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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
13.03.2026
Neue EBM-Pauschale entlastet Hausärzte bei vier Krankheitsbildern
Die neue EBM-Pauschale erleichtert Hausärzten die Betreuung chronisch Kranker mit geringem Kontaktbedarf bei vier spezifischen Erkrankungen.
Die neue EBM-Pauschale erleichtert Hausärzten die Betreuung chronisch Kranker mit geringem Kontaktbedarf bei vier spezifischen Erkrankungen.
KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich knapp vor einer Ersatzvornahme durch das Gesundheitsministerium auf eine EBM-Pauschale zur hausärztlichen Chronikerversorgung ohne großen Kontaktbedarf verständigt, berichtet die "Ärzte Zeitung". Mit einem halben Jahr Verspätung wurde der Auftrag aus dem GVSG umgesetzt. Die neue Pauschale zielt darauf ab, durch eine Verkürzung der Routinekontakte hausärztliche Praxen zu entlasten. Sie bezieht sich auf lediglich vier Krankheitsbilder: Schilddrüsenerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, benigne essenzielle Hypertonie und Idiopathische Gicht. Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zur Entlastungsinitiative kritisiert KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister die Vorgaben als schwer umsetzbar. Der Ärztinnen- und Ärzteverband bemängelt, dass die Regelung unzureichende Anpassungen für die realen Anforderungen in der Versorgung bietet. Die quartalsübergreifende Abrechnung ist auf Erwachsene mit einem geringen Betreuungsbedarf zugeschnitten, die kontinuierlich ein bestimmtes Medikament benötigen.
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches erleichtern Senioren den digitalen Einstieg
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches helfen Senioren beim digitalen Einstieg in die elektronische Patientenakte und fördern so deren digitale Teilhabe.
Rheinland-Pfalz: ePA-Coaches helfen Senioren beim digitalen Einstieg in die elektronische Patientenakte und fördern so deren digitale Teilhabe.
Die elektronische Patientenakte (ePA) findet bislang nur wenig Verbreitung unter Patienten, was häufig auf die komplizierte Registrierung zurückzuführen ist. In Rheinland-Pfalz läuft ein Projekt, das Abhilfe schaffen soll. Hierbei unterstützen ausgebildete ePA-Coaches Seniorinnen und Senioren bei der Einrichtung und Nutzung ihrer ePA. Projektleiter Rico Maaßberg erklärt, dass das Projekt an die Digital-Botschafter*innen angeknüpft ist, die Senioren zur digitalen Teilhabe motivieren. Derzeit gibt es bereits 120 ePA-Coaches, wobei das Ziel verfolgt wird, die Zahl bis Jahresende auf 250 zu erhöhen. Die Coaches informieren über die ePA und helfen bei auftretenden Fragen. Das Projekt läuft seit Dezember 2024 und wird bis November 2026 gefördert. Auch in anderen Bundesländern zeigen Ehrenamtliche großes Engagement bei der digitalen Unterstützung älterer Menschen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Neue ePA: Pflichtdaten seit 2025 in digitalem Gesundheitsordner
Seit 2025 müssen medizinische Daten in die ePA eingetragen werden, ein digitaler Gesundheitsordner für alle Versicherten mit voller Kontrolle über Zugriffsrechte.
Seit 2025 müssen medizinische Daten in die ePA eingetragen werden, ein digitaler Gesundheitsordner für alle Versicherten mit voller Kontrolle über Zugriffsrechte.
Seit der Einführung im Oktober 2025 sind medizinische Praxen, Apotheken und Kliniken in Deutschland verpflichtet, bestimmte Daten in die elektronische Patientenakte (ePA) einzutragen, wie die Verbraucherzentralen berichten. Die ePA fungiert als digitaler Gesundheitsordner und speichert medizinische Unterlagen wie Befunde und Medikationslisten. Alle gesetzlich Versicherten erhalten automatisch eine ePA, können jedoch widersprechen. Privatversicherte müssen die ePA gesondert beantragen. Die Nutzung der ePA erfolgt über Apps der Krankenkassen oder spezielle PC-Anwendungen, wobei Nutzer volle Kontrolle über den Zugang und die Einstellung ihrer Gesundheitsdaten haben. Zukünftige Funktionen sollen unter anderem einen elektronischen Impfpass und ein Zahnarzt-Bonusheft umfassen. Widersprüche bezüglich Zugriffsrechten oder der Weitergabe von Daten zu Forschungszwecken sind jederzeit möglich. Die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten sollen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen. Diese Informationen stammen von der Verbraucherzentrale.
Grippeimpfung senkt Herzrisiko: STIKO empfiehlt Schutz für Herzpatienten
Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung für Herzpatienten, um das Herzrisiko zu senken und kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern.
Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung für Herzpatienten, um das Herzrisiko zu senken und kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern.
Eine Influenza-Infektion stellt nicht nur eine respiratorische Erkrankung dar, sondern erhöht auch das kardiovaskuläre Risiko, was zu einem höheren Sterberisiko sowie myokardialen Komplikationen wie Herzinfarkt und Herzinsuffizienz führen kann. Aus diesem Grund betont die Ständige Impfkommission (STIKO) die Wichtigkeit der jährlichen Grippeimpfung für Menschen mit kardiovaskulärer Grunderkrankung. Besonders im Hinblick auf die (Primär-)Prävention kardiovaskulärer Ereignisse sowie im Rahmen der akut-kardiologischen Versorgung hat die Influenza-Impfung einen hohen Stellenwert. Auch Menschen ab 60 Jahren sollten einen Hochdosis-Influenza-Impfstoff oder einen adjuvantierten Influenza-Impfstoff entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhalten. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung bereitgestellt.
AOK startet Initiative zur Gesundheitsförderung in der Pflegebranche
Die AOK-Initiative "Pflege.Kräfte.Stärken." fördert ab 2026 Pausen im Pflegealltag zur Gesundheitsverbesserung von Pflegepersonal.
Die AOK-Initiative "Pflege.Kräfte.Stärken." fördert ab 2026 Pausen im Pflegealltag zur Gesundheitsverbesserung von Pflegepersonal.
Die AOK hat die Initiative "Pflege.Kräfte.Stärken." gestartet, um die Gesundheit von Pflegekräften systematisch zu fördern. Im Zeitraum von Januar bis März 2026 wird die Bedeutung von Pausen im Arbeitsalltag durch die Kampagne "Gesunde Pause in der Pflege" hervorgehoben. Diese Kampagne ist ein wichtiger Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und zielt darauf ab, Pflegeeinrichtungen und -dienste praxisnah und wissenschaftlich fundiert zu unterstützen. Pausen werden als Schlüssel zur Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit betrachtet. Informationen und Erfahrungsberichte sollen helfen, deren positive Auswirkungen auf Regeneration und Konzentration zu verdeutlichen. Die AOK stellt hierzu kompakte Wissensformate und Audio-Impulse bereit, um dieses Wissen direkt im Pflegealltag nutzbar zu machen. (Quelle: aok.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
11.03.2026
3.722 neue Hilfsmittel für gesetzlich Versicherte im GKV-Katalog
Der GKV-Katalog wächst: 3.722 neue Hilfsmittel für Versicherte, betont die Rolle digitaler Lösungen und sichert eine innovative Versorgung ohne Mehrkosten.
Der GKV-Katalog wächst: 3.722 neue Hilfsmittel für Versicherte, betont die Rolle digitaler Lösungen und sichert eine innovative Versorgung ohne Mehrkosten.
Der neunte Fortschreibungsbericht des Hilfsmittelverzeichnisses zeigt eine signifikante Erweiterung: 3.722 neue Produkte stehen gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung. Insgesamt umfasst der GKV-Katalog derzeit rund 47.825 Hilfsmittel, verteilt auf 42 Produktgruppen, die regelmäßig aktualisiert werden. Laut einer Mitteilung des GKV-Spitzenverbandes, berichtet von aok.de, habe der Bericht die Rolle digitaler Hilfsmittel und innovativer Technologien als festen Bestandteil der Versorgungspraxis hervorgehoben. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt betont die Qualität und die bedarfsgerechte Versorgung mit diesen Hilfsmitteln, von denen Versicherte in über 32 Millionen Versorgungsfällen pro Jahr profitieren. Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige und innovative Versorgung sicherzustellen, bei der gesetzlich Versicherte ohne Mehrkosten versorgt werden. Hilfsmittelanbieter werden ermutigt, mehrkostenfreie Optionen transparent zu kommunizieren und alternative Produkte bei Bedarf vorzustellen. Diese Informationen stammen vom neunten Fortschreibungsbericht des GKV-Spitzenverbandes.
Effektive Schmerzbehandlung verbessert Lebensqualität am Lebensende
Eine schwedische Studie zeigt, dass strukturierte Schmerzbehandlung die Lebensqualität von Krebspatienten am Lebensende deutlich verbessert.
Eine schwedische Studie zeigt, dass strukturierte Schmerzbehandlung die Lebensqualität von Krebspatienten am Lebensende deutlich verbessert.
Das Gros der Krebspatientinnen und -patienten leidet in der letzten Lebenswoche an Schmerzen, wobei die Belastung bei bestimmten Entitäten besonders hoch ist. Das zeigt eine große Registerdatenanalyse aus Schweden. Wurden Schmerzen strukturiert erfasst, stieg die Chance, diese vollständig zu lindern. Quellenhinweis: aerztezeitung.de
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.03.2026
Neue Mindestleistungen: Stationäre Geriatriepflege jetzt verpflichtend
Stationäre Geriatriepflege wird ab sofort verpflichtend: Neue Vereinbarung verbessert Grundversorgung in Pflegeeinrichtungen.
Stationäre Geriatriepflege wird ab sofort verpflichtend: Neue Vereinbarung verbessert Grundversorgung in Pflegeeinrichtungen.
Die sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen in Deutschland müssen künftig stationär bestimmte internistisch-geriatrische Mindestleistungen anbieten, wie aus einer Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft hervorgeht. Diese Vereinbarung, die am 2. März 2026 in Kraft trat, schreibt vor, dass solche Einrichtungen neben ambulanten Angeboten auch ein Basisangebot nicht-komplexer, internistischer und geriatrischer Leistungen vorhalten müssen. Die Einrichtungen dürfen stationäre Behandlungen nur unter bestimmten Bedingungen durchführen, um sicherzustellen, dass keine hochspezialisierten oder komplexen Leistungen angeboten werden. Die vertraglichen Rahmenbedingungen fußen auf dem Krankenhausversorgung-Verbesserungsgesetz, mit dem sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen als Bindeglied zwischen Krankenhaus- und ambulanter Pflege etabliert werden sollen. Quelle: aok.de
Forscher identifizieren Medikamente mit Risiko für nichtallergischen Juckreiz
Italienische und französische Forscher identifizieren sieben Medikamentengruppen, die ein erhöhtes Risiko für nichtallergischen Juckreiz bergen.
Italienische und französische Forscher identifizieren sieben Medikamentengruppen, die ein erhöhtes Risiko für nichtallergischen Juckreiz bergen.
Ein internationales Forscherteam, bestehend aus italienischen und französischen Wissenschaftlern, hat sich intensiv mit den Nebenwirkungen von häufig verwendeten Medikamenten befasst. Bei einer umfassenden Analyse der Vigilanzdatenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden fast 270.000 Einzelfälle überprüft. Die Untersuchung ergab, dass sieben verschiedenen Substanzgruppen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von generalisiertem Pruritus, also nichtallergischem Juckreiz, zugeschrieben werden kann. Diese Erkenntnisse könnten für die Verschreibungspraxis von Ärzten und Apotheker von Bedeutung sein, da sie dazu beitragen können, unerwünschte Nebenwirkungen bei Patienten zu minimieren und die Behandlungsqualität zu verbessern, schreibt "Ärzte Zeitung".
Dermatozoenwahn als mögliches Frühzeichen von Demenz erkannt
Dermatozoenwahn könnte erstes Anzeichen für Demenz sein, ergab eine Studie des Karolinska-Universitätskrankenhauses, die eine Verbindung zu psychiatrischen Komorbiditäten fand.
Dermatozoenwahn könnte erstes Anzeichen für Demenz sein, ergab eine Studie des Karolinska-Universitätskrankenhauses, die eine Verbindung zu psychiatrischen Komorbiditäten fand.
Eine Analyse von Patientinnen und Patienten aus dem Karolinska-Universitätskrankenhaus in Schweden hat ergeben, dass der sogenannte Dermatozoenwahn, ein wahnhafter Parasitenbefall, möglicherweise ein frühes Anzeichen von Demenz sein könnte. Diese dermatopsychiatrische Störung betrifft seltene Fälle, aber die Studie, deren Ergebnisse von aerztezeitung.de berichtet wurden, zeigt, dass 42 Prozent der untersuchten Betroffenen psychiatrische Komorbiditäten aufwiesen. Interessanterweise entwickelten 10 Prozent der Patienten später eine Demenz. Diese Erkenntnisse könnten bedeutend für die Früherkennung von Demenz sein und erfordern weitere Untersuchungen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
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