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Politik und Gesellschaft
17.02.2025
Darmstadt: Neues Projekt gegen Rassismus im Gesundheitswesen gestartet
Darmstadt startet Projekt gegen Rassismus im Gesundheitswesen: Bis 2027 soll ein Leitfaden entstehen, der eine enge Zusammenarbeit mit Kliniken fördert.
Darmstadt startet Projekt gegen Rassismus im Gesundheitswesen: Bis 2027 soll ein Leitfaden entstehen, der eine enge Zusammenarbeit mit Kliniken fördert.
In Darmstadt wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen, das sich der Bekämpfung von Rassismus im Gesundheitswesen widmet. Initiatorin ist die Stiftung gegen Rassismus, die bereits seit Jahren die „Wochen gegen Rassismus“ organisiert. Referentin Cora Weißert-Hartmann erklärte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), dass ein Leitfaden zum Umgang mit Rassismus bis 2027 entwickelt werden soll. Das Projekt baut auf eine enge Zusammenarbeit mit Kliniken, Ärztekammern und Beratungsstellen gegen Diskriminierung und strebt eine rassismuskritische Bildung in den Lehrplänen der Gesundheitsausbildung an. Ein erstes Netzwerk-Treffen zog mehr als 100 Akteure an, darunter Barbara Mühlfeld von der Ärztekammer Hessens, die Rassismus als „ärztlichen Kunstfehler“ bezeichnete. (KNA)
Virologe warnt vor West-Nil-Virus: Häufigere Infektionen in Deutschland
Virologe warnt: West-Nil-Virus breitete sich auch in Deutschland aus. Erhöhte Infektionsgefahr macht präventive Maßnahmen dringend notwendig.
Virologe warnt: West-Nil-Virus breitete sich auch in Deutschland aus. Erhöhte Infektionsgefahr macht präventive Maßnahmen dringend notwendig.
Der Berliner Virologe Victor Corman hat auf der gemeinsamen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) eindringlich vor den Gefahren einer Infektion mit dem West-Nil-Virus gewarnt. Übertragungen von Mücken auf Menschen treten immer häufiger auch in Deutschland auf. Insbesondere warnte Corman vor bleibenden neurologischen Schäden, die bei schweren Verläufen der Krankheit entstehen könnten. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Präventionsmaßnahmen und Aufklärung in der Bevölkerung, um das Risiko von Infektionen zu minimieren. (Quelle: aerztezeitung.de)
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für ePA-Pilotphase beschlossen
Zusätzliche Maßnahmen sichern die ePA-Pilotphase gegen Hacker ab, beschränkt auf verifizierte Leistungserbringer, in enger Abstimmung mit dem BSI.
Zusätzliche Maßnahmen sichern die ePA-Pilotphase gegen Hacker ab, beschränkt auf verifizierte Leistungserbringer, in enger Abstimmung mit dem BSI.
Um mögliche Hacker-Angriffe auf die elektronische Patientenakte (ePA) zu verhindern, sollen in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kurzfristig zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt werden. Der Zugriff auf das Aktensystem soll während der Pilotphase auf die in den Modell- und Pilotregionen teilnehmenden und verifizierten Leistungserbringer beschränkt werden, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Vor dem bundesweiten Rollout würden zudem weitere technische und organisatorische Lösungen zur Erhöhung der Sicherheit umgesetzt. Die gematik hat mit dem BSI einen Plan erarbeitet, wie der Start der neuen ePA und die Pilotierungsphase sicher umgesetzt werden können. Die gematik und das BSI haben das Risiko möglicher Angriffsszenarien bewertet. Ein Angriff sei zwar „möglich“, aber in der Realität eher unwahrscheinlich, da ein hoher technischer Aufwand erforderlich wäre. (Quelle: Deutscher Bundestag)
Mit 140 Mio. Euro für digitale Pflegeprojekte: Sachsen-Anhalt innovativ
140 Mio. Euro für Sachsens digitale Pflegezukunft: Mit innovativen Projekten wie Drohnen für Medikamentenlieferungen wird der Strukturwandel gefördert.
140 Mio. Euro für Sachsens digitale Pflegezukunft: Mit innovativen Projekten wie Drohnen für Medikamentenlieferungen wird der Strukturwandel gefördert.
Der Bund unterstützt den Strukturwandel in fünf Regionen Sachsen-Anhalts mit 140 Millionen Euro. Dabei wird ein Fokus auf digitale Pflegeprojekte gelegt. Professor Patrick Jahn von der Hallenser Uni leitet das TPG-Projekt (Transformation der Pflege und Gesundheitsversorgung), das sich auf digitale Lösungen konzentriert. Ziel ist, die Pflege in einer Region mit überdurchschnittlich älteren Menschen zu verbessern, da der Anteil der über 65-Jährigen bis 2030 auf über 30 Prozent ansteigt. Drohnen zur Medikamentenversorgung von Palliativpatienten sind ein Beispiel für die Innovationen, die dort getestet werden. Zahlreiche Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft sind bereits involviert, und es wird erwartet, dass das Netzwerk weiter wächst. Laut Dr. Karl Eugen Huthmacher vom Bundesforschungsministerium sollen die neuen Technologien sowohl Pflege verbessern als auch pflegende Angehörige entlasten, berichtet die Ärzte Zeitung.
Insolvenzwelle in NRW: 33 Pflegeanbieter schließen, Plätze fehlen
Insolvenzwelle in NRW: 33 Pflegeanbieter schließen, Plätze fehlen - SPD kritisiert unzureichende Unterstützung durch die Landesregierung.
Insolvenzwelle in NRW: 33 Pflegeanbieter schließen, Plätze fehlen - SPD kritisiert unzureichende Unterstützung durch die Landesregierung.
In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 33 Pflegeanbieter insolvent gegangen, darunter 20 ambulante Pflegedienste sowie zehn vollstationäre und drei teilstationäre Einrichtungen. Diese Informationen stammen aus der Antwort von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Thorsten Klute, berichtet die Ärzte Zeitung. Zwar wurden viele Einrichtungen übernommen und konnten weitergeführt werden, dennoch fielen 130 vollstationäre und 62 teilstationäre Pflegeplätze weg. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Klute, kritisierte die schwarz-grüne Landesregierung dafür, den ambulanten Pflegediensten nicht ausreichend Unterstützung zu bieten. Die Investitionskostenförderung liegt seit 30 Jahren unverändert bei 2,50 Euro pro Leistungsstunde. Die Pauschale sei in den letzten Jahren gestiegen, doch das Gesamtvolumen der Investitionskostenübernahmen würde laut Laumann bei 708 Millionen Euro im Jahr 2023 liegen. Anpassungen seien nicht geplant.
Patient als Experte: Mehr Eigenverantwortung in der Therapie gefordert.
Dr. Christopher Dedner fordert, in der Therapie chronisch Kranker den Patienten als Experten einzubeziehen, um durch Eigenmotivation den Therapieerfolg zu sichern.
Dr. Christopher Dedner fordert, in der Therapie chronisch Kranker den Patienten als Experten einzubeziehen, um durch Eigenmotivation den Therapieerfolg zu sichern.
Der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Christopher Dedner betont, dass in der Therapie von chronisch kranken Patienten der Patient selbst als Experte seines Störungsbildes wahrgenommen werden sollte. Diese Sichtweise unterstützt die motivierende Gesprächsführung, die darauf abzielt, Patienten zu Verhaltensänderungen zu motivieren. Angesichts der entscheidenden Rolle, die die Eigenmotivation des Patienten für den Behandlungserfolg spielt, sollten Ärzte in ihrem Ansatz bestärkt werden, den Patienten mehr Eigenverantwortung zuzutrauen. Dies könne den langfristigen Erfolg der Therapie sichern, da nicht nur die Einhaltung einer Behandlungsvorgabe, sondern die innere Überzeugung zur Therapietreue entscheidend sei. Laut einem Kommentar auf aerztezeitung.de wird zwischen Adhärenz und Compliance unterschieden: Während Compliance die Befolgung ärztlicher Anweisungen beschreibt, basiert Adhärenz auf der eigenen Überzeugung.
Verzögerung: ePA-Medikationsprozess erst ab Frühjahr 2026 verfügbar
Verzögerung bei ePA: Digitaler Medikationsprozess kommt erst im Frühjahr 2026, was Bedenken über die Umsetzung der digitalen Gesundheitsversorgung aufwirft.
Verzögerung bei ePA: Digitaler Medikationsprozess kommt erst im Frühjahr 2026, was Bedenken über die Umsetzung der digitalen Gesundheitsversorgung aufwirft.
Die elektronische Patientenakte (ePA), die als bedeutender Fortschritt in der medizinischen Versorgung gilt, wird nicht vor dem Frühjahr 2026 den digitalen Medikationsprozess umfassen. Der Prozess wird derzeit durch erhebliche Verzögerungen bei diesem wichtigen Digitalisierungsprojekt beeinflusst. Der Fortschritt der „ePA für alle“ könnte einen essenziellen Meilenstein in der effizienteren und sichereren Patientenversorgung setzen. Das Projekt steht jedoch noch vor signifikanten Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der wirklich universellen Verfügbarkeit und der Implementierung der Medikationsübersicht, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Diese Verzögerungen werfen weiterhin Fragen zu der Bereitstellung und Nutzbarkeit der digitalen Gesundheitskreisläufe in Deutschland auf.
Innovative App "Helpchat" optimiert Arbeitsabläufe in der Pflege
Die App "Helpchat" revolutioniert die Pflege, indem sie Arbeitswege verkürzt und die Zufriedenheit steigert. Modellprojekt in Greifswald testet Technik.
Die App "Helpchat" revolutioniert die Pflege, indem sie Arbeitswege verkürzt und die Zufriedenheit steigert. Modellprojekt in Greifswald testet Technik.
In der Universitätsmedizin Greifswald wird im Rahmen eines Modellprojekts die App "Helpchat" getestet, um die Laufwege von Pflegekräften zu reduzieren. Ziel des Projekts EDITcare ist es, durch den Einsatz dieser App, zusätzlich zur klassischen Patientenklingel, die Erschöpfung zu mindern und die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Diese Technologie erlaubt es den Pflegenden, unmittelbar per App den Wunsch eines Patienten, etwa nach einer Tablette oder einem Getränk, zu erkennen, ohne direkt zum Bett zu gehen. Die App hilft zu bestimmen, ob es sich um einen Notfall oder lediglich um einen Patientenwunsch handelt. Unterstützt wird das Projekt durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit fast 4,9 Millionen Euro bis Ende November 2027. Die Einführung der App wird nun auch im Kreiskrankenhaus Wolgast und der Unimedizin Rostock ausgeweitet. (Quelle: aerztezeitung.de)
CompuGroup Medical erhält Gematik-Zulassung für Patienten-Messenger
CompuGroup Medical erhält Gematik-Zulassung für ihren Patienten-Messenger, ermöglicht bald Chats mit Patienten und steigert die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
CompuGroup Medical erhält Gematik-Zulassung für ihren Patienten-Messenger, ermöglicht bald Chats mit Patienten und steigert die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Die CompuGroup Medical hat für ihren TI-Messenger die Anbieterzulassung der Gematik erhalten, berichtet die "Ärzte Zeitung". Dadurch wird es bald möglich sein, über den Messenger auch Chats mit Patienten zu führen. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung und Vernetzung innerhalb des Gesundheitswesens. Die CompuGroup Medical ist erst das zweite Unternehmen, das diese Zulassung erhalten hat, was ihre Bedeutung in der Entwicklung der Telematikinfrastruktur unterstreicht. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.02.2025
Bundesrat billigt GVSG: Kritik an fehlenden Plänen für Versorgungszentren
Der Bundesrat billigt das GVSG, kritisiert jedoch fehlende Pläne für Versorgungszentren. Finanzierungssorgen und Enttäuschung bei Gesundheitsministern.
Der Bundesrat billigt das GVSG, kritisiert jedoch fehlende Pläne für Versorgungszentren. Finanzierungssorgen und Enttäuschung bei Gesundheitsministern.
Der Bundesrat hat das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) gebilligt, fordert jedoch Nachbesserungen. Die Länderkammer verzichtete auf den Vermittlungsausschuss, sodass die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung endgültig besiegelt ist. Das Gesetz muss noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet und verkündet werden. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, die hausärztliche Entbudgetierung den bestehenden Regelungen für Kinderärzte anzugleichen. Länder befürchten, dass die Finanzierung von Fördermaßnahmen leidet und querfinanziert werden müsste. Gesundheitsminister Manfred Lucha bezeichnete das GVSG als „große Enttäuschung“ und vermisst Pläne für Primärversorgungszentren. Britta Müller betonte die Wichtigkeit einer Begrenzung der Sicherheitsleistung einer MVZ-GmbH. Neue Regelungen umfassen eine Pauschalvergütung für Chronikerversorgung und eine "Vorhaltepauschale" für Praxen. Karl Lauterbach betont, das Gesetz werde die Versorgung grundlegend verbessern, und den Zugang zu Hausärzten erleichtern. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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