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Pflegepolitik und Recht
29.01.2026
Pflichtüberweisung erleichtert Long-COVID-Behandlung durch EBM-Ziffer 37802
Neue Pflichtüberweisung bei Long-COVID: EBM-Ziffer 37802 soll koordinierte und effizientere Behandlungen ermöglichen. Fachüberweisungen jetzt obligatorisch.
Neue Pflichtüberweisung bei Long-COVID: EBM-Ziffer 37802 soll koordinierte und effizientere Behandlungen ermöglichen. Fachüberweisungen jetzt obligatorisch.
Bei der Abrechnung von Long-COVID-Leistungen hat sich eine bedeutende Änderung ergeben: Überweisungen sind nun für die EBM-Ziffer 37802 obligatorisch, eine Option, die zuvor nur auf freiwilliger Basis bestand. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ zielt diese neue Regelung darauf ab, die Koordination der medizinischen Versorgung von Long-COVID-Patienten zu verbessern. Ein solcher Schritt könnte die Effizienz der Behandlung steigern und eine kohärentere therapeutische Betreuung der Betroffenen gewährleisten, indem die notwendige Weiterleitung an spezialisierte Fachkräfte sichergestellt wird. (Quelle: aerztezeitung.de)
vdek fordert Reformen zur Abwendung von Milliardenlücke in der GKV bis 2027
vdek drängt auf GKV-Reformen zur Vermeidung einer Milliardenlücke 2027 und fordert strengere Ausgabenkontrolle und ein digitales Primärversorgungssystem.
vdek drängt auf GKV-Reformen zur Vermeidung einer Milliardenlücke 2027 und fordert strengere Ausgabenkontrolle und ein digitales Primärversorgungssystem.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) äußert sich besorgt über die Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und fordert eine strengere Kontrolle der Ausgabenpolitik. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, erklärte, dass die im Januar vorgenommenen Erhöhungen der Beitragssätze in der GKV ein Warnsignal für die Notwendigkeit von Reformen im Jahr 2026 sind. Ohne Reformen könnte im Jahr 2027 eine Finanzierungslücke von über zehn Milliarden Euro entstehen. Elsner fordert ein neues Primärversorgungssystem, das digital unterstützt wird und betont die Wichtigkeit einer Dämpfung der Ausgaben, ohne diese jedoch komplett einzufrieren. Laut einer vdek-Studie sind die wachsende Zahl der in Rente gehenden Babyboomer und die steigende Teilzeitquote Gründe für das unausgewogene Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben. Der vdek schlägt diverse Maßnahmen vor, um jährlich Milliarden einzusparen, darunter eine stärkere Besteuerung von Pharmaunternehmen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Digitalisierung & Innovation: SPRIND fordert neuen Schwung im Gesundheitswesen
SPRIND fordert mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen, um Innovationen zu fördern, damit Ideen nicht im „Valley of Death“ enden.
SPRIND fordert mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie im Gesundheitswesen, um Innovationen zu fördern, damit Ideen nicht im „Valley of Death“ enden.
Andreas Zaby von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hebt die Bedeutung von Digitalisierung, Bürokratieabbau und Risikokapital hervor, um Forschungsergebnisse erfolgreich in das Gesundheitswesen zu integrieren. Im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“ betont er, dass viele Innovationen in Deutschland im „Valley of Death“ verschwinden, einem Punkt, an dem Ideen häufig nicht mehr weiterverfolgt werden. Zaby erkennt jedoch einen Lichtblick und sieht Potenzial für positive Veränderungen im Gesundheitswesen durch gezielte Innovationsförderung.
Elektronische Patientenakte: Neue Push-Funktion soll Nutzung steigern
Elektronische Patientenakten erhalten eine Push-Funktion, um die Nutzung zu steigern. Versicherte werden zukünftig sofort über neue Inhalte informiert.
Elektronische Patientenakten erhalten eine Push-Funktion, um die Nutzung zu steigern. Versicherte werden zukünftig sofort über neue Inhalte informiert.
Ab Herbst sollen elektronische Patientenakten (ePA) mit einer neuen Funktion für Versicherte attraktiver werden: Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf eine Anfrage der Grünen antwortete, sind Push-Benachrichtigungen geplant. Diese Funktion informiert Versicherte sofort über neue Dokumente und Inhalte, damit sie sich aktiv damit auseinandersetzen können. Auch für Ärzte bringt die ePA Neuerungen: Eine Volltextsuche soll ab Jahresende die Arbeit erleichtern. In Deutschland besitzen etwa 70 Millionen gesetzlich Versicherte eine ePA, die sie jedoch derzeit kaum aktiv nutzen. Das BMG hofft, durch die Erinnerungsmöglichkeiten der Push-Funktion die Nutzung zu verbessern. Bislang haben 3,89 Millionen Versicherte ihre Gesundheitsdaten digital überprüft. Einmaliges Einloggen und Identifizieren ist für den Zugang erforderlich. Seit Oktober 2025 sind Praxen verpflichtet, wichtige medizinische Daten einzutragen. Die ePA soll eine lebensbegleitende Gesundheitsakte sein, die bessere Behandlungen ermöglicht. (Quelle: Ärztezeitung)
Betrugsskandal im Gesundheitswesen: 22 Mio. Euro Schaden aufgedeckt
22 Mio. Euro Schaden durch Betrug im Gesundheitswesen: Ermittlungen decken fast 2.000 Fälle auf, von illegal abgerechneten Leistungen bis fingierten Tests.
22 Mio. Euro Schaden durch Betrug im Gesundheitswesen: Ermittlungen decken fast 2.000 Fälle auf, von illegal abgerechneten Leistungen bis fingierten Tests.
Unzulässig abgerechnete Medikamente, fingierte Pflegeleistungen und Betrug mit Corona-Tests: In nahezu 2.000 Fällen von Betrug oder Korruption im Gesundheitswesen hat die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg in den vergangenen fünf Jahren ermittelt. Der finanzielle Schaden ist enorm, Gerichte ordneten laut dem Justizministerium einen Wertersatz von über 22 Millionen Euro an. Die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen wurde im September 2020 gegründet und führte bis Ende 2025 zu 118 Anklagen. In den meisten Fällen handelt es sich um Abrechnungsbetrug, wie etwa nicht erbrachte Pflegeleistungen oder illegal verkaufte Medikamente. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf organisierten Betrug, wobei der Schaden häufig im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegt, berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
Lieferengpässe bei Arzneimitteln gefährden Patientenversorgung erheblich
Lieferengpässe bei Medikamenten gefährden in Deutschland massiv die Patientenversorgung, besonders bei Psychopharmaka, Lipidsenkern und Antibiotika.
Lieferengpässe bei Medikamenten gefährden in Deutschland massiv die Patientenversorgung, besonders bei Psychopharmaka, Lipidsenkern und Antibiotika.
Lieferengpässe bei Arzneimitteln stellen ein zunehmend relevantes Problem für die Patientenversorgung in Deutschland dar. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am Mittwoch berichtete, wurden 2025 insgesamt 1.514 Lieferengpassmeldungen zu 1.041 Medikamenten erfasst. Besonders stark betroffen sind Psychopharmaka, insbesondere Antipsychotika und Antidepressiva, mit durchschnittlichen Engpassdauern von 230 bzw. 107 Tagen. Laut aerztezeitung.de kann ein solcher Engpass therapiegefährdend sein, da alternative Wirkstoffe oft nicht verfügbar sind. Auch Lipidsenker und Antibiotika verzeichnen relevante Engpässe, wodurch Millionen Patienten betroffen sind. Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried warnt, dass die Versorgungsqualität durch die Engpässe leiden könnte und Resistenzen gefördert würden. Die Ursachen sind auf die starke Konzentration der weltweiten Arzneimittelproduktion auf China und Indien zurückzuführen.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
G-BA erlaubt Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen ab 2026
Ab 2026 erlaubt G-BA Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen, sofern zuvor eine persönliche Untersuchung und Konsultation stattgefunden haben.
Ab 2026 erlaubt G-BA Videosprechstunden für AKI-Folgeverordnungen, sofern zuvor eine persönliche Untersuchung und Konsultation stattgefunden haben.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat entschieden, dass ab Oktober 2026 Folgeverordnungen von Leistungen der außerklinischen Intensivpflege (AKI) auch im Rahmen einer Videosprechstunde erfolgen können. Voraussetzung ist, dass die relevanten medizinischen Diagnosen zunächst durch eine persönliche Untersuchung festgestellt wurden. Eine Erstverordnung kann nicht per Videosprechstunde erfolgen. Zusätzlich muss innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens eine persönliche Konsultation stattgefunden haben, um sicherzustellen, dass Befunde nicht ausschließlich digital beurteilt werden. Ein Anspruch auf Videosprechstunden besteht nicht; sie sind eine Option, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Entscheidung wurde getroffen, um eine qualitativ gesicherte und bedarfsgerechte Nutzung von Videosprechstunden zu fördern. Die Umsetzung hängt noch von der Nichtbeanstandung des Beschlusses durch das Bundesministerium für Gesundheit und dessen Veröffentlichung im Bundesanzeiger ab. (Quelle: aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
28.01.2026
Dialogprozess zur Entwicklung eines Primärversorgungssystems gestartet
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken startet Dialogprozess zur Umsetzung eines Primärversorgungssystems mit digitalen Ersteinschätzungen und neuen Berufsbildern.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken startet Dialogprozess zur Umsetzung eines Primärversorgungssystems mit digitalen Ersteinschätzungen und neuen Berufsbildern.
Der von der Regierungskoalition geplante Wechsel zu einem Primärversorgungsmodell wird seit Dienstag von weiteren Akteurinnen und Akteuren begleitet. Am Nachmittag hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Fach- und Hausärzte sowie der Krankenkassen einen Dialogprozess zur Erarbeitung eines Primärversorgungssystems gestartet. Wesentlicher Bestandteil des Systems solle ein „verlässliches digitales beziehungsweise telefonisches Verfahren zur Ersteinschätzung“ sein, sagte Warken im Anschluss an die Sitzung. Der Weg auf diese Plattform werde unterschiedlich sein. Es werde im Anschluss eine Termingarantie geben in einem Zeitraum, den die Hausärztin beziehungsweise der Hausarzt für angemessen halte. Zudem würden die Gesundheitsberufe stärker mit in die Versorgung einbezogen. Neue Berufsbilder seien in Anlehnung an die Advanced Practice Nurse geplant. Bisheriger deutscher Arbeitstitel für dieses Berufsbild: Gesundheits- und Pflegeexpertin. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gezielte SMS steigern Grippe-Impfrate, außer bei Hochrisikopatienten
Gezielte SMS steigern Grippeimpfungen, doch Hochrisikopatienten reagieren weniger. Forscher zeigen, dass maßgeschneiderte Kommunikation Impflücken schließt.
Gezielte SMS steigern Grippeimpfungen, doch Hochrisikopatienten reagieren weniger. Forscher zeigen, dass maßgeschneiderte Kommunikation Impflücken schließt.
Ein amerikanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass sich die Grippe-Impfrate durch gezielte Nudging-Interventionen steigern lässt. Dabei wurden SMS-Nachrichten eingesetzt, um Patientinnen und Patienten zur Impfung zu motivieren. Dieser Ansatz zeigte insgesamt eine positive Wirkung auf die Impfbereitschaft, allerdings nicht in der Gruppe der Hochrisikopatienten. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass maßgeschneiderte Kommunikation ein wirksames Mittel sein kann, um Impflücken zu verringern. Der Einsatz solcher Interventionen könnte besonders in Zeiten stagnierender Impfraten hilfreich sein, insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklungen, dass Großbritannien seinen Masern-Eliminierungsstatus aufgrund stagnierender Impfquoten verloren hat. Quelle: Ärztezeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.01.2026
Beschäftigungsanstieg im Gesundheitswesen: 6,2 Mio. Jobs in 2024
Erstmals seit 2021 verzeichnet das Gesundheitswesen 2024 einen deutlichen Beschäftigungszuwachs mit 6,2 Mio. Jobs, angetrieben durch Kliniken und Pflegeheime.
Erstmals seit 2021 verzeichnet das Gesundheitswesen 2024 einen deutlichen Beschäftigungszuwachs mit 6,2 Mio. Jobs, angetrieben durch Kliniken und Pflegeheime.
Die Beschäftigung im Gesundheitswesen hat 2024 erstmals seit dem Pandemiejahr 2021 wieder nennenswert zugenommen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Zum Jahresende waren deutschlandweit 4,6 Millionen Frauen und 1,6 Millionen Männer in Gesundheitsberufen tätig, was einem Anstieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl umfasst sowohl sozialversicherungspflichtige Beschäftigte als auch Selbstständige und summiert sich auf 6,2 Millionen Arbeitsplätze, was etwa 4,4 Millionen Vollzeitäquivalenten entspricht. Besonders in Kliniken und Pflegeheimen war ein Zuwachs zu verzeichnen, mit einer Steigerung um 3 Prozent. In ärztlichen Praxen und ambulanten Pflegediensten fiel der Anstieg mit 1,3 Prozent geringer aus. Das Gesundheitswesen bleibt damit ein wesentlicher Jobmotor in Deutschland. Die aktuelle Entwicklung hinsichtlich der Beschäftigungszahlen zeigt eine Rückkehr zu einem Wachstumsmodus und unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Gesundheitssektors für den Arbeitsmarkt. Quelle: aerztezeitung.de
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