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Pflegepolitik und Recht
15.09.2026
Pflegefachkräfte dürfen mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen
Pflegefachkräfte dürfen ab sofort mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen, wodurch ihre Eigenständigkeit und Effizienz in der Patientenversorgung gestärkt wird.
Pflegefachkräfte dürfen ab sofort mehr Hilfsmittel ohne ärztliche Verordnung empfehlen, wodurch ihre Eigenständigkeit und Effizienz in der Patientenversorgung gestärkt wird.
Pflegefachpersonen erhalten künftig die Möglichkeit, ein breiteres Spektrum an Hilfs- und Pflegehilfsmitteln zu empfehlen. Dies folgt einer Überarbeitung der Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes im Zuge der gesetzlichen Änderungen durch das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP), wie die AOK berichtet. Neu ist die Aufnahme von Produkten zur Versorgung bei Inkontinenz, Tracheostoma, Dekubitus und Stoma. Eine ärztliche Verordnung ist hierbei grundsätzlich nicht erforderlich, solange die Empfehlung auf einer pflegefachlichen Qualifikation nach §15a Absatz 3 SGB V basiert. Entscheidend ist, dass die Empfehlung keine ärztliche Maßnahme erfordert. Die neuen Richtlinien, die am 6. Juli 2026 beschlossen und vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigt wurden, stellen zudem sicher, dass Pflegefachpersonen bei ihrer Empfehlung keine eigenwirtschaftlichen Interessen verfolgen. Alle Informationen sind auf der Website des GKV-Spitzenverbandes zu finden.
Hessen fördert Hitzeschutz in Kitas und Pflegeeinrichtungen mit 10 Mio.
Hessen investiert 10 Mio. Euro in "Hitzehilfe für Hessen", um Kitas und Pflegeheime mit Klimaanlagen auszustatten und somit den Hitzeschutz zu verbessern.
Einordnung: Neu sind Details zur Finanzierung: Lea-Zuschüsse werden um 80 Prozent gekürzt, 15 Stellen entfallen; Grüne und BUND kritisieren dies.
Vorher: „Hessen fördert Klimaschutz in Pflegeheimen und Kitas mit 10 Mio. Euro“ (03.09.2026)
Hessen investiert 10 Mio. Euro in "Hitzehilfe für Hessen", um Kitas und Pflegeheime mit Klimaanlagen auszustatten und somit den Hitzeschutz zu verbessern.
Die hessische Landesregierung hat ein Förderprogramm namens "Hitzehilfe für Hessen" ins Leben gerufen, um den Hitzeschutz in Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Umweltminister Ingmar Jung (CDU) kündigte an, innerhalb von drei Jahren zehn Millionen Euro bereitzustellen. Das Förderprogramm zielt darauf ab, gefährdete Gruppen, wie Kinder und ältere Menschen, besser vor Hitzewellen zu schützen, indem beispielsweise mobile und teilstationäre Klimaanlagen gefördert werden. Um das Programm zu finanzieren, werden Zuschüsse der Landesenergieagentur (Lea) um 80 Prozent gekürzt, was zur Streichung von 15 Arbeitsplätzen führt. Diese Kürzungen stoßen auf Kritik, insbesondere seitens der Grünen, die befürchten, dass kleinere Kommunen ohne ausreichende Fachkenntnisse im Bereich Klimaschutz beeinträchtigt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen äußerte ebenfalls Bedenken bezüglich der Wirksamkeit der Energieberatung. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
OVG Berlin stärkt ärztliche Meinungsfreiheit, stoppt falsche Gutachten
OVG Berlin: Ärztliche Meinungsfreiheit zu Impfungen bestätigt, Gefälligkeitsgutachten werden jedoch klar ausgeschlossen.
OVG Berlin: Ärztliche Meinungsfreiheit zu Impfungen bestätigt, Gefälligkeitsgutachten werden jedoch klar ausgeschlossen.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin hat ein Urteil zur Unterscheidung zwischen ärztlicher Meinungsfreiheit und dem Ausstellen falscher Zeugnisse in Bezug auf Impfungen gefällt. Ärzten ist es laut Gericht erlaubt, eine andere als die aktuelle wissenschaftliche Meinung zu Impfungen zu vertreten. Dies falle unter die Meinungsfreiheit. Allerdings lehnt das Gericht Gefälligkeitsgutachten, die vermeintliche Impfunverträglichkeiten bescheinigen, klar ab. Solche Gutachten seien nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt und könnten nicht als zulässige ärztliche Meinungsäußerung angesehen werden. Dies berichtet die Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.09.2026
Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen
Der Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen und fordert umfangreiche Präventionsmaßnahmen im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes.
Der Bundesrat will Krankenkassen zu aktiven Präventionspartnern machen und fordert umfangreiche Präventionsmaßnahmen im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes.
Der Bundesrat setzt sich im Rahmen des geplanten Digitalgesetzes (GeDIG) der Bundesregierung für eine verstärkte Rolle der Krankenkassen als aktive Akteure der Prävention und Gesundheitsförderung ein. In einer Stellungnahme der Fachausschüsse wird vorgeschlagen, dass Krankenkassen ihren Versicherten umfangreiche Präventionshinweise geben oder an Vorsorgeuntersuchungen erinnern dürfen. Konkret wird gefordert, dass bereits ein "erhöhtes Risiko" einer Erkrankung ausreicht, um Versicherte gezielt anzusprechen. Zusätzlich sollen Apotheken in die präventiven Maßnahmen eingebunden werden, indem sie beispielsweise Medikationsanalysen und Impfangebote anbieten. Der Bundesrat plant, die Bürokratie durch den Wegfall der Anzeigepflicht bei der Aufsichtsbehörde zu reduzieren. Das Vorhaben stößt jedoch auf Kritik, insbesondere wegen der möglichen Beeinträchtigung des Vertrauens in die elektronische Patientenakte. Der Bundesrat plädiert zudem dafür, die Erprobungsdauer innovativer Ansätze auf maximal fünf Jahre zu begrenzen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Ab 1. August 2026 übernimmt die SPS Germany GmbH das Belegmanagement der AOK Hessen, während die Rechnungsprüfung intern bleibt.
Ab 1. August 2026 übernimmt die SPS Germany GmbH das Belegmanagement der AOK Hessen, während die Rechnungsprüfung intern bleibt.
Die AOK Hessen ändert ihre Abrechnungsverfahren ab dem 1. August 2026. Zukünftig wird die inhaltliche Rechnungsprüfung wieder direkt von der AOK Hessen durchgeführt. Die Organisation des physikalischen Belegmanagements für Papierunterlagen wird hingegen von der SPS Germany GmbH übernommen. Die DAVASO GmbH ist ab dem Zeitpunkt nicht mehr für die Belegannahme zuständig. Eingehende Unterlagen werden von dort zurückgesandt. Während sich die Datenannahmestelle nicht ändert, müssen Papierrechnungen und zugehörige Unterlagen künftig nur noch im Original per Post an die AOK Hessen gesendet werden. Detaillierte Informationen und spezifische Ausnahmeregelungen können einem Merkblatt entnommen werden. Die Anpassung zielt darauf ab, die Rechnungsabwicklung effektiver zu gestalten. Diese Maßnahmen sind von der AOK angekündigt worden.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
14.09.2026
Erschöpfung bei Führungskräften: Stress mindert Entscheidungsfähigkeit
Stress setzt Führungskräften zu: Erschöpfung mindert ihre Entscheidungsfähigkeit, warnt Neuropsychologin Johanna Feilhauer in der F.A.Z.
Stress setzt Führungskräften zu: Erschöpfung mindert ihre Entscheidungsfähigkeit, warnt Neuropsychologin Johanna Feilhauer in der F.A.Z.
Führungskräfte stehen heute unter ständigem Druck, Entscheidungen unter unsicheren Bedingungen treffen zu müssen, was oft zu Erschöpfung führt, berichtet die Neuropsychologin Johanna Feilhauer. Dies liege daran, dass das rationale Denken unter Stress beeinträchtigt werde. Frau Feilhauer arbeitet eng mit erschöpften Führungskräften zusammen, deren beruflicher Alltag immer anspruchsvoller werde. Die Notwendigkeit, ständig schnelle Entscheidungen zu fällen, lasse das Gefühl der Anstrengung steigen, so die Expertin. Trotz dieser Herausforderungen gebe es Wege, um effektive Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren und fokussiert zu bleiben, spiele dabei eine wesentliche Rolle, betont die Fachfrau laut der Quelle, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
13.09.2026
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnmodell schließt Lücke vor Pflegeheim
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnprojekt schließt Lücke zwischen eigenem Zuhause und Pflegeheim – Vorbildcharakter in Deutschland. Alle Wohnungen vermietet!
„Hildes Heim“: Innovatives Wohnprojekt schließt Lücke zwischen eigenem Zuhause und Pflegeheim – Vorbildcharakter in Deutschland. Alle Wohnungen vermietet!
Petra Zugmann und Georg Gottfried haben mit „Hildes Heim“ in der hessischen Provinz ein innovatives Wohnmodell entwickelt, das die Lücke zwischen dem Leben allein in den eigenen vier Wänden und dem Umzug in ein Pflegeheim schließen soll. Wie die FAZ berichtet, sind die Wohnungen in diesem neuartigen Projekt bereits alle vermietet. Mit viel Engagement und eigenem Kapital haben die beiden Unternehmer ein Angebot geschaffen, das als Vorbild für ganz Deutschland gelten könnte. Ziel ist es, älteren Menschen ein Leben in Eigenständigkeit zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendige Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, ohne sofort in ein Pflegeheim ziehen zu müssen. „Wir schließen die Lücke zwischen allein daheimbleiben und dem Umzug ins Heim“, äußert sich Zugmann voller Zuversicht. Dieses neue Konzept könnte in Zukunft den Ansatz der Altenpflege in Deutschland revolutionieren.
Bundesdatenschutzbeauftragte fordert mehr Transparenz bei ePA-Einführung
Die Bundesdatenschutzbeauftragte fordert mehr Transparenz bei der Einführung der elektronischen Patientenakte zur Stärkung des Vertrauens in digitale Gesundheitsanwendungen.
Die Bundesdatenschutzbeauftragte fordert mehr Transparenz bei der Einführung der elektronischen Patientenakte zur Stärkung des Vertrauens in digitale Gesundheitsanwendungen.
Laut dem neuen BfDI-Datenbarometer fordert die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider eine verstärkte Aufklärung und Transparenz rund um die elektronische Patientenakte (ePA). Diese Empfehlung soll dazu beitragen, die Akzeptanz der ePA bei den Patienten zu erhöhen. Wie „Ärzte Zeitung“ berichtet, zielt der Vorstoß darauf ab, das Vertrauen in die digitalen Gesundheitsanwendungen zu stärken, indem bessere Informationen bereitgestellt werden. Diese Maßnahmen sind besonders relevant, da die digitale Transformation im Gesundheitswesen fortschreitet und sowohl Patienten als auch Medizinern Vorteile verspricht.
Gesundheitsminister Linnemann plant eine Kommission für umfassende Pflegereformen, um einem drohenden Kollaps des Systems in den 2030er Jahren entgegenzuwirken.
Gesundheitsminister Linnemann plant eine Kommission für umfassende Pflegereformen, um einem drohenden Kollaps des Systems in den 2030er Jahren entgegenzuwirken.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann plant die Einsetzung einer Kommission, um tiefgreifende Reformen im Pflegesystem Deutschlands zu erarbeiten, da er die CDU vor großen Herausforderungen sieht. Er warnt davor, dass das aktuelle Pflegesystem ohne grundlegende Änderungen in den Dreißigerjahren kollabieren könnte. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird Prognosen zufolge von sechs auf 7,5 Millionen Menschen im Jahr 2050 steigen, was eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt. Diese Reform soll es ermöglichen, etwa zehn Prozent der aktuellen Ausgaben von 75 Milliarden Euro jährlich einzusparen. Linnemann spricht sich gegen einen "Pflege-Soli" für private Pflegeversicherungen aus und versucht, Beiträge stabil zu halten, während er auf die Arbeit der geplanten Pflegekommission setzt, die systematischere Reformen vorbereiten soll. Die Quelle dieser Informationen ist ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.).
Experten warnen: Digitalisierung birgt Risiken für Primärversorgung
Digitalisierungsrisiken in der Primärversorgung: Experten fordern Vorsicht bei anstehenden sozialpolitischen Reformen.
Digitalisierungsrisiken in der Primärversorgung: Experten fordern Vorsicht bei anstehenden sozialpolitischen Reformen.
Experten warnen vor den Risiken der Digitalisierung in der Primärversorgung im Rahmen des "Herbst der Reformen" in der Sozialpolitik. Die bevorstehenden Gesetzesänderungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die medizinische Grundversorgung haben. Dabei mahnen sie zur Vorsicht, um mögliche negative Konsequenzen frühzeitig abzufedern. (Quelle: Ärztezeitung)
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