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Medizin, Gesundheit und Prävention
03.11.2025
Impfungen schützen Herz und mindern Risiko von Demenz und Infarkten
Impfungen gegen Grippe und Gürtelrose können Herzinfarkt- und Demenzrisiko senken, raten Experten. Besonders effektiv für Risikopatienten.
Impfungen gegen Grippe und Gürtelrose können Herzinfarkt- und Demenzrisiko senken, raten Experten. Besonders effektiv für Risikopatienten.
Impfungen gegen Influenza und Gürtelrose bieten weitreichende gesundheitliche Vorteile, indem sie nicht nur vor Infektionen, sondern auch vor Herzinfarkten und Demenzschäden schützen können, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Kardiologen in Europa befürworten, dass Patienten mit Herzinfarkt noch während ihres Krankenhausaufenthaltes gegen Influenza, Pneumokokken und Covid-19 geimpft werden. Besonders Menschen mit Übergewicht und erhöhten Cholesterin-, Blutzucker- oder Blutdruckwerten sollten präventiv geimpft werden. Eine Einschätzung der Herz-Kreislauf-Experten hebt hervor, dass Impfungen eine vernachlässigte, dennoch äußerst effektive Maßnahme zur Prävention von Herz- und Schlaganfällen darstellen. Sie sind kostengünstig, einfach umzusetzen und können erheblich zur Verringerung kardiovaskulärer Vorfälle beitragen.
Die ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ beleuchtet vielfältige Demenz-Risikofaktoren und zeigt präventive Ansätze zur Krankheitsbekämpfung.
Die ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ beleuchtet vielfältige Demenz-Risikofaktoren und zeigt präventive Ansätze zur Krankheitsbekämpfung.
In der ARD-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ untersucht Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen die Hintergründe der Demenz-Erkrankung. Dabei stellt sich heraus, dass nicht nur genetische Faktoren eine Rolle spielen. Auch Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Bewegungsmangel könnten die Krankheit begünstigen. Ebenso sei soziale Isolation ein Risiko. Interessanterweise wird auch die Bedeutung der Bildung in der Kindheit betont. In der Doku wird unter anderem ein Fall von Sönke aus München vorgestellt, der bereits mit Ende 40 an Frontotemporaler Demenz erkrankte. Hoffnung macht die Forschung an einem Medikament, das den Verlauf der Erkrankung möglicherweise verlangsamen könnte. Auch die sogenannten Super-Ager, ältere Menschen mit einem herausragenden geistigen und körperlichen Zustand, zeigen, dass Reisen, Musizieren und ein aktiver Lebensstil das Demenzrisiko senken können. Vertreter dieser Gruppe, wie Willy aus Magdeburg, führen ein „stimulierendes Leben“ und sind beispielgebend für mögliche Präventionsweisen. (Quelle: F.A.Z.)
Karlsruher Urteil: Ärzte klagen gegen Triage-Regel im Infektionsschutzgesetz
Ärzte klagen gegen Triage-Regel: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am 4. November über eine Beschwerde zur Triage im Infektionsschutzgesetz.
Ärzte klagen gegen Triage-Regel: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am 4. November über eine Beschwerde zur Triage im Infektionsschutzgesetz.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird am 4. November eine Entscheidung über eine Beschwerde gegen das Infektionsschutzgesetz des Bundes bekanntgeben, berichtet die "Ärzte Zeitung". Die Beschwerde wurde im Dezember 2023 von 14 Intensiv- und Notfallmedizinern eingereicht und vom Ärzteverband Marburger Bund unterstützt. Sie richtet sich gegen die Triage-Regel im Gesetz, die bei Engpässen Medizinern Entscheidungen abverlangt, die im Widerspruch zu ihrem beruflichen Selbstverständnis stehen könnten. Die Regel zwingt sie, Reihenfolgen bei der Behandlung festzulegen, falls Ressourcen knapp sind. Kritisiert wird ebenfalls das Verbot der Ex-post-Triage, das verhindert, dass eine begonnene Behandlung zugunsten eines anderen Patienten abgebrochen wird, der möglicherweise bessere Überlebenschancen hat. Der Marburger Bund sieht darin einen Konflikt mit dem ärztlichen Berufsethos, da es die Möglichkeit einschränkt, die größtmögliche Zahl an Menschen zu retten. (Quelle: aerztezeitung.de)
EMA warnt: Lebensgefahr durch falsche Gabe von Tranexamsäure injizierbar
Die EMA warnt vor lebensbedrohlichen Folgen bei falscher Verabreichung von Tranexamsäure: Nur intravenöse Anwendung ist sicher. Verbesserte Kennzeichnung gefordert.
Die EMA warnt vor lebensbedrohlichen Folgen bei falscher Verabreichung von Tranexamsäure: Nur intravenöse Anwendung ist sicher. Verbesserte Kennzeichnung gefordert.
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz der Europäischen Arzneimittel-Agentur warnt davor, Tranexamsäure injizierbar falsch zu verabreichen. In Berichten aus der EU kam es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, da das Medikament versehentlich intrathekal und nicht intravenös verabreicht wurde. Dies führte zu starken Schmerzen, Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen; in einigen Fällen endeten diese fatal. Tranexamsäure, ein Antifibrinolytikum zur Blutungsbehandlung, darf ausschließlich intravenös verabreicht werden, betont der PRAC. Um Medikationsfehler zu verhindern, sollen Gesundheitsberufe Maßnahmen gegen Verwechslungen mit ähnlichen injizierbaren Arzneimitteln wie Lokalanästhetika treffen. Es wird eine klare Kennzeichnung mit „Nur zur intravenösen Anwendung“ empfohlen. Produktinformationen werden aktualisiert, um die Risiken zu verdeutlichen. Diese Information stammt aus der „Ärzte Zeitung“.
Nuvaxovid JN.1: Neuer COVID-19-Impfstoff ab 17. November in Praxen
Ab 17. November können Praxen den neuen Nuvaxovid JN.1 COVID-19-Impfstoff als fertige Spritze bestellen. Geeignet ab 12 Jahren, kostenübernommen durch den Bund.
Ab 17. November können Praxen den neuen Nuvaxovid JN.1 COVID-19-Impfstoff als fertige Spritze bestellen. Geeignet ab 12 Jahren, kostenübernommen durch den Bund.
Ab Mitte November wird der COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid in der Variantenanpassung JN.1 als fertige Spritze verfügbar sein. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können Arztpraxen den proteinbasierten Impfstoff demnächst bestellen. Die Lieferung der ersten Einheiten an Praxen ist für den 17. November vorgesehen, so das Paul-Ehrlich-Institut. Nuvaxovid JN.1 ist für Personen ab 12 Jahren zugelassen und kann für die Grundimmunisierung und Auffrischimpfungen verwendet werden. Das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut ergänzte, dass das Vakzin als Fertigspritze ohne Nadel angeboten wird. Ähnlich wie von der Ärztezeitung berichtet, können Ärztinnen und Ärzte die Fertigspritzen bis zum 11. November bestellen. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund, wobei Praxen die Nadeln über Apotheken beziehen sollen.
Verfallsdatum erreicht: Comirnaty JN.1-Impfstoff ab Dezember unbrauchbar
Ab Dezember nicht mehr verwendbar: Der Comirnaty JN.1-Impfstoff erreicht sein Verfallsdatum. Praxen müssen Restbestände bis 30. November entsorgen.
Ab Dezember nicht mehr verwendbar: Der Comirnaty JN.1-Impfstoff erreicht sein Verfallsdatum. Praxen müssen Restbestände bis 30. November entsorgen.
Der Impfstoff Comirnaty JN.1, der an die Omikron-Variante angepasst ist, darf ab Dezember nicht mehr verwendet werden, da alle ausgelieferten Chargen spätestens am 30. November ihr Verfallsdatum erreichen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat in ihren Praxisnachrichten darauf hingewiesen, basierend auf Informationen vom Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika am Paul-Ehrlich-Institut. Nach dem 30. November müssen Praxen verbliebene Dosen fachgerecht entsorgen. Ab Dezember wird Comirnaty JN.1 nicht mehr zur Verfügung stehen. Derweis an die Variante LP.8.1 angepasste Comirnaty-Impfstoff ist weiterhin verfügbar, und der an die Variante JN.1 angepasste proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid wird ab Mitte November bestellbar sein. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung zitiert.
Inflation frisst Ersparnisse: Experten raten zu kluger Anlagestrategie
Experten raten zu cleveren Investitionen, da Inflation Ersparnisse aufzehrt. Breit gestreutes Anlegen schützt vor Kaufkraftverlust.
Experten raten zu cleveren Investitionen, da Inflation Ersparnisse aufzehrt. Breit gestreutes Anlegen schützt vor Kaufkraftverlust.
Wer sein Geld lediglich als Tagesgeld oder auf dem Sparbuch parkt, schützt es nicht – im Gegenteil. Ohne breit gestreutes Investieren ist der Wertverlust durch die Inflation absehbar, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Die Notwendigkeit einer durchdachten Anlagestrategie gewinnt angesichts steigender Lebenshaltungskosten immer mehr an Bedeutung. Verantwortungsbewusstes Investment muss nicht weniger Rendite bedeuten, erläuterte Timo Steinbusch von der ApoBank in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Anleger sollten die vielfältigen Möglichkeiten nutzen, um ihr Vermögen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten zu sichern und gegen Kaufkraftverluste abzusichern. Der vollständige Beitrag ist auf aerztezeitung.de zu finden.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
30.10.2025
Brandenburg: Seelower Kreiskrankenhaus wird zum Gesundheitscampus
Das Seelower Kreiskrankenhaus in Brandenburg wird zum Gesundheitscampus umgewandelt, um die regionale Versorgung zukunftsfähig zu gestalten.
Das Seelower Kreiskrankenhaus in Brandenburg wird zum Gesundheitscampus umgewandelt, um die regionale Versorgung zukunftsfähig zu gestalten.
Im brandenburgischen Seelow plant der Landkreis Märkisch-Oderland, das dortige Kreiskrankenhaus in einen ambulant-stationären Gesundheitscampus umzuwandeln. Diese Initiative beinhaltet die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenkassen und der Kommune, die optimistisch in die Zukunft blicken. Die Beteiligten sehen den Erfolg des Projekts gesichert, da sie glauben, zwei wesentliche Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Laut einem Bericht der 'Ärzte Zeitung' glaubt man in der Region an die Vorteile der Ambulantisierung, die dem Strukturwandel in der Gesundheitsversorgung gerecht wird.
Arbeitgeber-Reformpläne könnten Gesundheitskosten für Patienten steigern
Arbeitgeber-Reformpläne könnten Gesundheitskosten für Patienten erhöhen und den Zugang zur Versorgung erschweren, so die „Ärzte Zeitung“.
Arbeitgeber-Reformpläne könnten Gesundheitskosten für Patienten erhöhen und den Zugang zur Versorgung erschweren, so die „Ärzte Zeitung“.
Arbeitgeberverbände haben umfangreiche Vorschläge zur Reform des Gesundheitswesens präsentiert, die jedoch auf Kosten der Patienten gehen könnten, schreibt die „Ärzte Zeitung“. Während die Regierung Sparmaßnahmen für die Krankenkassen erst im April 2026 ankündigen will, ergreifen die Arbeitgeber bereits jetzt Maßnahmen, die teilweise über das Ziel hinausschießen. Die Reformvorschläge beinhalten tiefgreifende Veränderungen im Bereich der Zuzahlungen und der Basisversorgung. Fachkreise warnen davor, dass die Maßnahmen den Zugang zur Gesundheitsversorgung für viele Patienten erschweren könnten.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
29.10.2025
Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde
Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – Millionen Beschäftigte profitieren, während Preissteigerungen im Rahmen bleiben, so das Bundeskabinett.
Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – Millionen Beschäftigte profitieren, während Preissteigerungen im Rahmen bleiben, so das Bundeskabinett.
Der Mindestlohn in Deutschland wird zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde steigen, wie das Bundeskabinett beschlossen hat. Ein Jahr später erfolgt eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro pro Stunde. Bärbel Bas, die Bundesarbeitsministerin, bezeichnete diese Anhebung als Erfolgsgeschichte, die Millionen Menschen zugutekommen würde. Die Mindestlohnkommission hatte zuvor eine Empfehlung ausgesprochen, die nach einer intensiven Debatte im Juni zustande kam. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gibt an, dass etwa sechs Millionen Beschäftigte von der Erhöhung profitieren werden. In der Begründung zur Verordnung schätzt die Regierung die zusätzlichen Lohnkosten im kommenden Jahr auf etwa 2,2 Milliarden Euro und im Jahr darauf auf rund 3,4 Milliarden Euro. Preissteigerungen für bestimmte Waren und Dienstleistungen seien möglich, aber keine signifikanten Auswirkungen auf das Verbraucherpreisniveau zu erwarten. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
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