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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.08.2025
Pflege des Notfalldatensatzes wird eigenständige EBM-Leistung 2025
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Mit Beginn des kommenden Jahres wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte zu einer eigenständigen Leistung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) erhoben, teilte die 'Ärzte Zeitung' am 20.08.2025 mit. Die neu eingeführte Gebührenordnungsposition (GOP) 01643 ersetzt die bisherige, vergleichbare GOP 01641 und wird mit 39 EBM-Punkten bewertet. Diese Anpassung bedeutet, dass die Aktualisierung medizinisch relevanter Informationen im Notfalldatensatz oder die erstmalige Anlage eines solchen Datensatzes künftig als eigenständige Leistung abgerechnet werden können. Für zwei Jahre soll die GOP 01643 voll finanziert werden, bevor sie in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung überführt wird, es sei denn, die Entwicklung der Mengenzahlen erfordert eine weitere extrabudgetäre Vergütung.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen sprechen von Verwässerung
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Im Zuge der geplanten Krankenhausreform hat sich Gesundheitsministerin Warken Kritik seitens der Krankenkassen und der Grünen im Bundestag zugezogen. Der neue Reformentwurf, den die Ministerin als "Anpassungsgesetz" bezeichnet, wird von diesen Akteuren als eine Gefährdung der Qualitätssteigerungen im stationären Sektor dargestellt. Während Warken die Änderungen als notwendigen Schritt im Reformprozess sieht, bezeichnen Krankenkassen den Entwurf als "Verwässerungsgesetz". Der Diskurs um die Reform zeigt tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten über den zukünftigen Kurs der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland auf. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Antibiotikaresistenzen: Fast 10.000 Tote in Deutschland im Jahr 2019
Antibiotikaresistenzen fordern 2019 in Deutschland fast 10.000 Leben – dringender Handlungsbedarf zur Eindämmung resistenter Keime erforderlich.
Antibiotikaresistenzen fordern 2019 in Deutschland fast 10.000 Leben – dringender Handlungsbedarf zur Eindämmung resistenter Keime erforderlich.
Antibiotikaresistenzen stellen eine zunehmende Herausforderung dar, auch in Deutschland. Jährlich sterben hierzulande mehrere Tausend Menschen unmittelbar infolge dieser Resistenzen. Das Robert Koch-Institut hat nun Zahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht, die fast 10.000 Todesfälle aufgrund von Antibiotikaresistenzen ausweisen. Diese Problematik verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen, um der Ausbreitung von resistenten Keimen entgegenzuwirken und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu sichern. (Quelle: aerztezeitung.de)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
20.08.2025
Freiberufler setzen auf Teilzeit, Flexibilität und digitale Prozesse
Freiberufler setzen verstärkt auf Teilzeit, Flexibilität und medienbruchfreie digitale Prozesse, um moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeiterführung zu optimieren.
Freiberufler setzen verstärkt auf Teilzeit, Flexibilität und medienbruchfreie digitale Prozesse, um moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeiterführung zu optimieren.
Fast neun von zehn Freiberuflern (86,4 Prozent) bieten ihren Mitarbeitern Teilzeitoptionen, wie eine Sonderauswertung der aktuellen Konjunkturumfrage des Bundesverbands Freie Berufe (BFB) zeigt. Rund 1.700 Freiberufler wurden befragt. Zwei Drittel ermöglichen flexible Pausengestaltung und Gleitzeit. Fast die Hälfte bietet die Vier-Tage-Woche an. Arbeitszeitkonten und die Möglichkeit für unbezahlten Urlaub sind ebenfalls verbreitet. Modernes Arbeiten erfordert zudem medienbruchfreie digitale Prozesse, die den Betrieb erleichtern sollen. Wichtig sind auch praxistaugliche Arbeitszeitmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Offene Kommunikation und Wertschätzung sind zentrale Elemente der Mitarbeiterführung: 93,7 Prozent der Befragten achten darauf, dass der Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern offen gestaltet wird, und 83,1 Prozent sehen Wertschätzung als festen Bestandteil der Arbeitskultur. Die Befragung, von aerztezeitung.de berichtet, unterstreicht die Bedeutung von Flexibilität und digitalen Prozessen in freiberuflichen Kontexten.
Krankenkassenüberschuss könnte Reformen der Koalition bremsen
Der 2,6 Milliarden Euro Überschuss der Krankenkassen könnte notwendige Reformen der Koalition bremsen und die Stabilität der Gesundheitsversorgung gefährden.
Der 2,6 Milliarden Euro Überschuss der Krankenkassen könnte notwendige Reformen der Koalition bremsen und die Stabilität der Gesundheitsversorgung gefährden.
Zur Jahresmitte verzeichnen die Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro, was hauptsächlich auf massiv gestiegene Zusatzbeiträge zurückzuführen ist. Trotz dieser positiven Bilanz mahnen die Krankenkassen zur Ausgabendisziplin, da die Leistungsausgaben weiterhin stark steigen. Diese Überschüsse stellen einen potenziellen Bremspunkt für dringend benötigte Reformen in der Koalition dar, was laut einem Kommentar in der „Ärzte Zeitung“ die Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung gefährden könnte. Es besteht die Gefahr, dass der wahrgenommene finanzielle Spielraum Reformvorhaben abschwächt oder verzögert.
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Kassen
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Krankenkassen, doch Experten warnen vor künftigen Finanzengpässen trotz Mehreinnahmen.
Steigende Zusatzbeiträge führen zu 2,6 Mrd. Euro Überschuss bei Krankenkassen, doch Experten warnen vor künftigen Finanzengpässen trotz Mehreinnahmen.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erzielten im ersten Halbjahr 2025 einen Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Treibender Faktor waren die stark gestiegenen Zusatzbeiträge. Dennoch warnten die Krankenkassenverbände davor, das Ergebnis als Zeichen der Entspannung zu interpretieren. Der Großteil der Überschüsse fließe in das Wiederauffüllen der vom Gesetzgeber geschröpften Mindestrücklage, betonte ein Sprecher des AOK-Bundesverbands. Im Vorjahr hatte das AOK-System rote Zahlen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verzeichnet. Trotz der Mehreinnahmen durch die Zusatzbeiträge steigen die Leistungsausgaben je Versicherten weiterhin stark an, was künftige Einnahmen ungewiss erscheinen lässt. Insbesondere im stationären Sektor wurde ein Anstieg von 10,2 Prozent registriert. Führungskräfte der Krankenkassen, darunter Ulrike Elsner vom vdek, forderten von der Bundesregierung strikte Ausgabendisziplin sowie Reformen zur Stabilisierung der Finanzen, so die „Ärzte Zeitung“.
Studie: Späte Thrombolyse bei Schlaganfall rettet Hirngewebe bis 24 Std.
Eine Studie zeigt: Späte Thrombolyse bei Schlaganfällen kann bis 24 Stunden Hirngewebe retten und verbessert die Chancen auf Unabhängigkeit erheblich.
Eine Studie zeigt: Späte Thrombolyse bei Schlaganfällen kann bis 24 Stunden Hirngewebe retten und verbessert die Chancen auf Unabhängigkeit erheblich.
Besteht die Aussicht, dass eine rasche Reperfusion noch Hirngewebe rettet, lässt sich das Thrombolyse-Zeitfenster auf bis zu 24 Stunden erweitern. Nach Ergebnissen einer Studie aus China verbessern sich die Chancen auf funktionelle Unabhängigkeit dadurch erheblich. Wie von aerztezeitung.de berichtet, können Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall, bei denen noch potenziell rettbares Gewebe besteht, von einer späten Thrombolyse profitieren.
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.08.2025
Neue Vorhaltepauschale bringt kaum Umverteilung in der Hausarztversorgung
Die neue Vorhaltepauschale in der Hausarztversorgung bringt kaum Umverteilungseffekte, da die Honoraranpassungen minimal bleiben. Quelle: Ärzte Zeitung.
Die neue Vorhaltepauschale in der Hausarztversorgung bringt kaum Umverteilungseffekte, da die Honoraranpassungen minimal bleiben. Quelle: Ärzte Zeitung.
Die neue Vorhaltepauschale wurde eingeführt, um Anreiz für eine bessere medizinische Versorgung zu schaffen. Trotz der Änderung erwartet man keine großen Umverteilungseffekte, da die Anpassungen der hausärztlichen Honorare minimal bleiben. Die Vorhaltepauschale basiert auf einer Systematik, die als solide angesehen wird, dennoch ist unklar, ob die gewährten 20 Punkte pro Fall ausreichen, um tatsächliche Verbesserungen im Versorgungssektor anzustoßen. Quelle: Ärzte Zeitung.
Frühzeitige Therapie bei älteren Herzpatienten senkt nicht Sterblichkeit
Frühzeitige Therapie bei älteren Herzpatienten verringert Folgeinfarkte, senkt jedoch nicht die Sterblichkeit, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt.
Frühzeitige Therapie bei älteren Herzpatienten verringert Folgeinfarkte, senkt jedoch nicht die Sterblichkeit, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt.
Eine aktuelle Metaanalyse, die von der "Ärzte Zeitung" veröffentlicht wurde, zeigt, dass eine frühzeitige invasive Therapie des akuten Koronarsyndroms bei älteren Patienten nicht die Gesamtmortalität reduziert. Die Analyse ergab, dass trotz einer Abnahme von Folgeinfarkten und Revaskularisationseingriffen das Risiko schwerer Blutungen steigt, ohne den Tod insgesamt zu verhindern. Dies wirft Fragen zur optimalen Behandlungsstrategie für ältere Menschen mit dieser Diagnose auf.
Orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern trotz Hirnblutungsrisiko vorteilhaft?
Neue Metaanalyse zeigt, dass orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern trotz Hirnblutungsrisiko vorteilhaft sein kann – wichtige Erkenntnisse für Kardiologen.
Neue Metaanalyse zeigt, dass orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern trotz Hirnblutungsrisiko vorteilhaft sein kann – wichtige Erkenntnisse für Kardiologen.
Eine aktuelle Metaanalyse deutet darauf hin, dass eine orale Antikoagulation bei Menschen mit Vorhofflimmern auch dann vorteilhaft sein kann, wenn sie zuvor eine spontane intrakranielle Blutung erlitten haben. Die aktualisierte Untersuchung beleuchtet den Nettonutzen dieser Behandlungsmethode und liefert neue Erkenntnisse darüber, wie Patienten mit Risiken für Hirnblutungen von einer antikoagulativen Therapie profitieren könnten. Dieser Bericht, der auf aerztezeitung.de zu finden ist, richtet sich insbesondere an medizinische Fachkräfte, die im Bereich der Kardiologie tätig sind, und bietet eine vertiefte Analyse der Vorkommnisse sowie mögliche Behandlungsstrategien für betroffene Patienten. Die Studie könnte wichtige Implikationen für die Entscheidungen zur Fortsetzung oder Anpassung der Antikoagulationstherapie in spezialisierten medizinischen Praxen haben.
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