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Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
31.05.2025
Ärztetag plant Zusatzweiterbildung in Geriatrie gegen Fachkräftemangel
Der Ärztetag plant Zusatzweiterbildung in Geriatrie für Orthopäden und Unfallchirurgen, um dem Fachkräftemangel in der Altersmedizin entgegenzuwirken.
Der Ärztetag plant Zusatzweiterbildung in Geriatrie für Orthopäden und Unfallchirurgen, um dem Fachkräftemangel in der Altersmedizin entgegenzuwirken.
Der Mangel an Fachkräften in der Geriatrie wird immer drängender, da die Bevölkerung zunehmend altert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, plant der Deutsche Ärztetag eine Änderung der Musterweiterbildungsordnung. Diese soll es Orthopäden und Unfallchirurgen ermöglichen, eine Zusatzweiterbildung in Geriatrie zu absolvieren. Wie die Ärztezeitung berichtet, ist dies ein Versuch, dem Fachkräftemangel in der Altersmedizin effektiv zu begegnen. Angesichts der erwarteten demografischen Veränderungen hält der Ärztetag diese Anpassung für unerlässlich, um dem steigenden Bedarf an geriatrischer Betreuung gerecht zu werden.
Stiftung Warentest warnt: Cannabis erhöht Demenzrisiko um 72 Prozent
Stiftung Warentest warnt: Cannabiskonsum könnte das Demenzrisiko bei über 45-Jährigen um bis zu 72 Prozent erhöhen, wie eine Studie aus Kanada zeigt.
Stiftung Warentest warnt: Cannabiskonsum könnte das Demenzrisiko bei über 45-Jährigen um bis zu 72 Prozent erhöhen, wie eine Studie aus Kanada zeigt.
Stiftung Warentest warnt vor den Risiken des Cannabiskonsums, insbesondere der möglichen Erhöhung des Demenzrisikos. Laut einer aktuellen Studie aus Kanada, veröffentlicht im Fachblatt Jama Neurology, könnten Erwachsene über 45 Jahre, die wegen ihres Cannabiskonsums im Krankenhaus behandelt wurden, ein um 72 Prozent höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Obwohl die genauen Auswirkungen der Legalisierung von Cannabis in Deutschland noch unklar sind, zeigt sich bereits vor der Gesetzesänderung ein Anstieg der Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide. Die Studie hebt hervor, dass im Zeitraum von 2008 bis 2021 die Zahl der Notfallaufnahmen wegen starken Cannabiskonsums stetig zunahm. Stiftung Warentest betont die Bedeutung von Aufklärung und Präventivmaßnahmen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
30.05.2025
Krankenkassen in Not: Gesundheitsministerin vor großen Aufgaben
Krankenkassen in Schieflage: Gesundheitsministerin steht vor großen Aufgaben. Preisexplosion bei Arzneimitteln erfordert dringend Gegenmaßnahmen.
Krankenkassen in Schieflage: Gesundheitsministerin steht vor großen Aufgaben. Preisexplosion bei Arzneimitteln erfordert dringend Gegenmaßnahmen.
Die Hilferufe im Gesundheitswesen mehren sich: Krankenkassen geraten zunehmend in finanzielle Schieflage aufgrund der steigenden Ausgaben. Besonders die Preisentwicklung neuer Arzneimittel bereitet Sachverständigen Sorgen, sodass sie Konsequenzen fordern. Die neue Gesundheitsministerin sieht sich somit gleich zu Beginn ihrer Amtszeit mit den harten Realitäten der Gesundheits- und Pflegepolitik konfrontiert. Dieses Thema wird in einer Kolumne der "Ärzte Zeitung" beleuchtet, die aktuelle Herausforderungen und notwendige Maßnahmen diskutiert. Ein Umdenken und entschlossenes Handeln scheinen unabdingbar, um den steigenden Kosten entgegenzuwirken und die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern.
Experten: Gürtelrose-Impfung könnte vor Demenz schützen
Gürtelrose-Impfung schützt nicht nur vor Infektion: Experten vermuten, dass sie auch das Risiko für Demenz bei über 60-Jährigen senken könnte.
Gürtelrose-Impfung schützt nicht nur vor Infektion: Experten vermuten, dass sie auch das Risiko für Demenz bei über 60-Jährigen senken könnte.
Alle Personen über 60 Jahren sollten sich gegen Gürtelrose impfen lassen, derzeit folgt jedoch nur jeder fünfte Empfehlung. Der Virologe Hartmut Hengel hebt hervor, dass der Impfstoff überraschende Nebenwirkungen zeigt, die über den Schutz vor der Erkrankung hinausgehen könnten. Laut einem Bericht von SPIEGEL bleibt die Immunisierung gegen Gürtelrose nicht nur auf die Vorbeugung der Infektion beschränkt, sondern hat potenziell beeindruckende Auswirkungen, einschließlich eines möglichen Schutzes vor Demenz. Dieses vertiefte Wissen könnte einen bedeutenden Einfluss auf die Entscheidungen der medizinischen Vorsorgepflichten älterer Menschen haben, insbesondere in der Bevölkerungsgruppe, die am anfälligsten gegenüber altersbedingten Krankheiten ist.
Virologe empfiehlt Gürtelrose-Impfung: Schutz auch gegen Demenz?
Virologe Hartmut Hengel empfiehlt Menschen ab 60 die Gürtelrose-Impfung, da sie nicht nur schützt, sondern auch das Demenzrisiko senken könnte.
Virologe Hartmut Hengel empfiehlt Menschen ab 60 die Gürtelrose-Impfung, da sie nicht nur schützt, sondern auch das Demenzrisiko senken könnte.
Der Virologe Hartmut Hengel empfiehlt allen Menschen über 60 Jahren, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen. Der Impfstoff biete nicht nur Schutz vor der schmerzhafte Hautinfektion, sondern könne auch das Risiko, an Demenz zu erkranken, reduzieren. Trotz dieser Vorteile hat bislang jedoch nur jeder fünfte in der empfohlenen Altersgruppe von dem Impfangebot Gebrauch gemacht, so ein Bericht von SPIEGEL.de. Hengel hebt die überraschenden und potenziell lebensverbessernden Nebenwirkungen des Impfstoffs hervor und appelliert an die Bevölkerung, die Bedeutung der Impfung insbesondere im Hinblick auf die Prävention neurodegenerativer Erkrankungen ernst zu nehmen. SPIEGEL (2025) berichtet weiter, dass der bestehende Link zum vollständigen Artikel für viele Leser nicht mehr abrufbar ist.
Heimplatz-Kündigungen: Nur unter strengen Bedingungen erlaubt
Heimplätze können nur unter strengen Bedingungen gekündigt werden, etwa bei Betriebsveränderungen, Vertragsverstößen oder Zahlungsverzug.
Heimplätze können nur unter strengen Bedingungen gekündigt werden, etwa bei Betriebsveränderungen, Vertragsverstößen oder Zahlungsverzug.
Pflegeunternehmen dürfen Heimplatz-Verträge nur unter speziellen Bedingungen kündigen. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht beispielsweise, wenn der Pflegebetrieb eingestellt oder maßgeblich verändert wird. Zudem können Kündigungen ausgesprochen werden, wenn Bewohner:innen die fachgerechte Pflege verweigern oder erhebliche Vertragsverstöße begehen, wie etwa Missachtungen eines Rauchverbots. Auch Zahlungsverzug kann zu einer fristlosen Kündigung führen, vorausgesetzt, die Heimbewohner:innen erhalten eine angemessene Frist und einen Hinweis auf die bevorstehende Kündigung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei möglichen ungerechtfertigten Kündigungen rechtlichen Rat einzuholen. Eine wirksame Kündigung führt zur Beendigung des Heimvertrags, allerdings dürfen Bewohner:innen nicht sofort zwangsgeräumt werden – eine gerichtliche Entscheidung ist erforderlich. Betroffene sollten bei Kündigungen umgehend ein neues Pflegeheim suchen und sich bei Bedarf an Beratungsstellen wie den Verbraucherzentralen wenden. (Quelle: Verbraucherzentrale.de)
CDU und Grüne streiten über Finanzierung der Pflege- und Krankenversicherung
CDU und Grüne im Streit: Effiziente GKV-Geldnutzung kontra mehr staatliche Zuschüsse. Pflege- und Krankenversicherungsreformen drängen.
CDU und Grüne im Streit: Effiziente GKV-Geldnutzung kontra mehr staatliche Zuschüsse. Pflege- und Krankenversicherungsreformen drängen.
Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU hat einen effizienteren Umgang mit den Geldern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angekündigt, um die Beitragsstabilität zu gewährleisten. Sie betont, dass es nicht darum gehe, direkt Einsparungen oder Kürzungen vorzunehmen. „Ich bin der Meinung, wir haben Geld im System, das wir zielgenauer einsetzen müssen“, sagte Warken im ZDF. Die Koalition wolle die Wirtschaft nicht durch höhere Sozialversicherungsbeiträge belasten. Entgegen dieser Position fordert Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann mehr staatliche Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung. Angesichts eines erwarteten Defizits von über drei Milliarden Euro in der Pflegeversicherung und kritischem Rückgang der Rücklagen der Krankenkassen sieht Haßelmann die Notwendigkeit rascher Reformen. Sie kritisierte die schwarz-rote Koalition für ihre Verzögerungstaktik, die Lösungen erst 2027 erwarte. Die Meldung wurde von der Ärzte Zeitung berichtet.
Die EU-Abwasserrichtlinie könnte die Metforminproduktion durch teure Auflagen gefährden, was zu erheblichen Mehrkosten für Patienten und Krankenkassen führen könnte.
Die EU-Abwasserrichtlinie könnte die Metforminproduktion durch teure Auflagen gefährden, was zu erheblichen Mehrkosten für Patienten und Krankenkassen führen könnte.
Die Pharmabranche zeigt sich besorgt über die finanzielle Belastung durch die neue EU-Abwasserrichtlinie, die eine zusätzliche Reinigungsstufe in Kläranlagen vorsieht, um Mikroverunreinigungen zu beseitigen. Arzneimittel- und Kosmetikhersteller sollen für den Bau und Betrieb dieser Anlagen zur Verantwortung gezogen werden, was laut der Ärzte Zeitung zu erheblichen Kostenerhöhungen führen könnte. Der Verband ProGenerika warnt vor einer Kostensteigerung der Metforminproduktion um bis zu 445 Prozent, was die Produktion dieses wichtigen Diabetesmedikaments unrentabel machen könnte. Josip Mestrovic von Zentiva Deutschland droht bei unveränderter Umsetzung der Richtlinie mit dem Rückzug von Metformin vom Markt. Die möglichen Folgen: fast drei Millionen Patienten müssten auf teurere Alternativen umsteigen, was die gesetzliche Krankenversicherung jährlich 1,5 Milliarden Euro mehr kosten könnte. ProGenerika fordert daher politische Interventionen zur Abmilderung der Belastungen.
Gesundheitsministerin Warken: Pflegereform und Bürokratieabbau geplant
Gesundheitsministerin Warken plant Pflegereform und Bürokratieabbau, um Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Patientenversorgung zu stärken.
Gesundheitsministerin Warken plant Pflegereform und Bürokratieabbau, um Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Patientenversorgung zu stärken.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte im Bundestag ihr Regierungsprogramm vor, das auf die Schaffung eines modernen und leistungsfähigen Gesundheitssystems abzielt. Sie betonte die Bedeutung, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, und versprach gute Arbeitsbedingungen für Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen zu sichern. Warken hob die Notwendigkeit hervor, die Bürokratie zu reduzieren, um mehr Zeit für die Patientenversorgung zu schaffen. Zudem kündigte sie an, die Krankenhausreform voranzutreiben und die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu forcieren. Es sei entscheidend, die Kosten der Gesundheitsversorgung langfristig zu stabilisieren. Das Bundesgesundheitsministerium, unter Leitung von Warken, plant, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung einer umfassenden Pflegereform einzuberufen, die sich unter anderem mit der nachhaltigen Finanzierung und der Verbesserung der pflegerischen Versorgung befassen wird. Die Ministerin rief zu einem gemeinsamen Ansatz zur Bewältigung dieser komplexen Herausforderungen auf.
Streit um DiGA-Kosten: Krankenkassen kritisieren Nutzen und Preise
Krankenkassen kritisieren die Kosten und den Nutzen Digitaler Gesundheitsanwendungen, während Hersteller sich verteidigen und das Gesundheitsministerium vorerst nicht eingreift.
Krankenkassen kritisieren die Kosten und den Nutzen Digitaler Gesundheitsanwendungen, während Hersteller sich verteidigen und das Gesundheitsministerium vorerst nicht eingreift.
Die Krankenkassen stehen im Clinch mit Herstellern Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA). Nach Ansicht der Krankenkassen sind die Anwendungen zu teuer und ihr Nutzen oft fragwürdig. Die Hersteller wehren sich gegen diese Kritik. Laut einem Bericht der „Ärzte Zeitung“ sieht das Gesundheitsministerium aktuell keinen Anlass, gesetzlich einzugreifen. Eine Studie legt derweil offen, dass Zulassungsstudien für DiGA häufig Mängel aufweisen. Auch wird kritisiert, dass unzureichend erprobte Apps bezahlt werden müssen. Trotz zunehmender Verordnungen bleiben Nutzen und Wirtschaftlichkeit der DiGA ein umstrittenes Thema. Die Nachricht stammt von aerztezeitung.de.
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