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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
27.06.2025
EU-Pharma-Reform: Impulse für Arzneimittelversorgung dringend nötig
Die EU-Pharma-Reform könnte mit politischer Unterstützung entscheidende Impulse für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU setzen.
Die EU-Pharma-Reform könnte mit politischer Unterstützung entscheidende Impulse für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU setzen.
Die Sicherstellung einer hochwertigen Arzneimittelversorgung in Deutschland und der EU steht vor großen Herausforderungen. Medizinische Fortschritte eröffnen neue Therapieoptionen, doch gleichzeitig erodieren etablierte Rahmenbedingungen, was Innovationskraft und Versorgungssicherheit beeinträchtigt. Der Artikel richtet den Blick auf aktuelle Entwicklungen wie die EU-Pharma-Legislation und die Nutzenbewertung EU-HTA. Diese könnten, sofern sie die nötige politische Unterstützung erhalten, wichtige Impulse für die Arzneimittelversorgung geben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit, das deutsche AMNOG-System stetig an den medizinischen Fortschritt anzupassen, um Forschung, Entwicklung und Patientenzugang sicherzustellen. Hierfür fordert der Artikel verlässliche und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen auf Basisebene, die auch evidenzbasierte Flexibilität in der Preisverhandlung zulassen. Der Beitrag hebt zudem hervor, dass künftig alle Akteure im Gesundheitssystem kooperieren müssen, um eine hochwertige und zukunftsfähige Versorgung sicherzustellen. Verantwortlich für den Beitrag ist Dr. Daniel Steiners von Roche, wie aus der Quelle aerztezeitung.de hervorgeht.
Finanznot der Kliniken: Über die Hälfte erwartet 2024 Verluste
Über die Hälfte der Kliniken erwartet 2024 Verluste, da Finanzreserven schwinden. Der Krankenhaus-Rating-Report zeigt gravierende finanzielle Notlagen auf.
Über die Hälfte der Kliniken erwartet 2024 Verluste, da Finanzreserven schwinden. Der Krankenhaus-Rating-Report zeigt gravierende finanzielle Notlagen auf.
Deutschlands Kliniken geraten zunehmend in finanzielle Not, wie der aktuelle Krankenhaus-Rating-Report des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung aufzeigt. Demnach werden über die Hälfte der Einrichtungen für 2024 einen Jahresverlust ausweisen, da die Finanzreserven vieler Krankenhäuser weiterhin bedrohlich niedrig sind. Bereits 2023 schrieben 43 Prozent der Kliniken rote Zahlen, ein Anstieg gegenüber den 22 Prozent im Jahr 2020. Das durchschnittliche Jahresergebnis sank 2023 auf minus 0,2 Prozent der Erlöse, wobei die Insolvenzgefahr auf 1,8 Prozent stieg. Die ersten Abschlüsse für 2024 deuten auf eine weitere Verschlechterung hin. Laut einer Pressemeldung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK wurden zwischen Juli 2022 und April 2025 insgesamt 61 Klinikstandorte insolvent, wobei 13 Standorte geschlossen wurden. Experten fordern nun umfassende Reformen im Gesundheitswesen.
Pflegegrad kann bei Verbesserung der Gesundheit neu bewertet werden
Pflegegrad kann sinken: Bei gesundheitlicher Verbesserung prüfen die Kassen, ob eine Herabstufung möglich ist. Beratung durch Pflegestützpunkte empfohlen.
Pflegegrad kann sinken: Bei gesundheitlicher Verbesserung prüfen die Kassen, ob eine Herabstufung möglich ist. Beratung durch Pflegestützpunkte empfohlen.
Der Pflegegrad einer Person ist nicht unbedingt dauerhaft festgelegt. Die Pflegekassen haben in bestimmten Fällen das Recht, den Pflegegrad zu reduzieren, jedoch nur, wenn wesentliche Veränderungen der Verhältnisse festgestellt werden können. Diese Entscheidung basiert auf einer erneuten Begutachtung durch den Medizinischen Dienst oder einen anderen Gutachterdienst. So kann bei einer verbesserten Gesundheit, wie nach einem Schlaganfall, die Selbständigkeit der Person zunehmen, was eine Anpassung des Pflegegrades nach unten rechtfertigen könnte. Bei Einspruch gegen die Entscheidung der Pflegekasse sollte ein Widerspruch eingelegt werden, welcher schriftlich erfolgen muss. Es ist ratsam, sich bei Bedarf durch einen Pflegestützpunkt beraten zu lassen. Der Bestandschutzregel besagt zudem, dass bei der Umstellung von Pflegestufen zu Pflegegraden eine Rückstufung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Verbraucherzentralen bieten weitere detaillierte Informationen und Rat zu diesem Thema an. (Quelle: verbraucherzentrale.de)
Cyberangriffe auf Kliniken: Expertenbericht beim Hauptstadtkongress
Cyberangriffe bedrohen Kliniken: Experten berichten beim Hauptstadtkongress über Angriffsauswirkungen und Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen.
Cyberangriffe bedrohen Kliniken: Experten berichten beim Hauptstadtkongress über Angriffsauswirkungen und Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen.
Beim Hauptstadtkongress brachten zwei Universitätskliniken Einblicke in die Auswirkungen von Cyberangriffen auf das Gesundheitswesen. Diese Branche ist eine der am stärksten von Cyberattacken betroffenen. Es wurde darüber berichtet, wie Kliniken reagieren, wenn Systeme ausfallen, und welche Methoden es gibt, Angriffsszenarien vorzubeugen. Die Quelle dieser Informationen ist die "Ärztezeitung" (aerztezeitung.de).
"Krankenversicherungen fordern Wirtschaftlichkeitsfokus auf Kongress"
Auf dem Hauptstadtkongress in Berlin fordern Krankenkassen mehr Wirtschaftlichkeit in der Ausgabenpolitik der gesetzlichen Krankenversicherung.
Auf dem Hauptstadtkongress in Berlin fordern Krankenkassen mehr Wirtschaftlichkeit in der Ausgabenpolitik der gesetzlichen Krankenversicherung.
Beim Hauptstadtkongress in Berlin war das sogenannte "Kassentreffen" ein zentrales Thema. Die Vorsitzenden der großen Krankenkassenverbände AOK, BKK und vdek haben eindringlich eine Rückbesinnung auf die Wirtschaftlichkeit in der Ausgabenpolitik der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert. Die Vertreterinnen der Krankenkassen argumentierten, dass die gegenwärtigen gesundheitspolitischen Maßnahmen an Grenzen stoßen und eine konsequente Analyse der Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund rücken sollte. Diese Forderungen wurden auf dem Hauptstadtkongress laut, wie die "Ärzte Zeitung" auf ihrer Webseite berichtet. Um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern, sei eine Reform der finanzpolitischen Strategie unausweichlich.
Neues Entlastungsbudget erleichtert Pflege von Angehörigen ab 2025
Ab Juli 2025 entlastet ein neues Budget pflegende Angehörige mit min. Pflegegrad 2 durch flexible Nutzung für Kurzzeit- und Verhinderungspflege.
Ab Juli 2025 entlastet ein neues Budget pflegende Angehörige mit min. Pflegegrad 2 durch flexible Nutzung für Kurzzeit- und Verhinderungspflege.
Ab dem 1. Juli 2025 wird die Pflege von Angehörigen durch ein neues Entlastungsbudget in Deutschland erleichtert, berichtet die Stiftung Warentest. Pflegebedürftige mit mindestens Pflegegrad 2 können zukünftig bis zu 3.539 Euro jährlich flexibel für Kurzzeit- und Verhinderungspflege verwenden. Diese Maßnahme soll den Alltag pflegender Angehöriger entlasten, die in schwierigen Situationen Unterstützung benötigen. Über die Vorteile hinaus, wie etwa die erweiterte Nutzungsmöglichkeit von bis zu 56 Tagen im Jahr, birgt die Gesetzesänderung laut der Interessensvertretung „wir pflegen e. V.“ allerdings auch einige Einschränkungen, insbesondere hinsichtlich der Verwendung der Mittel bei regelmäßigen beruflichen Abwesenheiten. Hier könnte der Ausbau der Tagespflege eine entscheidende Lücke schließen. Die Stiftung Warentest hebt hervor, dass Beratungsstellen im Pflegebereich nun kostenlos und individuell informieren müssen, um einen reibungslosen Übergang zum neuen System zu unterstützen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
26.06.2025
Demografie fordert interprofessionelle Pflege und neue Aufgabenteilung
Der demografische Wandel erfordert eine interprofessionelle Pflege und neue Rollentrennungen, wie Beispiele der Charité und HIPSTA zeigen.
Der demografische Wandel erfordert eine interprofessionelle Pflege und neue Rollentrennungen, wie Beispiele der Charité und HIPSTA zeigen.
Gute Versorgung wird künftig nur noch interprofessionell gelingen, wie der Hauptstadtkongress zeigte. Der demografische Wandel mit mehr zu versorgenden Menschen und knappen Ressourcen bei Ärzten und Pflege erfordert eine neue Aufgabenteilung. Dr. Pia Lanmüller vom Deutschen Herzzentrum der Charité betonte, dass tradierte Rollenmuster überdacht werden müssen. Am Herzzentrum stärkt die "Magnetische Visite" die interprofessionelle Zusammenarbeit. Dabei besprechen Ärzte und Pflegekräfte mit den Patienten die Behandlungspläne, was die Sicherheit und Zufriedenheit aller erhöht. Das Universitätsklinikum Heidelberg verfolgt diesen Ansatz durch die interprofessionelle Ausbildung auf der "Heidelberger Interprofessionellen Ausbildungsstation" (HIPSTA), wo Auszubildende aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen Patienten gemeinsam versorgen. Trotz anfänglicher Bedenken ist der Ansatz erfolgreich und führt zu kürzeren Klinikaufenthalten. Corinne Steinbrüchel-Broesch in Zürich zeigt die Notwendigkeit effizienter Datendokumentation für eine nahtlose Zusammenarbeit auf, ein Problem, das ebenfalls auf dem Kongress thematisiert wurde. Die Quelle dieser Informationen ist die Ärzte Zeitung.
KI im Gesundheitswesen: Chance statt Bedrohung für Jobs und Prozesse
Die KI im Gesundheitswesen wird zur Chance: Ärzte und Pflegekräfte sehen Optimierungspotenzial statt Job-Gefahr, so die Experten auf dem Hauptstadtkongress.
Die KI im Gesundheitswesen wird zur Chance: Ärzte und Pflegekräfte sehen Optimierungspotenzial statt Job-Gefahr, so die Experten auf dem Hauptstadtkongress.
Auf dem Hauptstadtkongress wurde deutlich, dass künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen keine Bedrohung mehr für Arbeitsplätze darstellt. Ärzte und Pflegekräfte, die vor einem Jahrzehnt noch um ihre Jobs fürchteten, sehen nun die Chancen, die KI bietet. Dr. Hartmuth Nowak, Leiter des Zentrums für Künstliche Intelligenz und Datenwissenschaften in Bochum, betonte, dass die Diskussion über Job-Angst nicht mehr relevant sei. Auch Dr. Timo Paulus von Philips erklärte, dass der Einsatz von KI, wie in der Radiologie, den Fachkräftemangel kompensieren könne, indem Arbeitsprozesse optimiert werden und somit mehr Zeit für die Patienten bleibt. Dr. Hilke Koers von KPMG verwies darauf, dass KI als strategisches Projekt behandelt werden müsse, um Mitarbeiter zu entlasten und eine kulturelle Revolution zu bewirken. Die Herausforderungen bleiben jedoch, darunter die Verbesserung der Datenbasis und die Anpassung von Regulatorik und Datenschutz, wie Daria Radant von Takeda erläuterte.
HIV im Alter: Vorsicht bei Medikamentenauswahl wegen Komorbiditäten
Ältere HIV-Patient*innen benötigen bei der Medikamentenauswahl besondere Sorgfalt wegen möglicher Komorbiditäten und Wechselwirkungen mit der Therapie.
Ältere HIV-Patient*innen benötigen bei der Medikamentenauswahl besondere Sorgfalt wegen möglicher Komorbiditäten und Wechselwirkungen mit der Therapie.
Will man Menschen, die mit HIV leben, auch im Alter gut betreuen, erfordert das mehr Vorsicht bei der Medikamentenauswahl. Es müssen vermehrte altersassoziierte Komorbiditäten und mögliche Wechselwirkungen mit der antiretroviralen Therapie berücksichtigt werden, berichtet Dr. Bianca Bach der „Ärzte Zeitung“.
KI prägt Zukunft der Gesundheit: Hauptstadtkongress diskutiert Chancen
KI als Wachstumsmotor: Beim Hauptstadtkongress 2025 in Berlin wurde ihre entscheidende Rolle für die Zukunft der Gesundheitsversorgung aufgezeigt.
KI als Wachstumsmotor: Beim Hauptstadtkongress 2025 in Berlin wurde ihre entscheidende Rolle für die Zukunft der Gesundheitsversorgung aufgezeigt.
Die Künstliche Intelligenz (KI) wird die Zukunft der Gesundheitsversorgung maßgeblich beeinflussen, wurde beim Hauptstadtkongress 2025 in Berlin deutlich. Der Kongress gilt als wichtigste Veranstaltung für Gesundheitsthemen im deutschen Kongresskalender. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner betonte die Gesundheitswirtschaft als Wachstumsmotor für Berlin und Brandenburg und verwies auf bedeutende Projekte wie das Translationszentrum der Charité und den Neubau des Deutschen Herzzentrums. Prof. Karl Max Einhäupl, Präsident des Kongresses, mahnte an, dass in Deutschland oft mehr Angst um Daten als um Chancen neuer Technologien bestünde. Prof. Susanne Schreiber vom Ethikrat hob hervor, dass Patienten das Recht haben sollten, KI zu nutzen, wenn sie leistungsfähiger als Ärzte ist. Prof. Christof von Kalle von der Charité betonte die vorhandenen Möglichkeiten der KI, beispielsweise in der Bildgebung. Zu diesen Themen gibt es bereits EU-weite Regelungen, doch es fehlt noch an einer deutschen Interpretation. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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