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Pflegepolitik und Recht
15.05.2026
Ärztetag fordert strengere Regeln für Cannabis-Verschreibung online
Ärztetag verlangt strengere Regeln für Online-Cannabisverordnungen und fordert persönlicheren Arztkontakt sowie Rücknahme der Teillegalisierung.
Ärztetag verlangt strengere Regeln für Online-Cannabisverordnungen und fordert persönlicheren Arztkontakt sowie Rücknahme der Teillegalisierung.
Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat sich kritisch gegenüber der Praxis geäußert, Cannabisblüten über Onlineportale ohne persönlichen Arztkontakt zu verordnen. Die Delegierten forderten einen Gesetzesvorschlag, um Medizinal-Cannabis wieder an die Anforderungen des Betäubungsmittelgesetzes und die Verschreibungsverordnung zu binden. Dies aufgrund eines Anstiegs der Cannabisimporte um 400 Prozent im ersten Halbjahr 2025, primär bedingt durch Privatverordnungen. Der Ärztetag entschied, dass Patienten mindestens einmal im Quartal persönlich mit einem Arzt in Kontakt stehen sollten. Zudem wurde die Teillegalisierung von Cannabis abgelehnt und der Gesetzgeber aufgefordert, diese zurückzunehmen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Deutscher Ärztetag kritisiert EU-Pläne für KI-Haftung und Datenschutz
Deutscher Ärztetag warnt: EU-KI-Pläne gefährden Patientensicherheit und Datenschutz. Haftung für KI-Fehler und Aufweichung beim Datenschutz werden kritisiert.
Deutscher Ärztetag warnt: EU-KI-Pläne gefährden Patientensicherheit und Datenschutz. Haftung für KI-Fehler und Aufweichung beim Datenschutz werden kritisiert.
Der Deutsche Ärztetag in Hannover hat die Pläne der EU-Kommission für den „Digital Omnibus“ scharf kritisiert. Die Ärzteschaft befürchtet, dass der Vorschlag massive Risiken für die Patientensicherheit und den Schutz persönlicher Behandlungsdaten birgt. Insbesondere lehnen die Ärzte eine Haftung für KI-Fehler ab, die sich ihrer Kontrolle entziehen. „Ohne ärztliche Freigabe darf es keine KI-Entscheidung geben, ausnahmslos“, betonte Dr. Dietmar Klass. Die geplante Befreiung von Medizinprodukten, die KI enthalten, von der KI-Verordnung, stößt bei den Delegierten auf Ablehnung. Die Bundesärztekammer fordert eine klar geregelte Verantwortlichkeit seitens der EU, um sicherzustellen, dass Ärzte nicht für die Fehler von KI-Systemen haftbar gemacht werden. Darüber hinaus kritisiert der Ärztetag, dass die geplante Neudefinition des Begriffs „anonymisierte Daten“ den nationalen Datenschutz untergraben könnte. Das Ärzteparlament ruft das Bundesgesundheitsministerium auf, auf den EU-Gesetzgeber einzuwirken, um die bestehende Schutzregelung beizubehalten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kleine Arztpraxen verstärken IT-Sicherheit gegen Cyberangriffe
Kleine Arztpraxen heben ihre IT-Abwehr gegen Hackerangriffe, wie kürzlich auf dem E-Health-Forum besprochen, um Cyberkriminalität zu bekämpfen.
Kleine Arztpraxen heben ihre IT-Abwehr gegen Hackerangriffe, wie kürzlich auf dem E-Health-Forum besprochen, um Cyberkriminalität zu bekämpfen.
Auch kleine Arztpraxen sind zunehmend Ziel von Hackerangriffen, wie jüngst die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg betonte. Im Rahmen des 16. E-Health-Forums wurde umfassend diskutiert, wie sich Praxen besser vor Cyberangriffen schützen können. Dabei wurden verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit vorgestellt. Im Notfall sei ein strukturiertes Vorgehen essentiell, um Schäden zu minimieren. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass der medizinische Sektor stärker sensibilisiert und ausgerüstet werden muss, um die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität zu bewältigen. (Quelle: Ärztezeitung.de)
Studie zeigt: Viele Senioren in Deutschland falsch medikamentiert
Eine Studie zeigt, dass 25 % der deutschen Senioren falsch medikamentiert sind, besonders häufig bei neurologischen Erkrankungen. Anpassungen sind dringend nötig.
Eine Studie zeigt, dass 25 % der deutschen Senioren falsch medikamentiert sind, besonders häufig bei neurologischen Erkrankungen. Anpassungen sind dringend nötig.
Eine Studie hat aufgedeckt, dass die medikamentöse Versorgung älterer Menschen in Deutschland erheblich verbessert werden muss. Laut der Untersuchung erhalten rund 25 Prozent der Senioren mindestens ein Medikament, das für sie unpassend ist. Insgesamt konnten sechs spezifische Personengruppen identifiziert werden, deren Medikamentenpläne dringend überprüft werden sollten, um mögliche Fehleinsätze zu vermeiden. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen mit neurologischen Erkrankungen, die offenbar überdurchschnittlich häufig von einer unangemessenen Medikation betroffen sind. (Quelle: aerztezeitung.de)
Herzinfarkte sinken, aber Diabetes und Bluthochdruck nehmen zu
Herzinfarkte nehmen ab, doch Diabetes und Bluthochdruck steigen an, wie der aktuelle AOK-Gesundheitsatlas zeigt.
Herzinfarkte nehmen ab, doch Diabetes und Bluthochdruck steigen an, wie der aktuelle AOK-Gesundheitsatlas zeigt.
Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland ist rückläufig, während die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck zunimmt. Dies zeigen aktuelle Zahlen aus dem AOK-Gesundheitsatlas, veröffentlicht durch das Wissenschaftliche Institut der AOK. Im Jahr 2024 wurden in deutschen Krankenhäusern etwa 185.400 Fälle von Herzinfarkten dokumentiert, im Vergleich zu 215.600 Fällen im Jahr 2017 - ein Rückgang von 14 Prozent. Dieser Trend könnte mit Lebensstiländerungen wie dem Verzicht auf das Rauchen und verbesserten medizinischen Behandlungen der Risikofaktoren in Verbindung stehen, erläuterte Helmut Schröder, Geschäftsführer des WIdO. Allerdings steigt die Prävalenz von Diabetes und Bluthochdruck, zwei der Haupt-Risikofaktoren für Herzinfarkte. Im Jahr 2024 litt 11,2 Prozent der Bevölkerung ab 20 Jahren an Diabetes Typ 2, während der Anteil an Menschen mit Bluthochdruck auf 29,9 Prozent kletterte. Der vollständige Gesundheitsatlas liefert detaillierte Einblicke bis auf Landkreisebene.
Neue Therapieoptionen schützen Typ-2-Diabetiker vor Organschäden
Neue Therapien bieten Typ-2-Diabetikern Schutz vor Organschäden und unterstreichen die Dringlichkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei komplexen Begleiterkrankungen.
Neue Therapien bieten Typ-2-Diabetikern Schutz vor Organschäden und unterstreichen die Dringlichkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei komplexen Begleiterkrankungen.
Patienten mit Typ-2-Diabetes sind oft auch von kardiovaskulären Erkrankungen (CVD) oder chronischen Nierenerkrankungen (CKD) betroffen. Um sie vor schweren kardiovaskulären und renalen Symptomen bis hin zum Tod zu schützen, gibt es inzwischen neue Therapieoptionen. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ ist es essenziell, diese Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen, um die betroffenen Organe optimal zu schützen. Die Bedeutung dieser Therapien wird besonders im Kontext der steigenden Zahl von Patienten mit komplexen Begleiterkrankungen deutlich. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit eines integrativen Ansatzes im Umgang mit Typ-2-Diabetes. Fachkräfte aus der Pflege sowie Angehörige sollten auf diese Fortschritte aufmerksam gemacht werden, um die Pflegequalität weiter zu verbessern.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.05.2026
Neue QISA-Version: Qualitätsindikatoren für Arzneimittelverordnung veröffentlicht
Neue QISA-Version veröffentlicht: Aktualisierte Qualitätsindikatoren helfen Ärzten, die Arzneimittelverordnung in der ambulanten Versorgung zu optimieren.
Neue QISA-Version veröffentlicht: Aktualisierte Qualitätsindikatoren helfen Ärzten, die Arzneimittelverordnung in der ambulanten Versorgung zu optimieren.
Der QISA-Band D zur Pharmakotherapie wurde kürzlich in der aktualisierten Version 2.1 veröffentlicht. Die Veröffentlichung bietet hilfreiche Qualitätsindikatoren zur Arzneimittelverordnung in der ambulanten Versorgung und richtet sich insbesondere an Haus- und Fachärzte. Diese neue Version aktualisiert Literaturreferenzen und Webseiten, während die Indikatoren, die bereits 2019 überarbeitet wurden, unverändert bleiben. Dies gewährleistet eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Im Jahr 2024 entfielen 55,2 Milliarden Euro der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung auf Arzneimittel, was 16,9 Prozent der Ausgaben entspricht. Der vorliegende Band bietet mit seinen 15 Indikatoren Ansätze zur Steigerung der Versorgungsqualität und enthält Kontextinformationen zur besseren Interpretation. AOK sieht die Pharmakotherapie als einen Hebel, um Qualität und Kosten in der Patientenversorgung zu optimieren. Diese Informationen basieren auf einer Nachrichtenmeldung von aok.de.
Studie: Körperliche Aktivität hebt Stimmung und Energie im Alltag
Regelmäßige Bewegung hebt Stimmung und Energie, besonders bei geringem Wohlbefinden, zeigt eine internationale Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit.
Regelmäßige Bewegung hebt Stimmung und Energie, besonders bei geringem Wohlbefinden, zeigt eine internationale Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit.
Bewegung im Alltag verbessert die Stimmung und das Gefühl von Wachheit und Energie bei den meisten Menschen, so eine Meta-Analyse, an der das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim beteiligt war (Quelle: Ärzte Zeitung). Die Studie zeigt, dass Menschen, die sich körperlich betätigen, besser gelaunt sind, wobei dieser Effekt bereits aus Laborstudien bekannt ist. Untersucht wurden die Stimmung und körperliche Aktivität der Teilnehmer im Alltag mithilfe von elektronischen Geräten. Während der Zusammenhang zwischen Aktivität und Wohlbefinden bei vielen positiv war, zeigte sich, dass Ruhe nach körperlicher Aktivität oft gemindert war. Besonders diejenigen mit niedrigem Wohlbefinden profitierten von Aktivität. Mehr als 95 Prozent der untersuchten Personen berichteten von erhöhter Energie vor oder nach körperlicher Aktivität. Die Forscher sammelten Daten von 8.000 Teilnehmern weltweit, was diese Untersuchung zur größten ihrer Art macht. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Bewegungsfrequenz und -intensität wesentliche Einflussfaktoren auf das affektive Wohlbefinden sind.
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg, während Petra Krebs als Staatssekretärin wechselnde Akzente setzen soll.
Oliver Hildenbrand wird neuer Gesundheitsminister in Baden-Württemberg, während Petra Krebs als Staatssekretärin wechselnde Akzente setzen soll.
Oliver Hildenbrand, 38-jähriger Psychologe, soll Gesundheitsminister in Baden-Württemberg werden, wie „Ärzte Zeitung“ berichtet. Der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir stellte Hildenbrand als Nachfolger von Manfred Lucha vor, der nach zehn Jahren sein Amt niederlegt. Petra Krebs, die seit 2016 im Landtag sitzt und als versierte Gesundheitspolitikerin gilt, wurde zur Staatssekretärin ernannt. Hildenbrand hat sich als Innenpolitiker profiliert und war ehemals Sprecher der Grünen Jugend. Seine Gesundheitskompetenz zieht er aus einem Psychologiestudium und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Psychiatrie. Die grün-schwarze Regierung plant im neuen Koalitionsvertrag unter anderem eine Kinderarztquote und die Förderung multiprofessioneller Praxismodelle. Hildenbrand bedankt sich für das Vertrauen und sieht respektvoll auf die kommende Aufgabe. Petra Krebs, ausgebildete Krankenschwester, übernimmt von Dr. Ute Leidig als Staatssekretärin.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
12.05.2026
EU verstärkt Arzneimittelproduktion mit neuem „Critical Medicines Act“
EU beschließt „Critical Medicines Act“, um Arzneimittelproduktion zu stärken und Abhängigkeit von Nicht-EU-Herstellern zu verringern. Engpässe sollen Geschichte sein.
EU beschließt „Critical Medicines Act“, um Arzneimittelproduktion zu stärken und Abhängigkeit von Nicht-EU-Herstellern zu verringern. Engpässe sollen Geschichte sein.
Das neue Gesetz der Europäischen Union, bekannt als „Critical Medicines Act“, wurde von Unterhändlern des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten beschlossen, um den Mangel an wichtigen Medikamenten zu beheben. Das Gesetzziel zielt darauf ab, die Produktion von Arzneimitteln in Europa zu erhöhen, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Herstellern zu verringern, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die jüngsten Engpässe bei Medikamenten wie Schmerzmitteln und Antibiotika haben die Verwundbarkeit aktueller Lieferketten offengelegt. Künftig sollen Mitgliedstaaten nicht nur den billigsten Anbieter bei Ausschreibungen wählen, sondern auch die regionale Herstellung honorieren. Mindestens 50 Prozent der Wirkstoffe eines Medikaments müssen aus der EU stammen. Auch sollen Forschungs- und Produktionsvorhaben, die für die EU von strategischer Bedeutung sind, schneller genehmigt werden. Ein „Made in EU“-Kriterium soll in der öffentlichen Beschaffung Vorrang haben. Die endgültige Zustimmung von Parlament und Mitgliedstaaten wird als Formsache betrachtet.
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