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Pflegepolitik und Recht
19.05.2026
Pflegebedarf erstmals über 6 Millionen: Pflegereform zeigt Wirkung
Pflegereform zeigt Wirkung: Erstmals über sechs Millionen Deutsche beziehen Pflegeleistungen, verbunden mit einem deutlichen Anstieg und neuen Herausforderungen.
Pflegereform zeigt Wirkung: Erstmals über sechs Millionen Deutsche beziehen Pflegeleistungen, verbunden mit einem deutlichen Anstieg und neuen Herausforderungen.
Laut Daten des Medizinischen Dienstes Bund beziehen erstmals mehr als sechs Millionen Bundesbürger Leistungen der sozialen Pflegeversicherung, ein Anstieg von rund 360.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2015 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen mehr als verdoppelt. Ursache für diesen Anstieg ist die Pflegereform von 2017, die einen erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt hat. Dabei werden nun auch kognitive und psychische Einschränkungen bei der Einstufung berücksichtigt. Im Zusammenhang mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz wird über eine Anhebung der Schwellenwerte nachgedacht. Carola Engler vom MD Bund warnt vor Schnellschüssen und betont, dass die ursprüngliche Intention der Pflegereform beibehalten werden muss, um Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Der GKV-Spitzenverband unterstreicht, dass der Zugang zur Pflege zwar funktioniert, aber der Anstieg der Pflegebedürftigen stellt finanzielle und strukturelle Herausforderungen dar, die von der Politik adressiert werden müssen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Hessen: Mangel an 80.000 barrierefreien Wohnungen alarmiert Experten
In Hessen fehlen 80.000 barrierefreie Wohnungen, was den Druck erhöht, Bauvorschriften anzupassen, um den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht zu werden.
In Hessen fehlen 80.000 barrierefreie Wohnungen, was den Druck erhöht, Bauvorschriften anzupassen, um den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht zu werden.
Allein in Hessen fehlen 80.000 barrierefreie Wohnungen. Die steigende Lebenserwartung macht deutlich, dass es sich kaum noch leisten lässt, nicht barrierefrei zu bauen. Ein Gipsbein kann bereits die alltäglichen Herausforderungen aufzeigen: Duschwannen werden zu Barrikaden, höhere Stockwerke ohne Aufzug unerreichbar. Während der öffentliche Raum zunehmend barrierefrei gestaltet wird, hinkt der private Wohnungsbau hinterher. Die Hessische Architektenkammer thematisierte kürzlich die Notwendigkeit inklusiver Gestaltungen. Auch Jürgen Dusel, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, betonte, dass freiwillige Maßnahmen nicht ausreichend seien. Es wird vorgeschlagen, Bauherren zu verpflichten, Neubauten mit Mindeststandards der Barrierefreiheit zu versehen. Dies hätte auch für nicht eingeschränkte Personen Vorteile, da beispielsweise breite Hausflure und Türöffnungen allen zu Gute kommen. Die Quelle dieser Information ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.).
GLP-1-Diäten: Risiko für Muskelverlust bei Senioren beachten
GLP-1-Rezeptoragonisten können bei Senioren Muskelschwund fördern und das Sarkopenie-Risiko erhöhen; Krafttraining und ausgewogene Ernährung sind entscheidend.
GLP-1-Rezeptoragonisten können bei Senioren Muskelschwund fördern und das Sarkopenie-Risiko erhöhen; Krafttraining und ausgewogene Ernährung sind entscheidend.
Wer mit Hilfe von GLP-1-Rezeptoragonisten Gewicht verliert, reduziert nicht nur Körperfett, sondern auch die Muskelmasse, was insbesondere für ältere Menschen problematisch sein kann. Dies erhöht das Risiko für Sarkopenie, den altersbedingten Verlust von Muskelmasse und -funktion. Um dem vorzubeugen, sind Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Diese Maßnahmen sollen den Muskelverlust ausgleichen und die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten. Zusätzlich sollten sich Betroffene und ihre Betreuer aktiv um eine adäquate Versorgung und Betreuung kümmern, um die Gesundheit der Patienten nachhaltig zu gewährleisten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Entscheidungstool für Antidepressiva zeigt bessere Wirkung als Standard
Ein neues Tool zur Antidepressiva-Auswahl überzeugt in Studien durch höhere Behandlungserfolge und weniger Abbrüche im Vergleich zur Standardtherapie.
Ein neues Tool zur Antidepressiva-Auswahl überzeugt in Studien durch höhere Behandlungserfolge und weniger Abbrüche im Vergleich zur Standardtherapie.
Ein einfaches Entscheidungstool zur Auswahl von Antidepressiva hat sich in einer Studie als wirksamer erwiesen als die Standardtherapie, die häufig mit einem SSRI beginnt. Das Tool berücksichtigt klinische Merkmale, demografische Faktoren und Patientenpräferenzen. Dadurch konnten erfolgreichere Behandlungen erzielt und weniger Therapieabbrüche verzeichnet werden. Die Quelle für diese Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Hinweisgeberschutz in Probezeit: Kein Sonderkündigungsschutz
Whistleblower in der Probezeit genießen keinen Sonderkündigungsschutz, sofern die Kündigung nicht direkt auf deren Meldung basiert, so das Bundesarbeitsgericht.
Whistleblower in der Probezeit genießen keinen Sonderkündigungsschutz, sofern die Kündigung nicht direkt auf deren Meldung basiert, so das Bundesarbeitsgericht.
Das Hinweisgeberschutzgesetz schützt Beschäftigte vor Benachteiligungen beim Melden von Fehlverhalten, für Whistleblower in der Probezeit bietet es jedoch keinen Sonderkündigungsschutz. Laut Bundesarbeitsgericht greift der Schutz nur, wenn die Kündigung direkt auf der Meldung beruht. In einem kürzlich entschiedenen Fall klagte ein Arbeitnehmer, der nach fünf Monaten Beschäftigung gekündigt wurde, kurz nachdem er einen Compliance-Verstoß angezeigt hatte. Die Kündigung sei jedoch keine Repressalie, da der Entschluss zur Kündigung bereits vor der Meldung feststand. Der Arbeitnehmer konnte nicht nachweisen, dass die Kündigung aufgrund seiner Hinweisgabe erfolgte. Das Urteil zeigt die Begrenzungen des Hinweisgeberschutzgesetzes auf, denn gerade in der Probezeit müssen Kündigungen nicht detailliert begründet werden, was den Schutz für Hinweisgeber praktisch schwächt. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Hochdosierte Grippe-Impfung könnte Demenz-Diagnose verzögern, jedoch sind weitere Forschungen nötig, um mögliche schützende Effekte zu bestätigen.
Hochdosierte Grippe-Impfung könnte Demenz-Diagnose verzögern, jedoch sind weitere Forschungen nötig, um mögliche schützende Effekte zu bestätigen.
Eine hochdosierte Influenza-Vakzine könnte laut einer Analyse von US-Gesundheitsdaten mit einer verzögerten Diagnose von Demenzerkrankungen assoziiert sein. Besonders bemerkenswert sind die Effekte in den ersten Monaten nach der Impfung. Die Studie hebt hervor, dass eine Impfung mit dieser Vakzine möglicherweise einen schützenden Effekt gegen schnelle kognitive Beeinträchtigungen haben könnte, was jedoch weiteren Untersuchungen bedarf. Die Ergebnisse lassen auch andere mögliche Erklärungen zu, sodass die Interpretation mit Vorsicht zu genießen ist. Experten betonen die Notwendigkeit weiterer Forschungen, um die potenziellen Mechanismen und Ursachen vollständig zu verstehen. Die „Ärzte Zeitung“ berichtete hierzu unter Berufung auf die aktuelle Datenlage.
Ärztetag fordert strengere Regeln für Cannabis-Verschreibung online
Ärztetag verlangt strengere Regeln für Online-Cannabisverordnungen und fordert persönlicheren Arztkontakt sowie Rücknahme der Teillegalisierung.
Ärztetag verlangt strengere Regeln für Online-Cannabisverordnungen und fordert persönlicheren Arztkontakt sowie Rücknahme der Teillegalisierung.
Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat sich kritisch gegenüber der Praxis geäußert, Cannabisblüten über Onlineportale ohne persönlichen Arztkontakt zu verordnen. Die Delegierten forderten einen Gesetzesvorschlag, um Medizinal-Cannabis wieder an die Anforderungen des Betäubungsmittelgesetzes und die Verschreibungsverordnung zu binden. Dies aufgrund eines Anstiegs der Cannabisimporte um 400 Prozent im ersten Halbjahr 2025, primär bedingt durch Privatverordnungen. Der Ärztetag entschied, dass Patienten mindestens einmal im Quartal persönlich mit einem Arzt in Kontakt stehen sollten. Zudem wurde die Teillegalisierung von Cannabis abgelehnt und der Gesetzgeber aufgefordert, diese zurückzunehmen. (Quelle: aerztezeitung.de)
Deutscher Ärztetag kritisiert EU-Pläne für KI-Haftung und Datenschutz
Deutscher Ärztetag warnt: EU-KI-Pläne gefährden Patientensicherheit und Datenschutz. Haftung für KI-Fehler und Aufweichung beim Datenschutz werden kritisiert.
Deutscher Ärztetag warnt: EU-KI-Pläne gefährden Patientensicherheit und Datenschutz. Haftung für KI-Fehler und Aufweichung beim Datenschutz werden kritisiert.
Der Deutsche Ärztetag in Hannover hat die Pläne der EU-Kommission für den „Digital Omnibus“ scharf kritisiert. Die Ärzteschaft befürchtet, dass der Vorschlag massive Risiken für die Patientensicherheit und den Schutz persönlicher Behandlungsdaten birgt. Insbesondere lehnen die Ärzte eine Haftung für KI-Fehler ab, die sich ihrer Kontrolle entziehen. „Ohne ärztliche Freigabe darf es keine KI-Entscheidung geben, ausnahmslos“, betonte Dr. Dietmar Klass. Die geplante Befreiung von Medizinprodukten, die KI enthalten, von der KI-Verordnung, stößt bei den Delegierten auf Ablehnung. Die Bundesärztekammer fordert eine klar geregelte Verantwortlichkeit seitens der EU, um sicherzustellen, dass Ärzte nicht für die Fehler von KI-Systemen haftbar gemacht werden. Darüber hinaus kritisiert der Ärztetag, dass die geplante Neudefinition des Begriffs „anonymisierte Daten“ den nationalen Datenschutz untergraben könnte. Das Ärzteparlament ruft das Bundesgesundheitsministerium auf, auf den EU-Gesetzgeber einzuwirken, um die bestehende Schutzregelung beizubehalten. (Quelle: aerztezeitung.de)
Kleine Arztpraxen verstärken IT-Sicherheit gegen Cyberangriffe
Kleine Arztpraxen heben ihre IT-Abwehr gegen Hackerangriffe, wie kürzlich auf dem E-Health-Forum besprochen, um Cyberkriminalität zu bekämpfen.
Kleine Arztpraxen heben ihre IT-Abwehr gegen Hackerangriffe, wie kürzlich auf dem E-Health-Forum besprochen, um Cyberkriminalität zu bekämpfen.
Auch kleine Arztpraxen sind zunehmend Ziel von Hackerangriffen, wie jüngst die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg betonte. Im Rahmen des 16. E-Health-Forums wurde umfassend diskutiert, wie sich Praxen besser vor Cyberangriffen schützen können. Dabei wurden verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit vorgestellt. Im Notfall sei ein strukturiertes Vorgehen essentiell, um Schäden zu minimieren. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass der medizinische Sektor stärker sensibilisiert und ausgerüstet werden muss, um die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität zu bewältigen. (Quelle: Ärztezeitung.de)
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