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Medizin, Gesundheit und Prävention
30.06.2025
Mangelernährung in Kliniken: DGG warnt vor Risiken für Patienten
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie warnt: Viele Krankenhauspatienten erhalten zu wenig Nahrung, was ihre Genesung gefährdet und vor allem Ältere betrifft.
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie warnt: Viele Krankenhauspatienten erhalten zu wenig Nahrung, was ihre Genesung gefährdet und vor allem Ältere betrifft.
Viele Patienten in deutschen Krankenhäusern erhalten nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zu wenig Essen, was gravierende Folgen haben kann. Dieses Problem wurde in den vergangenen Jahren nicht ausreichend beachtet, sagte Kristin Häseler-Ouart, Sprecherin der Arbeitsgruppe „Ernährung und Stoffwechsel“ der DGG, der Deutschen Presse-Agentur laut Ärzte Zeitung. Sie erklärte, das Klinikessen liefere oft nicht die nötige Energie, die schwer kranke Patienten zur Erholung benötigen. Schwere Patienten verlieren häufig Gewicht und Muskelmasse nach Krankenhausaufenthalten, was das Risiko für Stürze und eingeschränkte Beweglichkeit erhöht. Besonders alte Menschen sind davon betroffen. Um dieser Mangelernährung entgegenzuwirken, werden manchen Patienten in den Kliniken kalorienreiche Zusatznahrungen verabreicht, wie sie manchmal im Fitnessstudio zu finden sind.
Experten ziehen gemischtes Fazit zur elektronischen Patientenakte in Berlin
Berlin. Experten ziehen sechs Monate nach Einführung der ePA in Berlin ein gemischtes Fazit, loben Fortschritte, sehen aber auch Verbesserungsbedarf.
Berlin. Experten ziehen sechs Monate nach Einführung der ePA in Berlin ein gemischtes Fazit, loben Fortschritte, sehen aber auch Verbesserungsbedarf.
Berlin. Sechs Monate nach Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ziehen Experten auf dem Hauptstadtkongress ein gemischtes Fazit. Gematik-Geschäftsführer Dr. Florian Fuhrmann berichtet, dass inzwischen 70 Millionen ePAs eingerichtet worden sind, erkennt jedoch Verbesserungsbedarf an bestimmten Stellen an. Heinrich Wessels, IT-Berater, lobt die problemlose Umsetzung durch seinen PVS-Anbieter, während Dr. Sibylle Steiner von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Kritik an den PVS-Herstellern wegen des noch nicht flächendeckenden Einsatzes des ePA-Moduls übt. Gynäkologe Dr. Waldemar Karl Funk und andere Experten weisen auf die immens wichtigen Supportleistungen der Hersteller hin. Sebastian Mörth aus Österreich bietet einen optimistischen Ausblick: Deutschland könne sich am Beispiel Österreichs orientieren, das in der Implementierung solcher Systeme bereits fortgeschritten ist. Bianca Kastl kritisiert die unflexiblen Fristenregelungen und betont die Bedeutung einer klaren, machbaren Zielsetzung. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Sorgfältige Dosierung bei Schilddrüsenhormontherapie im Alter entscheidend
Eine exakte Dosierung von Schilddrüsenhormonen ist entscheidend, um bei älteren Patienten gesundheitliche Risiken durch Überbehandlung zu vermeiden.
Eine exakte Dosierung von Schilddrüsenhormonen ist entscheidend, um bei älteren Patienten gesundheitliche Risiken durch Überbehandlung zu vermeiden.
Die Vermeidung von Überbehandlungen mit Schilddrüsenhormonen ist ein zunehmendes Anliegen, da zu hohe Dosierungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Zu viel L-Thyroxin kann nicht nur Herz und Kreislauf überlasten, sondern auch die Knochen schwächen. Gerade bei älteren Patienten sollte eine unnötige oder zu hoch dosierte Hormontherapie vermieden werden, um langfristige gesundheitliche Schäden zu verhindern. Quellen wie die Ärzte Zeitung betonen die Wichtigkeit einer sorgfältigen und individuell abgestimmten Dosierung, um Risiken zu minimieren.
SGLT-2-Inhibitoren senken Komplikationsrate bei Leberzirrhose
SGLT-2-Inhibitoren zeigen vielversprechendes Potenzial bei der Senkung der Komplikationsrate bei Leberzirrhose, so eine aktuelle Studie mit über 10.000 Teilnehmern.
SGLT-2-Inhibitoren zeigen vielversprechendes Potenzial bei der Senkung der Komplikationsrate bei Leberzirrhose, so eine aktuelle Studie mit über 10.000 Teilnehmern.
Eine aktuelle Studie hat untersucht, dass SGLT-2-Inhibitoren bei Leberzirrhose die Komplikationsrate senken können. Bisher wurden diese Medikamente vor allem wegen ihrer Vorteile bei Herzinsuffizienz und Diabetes geschätzt. Die neuen Ergebnisse weisen darauf hin, dass diese Wirkstoffe auch bei der oft unzureichenden Therapie von Leberzirrhose als Ergänzung nützlich sein könnten. Die Studie wurde mit über 10.000 Personen durchgeführt und zeigt ein vielversprechendes Potenzial dieser Medikamente in einem weiteren medizinischen Anwendungsbereich. Damit könnte ein bedeutender Beitrag zur verbesserten Versorgung von Leberzirrhosepatienten geleistet werden. Quelle: Ärzte Zeitung.
DiGA-Daten sollen in elektronische Patientenakte integriert werden
Digitale Gesundheitsanwendungen werden künftig in die ePA integriert, was Ärzten die Arbeit erleichtern soll, berichtet die Ärzte Zeitung.
Digitale Gesundheitsanwendungen werden künftig in die ePA integriert, was Ärzten die Arbeit erleichtern soll, berichtet die Ärzte Zeitung.
Die Daten aus Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen zukünftig in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert werden können, berichtet die Ärzte Zeitung. Bisher sind nur wenige Anbieter dieser Anwendungen an die Telematikinfrastruktur angebunden. Ein Hausarzt erklärt gegenüber dem Medium, wie ihm die Integration von DiGA-Daten in die ePA seine Arbeit erleichtert.
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle durch Krankheiten in Europa
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle in Europa jährlich durch nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs und Diabetes trotz vermeidbarer Risikofaktoren.
WHO: 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle in Europa jährlich durch nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs und Diabetes trotz vermeidbarer Risikofaktoren.
Krebserkrankungen, Diabetes und andere nichtübertragbare Krankheiten sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die führenden Todesursachen in Europa. Nach einem Bericht des WHO-Regionalbüros Europa in Kopenhagen verursachen diese Krankheiten jährlich etwa 1,8 Millionen vermeidbare Todesfälle. Diese könnten durch wirksame Gesundheitsmaßnahmen oder frühzeitige Erkennung und Behandlung verhindert oder verzögert werden. Zudem sterben in der Region jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau vor dem 70. Lebensjahr an nichtübertragbaren Krankheiten. Etwa 60 Prozent dieser Todesfälle sind auf Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen. WHO-Regionaldirektor Hans Kluge kritisiert die mangelnde Investition in Prävention, obwohl dadurch Millionen von Todesfällen vermieden und erhebliche Kosten eingespart werden könnten. Die Sterblichkeitsraten sind in wohlhabenderen Ländern niedriger als im Durchschnitt, während sie in den östlichen Teilen Europas teils deutlich höher liegen. (Quelle: aerztezeitung.de)
G-BA-Chef: Deutschland bei Gesundheitsdigitalisierung rückständig
Beim Hauptstadtkongress kritisiert G-BA-Chef Hecken Deutschlands digitalen Rückstand im Gesundheitswesen und fordert eine nationale Strategie.
Beim Hauptstadtkongress kritisiert G-BA-Chef Hecken Deutschlands digitalen Rückstand im Gesundheitswesen und fordert eine nationale Strategie.
Auf dem Hauptstadtkongress reflektierte Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), über den Rückstand Deutschlands in der Digitalisierung seines Gesundheitswesens. Er betonte, dass Deutschland in dieser Hinsicht einem Schwellenland gleicht. Hecken stellte eine mögliche Bundesstrategie vor, die den digitalen Fortschritt im Gesundheitswesen fördern könnte, um diesen Rückstand aufzuholen. Die Ärzte Zeitung berichtete von der Veranstaltung und fasste die wesentlichen Aussagen des G-BA-Chefs zusammen.
Kritik an unzureichender Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen
Kritik an den Finanzhilfen für die Kranken- und Pflegekassen: Ärzteverbände bemängeln unzureichende Unterstützung im Vergleich zu Militärausgaben.
Kritik an den Finanzhilfen für die Kranken- und Pflegekassen: Ärzteverbände bemängeln unzureichende Unterstützung im Vergleich zu Militärausgaben.
Weit über Hundert Milliarden Euro für die Verteidigung – für die Sozialkassen dagegen erst einmal nur schmale Darlehen: Die Kritik an den geplanten Finanzspritzen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die soziale Pflegeversicherung (SPV) reißt nicht ab. Am Freitag meldeten sich die Kinder- und Jugendärzte zu Wort: Der Präsident ihres Berufsverbandes (BVKJ), Dr. Michael Hubmann, nannte es einen „Skandal“, dass die Koalition den Kranken- und Pflegekassen mit „buchhalterischen Tricks“ beiseite springen und Aufwendungen für sogenannte versicherungsfremde Leistungen in der GKV und in der SPV nicht mit ausreichend Steuergeldern kompensieren wolle. Allein die Unterdeckung der Krankenkassen bei den Gesundheitskosten für die rund 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger werden auf knapp zehn Milliarden Euro beziffert. Das Bundeskabinett hatte Anfang der Woche beschlossen, dass die GKV in diesem und im nächsten Jahr zusammen ein Bundesdarlehen in Höhe von 4,6 Milliarden Euro bekommen soll. Quelle: Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.06.2025
Bundesarbeitsministerin Bas lobt Rekorderhöhung des Mindestlohns
Bundesarbeitsministerin Bas lobt die geplante Rekorderhöhung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027 als Erfolg der Sozialpartnerschaft.
Bundesarbeitsministerin Bas lobt die geplante Rekorderhöhung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027 als Erfolg der Sozialpartnerschaft.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat den Vorschlag der Mindestlohnkommission begrüßt, den gesetzlichen Mindestlohn bis zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro und bis zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro zu erhöhen. Die Anpassungen stellen die größte sozialpartnerschaftlich beschlossene Lohnerhöhung seit Einführung des Mindestlohns dar und sollen rund 6 Millionen Beschäftigten zugutekommen. Seit der Einführung 2015 hat der Mindestlohn zur Verringerung des Niedriglohnsektors um etwa 1,5 Millionen Stellen beigetragen. Bas lobt die Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern als Beweis für die Funktionstüchtigkeit der Sozialpartnerschaft in Deutschland. Gemäß BM f. Arbeit und Soziales wird vorgeschlagen, die Anpassungen per Rechtsverordnung verbindlich zu machen.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
27.06.2025
Kliniken suchen Strategien zur Personalgewinnung bei Fachkräftemangel
Kliniken suchen dringend nach neuen Strategien zur Personalgewinnung, um dem Fachkräftemangel in Pflege und Medizin zu begegnen.
Kliniken suchen dringend nach neuen Strategien zur Personalgewinnung, um dem Fachkräftemangel in Pflege und Medizin zu begegnen.
Kliniken stehen vor vielfältigen Herausforderungen bei der Personalgewinnung und -bindung. Beim Hauptstadtkongress wurden mehrere Ansätze wie das "Female Lifecycle Management", Pooling oder die gezielte Rekrutierung aus dem Ausland thematisiert, die helfen sollen, den Personalbedarf in den Bereichen Pflege und medizinische Versorgung zu decken. Angesichts des Fachkräftemangels müssen Krankenhäuser strategisch agieren, um Arbeitskräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Diese Strategien sind entscheidend, um die Versorgung in Kliniken zu sichern, wie auf dem Hauptstadtkongress herausgestellt wurde (Quelle: aerztezeitung.de).
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