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Digitalisierung und Technologie
27.05.2025
Streit um DiGA-Kosten: Krankenkassen kritisieren Nutzen und Preise
Krankenkassen kritisieren die Kosten und den Nutzen Digitaler Gesundheitsanwendungen, während Hersteller sich verteidigen und das Gesundheitsministerium vorerst nicht eingreift.
Krankenkassen kritisieren die Kosten und den Nutzen Digitaler Gesundheitsanwendungen, während Hersteller sich verteidigen und das Gesundheitsministerium vorerst nicht eingreift.
Die Krankenkassen stehen im Clinch mit Herstellern Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA). Nach Ansicht der Krankenkassen sind die Anwendungen zu teuer und ihr Nutzen oft fragwürdig. Die Hersteller wehren sich gegen diese Kritik. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ sieht das Gesundheitsministerium aktuell keinen Anlass, gesetzlich einzugreifen. Eine Studie legt derweil offen, dass Zulassungsstudien für DiGA häufig Mängel aufweisen. Auch wird kritisiert, dass unzureichend erprobte Apps bezahlt werden müssen. Trotz zunehmender Verordnungen bleiben Nutzen und Wirtschaftlichkeit der DiGA ein umstrittenes Thema. Die Nachricht stammt von aerztezeitung.de.
Bayern: Gerichtsurteil kippt Praxis der Einweisung per Notarztprotokoll
Ein Gerichtsurteil in Bayern kippt die Einweisungspraxis per Notarztprotokoll und fordert eine formelle Krankenhausbehandlungsverordnung.
Ein Gerichtsurteil in Bayern kippt die Einweisungspraxis per Notarztprotokoll und fordert eine formelle Krankenhausbehandlungsverordnung.
In Bayern steht die jahrzehntelang geübte Praxis der Einweisung ins Krankenhaus durch Notarzteinsatzprotokolle auf der Kippe. Ein Urteil des Sozialgerichts stellt fest, dass ein Notarztprotokoll die Verordnung einer Krankenhausbehandlung nicht ersetzen kann. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf künftige Einweisungsverfahren haben. (Quelle: aerztezeitung.de)
PKV-Verband warnt: Pflegezuschläge als kostspielige Fehlsteuerung
Der PKV-Verband kritisiert Pflegezuschläge als milliardenschwere Fehlsteuerung und warnt vor steigenden Kosten, die vor allem Erben begünstigen und jüngere Generationen belasten.
Der PKV-Verband kritisiert Pflegezuschläge als milliardenschwere Fehlsteuerung und warnt vor steigenden Kosten, die vor allem Erben begünstigen und jüngere Generationen belasten.
Der PKV-Verband kritisiert die Zuschläge der Pflegekassen zu den Eigenanteilen bei der Heimpflege als eine der teuersten Sozialreformen der letzten Jahre, berichtet „Ärzte Zeitung“. Eine Studie des IGES-Instituts zeigt, dass die jährlichen Kosten der sozialen Pflegeversicherung bereits im ersten Jahr 3,6 Milliarden Euro betragen, weit über den ursprünglich prognostizierten 2,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 könnten sie auf 6,4 Milliarden Euro steigen und bis zum Ende der Legislaturperiode auf bis zu 9,4 Milliarden Euro ansteigen. Dabei äußert der PKV-Verband Bedenken, dass vor allem Haushalte mit ausreichendem Altersvermögen von den Zuschüssen profitieren. Verbandschef Thomas Brahm bezeichnete dies als milliardenschwere Fehlsteuerung. Zudem warnen die Studienautoren, dass eine Erweiterung der Leistungen den Vermögensschutzeffekt für Erben verstärken könnte. Die PKV sieht eine Begrenzung der pflegebedingten Eigenanteile als nicht zielführend und belastend für Beitrags- und Steuerzahler, insbesondere die jüngeren Generationen.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
26.05.2025
Innovationsfonds fördert 49 neue Projekte in der Versorgungsforschung
Der Innovationsfonds fördert 49 neue Projekte zur Versorgungsforschung, darunter Algorithmen zur Risikoerkennung und geschlechtsspezifische Versorgungskonzepte.
Der Innovationsfonds fördert 49 neue Projekte zur Versorgungsforschung, darunter Algorithmen zur Risikoerkennung und geschlechtsspezifische Versorgungskonzepte.
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat 49 neue Projekte der Versorgungsforschung ausgewählt, die nun durch den Innovationsfonds finanziert werden. Eine detaillierte Liste der Projekte wird veröffentlicht, sobald die Förderbedingungen akzeptiert und die Bescheide gültig sind, was im Juni 2025 erwartet wird. In der themenspezifischen Förderung sind unter anderem sieben Projekte zu Algorithmen zur Erkennung gesundheitlicher Risiken basierend auf Sekundärdaten und Projekte zur bedarfsgerechten Versorgung mit geschlechtsspezifischen Unterschieden vorgesehen. Die Antragstellung vom Juni 2024 zog insgesamt 249 Anträge an, von denen 142 themenspezifisch und 107 themenoffen waren. Der Innovationsausschuss berücksichtigte bei der Bewertung die Empfehlungen seines Expertenpools. Weitere Details sind auf der Website des Innovationsausschusses zu finden (Quelle: g-ba.de).
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
26.05.2025
AOK-Report: Mangelnde Koordination zwischen Haus- und Fachärzten kritisiert
Mangelnde Abstimmung zwischen Haus- und Fachärzten erschwert die Patientenversorgung und blockiert Kapazitäten, kritisiert der AOK-Report.
Mangelnde Abstimmung zwischen Haus- und Fachärzten erschwert die Patientenversorgung und blockiert Kapazitäten, kritisiert der AOK-Report.
Der Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg beleuchtet die Herausforderungen beim Zusammenspiel von Haus- und Fachärzten. Matthias Mohrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kasse, betont im Gespräch mit der Ärzte Zeitung die Notwendigkeit einer besseren Koordination. Laut Report werden Patienten häufig nicht gemäß den medizinischen Leitlinien von Fachärzten zu Hausärzten weitergeleitet, was zu ineffizienten Behandlungsabläufen führt. Daten zeigen, dass bei der Erstdiagnose von Krankheiten wie Diabetes und Neuropathie viele Patienten nicht weiter hausärztlich behandelt werden, was Kapazitäten bei Fachärzten blockiert. Dr. Volquart Stoy von der AOK Rheinland/Hamburg sieht darin einen kritischen Mangel im Informationsfluss zwischen Ärzten. Die Kasse möchte nun eine Diskussion über alternative Versorgungsstrukturen und die optimierte Zusammenarbeit anstoßen, um das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten.
RSV erhöht Risiko für Herzerkrankungen bei Erwachsenen im Krankenhaus
Eine RSV-Infektion erhöht bei Erwachsenen im Krankenhaus das Risiko für Herzerkrankungen, so eine Studie aus Singapur. Jeder zehnte Betroffene erleidet Komplikationen.
Eine RSV-Infektion erhöht bei Erwachsenen im Krankenhaus das Risiko für Herzerkrankungen, so eine Studie aus Singapur. Jeder zehnte Betroffene erleidet Komplikationen.
Jeder zehnte Erwachsene, der in einem Krankenhaus wegen einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) behandelt wird, erleidet ein akutes kardiovaskuläres Ereignis. Dies berichten Forscher aus Singapur in einer aktuellen Studie. Die Daten zeigen, dass das Risiko solcher Komplikationen bei RSV höher ist als bei einer COVID-19-Erkrankung während der Omega-Phase. Diese Ergebnisse tragen zur Argumentation für Impfungen bei und stellen einen weiteren Schritt im Verständnis der gesundheitlichen Folgen von RSV-Infektionen dar. Die Ergebnisse wurden von der Ärzte Zeitung veröffentlicht.
Krankenhausgesellschaft unterstützt zügige Umsetzung der neuen GOÄ
Die Krankenhausgesellschaft fordert eine schnelle Zustimmung zur neuen GOÄ, um die Abrechnung privater Leistungen effizienter zu gestalten.
Die Krankenhausgesellschaft fordert eine schnelle Zustimmung zur neuen GOÄ, um die Abrechnung privater Leistungen effizienter zu gestalten.
Die Krankenhausgesellschaft hat ihre Position zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) geändert und betont, dass die Zustimmung hierzu nicht verzögert werden soll. In einer gemeinsamen Erklärung mit der Bundesärztekammer und dem PKV-Verband wollen die beteiligten Akteure die Effektivität verständigungsorientierter Kommunikation unter Beweis stellen. Der Dissens zur Novelle der GOÄ scheint demnach ausgeräumt zu sein. Diese Entwicklung könnte den Weg für eine zeitnahe Umsetzung der neuen Regelungen ebnen, die für die Abrechnung privater medizinischer Leistungen entscheidend sind. Die Quelle der Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
23.05.2025
G-BA fördert innovative Versorgungsprojekte: Erfolge in Psychiatrie und Krisenresilienz
Der G-BA fördert innovative Projekte mit Erfolgen in Psychiatrie und Krisenresilienz, die wertvolle Impulse für die Praxis liefern.
Der G-BA fördert innovative Projekte mit Erfolgen in Psychiatrie und Krisenresilienz, die wertvolle Impulse für die Praxis liefern.
Am 23. Mai 2025 hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) 15 Beschlüsse zu abgeschlossenen Projekten aus dem Bereich der Versorgungsforschung gefasst. Bei drei Projekten waren die Ergebnisse so bemerkenswert, dass Informationen an Fach-, Berufs- und Interessensverbände sowie Kassenärztliche Vereinigungen weitergegeben wurden. Eines der Projekte befasste sich mit dem Einsatz von genesungsbegleitenden Personen in psychiatrischen Krankenhäusern, ein weiteres beschäftigte sich mit Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige von depressiv Erkrankten durch ein webbasiertes Selbsthilfeprogramm. Das dritte Projekt konzentrierte sich auf die Förderung der Krisenresilienz von Arztpraxen im Kontext des Klimawandels. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung und Anwendung in der Praxis. Alle Projektbeschlüsse sind auf der Webseite des G-BA veröffentlicht (Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss, g-ba.de).
BSG stärkt Patientenrechte: Rückwirkende Kostenübernahme für Transport
Das BSG stärkte Patientenrechte: Krankentransportkosten werden rückwirkend anerkannt, wenn ärztlich verordnet, selbst ohne vorherige Genehmigung.
Das BSG stärkte Patientenrechte: Krankentransportkosten werden rückwirkend anerkannt, wenn ärztlich verordnet, selbst ohne vorherige Genehmigung.
Ist ein Krankentransport ärztlich verordnet, so dient das Genehmigungsverfahren nur dazu, dem Patienten Sicherheit zu geben. Dies entschied das Bundessozialgericht und anerkannte rückwirkend die Kostenübernahme für einen nicht genehmigten Krankentransport. Eine Witwe hatte für ihren verstorbenen Ehemann eine Kostenübernahme gefordert, die nun gerichtlich bestätigt wurde. Damit wird der Schutzzweck der Krankenversicherungsregelungen unterstrichen, die den Patienten im Vordergrund sehen. Das Urteil verdeutlicht die Bedeutung ärztlicher Verordnungen bei Krankentransporten und stärkt die Position von Versicherten in vergleichbaren Fällen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
23.05.2025
Neuer EBM-Beschluss: Hausärztliche Leistungen teils nicht mehr budgetiert
Neue EBM-Regelung entbudgetiert bestimmte Hausarztleistungen, um deren vollständige Vergütung sicherzustellen.
Neue EBM-Regelung entbudgetiert bestimmte Hausarztleistungen, um deren vollständige Vergütung sicherzustellen.
Der erweiterte Bewertungsausschuss hat nun festgelegt, welche hausärztlichen Leistungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) von der Budgetierung ausgenommen werden. Diese Entscheidung folgt einem Beschluss des Gesetzgebers aus dem Februar, der darauf abzielte, die vollständige Vergütung von Hausarztleistungen zu gewährleisten. Wie die 'Ärzte Zeitung' berichtet, wurde die Entbudgetierung der hausärztlichen Leistungsmenge somit konkretisiert. Diese Neuerungen bieten Hausärzten als Teil der Primärversorgung künftig die Möglichkeit, bestimmte Leistungen ohne die bisherigen finanzielle Beschränkungen abzurechnen.
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