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Pflegepolitik und Recht
14.04.2025
Betrugsprozess gegen Nürnberger Pflegedienst wegen Abrechnungsbetrug gestartet
Vor dem Landgericht Nürnberg beginnt der Betrugsprozess gegen einen Pflegedienst wegen Abrechnungsbetruges mit einem Schaden von 446.000 Euro.
Vor dem Landgericht Nürnberg beginnt der Betrugsprozess gegen einen Pflegedienst wegen Abrechnungsbetruges mit einem Schaden von 446.000 Euro.
Vor dem Landgericht Nürnberg hat ein Verfahren wegen des Verdachts auf „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ begonnen. Der Inhaber eines Nürnberger Pflegedienstes und eine Pflegedienstleiterin sollen von August 2019 bis Juli 2024 Leistungen für zehn Patienten abgerechnet haben, die nie erbracht wurden. Der Schaden wird auf rund 446.000 Euro beziffert, wie die Anklage berichtet. Die Patienten unterschrieben für nicht erbrachte Leistungen und erhielten als Ausgleich kleine Gefälligkeiten, etwa Haushaltshilfen. Seit Juli 2024 befinden sich die Angeklagten in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wurden in Gang gesetzt, nachdem eine Mitarbeiterin des Pflegedienstes Anzeige erstattet hatte. Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg strebt an, den Schaden durch Einziehung bei dem Angeklagten auszugleichen. Die Pflegedienstleiterin hat die Vorwürfe teilweise eingeräumt, während der 64-jährige Inhaber schweigt. Das Verfahren wurde nach Verlesung der Anklage zunächst unterbrochen. Geplant sind 20 Verhandlungstage bis Ende August. (Quelle: Ärzte Zeitung)
GKV-Chefin fordert Moratorium zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge
GKV-Chefin dringend für Moratorium: Pfeiffer warnt vor Beitragsspirale und fordert Temporärstopp von Ausgabenerhöhungen zur Stabilisierung der Krankenkassen.
GKV-Chefin dringend für Moratorium: Pfeiffer warnt vor Beitragsspirale und fordert Temporärstopp von Ausgabenerhöhungen zur Stabilisierung der Krankenkassen.
Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, fordert angesichts der prekären Finanzlage der Krankenkassen dringend ein sofortiges Eingreifen der Bundesregierung. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland betonte sie die Notwendigkeit eines Ausgabenmoratoriums, um die Beitragssätze zu stabilisieren. Aktuell sei die Reserve bei nur sieben Prozent einer Monatsausgabe, und kürzlich gab es sechs weitere Beitragssatzerhöhungen. Pfeiffer fordert ein Vorschaltgesetz und pocht darauf, bis zur Umsetzung struktureller Reformen keine Preis- oder Honorarerhöhungen zuzulassen, die über die laufenden Einnahmen hinausgehen. Diese Maßnahmen seien notwendig, um die fortschreitende Beitragsspirale zu bremsen und eine Überlastung von Arbeitgebenden und Versicherten zu verhindern. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland lasse keine Alternative zu, so Pfeiffer (Quelle: aerztezeitung.de).
Lauterbach: Digitalisierung revolutioniert deutsche Gesundheitsversorgung
Bundesgesundheitsminister Lauterbach sieht in der Digitalisierung, vor allem durch die ePA, den Schlüssel zur besseren Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach sieht in der Digitalisierung, vor allem durch die ePA, den Schlüssel zur besseren Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Auf dem DMEA Kongress in Berlin hat Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach betont, dass die Digitalisierung als „Kerntechnologie“ die deutsche Gesundheitsversorgung maßgeblich verbessern soll. Insbesondere die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ist dabei ein zentraler Schritt. Mit rund 70 Millionen Akten stellt die ePA das größte Digitalprojekt in Deutschland dar. Diese Entwicklung ermögliche es, medizinische Behandlungen transparenter und effizienter zu gestalten und Bürokratie abzubauen. Ärztinnen und Ärzte könnten zukünftig digital auf Befunde und Medikationspläne zugreifen, was die Versorgung verbessert und unnötige Untersuchungen vermeidet. Zudem können Patientinnen und Patienten über die ePA-App ihre Daten einsehen und Zugriffsrechte individuell steuern. Laut Lauterbach sei für die kommenden Wochen der Eintritt in die Hochlaufphase der ePA geplant. Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Behandlung, sondern auch die Forschung, indem sie den Zugriff auf digitale Gesundheitsdaten erleichtern.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.04.2025
Dr. Sitte fordert mehr Menschlichkeit im Medizinstudium
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Palliativstiftung, hat sich für mehr Menschlichkeit im Medizinstudium ausgesprochen. Bei einer Podiumsdiskussion in Berlin kritisierte er, dass derzeit hauptsächlich Leitlinien abgearbeitet würden und die menschliche Komponente im Studium zu kurz käme. „Die Ausbildung geht noch nicht dahin, dass wir Menschen menschlich behandeln“, so Sitte. Er forderte, dass Ethik und Religionsunterricht bereits in der Schule beginnen sollten und sich durch das gesamte Studium ziehen. Auch die Debatte um Suizidbeihilfe müsse laut Professor Stephan Rixen, Direktor des Instituts für Staatsrecht an der Universität zu Köln, fortgesetzt werden, um eine Kultur der Lebensbejahung zu fördern. Michael Brand, CDU-Bundestagsabgeordneter, sprach sich für eine sensible Debatte aus und betonte die Notwendigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, um verzweifelten Menschen beizustehen, ohne ihnen das Leben zu nehmen. Die Quelle für diese Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Kreiskrankenhaus Prenzlau erhält 4 Mio. Euro zur Insolvenzabwehr
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
Der Landkreis Uckermark hat beschlossen, das Kreiskrankenhaus in Prenzlau mit vier Millionen Euro zu unterstützen, um seine aktuelle Struktur zu bewahren. Dies wurde bei einem Abstimmungstermin der Gesellschafter der „Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG)“ bekannt gegeben, einer kommunalen Gesellschaft, die den Kreisen Barnim und Uckermark sowie der Stadt Eberswalde gehört und Trägerin mehrerer Krankenhäuser und Einrichtungen ist. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht es, eine drohende Insolvenz der GLG-Beteiligungsgesellschaft Medizinisch-Soziales Zentrum Uckermark (MSZ), zu der auch die Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau gehören, abzuwenden. Der Kreistag Uckermark hat diese Mittel für 2025 und 2026 bewilligt, um die wirtschaftliche Stabilität des MSZ wiederherzustellen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
G-BA sucht innovative Themen für Förderjahr 2026: Einreichungen bis Juni 2025 möglich
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat mit der Suche nach versorgungsrelevanten Themenvorschlägen für das Förderjahr 2026 begonnen. Ziel ist es, viele inhaltliche Ideen in die neuen Förderbekanntmachungen einzubringen. Themenvorschläge können sich auf neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung beziehen, wobei medizinische Leitlinien vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt werden. Das Konsultationsverfahren eröffnet Wissenschaftlern, Verbänden und Patientenorganisationen die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, die die Relevanz und den Verbesserungsbedarf begründen. Diese Vorschläge fließen in die Themenfestlegung ein, wobei die wortwörtliche Übernahme eher selten ist. Einreichungen sind bis zum 20. Juni 2025 möglich. Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Mitteln des Innovationsfonds neue Ansätze für die gesetzliche Krankenversicherung (Quelle: g-ba.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
Innovativer Versorgungsansatz: Mehr Eigenständigkeit für psychisch Erkrankte
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Schwer psychisch erkrankte Erwachsene benötigen individuelle Versorgungsangebote, welche regelmäßig überprüft und angepasst werden müssen. Ein solches Angebot hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erfolgreich erprobt. Multiprofessionelle Teams unterstützen hierbei die Betroffenen und vernetzen die Behandlung zu passgenauen Hilfen. Die intensive Betreuung befähigte die Patienten, zunehmend selbständig und eigenverantwortlich zu leben. Der Ausschuss empfiehlt, diese Erkenntnisse für die Gesundheitsversorgung zu nutzen und schlägt vor, gesetzliche Anpassungen zu prüfen, um solche vernetzten Versorgungsansätze realisieren zu können. Die wissenschaftliche Begleitstudie zeigt verbessertes Empowerment und Zufriedenheit der Teilnehmer und ihrer Angehörigen. Der G-BA wird gebeten, die Projektergebnisse bei der Überarbeitung bestehender Richtlinien zu berücksichtigen. Alle relevanten Ministerien sind aufgefordert, innerhalb eines Jahres Rückmeldungen zu geben, wie mit diesen Ergebnissen umgegangen wird. (Quelle: g-ba.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
10.04.2025
Sachsen: Modellprojekt stärkt ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten
Modellprojekt in Sachsen verbessert die Gesundheitsversorgung auf dem Land, indem nichtärztliches Personal delegationsfähige Aufgaben übernimmt.
Modellprojekt in Sachsen verbessert die Gesundheitsversorgung auf dem Land, indem nichtärztliches Personal delegationsfähige Aufgaben übernimmt.
Im sächsischen Niedercunnersdorf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ein neues Modellprojekt zur hausärztlichen Versorgung initiiert, das speziell auf ländliche Regionen zugeschnitten ist. In diesem Projekt übernimmt nichtärztliches Personal die Betreuung von Patienten und führt delegationsfähige Leistungen durch. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die medizinische Betreuung in der Oberlausitz effizienter zu gestalten und den Ärztemangel in ländlichen Gebieten zu kompensieren. Sources: aerztezeitung.de.
STIKO empfiehlt neuen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige
Die STIKO empfiehlt erstmals einen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige, um schwere Erkrankungsverläufe zu verhindern und das Gesundheitssystem zu entlasten.
Die STIKO empfiehlt erstmals einen mRNA-Impfstoff gegen RSV für über 60-Jährige, um schwere Erkrankungsverläufe zu verhindern und das Gesundheitssystem zu entlasten.
Die STIKO hat entschieden, nun auch einen mRNA-Impfstoff zur Prävention von RSV-Infektionen für Personen ab 60 Jahren zu empfehlen. Neben den zwei bisher empfohlenen Vakzinen steht damit in Deutschland eine dritte Option zum Schutz älterer Menschen gegen das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) zur Verfügung, wie die "Ärzte Zeitung" berichtet. Dies könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Zahl schwerer Verläufe der Erkrankung in älteren Bevölkerungsgruppen zu reduzieren und das Gesundheitssystem zu entlasten. Die Anpassung der Impfempfehlung zeigt, wie wichtig es ist, auf neue wissenschaftliche Erkentnisse zu reagieren und die Präventionsstrategien entsprechend anzupassen.
Hitzeprävention: Bayerische Ärzte fordern lokale Schutzbündnisse
Bayerische Ärzte drängen auf lokale Hitzeschutzbündnisse, um mit gezielten Maßnahmen wie kühlen Rückzugsorten die steigenden Temperaturen zu bewältigen.
Bayerische Ärzte drängen auf lokale Hitzeschutzbündnisse, um mit gezielten Maßnahmen wie kühlen Rückzugsorten die steigenden Temperaturen zu bewältigen.
Mit den steigenden Temperaturen wird die Frage nach wirksamem Hitzeschutz in Landkreisen und Kommunen dringlicher, insbesondere unter der Beteiligung von Ärzten. Im Rahmen einer Diskussionsrunde der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) in München wurde dies thematisiert, bei der unter anderem Professor Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann sprachen. Professor Lesch bezeichnete die Energiewende als das größte Gesundheitsprojekt unserer Zeit und betonte die Notwendigkeit von Konzepten zur Hitzeprävention. Dr. Herrmann äußerte, dass man auf Hitzekatastrophen bisher unzureichend vorbereitet sei und forderte, Hitzeschutz in Stadt- und Landschaftsplanung zu integrieren. BLÄK-Präsident Dr. Gerald Quitterer forderte die Gründung lokaler Hitzeschutzbündnisse, um gezielte Maßnahmen wie die Einrichtung kühler Rückzugsorte und die Anpassung von Lüftungsstrategien umzusetzen. Dr. Marc Block aus Ebersberg erläuterte, wie ein lokales Hitzeaktionsbündnis durch Netzwerke von Institutionen und Personen erfolgreich umgesetzt werden kann. (Quelle: aerztezeitung.de)
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