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Pflegepolitik und Recht
18.03.2026
Studie: Rassismus im deutschen Gesundheitswesen ist weit verbreitet
Rassismus prägt das deutsche Gesundheitswesen, zeigt eine Studie der Uni Witten/Herdecke. Diskriminierung bedroht Vertrauen und Versorgung, so die ÄrzteZeitung.
Rassismus prägt das deutsche Gesundheitswesen, zeigt eine Studie der Uni Witten/Herdecke. Diskriminierung bedroht Vertrauen und Versorgung, so die ÄrzteZeitung.
Eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke hat deutlich gemacht, dass Rassismus im deutschen Gesundheitswesen kein Einzelfall ist, so die ÄrzteZeitung. Die Forscher analysierten etwa 800 Beiträge auf Bewertungsplattformen wie jameda.de sowie auf YouTube und TikTok. Oft berichteten Patienten von Benachteiligungen aufgrund ihrer Sprache und Herkunft. Kommunikationsprobleme führten in einigen Fällen zu Fehldiagnosen. Weitere häufige Themen waren diskriminierende Stereotype, die Behandlungsentscheidungen beeinflussten, und ein generelles Misstrauen in das Gesundheitssystem. Trotz einer geringeren Anzahl an Beiträgen zu Rassismus waren deren Inhalte oft detailliert und emotional, was laut Dr. Tuğba Aksakal zeigt, wie Diskriminierung das Vertrauen der Betroffenen erschüttert. Die Forscher empfehlen interkulturelle Trainings für Gesundheitsberufe und mehr Diversität in Führungspositionen, um Vorurteile abzubauen und die Versorgungssituation zu verbessern. Quelle: ÄrzteZeitung.
Das Paul-Ehrlich-Institut ruft Gesundheitspersonal zur sofortigen Grippe-Impfstoffbestellung für 2026/27 auf, um Engpässe und eine unzureichende Immunisierung zu vermeiden.
Das Paul-Ehrlich-Institut ruft Gesundheitspersonal zur sofortigen Grippe-Impfstoffbestellung für 2026/27 auf, um Engpässe und eine unzureichende Immunisierung zu vermeiden.
Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Ärztinnen und Ärzte, ebenso wie Apotheken, schleunigst die Bestellung von Grippe-Impfstoffen für die kommende Saison 2026/27 vornehmen sollten. Angesichts der Notwendigkeit, sich rechtzeitig vorzubereiten, wird betont, wie wichtig es ist, die Versorgung mit Influenza-Impfstoffen frühzeitig sicherzustellen. Die Ärztezeitung berichtete, dass das Institut zum jetzigen Zeitpunkt eine dringende Erinnerung an das Gesundheitspersonal ausgesprochen hat, um Engpässe zu vermeiden und die flächendeckende Immunisierung zu gewährleisten.
BSI: Kritische IT-Sicherheitslücken bei Gesundheits-Software entdeckt
Das BSI warnt vor gravierenden IT-Sicherheitslücken in Gesundheitssoftware und fordert dringend verbesserte Standards zum Schutz sensibler Daten.
Das BSI warnt vor gravierenden IT-Sicherheitslücken in Gesundheitssoftware und fordert dringend verbesserte Standards zum Schutz sensibler Daten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Schwachstellenanalyse bei Softwareanwendungen im Gesundheitswesen durchgeführt, mit ernüchterndem Ergebnis. Die IT-Sicherheit dieser Systeme, darunter Praxisverwaltungssysteme, digitale Pflegedokumentation und Krankenhausinformationssysteme, wird als ausbaufähig angesehen. In Tests von vier Praxisverwaltungssystemen (PVS) waren drei anfällig für Angriffe aus dem Internet, da moderne Verschlüsselungsverfahren fehlen oder unsichere Kryptoalgorithmen eingesetzt werden. Auch das Zugriffs-Management und die Datenbank-Konfiguration seien teils unzureichend. Trotz der Dringlichkeit des Themas gibt es keine verbindlichen Richtlinien für IT-Sicherheit von PVS. Auf freiwilliger Basis können Hersteller Sicherheitsmaßnahmen nach der KBV-Rahmenvereinbarung nachweisen. Das BSI schlägt vor, gemeinsam mit Herstellern branchenspezifische IT-Sicherheitseigenschaften zu entwickeln. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
17.03.2026
Entscheidungsträger debattieren Zukunft des Gesundheitswesens in Berlin
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin debattierten 400 Entscheidungsträger über Digitalisierung und Patientenzentrierung als Zukunft des Gesundheitswesens.
Beim 19. Gesundheitsnetzwerker-Kongress in Berlin versammelten sich rund 400 Entscheidungsträger:innen, um die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens zu debattieren. Laut einer Meldung von aerztezeitung.de betonte gematik-Geschäftsführerin Brenya Adjei die essentielle Rolle eines funktionierenden WLANs für Innovationen im Gesundheitsbereich. Die Diskussion drehte sich um die konsequente Digitalisierung und die Patientenzentrierung als Schlüsselfaktoren für die Weiterentwicklung des Gesundheitssektors. Diese Themen stehen im Mittelpunkt, um den Herausforderungen der Zukunft wirksam begegnen zu können.
GKV-Finanzkommission könnte Pflegebudget in Kliniken neu bewerten
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
GKV-Finanzkommission plant Änderungen im Klinik-Pflegebudget: Expertenrunde könnte Rückkehr zu Fallpauschalen vorschlagen. Spannungen steigen.
Die bevorstehende Präsentation der GKV-Finanzkommission am 30. März wird mit großer Spannung erwartet. Gesundheitsministerin Nina Warken hat diese Expertenrunde einberufen, um Vorschläge zur Stabilisierung der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu unterbreiten. Besonders heftig wird spekuliert, ob die Kommission das Pflegebudget in Kliniken zur Diskussion stellt und möglicherweise die Rückkehr zum System der Fallpauschalen vorschlägt. Der Pflegestellfonds hat derzeit ein Finanzvolumen von über 26 Milliarden Euro pro Jahr, zeigt sich jedoch in der Kritik, da viele Krankenhäuser die neue Finanzierungsart nutzen, um zusätzliche Aufgaben ohne Bezug zur Pflege an das Personal weiterzugeben. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, und die Präsidentin der Pflegekammer NRW, Sandra Postel, warnen davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft lehnt einen möglichen Systemwechsel ab, aus Sorge vor erhöhter Bürokratie. (Quelle: Ärzte Zeitung)
KI-Revolution: Optimierte Praxisabläufe und Fortschritte in Kliniken
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
KI revolutioniert Praxen: Beim HIT-Kongress in Köln zeigt Aldo Faisal, wie Künstliche Intelligenz Abläufe optimiert und Therapieerfolge steigert.
Beim HIT-Kongress in Köln präsentierte Aldo Faisal die weitreichenden Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) in medizinischen Praxen und Kliniken. Ziel der KI-Implementierung ist es, zunächst die Praxisabläufe zu optimieren und darauf aufbauend therapeutische Fortschritte zu erzielen. Die Einsatzbereiche von KI sind dabei noch lange nicht vollständig ausgeschöpft. Faisal gewährte einen kleinen Einblick in die immense Datenvielfalt und die sich daraus ergebenden Chancen, die mittels KI erschlossen werden können, um den medizinischen Alltag grundlegend zu verbessern. Diese Informationen wurden von der Ärzte Zeitung bereitgestellt.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
17.03.2026
Elektronische AU hebt Krankenstand an: Kurzzeiterkrankungen nehmen zu
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erhöht den Krankenstand durch bessere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen bei AOK-Versicherten.
Der Krankenstand unter AOK-Versicherten ist 2025 leicht auf 23,3 Tage gesunken, im Vergleich zu 23,9 Tagen im Vorjahr. Jedoch wäre der Wert ohne die Neuerungen der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) um 2,5 Tage niedriger ausgefallen, so das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die eAU ermöglicht eine vollständigere Erfassung von Kurzzeiterkrankungen, da Bescheinigungen nun automatisch an die Krankenkassen übermittelt werden. Laut Helmut Schröder, Geschäftsführer des WIdO, ergibt sich dadurch eine „bemerkenswerte Niveau-Verschiebung nach oben“. Kortfristige Ausfälle stiegen von 6,7 Tagen im Jahr 2016 auf 9,1 Tage im Jahr 2025 an. Es wurde festgestellt, dass die Übermittlung von AU-Bescheinigungen bei Hausarztbesuchen von 65 Prozent im Jahr 2019 auf 86 Prozent im Jahr 2024 anstieg. Langzeitausfälle machen zwar nur 3,3 Prozent aller Fälle aus, verursachen jedoch über 40 Prozent der AU-Tage, wobei psychische Erkrankungen verstärkt zu den langen Ausfallzeiten beitragen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Studie: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden
Studie zeigt: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden - Anstieg der Troponinspiegel könnte auf Herzrisiken hinweisen.
Studie zeigt: Postoperative Schmerzen nach Hüft-OP können Herz gefährden - Anstieg der Troponinspiegel könnte auf Herzrisiken hinweisen.
Perioperative Schmerzen nach einer Hüftoperation sind in einer Kohortenstudie signifikant mit einem Anstieg der Troponinspiegel verbunden, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Dies stellt möglicherweise eine Gefahr für das Herz dar, könnte jedoch nicht direkt auf eine myokardiale Schädigung hindeuten. In dem HIP-ATTACK-Trial, einer randomisierten kontrollierten Studie, wurde ein ähnlicher Anstieg der Troponinspiegel beobachtet, ohne dass ein kausaler Zusammenhang eindeutig bewiesen wurde. Diese Beobachtungen werfen die Frage auf, inwieweit postoperative Schmerzen das Herz beeinflussen und welche klinischen Konsequenzen sich möglicherweise daraus ergeben könnten.
Koalition drängt auf Mitwirkung am GKV-Sparpaket von Ministerin Warken
Die Regierungsfraktionen fordern Mitsprache beim GKV-Sparpaket von Ministerin Warken, das Milliarden mobilisieren soll, um höhere Zusatzbeiträge zu verhindern.
Die Regierungsfraktionen fordern Mitsprache beim GKV-Sparpaket von Ministerin Warken, das Milliarden mobilisieren soll, um höhere Zusatzbeiträge zu verhindern.
Gesundheitspolitiker der Regierungsfraktionen drängen darauf, beim geplanten GKV-Sparpaket mitzuwirken, das Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorbereitet. Geplant ist, 12 bis 14 Milliarden Euro zu mobilisieren, um einen weiteren Anstieg der Zusatzbeiträge im kommenden Jahr zu vermeiden. Die handverlesene Finanzkommission der Ministerin arbeitet seit Monaten intensiv an Vorschlägen, deren Veröffentlichung Ende März erwartet wird. Doch nun möchten Fraktionspolitiker der Koalition Vorkoster im politischen Prozess einführen, um Vorschläge mit hohem Sprengpotenzial vorzeitig zu beseitigen. Warken, ihrer Rolle als Dirigentin des Prozesses beraubt, muss sich einem ordnenden Politikmanagement der Koalition fügen. Mit diesen Eingriffen hoffen die Koalitionsfraktionen auf eine finanziell solide Zukunft der GKV. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
15.03.2026
Pflegefachkräfte begleiten bei Patientenverfügungen und Vorsorgeplanung
Pflegefachkräfte sind unverzichtbare Berater bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, besonders in der Palliativphase, doch klare Honorierungsregelungen fehlen.
Pflegefachkräfte sind unverzichtbare Berater bei Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, besonders in der Palliativphase, doch klare Honorierungsregelungen fehlen.
Praxis- und Pflegeteams spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Patienten in Fragen der Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Gerade bei Eintritt in die Palliativphase sollten Vollmachten, Betreuungen und therapeutische Wünsche klar geregelt sein. Fachkräfte können hierbei essenzielle Beratungsleistungen erbringen, um Patienten und deren Angehörige durch den komplexen Prozess zu führen. Von Bedeutung ist zudem, wie solche Beratungsleistungen honoriert werden, da dies direkte Auswirkungen auf die Praxis hat. Laut einem Bericht von aerztezeitung.de ist es unerlässlich, dass Pflegepersonal sowohl über die inhaltlichen Aspekte als auch über die entsprechenden Abrechnungsfragen gut informiert ist, um den Patienten optimal zur Seite stehen zu können.
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