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Pflegepraxis, Organisation und Innovation
25.08.2025
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren aktive Lebensgemeinschaft
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Pflegebauernhof im Westerwald bietet Senioren mit Demenz eine aktive Gemeinschaft mit Tierpflege und einem Gefühl der Nützlichkeit als Alternative zum Pflegeheim.
Auf einem Pflegebauernhof im Westerwald wohnen ältere Menschen, viele mit Demenz, in einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Anstatt in einem herkömmlichen Pflegeheim ihren Lebensabend abzuwarten, nehmen sie aktiv am Alltag teil. Der 75-jährige Jürgen Thorbeck, einer der 22 Bewohner, kümmert sich um Alpakas und sammelt Eier. Auf dem Hof von Guido Pusch, der Hofleiter und Maschinenbauer ist, sorgen Tiere wie Hunde, Katzen und Alpakas für ein lebendiges Miteinander. Die Senioren leben in Einzelapartments oder Zimmern und tragen durch kleine Aufgaben zur Gemeinschaft bei, was ihnen ein Gefühl der Nützlichkeit gibt. Pusch hat den Hof vor Jahren umgestaltet, als seine Großmutter pflegebedürftig wurde. Der Hof, seit 1771 im Besitz der Puschs, wurde 2010 in einen Pflegebauernhof umgewandelt. Guido Pusch plant, sein Konzept auch international umzusetzen. Die Idee, Pflege und Landwirtschaft zu verbinden, sieht er als ländliche Alternative zum klassischen Pflegeheim. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
25.08.2025
Mobbing am Arbeitsplatz: Unternehmen drohen teure Konsequenzen
Mobbing führt zu Leid und hohen Kosten für Firmen. Arbeitgeber sollten handeln, um teure Folgen zu vermeiden, mahnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Mobbing führt zu Leid und hohen Kosten für Firmen. Arbeitgeber sollten handeln, um teure Folgen zu vermeiden, mahnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Menschen, die am Arbeitsplatz Mobbing ausgesetzt sind, leiden oft still. Arbeitgeber sollten das Thema ernst nehmen, denn es kann teure Konsequenzen haben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Beim Betreten der Kaffeeküche wird es leise; Kollegen verlassen wortlos den Raum. Kein „Guten Morgen“ zur Begrüßung, kein Gruß zum Feierabend. Stattdessen wird getuschelt, begleitet von Bemerkungen wie „Dich sitzen wir auch noch aus!“. So hatte sich Stefanie Kramer ihren neuen Job nicht vorgestellt. Die Neunundzwanzigjährige, deren Name geändert wurde, schildert in einem Internet-Forum ihre Erlebnisse. Sie fühlte sich unsicher, litt unter Schlafstörungen und hatte schließlich ständig Angst, Fehler zu machen. Solche Situationen verdeutlichen, dass Mobbing ernst genommen werden muss, um hohe Folgekosten zu vermeiden. Die Quelle verweist auf das Potenzial für Schäden, wenn Unternehmen das Thema herunterspielen.
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Pflegeheimen vorgestellt
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Heimen könnten die Sicherheit erhöhen und den Pflegealltag erleichtern, so die „Ärzte Zeitung“.
Neue Ansätze zur Sturzprävention in Heimen könnten die Sicherheit erhöhen und den Pflegealltag erleichtern, so die „Ärzte Zeitung“.
Stürze älterer Menschen treten in Pflegeheimen besonders häufig auf, sind jedoch potenziell vermeidbar. Eine Übersichtsarbeit, vorgestellt in der „Ärzte Zeitung“, untersuchte verschiedene Methoden zur Sturzprävention. Ergebnisse und Strategien solcher Maßnahmen könnten deutliche Verbesserungen in der Sicherheit und Lebensqualität der Bewohner bedeuten und den Pflegealltag nachhaltig entlasten. Fachexpertinnen und -experten aus der geriatrischen Medizin sind aufgerufen, sich mit den vorgestellten Ansätzen auseinanderzusetzen, um die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen weiter zu erforschen und zu etablieren.
Gematik startet digitale Ära: Finale Spezifikation für T-Rezept veröffentlicht
Gematik setzt Meilenstein: Finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht – Start der digitalen Umsetzung ab 2026.
Gematik setzt Meilenstein: Finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht – Start der digitalen Umsetzung ab 2026.
Die gematik hat im August 2025 die finale Spezifikation für das elektronische T-Rezept veröffentlicht, das ab 2026 eingeführt werden soll. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Digitalisierung weiterer Verordnungsprozesse und erweitert die elektronische Medikationsliste funktional. Das T-Rezept, ein Sonderrezept für Arzneimittel mit den Wirkstoffen Lenalidomid, Pomalidomid und Thalidomid, unterliegt aufgrund seiner teratogenen Wirkung strengen Verordnungsvorgaben, um Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen bei ungeborenen Kindern zu vermeiden. Der Abschluss der Kommentierungsrunden mit den Gesellschaftern der gematik und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte markiert den Beginn der Umsetzungsphase durch die Industrie, betont die gematik in ihrer Pressemitteilung. Bislang wurden rund 170.000 T-Rezepte jährlich in Papierform ausgestellt; diese werden zukünftig digital im E-Rezept-Fachdienst gespeichert und automatisiert verarbeitet. Quelle: Ärztezeitung.
Neuer Corona-Impfstoff von BioNTech: Bestellung bis 9. September möglich
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können bis zum 9. September Coronaimpfstoff von BioNTech bei Apotheken bestellen, Auslieferung startet am 15. September. (Quelle: aerztezeitung.de)
Praxen können in diesem Jahr Coronaimpfstoff erstmals bis zum 9. September (12 Uhr) bei den Apotheken bestellen. Das an LP.8.1 angepasste Präparat von BioNTech/Pfizer (Comirnaty ® LP.8.1) werde danach am 15. September erstmals ausgeliefert, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte, unter Berufung auf das Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) am Paul-Ehrlich-Institut. Die mRNA-Vakzine bleibt in Mehrdosenbehältnissen verfügbar. Der Bund ist weiterhin verpflichtet, Impfstoffe aus dem Zentraleinkauf der EU-Kommission abzunehmen. Daher können Kassen keine Regressansprüche geltend machen, falls Impfstoffdosen verfallen oder weniger als sechs Impfstoffdosen aus einem Behältnis verwendet werden. Allerdings könnten Verordnungen konkurrierender Produkte zu Comirnaty ® als unwirtschaftlich sanktioniert werden, da ihnen durch das BioNTech-Präparat keine Kosten entstehen. Eine neue Dokumentationsziffer zur Abrechnung wird es ab dem 1. September geben (GOP 88349), so die KBV. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
21.08.2025
Forderung nach rascher Notfallreform: Integrierte Zentren geplant
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Eine Notfallreform mit integrierten Zentren soll überlastete Notaufnahmen entlasten und Milliarden einsparen, fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Die Debatte um die Reform der Notfallversorgung in Deutschland ist in vollem Gange. Dr. Gerald Gaß, Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, betont, dass die Menschen es mittlerweile als selbstverständlich ansehen, in Notfällen direkt ins Krankenhaus zu gehen, was zu überlasteten Notaufnahmen führt. Die geplante Reform solle daher nicht weiter aufgeschoben werden. Ein Vorschlag der Krankenhausgesellschaft sieht den Aufbau kooperativ betriebener Integrierter Notfallzentren (INZ) vor, die gemeinsam von Krankenhäusern und Kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden. Diese Zentren könnten als organisatorischer Ankerpunkt dienen. Ebenfalls wird eine digital unterstützte Leitstelle gefordert, die rund um die Uhr erreichbar sein soll und eine adäquate Ersteinschätzung ermöglichen muss. Der Hamburger Gesundheitsökonom Professor Jonas Schreyögg prognostiziert, dass eine solche Reform jährliche Entlastungen von knapp fünf Milliarden Euro bringen könnte. Stimmen aus der Politik, einschließlich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, signalisieren Unterstützung für rasche Reformmaßnahmen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland alarmierend hoch: Handlungsbedarf
Die Sepsis-Sterblichkeitsrate in Deutschland bleibt alarmierend hoch, was dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen offenbart. (Quelle: F.A.Z.)
Die Sepsis-Sterblichkeitsrate in Deutschland bleibt alarmierend hoch, was dringenden Handlungsbedarf im Gesundheitswesen offenbart. (Quelle: F.A.Z.)
Neue Erkenntnisse zur Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland haben die hohe Dringlichkeit offenbart, im Gesundheitswesen entschiedener gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung vorzugehen. Trotz der Fortschritte bei der Bekämpfung von Pandemien zeigen aktuelle Daten, dass die Sterblichkeitsrate von Sepsis in Deutschland alarmierend hoch bleibt. Diese komplizierte Krankheit, auch als Blutvergiftung bekannt, stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen von Infektionskrankheiten dar und kann durch eine Vielzahl von Erregern ausgelöst werden, darunter Bakterien, Viren, Pilze und einzellige Erreger wie Malaria. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hebt hervor, dass das hiesige Gesundheitssystem die Lehren aus jüngsten medizinischen Erfolgen nicht konsequent umsetzt und deutlichen Nachholbedarf hat. (Quelle: F.A.Z.)
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und betont die Notwendigkeit politischer Rahmenbedingungen für Wahlmöglichkeiten bei Versicherten.
IGES-Chef Häussler fordert mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und betont die Notwendigkeit politischer Rahmenbedingungen für Wahlmöglichkeiten bei Versicherten.
Der Mediziner und Leiter des Berliner IGES-Instituts, Bertram Häussler, sieht Chancen für ein Revival der Eigenverantwortung im Gesundheitswesen. In einem Interview mit der "Ärzte Zeitung" betonte er die Notwendigkeit, den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, um Eigenverantwortung zu fördern. Dazu sei die Bereitschaft der Politik notwendig, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Häussler argumentiert, dass Eigenverantwortung mehr sein müsse als bloß die Erhebung von Zuzahlungen. Weitere Details sind nach Anmeldung auf der Webseite der "Ärzte Zeitung" zugänglich. (Quelle: aerztezeitung.de)
Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
20.08.2025
Pflege des Notfalldatensatzes wird eigenständige EBM-Leistung 2025
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Ab 2025 wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der eGK als eigenständige EBM-Leistung anerkannt, mit der neuen GOP 01643 und 39 EBM-Punkten.
Mit Beginn des kommenden Jahres wird die Pflege des Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte zu einer eigenständigen Leistung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) erhoben, teilte die 'Ärzte Zeitung' am 20.08.2025 mit. Die neu eingeführte Gebührenordnungsposition (GOP) 01643 ersetzt die bisherige, vergleichbare GOP 01641 und wird mit 39 EBM-Punkten bewertet. Diese Anpassung bedeutet, dass die Aktualisierung medizinisch relevanter Informationen im Notfalldatensatz oder die erstmalige Anlage eines solchen Datensatzes künftig als eigenständige Leistung abgerechnet werden können. Für zwei Jahre soll die GOP 01643 voll finanziert werden, bevor sie in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung überführt wird, es sei denn, die Entwicklung der Mengenzahlen erfordert eine weitere extrabudgetäre Vergütung.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen sprechen von Verwässerung
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Kritik an Warkens Krankenhausreform: Krankenkassen und Grüne im Bundestag sprechen von Qualitätsgefährdung durch Verwässerung der Reformpläne.
Im Zuge der geplanten Krankenhausreform hat sich Gesundheitsministerin Warken Kritik seitens der Krankenkassen und der Grünen im Bundestag zugezogen. Der neue Reformentwurf, den die Ministerin als "Anpassungsgesetz" bezeichnet, wird von diesen Akteuren als eine Gefährdung der Qualitätssteigerungen im stationären Sektor dargestellt. Während Warken die Änderungen als notwendigen Schritt im Reformprozess sieht, bezeichnen Krankenkassen den Entwurf als "Verwässerungsgesetz". Der Diskurs um die Reform zeigt tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten über den zukünftigen Kurs der stationären Gesundheitsversorgung in Deutschland auf. (Quelle: Ärzte Zeitung)
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