, bestätigten die Richter in Erfurt den Maßstab für mögliche Diskriminierung durch den Vergleich mit besser verdienenden Kollegen. Diese Entscheidung ist insbesondere auch für Ärzte im ambulanten Sektor von Bedeutung. Laut Urteil genügt es, wenn eine Arbeitnehmerin darlegt, dass ein vergleichbarer Kollege mehr verdient. Danach muss der Arbeitgeber Gründe für die Ungleichbehandlung darlegen. Daimler Trucks soll dazu vor dem Landesarbeitsgericht Stuttgart Stellung nehmen. Dieses Urteil könnte weitreichende Auswirkungen auf die Praxis der Lohngerechtigkeit haben. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.10.2025
Kabinett beschließt größten Anstieg des Mindestlohns auf 14,60 Euro
Das Kabinett beschließt die Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027, den größten Anstieg seit dessen Einführung.
Das Kabinett beschließt die Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027, den größten Anstieg seit dessen Einführung.
Das Bundeskabinett hat die von Bundesministerin Bärbel Bas vorgelegte Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung verabschiedet. Ab dem 1. Januar 2026 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde erhöht und ab dem 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro. Diese Anpassung basiert auf dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom 27. Juni 2025. Der Mindestlohn steigt somit zunächst um 8,42 Prozent und im darauffolgenden Jahr um weitere 5,04 Prozent – insgesamt also um 13,88 Prozent. Laut BMAS ist diese Erhöhung ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit und Anerkennung derjenigen, die täglich zur Wirtschaft des Landes beitragen. Diese Anhebung stellt die größte Lohnerhöhung seit der Einführung des Mindestlohns dar, die auf sozialpartnerschaftlicher Basis vereinbart wurde.
Elektronische Patientenakte: Chancen und Hürden für ältere Patienten
Die elektronische Patientenakte birgt Chancen und Hürden für Senioren: Sie modernisiert die Gesundheitsversorgung, stellt ältere Nutzer jedoch vor technische Herausforderungen.
Die elektronische Patientenakte birgt Chancen und Hürden für Senioren: Sie modernisiert die Gesundheitsversorgung, stellt ältere Nutzer jedoch vor technische Herausforderungen.
Die elektronische Patientenakte (ePA) sollte das deutsche Gesundheitssystem digitalisieren und die medizinische Versorgung durch vereinfachten Zugang zu Gesundheitsdaten modernisieren. Seit Mitte Februar verfügt jeder Versicherte über eine solche Akte, es sei denn, es wurde ausdrücklich widersprochen. In der ePA können Arztbriefe, Krankengeschichten und Medikationslisten gespeichert und eingesehen werden. Diese technische Neuerung zielt darauf ab, Behandlungsprozesse sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für Patientinnen und Patienten zu erleichtern, indem der bürokratische Aufwand reduziert wird. Doch die Nutzung gestaltet sich als Herausforderung, besonders für ältere Menschen, da bis zu drei verschiedene Apps erforderlich sind, um die Freigabe von Gesundheitsdaten individuell zu regeln. Das Bundesgesundheitsministerium betont jedoch die Vorteile der digitalen Lösungen für den Behandlungsalltag. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Umfrage: Vitamin D-Versorgung in Deutschland stark unzureichend
Eine Umfrage zeigt: 90% der Befragten halten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland für unzureichend, was eine Ergänzung der Ernährung nahelegt.
Eine Umfrage zeigt: 90% der Befragten halten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland für unzureichend, was eine Ergänzung der Ernährung nahelegt.
Rund 90% der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage, die von der Ärzte Zeitung in Kooperation mit P&G Health durchgeführt wurde, bewerten die Vitamin D-Versorgung in Deutschland als unzureichend. Diese Einschätzung legt nahe, dass eine Supplementierung von Vitamin D notwendig ist, um die Versorgung zu verbessern.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
27.10.2025
Aggressionen im Gesundheitswesen: 75 % der Ärzte betroffen
Drei Viertel der Ärzte erlebten im letzten Jahr Aggressionen, oft verursacht durch organisatorische Probleme, wie eine neue Studie zeigt.
Drei Viertel der Ärzte erlebten im letzten Jahr Aggressionen, oft verursacht durch organisatorische Probleme, wie eine neue Studie zeigt.
Drei Viertel aller Ärzte und medizinischen Fachangestellten haben in den vergangenen zwölf Monaten Aggressionen erfahren. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in der "Ärzte Zeitung" berichtet wurde. Auffällig ist, dass junge Gesundheitsfachkräfte doppelt so häufig an ihrer Berufswahl zweifeln. Viele der Konfliktsituationen entstehen durch organisatorische Probleme, was auf strukturelle Herausforderungen im Praxisalltag hinweist. Die Studie legt nahe, dass mehr Schutzmaßnahmen und ein besseres Management zur Konfliktvermeidung notwendig sind.
GKV-Spitzenverband erwartet Anstieg des Zusatzbeitrags über 3 Prozent
Der GKV-Spitzenverband erwartet bis 2026 einen Anstieg des Zusatzbeitrags über drei Prozent und kritisiert die Politik für fehlende Transparenz gegenüber Beitragszahlern.
Der GKV-Spitzenverband erwartet bis 2026 einen Anstieg des Zusatzbeitrags über drei Prozent und kritisiert die Politik für fehlende Transparenz gegenüber Beitragszahlern.
Für das Jahr 2026 erwartet der GKV-Spitzenverband einen Anstieg des Zusatzbeitragssatzes auf mehr als drei Prozent. Verbandschef Oliver Blatt äußerte im Interview mit der „Ärzte Zeitung“, dass zahlreiche Krankenkassen Anfang nächsten Jahres ihren Beitrag erhöhen müssten. Er forderte von der Politik mehr Transparenz gegenüber den Beitragszahlern. Das Bundesgesundheitsministerium muss bis Anfang November den offiziellen Zusatzbeitragssatz für das kommende Jahr festlegen. Dieser basiert auf Prognosen des Schätzerkreises, der bereits Mitte Oktober getagt hatte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte Mitte Oktober erklärt, die Beiträge stabil zu halten. Diese Aussage nannte Blatt unvorsichtig, da ein Anstieg des faktischen Beitragssatzes über den aktuellen Durchschnitt von 2,9 Prozent hinaus erwartet wird. Gründe dafür sind gesetzliche Vorgaben, wonach Krankenkassen ihre finanziellen Mindestreserven auffüllen müssen, was vom Schätzerkreis nicht berücksichtigt wird. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.10.2025
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya in Kraft
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya treten in Kraft - Ein wichtiger Schritt zur besseren Anpassung an aktuelle Gesundheitsrisiken.
Neue Impf-Richtlinien für COVID-19, Mpox und Chikungunya treten in Kraft - Ein wichtiger Schritt zur besseren Anpassung an aktuelle Gesundheitsrisiken.
Neue Richtlinien für Schutzimpfungen gegen COVID-19, Mpox und Chikungunya sind in Kraft getreten, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen wurden. Die Beschlüsse umfassen neue Variationen und Indikationen für die genannten Impfungen. Laut der Ärzte Zeitung ist dies ein wichtiger Schritt, um die Impfstrategien an die aktuellen epidemiologischen Entwicklungen anzupassen und die Immunisierung in der Bevölkerung effizienter zu gestalten. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Schutz für Risikogruppen und die allgemeine Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
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