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Pflegepolitik und Recht
04.08.2025
Pflege in Hessen: Angehörige am Rande der Belastungsgrenze
In Hessen bringt die häusliche Pflege Angehörige an ihre Grenzen, da über 86 % der Pflegebedürftigen ohne ausreichende Unterstützung versorgt werden.
In Hessen bringt die häusliche Pflege Angehörige an ihre Grenzen, da über 86 % der Pflegebedürftigen ohne ausreichende Unterstützung versorgt werden.
Die Pflegebedürftigkeit von Angehörigen wird für viele Menschen in Hessen zu einer deutlichen Belastung. Mehr als 86 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, oft aus Liebe und Dankbarkeit, aber auch aus finanzieller Notwendigkeit. Diese private Pflegearbeit bleibt meist unsichtbar und liegt in den Händen der Angehörigen, die sich neben ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen kümmern. Das Pflegesystem stößt dabei zunehmend an seine Grenzen, vor allem, wenn keine ausreichende Unterstützung durch ambulante Dienste sichergestellt werden kann. Diese Situation lässt viele pflegende Angehörige an der Grenze der Selbstausbeutung arbeiten. (Quelle: FAZ)
Schleswig-Holstein: Abrechnungsbetrug bei Blutuntersuchungen aufgedeckt
Abrechnungsbetrug bei Bluttests in Schleswig-Holstein: Labor kassiert für nicht erbrachte Leistungen, BKA ermittelt. Wirtschaftskriminalität steigt massiv.
Abrechnungsbetrug bei Bluttests in Schleswig-Holstein: Labor kassiert für nicht erbrachte Leistungen, BKA ermittelt. Wirtschaftskriminalität steigt massiv.
In Schleswig-Holstein hat ein Labor in den letzten Jahren spezielle Blutuntersuchungen abgerechnet, diese jedoch nicht erbracht, so das Bundeskriminalamt (BKA). In rund 18.600 Fällen wurde nur die privatärztliche Leistung liquidiert, nicht aber die Analyse durchgeführt, wie aus dem „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2024“ hervorgeht. Die Fälle von Wirtschaftskriminalität stiegen insgesamt um 57,6 Prozent. Besonders auffällig ist der Anstieg der Abrechnungsbetrugsfälle im Gesundheitswesen von 2.169 in 2023 auf 20.553 ein Jahr später, während die Zahl der Tatverdächtigen von 1.847 auf 1.614 zurückging und die Schadenssumme sich fast halbierte, so das BKA (Quelle: aerztezeitung.de).
Benzodiazepine wirksam bei Delir in der Palliativmedizin
Benzodiazepine zeigen hohe Wirksamkeit bei Delir in der Palliativmedizin und bieten neue Therapieoptionen für eine verbesserte Patientenversorgung.
Benzodiazepine zeigen hohe Wirksamkeit bei Delir in der Palliativmedizin und bieten neue Therapieoptionen für eine verbesserte Patientenversorgung.
Kurz vor dem Tod erleben 90 Prozent aller Menschen ein Delir, bei dem 50 bis 70 Prozent ruhelos und agitiert werden. Während Neuroleptika eine Unterstützung bieten, zeigen fix-dosierte Benzodiazepine entweder zusätzlich oder allein noch mehr Wirksamkeit. Diese Erkenntnisse, die in der "Ärzte Zeitung" thematisiert werden, beleuchten wichtige Therapieoptionen in der Palliativmedizin.
Pflegereform: Experten fordern nachhaltige Finanzierung und Autonomie
Experten warnen: Pflegereform braucht nachhaltige Finanzierung und mehr Autonomie. Politiker planen Darlehensmodelle, doch echte Zuschüsse werden gefordert.
Experten warnen: Pflegereform braucht nachhaltige Finanzierung und mehr Autonomie. Politiker planen Darlehensmodelle, doch echte Zuschüsse werden gefordert.
Mindestens vier Gesetzesvorhaben hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für das laufende Jahr in Aussicht gestellt – darunter zwei Pflegegesetze und eines zur Anpassung der Krankenhausreform von 2024. In diese Debatte mischen sich jetzt auch der Präsident und die wissenschaftlichen Leitungen des Hauptstadtkongresses ein. In einem „Kommuniqué“, das im Anschluss an den Hauptstadtkongress 2025 Ende Juni entstanden ist, fordern sie eine nachhaltige Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung. Die von der Koalition für 2025 und 2026 geplanten Darlehensmodelle betrachten sie als unzureichend und sprechen sich stattdessen für echte Bundeszuschüsse aus, um nicht versicherungsfremde Leistungen auszugleichen. Darüber hinaus drängen sie auf mehr Autonomie und Eigenständigkeit für die Pflegeberufe. Dies berichtet die aerztezeitung.de.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
31.07.2025
"Silver Doctors stärken mit Erfahrung die Versorgung in Kliniken"
Immer mehr Kliniken setzen auf "Silver Doctors", erfahrene Ärzte im Ruhestand, um Versorgungsengpässe zu überbrücken und die Gesundheitsversorgung zu stärken.
Immer mehr Kliniken setzen auf "Silver Doctors", erfahrene Ärzte im Ruhestand, um Versorgungsengpässe zu überbrücken und die Gesundheitsversorgung zu stärken.
Eine zunehmende Zahl von Kliniken setzt auf sogenannte "Silver Doctors", um den Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Diese älteren Ärzte, die bereits im Ruhestand sind, unterstützen als Leiharbeitskräfte die bestehenden Belegschaften. Cai-Nicolas Ziegler, Geschäftsführer des Dienstleisters doctari, betont die Bedeutung dieser Zeitarbeitenden für die Krankenversorgung. Dabei warnt Ziegler vor zusätzlichen Regulierungen in der Branche, die die Flexibilität und Verfügbarkeit dieser wertvollen Fachkräfte einschränken könnten. Die Erfahrung und das Wissen der "Silver Doctors" tragen maßgeblich zur Stabilität in der Versorgungssicherheit bei. Es ist daher entscheidend, die Rahmenbedingungen für deren Einsatz attraktiv zu gestalten, um von ihren Fähigkeiten weiterhin zu profitieren. Diese Informationen stammen aus einem Bericht der Ärzte Zeitung.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
31.07.2025
Arbeitslosenzahl steigt im Juli - Gesundheitswesen bleibt stabil
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt die Beschäftigung im Gesundheitswesen stabil. Ministerin Bas betont die Notwendigkeit gezielter Investitionen.
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen bleibt die Beschäftigung im Gesundheitswesen stabil. Ministerin Bas betont die Notwendigkeit gezielter Investitionen.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli 2025 auf 2,979 Millionen gestiegen, was einem Anstieg von 65.000 im Vergleich zum Vormonat entspricht, jedoch saisonbereinigt lediglich ein Plus von 2.000 darstellt, berichtet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Besonders betroffen sind die Industrie und das Verarbeitende Gewerbe, während in Bereichen wie dem Gesundheitswesen und der Pflege die Beschäftigung stabil bleibt oder wächst. Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas unterstreicht, dass gezielte Investitionen jetzt entscheidend seien, um Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Man habe am Ausbildungsmarkt die Chance, jungen Menschen Perspektiven zu bieten, denn 182.000 Ausbildungsstellen sind unbesetzt, wobei 140.000 junge Menschen eine Ausbildung suchen. Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter bieten hierfür Unterstützung durch Beratung und Förderangebote.
Dubiose Online-Pflegeanträge: Nutzer durch Scheinangebote getäuscht
Dubiose Anbieter täuschen mit scheinbar offiziellen Pflegeanträgen im Netz und ziehen ahnungslose Nutzer, oft Angehörige Pflegebedürftiger, in kostenpflichtige Verträge.
Dubiose Anbieter täuschen mit scheinbar offiziellen Pflegeanträgen im Netz und ziehen ahnungslose Nutzer, oft Angehörige Pflegebedürftiger, in kostenpflichtige Verträge.
Am 31. Juli 2025 berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über dubiose Anbieter im Internet, die sich mit Pflegebedürftigkeit bereichern. Über die Webseite "digitaler-pflegeantrag.de" wird unter dem Schein staatlicher Unterstützung suggeriert, dass Pflegeanträge einfacher gestellt werden können. Viele Nutzer, die glauben, ein offizielles Angebot der Regierung in Anspruch zu nehmen, werden jedoch von unlauteren Anbietern durch den Abschluss von Verträgen getäuscht, die den Nutzern wenig, jedoch Geschäftemachern erheblichen Nutzen bringen. Dies tritt häufig erst spät zutage und zeigt, wie leichtgläubig viele Betroffene durch die Aufmachung der Webseite in die Irre geführt werden. Diese Meldung verdeutlicht die Notwendigkeit, bei der Nutzung solcher Online-Angebote Vorsicht walten zu lassen. Die FAZ informiert hier über die Risiken solcher Online-Dienste, die insbesondere für Angehörige von Pflegebedürftigen von Relevanz sind. (Quelle: F.A.Z.)
AOK: KV-Connect wird 2025 abgeschaltet, Umstieg auf KIM nötig
Die AOK schaltet KV-Connect 2025 ab, Arztpraxen müssen auf KIM umsteigen, um DMP-Daten sicher zu übermitteln. Wechsel notwendig für Dokumentationsprozesse.
Die AOK schaltet KV-Connect 2025 ab, Arztpraxen müssen auf KIM umsteigen, um DMP-Daten sicher zu übermitteln. Wechsel notwendig für Dokumentationsprozesse.
Die AOK informiert, dass der Kommunikationsdienst KV-Connect am 20. Oktober 2025 abgeschaltet wird. Dies hat zur Folge, dass Dokumentationen für Disease-Management-Programme (DMP) nicht mehr über diesen Dienst übermittelt werden können. Bereits ab dem 1. Oktober können Arztpraxen die Dokumentationen nicht mehr via KV-Connect an die zuständige Datenstelle senden, da eingereichte Informationen nach dem 30. September nicht mehr angenommen werden. Alternativ können Daten über KIM (Kommunikation im Medizinwesen) weitergeleitet werden, wobei die Datenstelle den Empfang wie gewohnt bestätigt. Diese Änderungen könnten dazu führen, dass einige Patientinnen und Patienten automatisch aus den Programmen ausgeschrieben werden, berichtet die AOK auf ihrer Webseite aok.de.
Hochtaunuskreis entwickelt "Leuchtturmkonzept" für Stromausfälle
Im Hochtaunuskreis wird ein "Leuchtturmkonzept" zur Vorbereitung auf Stromausfälle entwickelt, bei dem die Feuerwehr zentrale Anlaufstelle im Notfall ist.
Im Hochtaunuskreis wird ein "Leuchtturmkonzept" zur Vorbereitung auf Stromausfälle entwickelt, bei dem die Feuerwehr zentrale Anlaufstelle im Notfall ist.
Im Hochtaunuskreis wird ein "Leuchtturmkonzept" zur Vorbereitung auf Stromausfälle entwickelt. Dieses Konzept, als führend in seinem Bereich anerkannt, umfasst die Feuerwehr als zentrale Anlaufstelle im Notfall. Wolfgang Reuber, Projektmanager für Sonderlagen, hat das Konzept entworfen, das Innenminister Roman Poseck im Rahmen seiner Sommerreise vorgestellt wurde. Ab der zweiten Stunde eines Stromausfalls wird die Feuerwehr aktiv, um insbesondere zu Hause gepflegte Patienten zu unterstützen, die auf Strom angewiesen sind. Die Notstromversorgung stellt dabei eine zentrale Herausforderung dar, weshalb eine Verbesserung der Infrastruktur gefordert wird. Feuerwachen werden als Orte der Notfallhilfe etabliert, ausgestattet mit Notstromaggregaten. Erst ab dem zweiten Tag eines Blackouts gilt der Katastrophenfall, wobei es in ländlichen Gebieten noch Lücken in der Notfallversorgung gibt. Das Konzept ist eine Antwort auf die Stromversorgungslage, bei der alle Orte an einer langen Kette des Umspannwerks Kriftel hängen. Quelle: F.A.Z.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
30.07.2025
Hamburger fordern mehr Verantwortung für Fachpersonal in Gesundheitsberufen
Hamburger wünschen sich mehr Verantwortung für Fachpersonal im Gesundheitswesen: 83% befürworten neue Aufgabenverteilung, um die Versorgung zu verbessern.
Hamburger wünschen sich mehr Verantwortung für Fachpersonal im Gesundheitswesen: 83% befürworten neue Aufgabenverteilung, um die Versorgung zu verbessern.
Über 83 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger befürworten, dass qualifiziertes medizinisches Fachpersonal bestimmte Aufgaben von Ärztinnen und Ärzten übernimmt, wie aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, fordert eine gesetzliche Lockerung der Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen, um die ambulante Versorgung effizienter zu organisieren. Sie schlägt eine digital-gestützte Ersteinschätzung vor, die den Zugang zur Versorgung koordiniert. Dies könnte eine schnellere und gerechtere Terminvergabe ermöglichen. Nichtärztliche Fachkräfte sollten vermehrt Aufgaben wie Hausbesuche oder Verbandswechsel übernehmen. So würden Ärztinnen und Ärzte entlastet und neue Weiterbildungspotenziale entwickelt. (Quelle: aerztezeitung.de)
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