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Gesundheitspolitik und Versorgungssysteme
14.04.2025
Paracelsus und Vamed care fusionieren: Neuer Versorgungsverbund geplant
Paracelsus und Vamed care fusionieren: 50 Einrichtungen in neuem Versorgungsverbund in Deutschland geplant, um Rehabilitationsqualität zu steigern.
Paracelsus und Vamed care fusionieren: 50 Einrichtungen in neuem Versorgungsverbund in Deutschland geplant, um Rehabilitationsqualität zu steigern.
Die Paracelsus-Rehakliniken und die Vamed care-Gruppe bündeln ihre Kräfte und treten künftig gemeinsam auf. Mit dieser Fusion entsteht ein neuer Versorgungsverbund, der im Laufe des Jahres unter einer neuen Marke in Deutschland mit 50 Einrichtungen präsent sein wird, berichten beide Organisationen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Paracelsus betreibt seine Rehakliniken an neun Standorten in Deutschland, während die Vamed care-Gruppe, mit Sitz in Damp, 13.000 Mitarbeitende in über 65 Einrichtungen in Deutschland und drei weiteren Ländern beschäftigt. Die Fusion zielt darauf ab, ein qualitativ hochwertiges Angebot für Patientinnen und Patienten sicherzustellen und die neuen Größenvorteile für eine verbesserte Qualität der Rehabilitationsmaßnahmen zu nutzen. Alle Leistungen und Standorte sollen erhalten bleiben. Die Akutkliniken von Paracelsus verbleiben bei ihrem bisherigen Eigentümer, der Porterhouse Group. Diese Informationen stammen aus einer Meldung der Ärzte Zeitung.
Hitzeaktionstag 2025: Fokus auf Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen
Am 4. Juni 2025 fokussiert der Hitzeaktionstag auf den Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen, um Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen zu minimieren.
Am 4. Juni 2025 fokussiert der Hitzeaktionstag auf den Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen, um Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen zu minimieren.
Am 4. Juni 2025 findet der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Unter dem Motto „Deutschland hitzeresilient machen – wir übernehmen Verantwortung“ wird auf die zunehmenden Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen aufmerksam gemacht. Ziel ist es, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu fördern. Verschiedene Veranstaltungen und Aktionen sind geplant, um Bewusstsein für den Hitzeschutz zu stärken und praktische Maßnahmen zu vermitteln. Institutionen, Verbände und Einzelpersonen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Das Klinikum der LMU München und die Stiftung ZQP haben, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit, Forschungsprojekte zu Hitzeschutz durchgeführt und Materialien für Pflegeeinrichtungen entwickelt, darunter Hitzeschutzpläne und Schulungsmaterialien für Pflegekräfte. Die AOK berichtet, dass diese Bemühungen dazu beitragen sollen, den Schutz von Pflegebedürftigen und der Allgemeinbevölkerung vor Hitzegefahren zu verbessern.
Antikoagulanzien senken Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern deutlich
Antikoagulanzien reduzieren das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern erheblich, unabhängig vom gewählten Wirkstoff, wie eine neue Analyse zeigt.
Antikoagulanzien reduzieren das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern erheblich, unabhängig vom gewählten Wirkstoff, wie eine neue Analyse zeigt.
Eine aktuelle Analyse, veröffentlicht von der aerztezeitung.de vom 14. April 2025, zeigt, dass bei Patienten mit Vorhofflimmern, die orale Antikoagulanzien erhalten haben, das Risiko eines schweren ischämischen Schlaganfalls vermindert ist. Zudem konnten eine geringere Infarktgröße und ein reduziertes Blutungsrisiko beobachtet werden. Die Wahl des Antikoagulans, sei es Vitamin-K-Antagonist oder ein direktes orales Antikoagulans (DOAK), erweist sich als nicht entscheidend für den positiven Verlauf. Diese Ergebnisse könnten neue Impulse für die medizinische Praxis und die Behandlung von Vorhofflimmerpatienten liefern, wie die Analyse betont.
Betrugsprozess gegen Nürnberger Pflegedienst wegen Abrechnungsbetrug gestartet
Vor dem Landgericht Nürnberg beginnt der Betrugsprozess gegen einen Pflegedienst wegen Abrechnungsbetruges mit einem Schaden von 446.000 Euro.
Vor dem Landgericht Nürnberg beginnt der Betrugsprozess gegen einen Pflegedienst wegen Abrechnungsbetruges mit einem Schaden von 446.000 Euro.
Vor dem Landgericht Nürnberg hat ein Verfahren wegen des Verdachts auf „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ begonnen. Der Inhaber eines Nürnberger Pflegedienstes und eine Pflegedienstleiterin sollen von August 2019 bis Juli 2024 Leistungen für zehn Patienten abgerechnet haben, die nie erbracht wurden. Der Schaden wird auf rund 446.000 Euro beziffert, wie die Anklage berichtet. Die Patienten unterschrieben für nicht erbrachte Leistungen und erhielten als Ausgleich kleine Gefälligkeiten, etwa Haushaltshilfen. Seit Juli 2024 befinden sich die Angeklagten in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wurden in Gang gesetzt, nachdem eine Mitarbeiterin des Pflegedienstes Anzeige erstattet hatte. Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg strebt an, den Schaden durch Einziehung bei dem Angeklagten auszugleichen. Die Pflegedienstleiterin hat die Vorwürfe teilweise eingeräumt, während der 64-jährige Inhaber schweigt. Das Verfahren wurde nach Verlesung der Anklage zunächst unterbrochen. Geplant sind 20 Verhandlungstage bis Ende August. (Quelle: Ärzte Zeitung)
GKV-Chefin fordert Moratorium zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge
GKV-Chefin dringend für Moratorium: Pfeiffer warnt vor Beitragsspirale und fordert Temporärstopp von Ausgabenerhöhungen zur Stabilisierung der Krankenkassen.
GKV-Chefin dringend für Moratorium: Pfeiffer warnt vor Beitragsspirale und fordert Temporärstopp von Ausgabenerhöhungen zur Stabilisierung der Krankenkassen.
Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, fordert angesichts der prekären Finanzlage der Krankenkassen dringend ein sofortiges Eingreifen der Bundesregierung. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland betonte sie die Notwendigkeit eines Ausgabenmoratoriums, um die Beitragssätze zu stabilisieren. Aktuell sei die Reserve bei nur sieben Prozent einer Monatsausgabe, und kürzlich gab es sechs weitere Beitragssatzerhöhungen. Pfeiffer fordert ein Vorschaltgesetz und pocht darauf, bis zur Umsetzung struktureller Reformen keine Preis- oder Honorarerhöhungen zuzulassen, die über die laufenden Einnahmen hinausgehen. Diese Maßnahmen seien notwendig, um die fortschreitende Beitragsspirale zu bremsen und eine Überlastung von Arbeitgebenden und Versicherten zu verhindern. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland lasse keine Alternative zu, so Pfeiffer (Quelle: aerztezeitung.de).
Lauterbach: Digitalisierung revolutioniert deutsche Gesundheitsversorgung
Bundesgesundheitsminister Lauterbach sieht in der Digitalisierung, vor allem durch die ePA, den Schlüssel zur besseren Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach sieht in der Digitalisierung, vor allem durch die ePA, den Schlüssel zur besseren Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Auf dem DMEA Kongress in Berlin hat Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach betont, dass die Digitalisierung als „Kerntechnologie“ die deutsche Gesundheitsversorgung maßgeblich verbessern soll. Insbesondere die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ist dabei ein zentraler Schritt. Mit rund 70 Millionen Akten stellt die ePA das größte Digitalprojekt in Deutschland dar. Diese Entwicklung ermögliche es, medizinische Behandlungen transparenter und effizienter zu gestalten und Bürokratie abzubauen. Ärztinnen und Ärzte könnten zukünftig digital auf Befunde und Medikationspläne zugreifen, was die Versorgung verbessert und unnötige Untersuchungen vermeidet. Zudem können Patientinnen und Patienten über die ePA-App ihre Daten einsehen und Zugriffsrechte individuell steuern. Laut Lauterbach sei für die kommenden Wochen der Eintritt in die Hochlaufphase der ePA geplant. Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Behandlung, sondern auch die Forschung, indem sie den Zugriff auf digitale Gesundheitsdaten erleichtern.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.04.2025
Dr. Sitte fordert mehr Menschlichkeit im Medizinstudium
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Sitte mahnt zu mehr Menschlichkeit im Medizinstudium und fordert eine stärkere Einbindung ethischer Themen von der Schule bis zur Hochschulbildung.
Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Palliativstiftung, hat sich für mehr Menschlichkeit im Medizinstudium ausgesprochen. Bei einer Podiumsdiskussion in Berlin kritisierte er, dass derzeit hauptsächlich Leitlinien abgearbeitet würden und die menschliche Komponente im Studium zu kurz käme. „Die Ausbildung geht noch nicht dahin, dass wir Menschen menschlich behandeln“, so Sitte. Er forderte, dass Ethik und Religionsunterricht bereits in der Schule beginnen sollten und sich durch das gesamte Studium ziehen. Auch die Debatte um Suizidbeihilfe müsse laut Professor Stephan Rixen, Direktor des Instituts für Staatsrecht an der Universität zu Köln, fortgesetzt werden, um eine Kultur der Lebensbejahung zu fördern. Michael Brand, CDU-Bundestagsabgeordneter, sprach sich für eine sensible Debatte aus und betonte die Notwendigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, um verzweifelten Menschen beizustehen, ohne ihnen das Leben zu nehmen. Die Quelle für diese Informationen ist die Ärzte Zeitung.
Kreiskrankenhaus Prenzlau erhält 4 Mio. Euro zur Insolvenzabwehr
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
4 Mio. Euro vom Landkreis Uckermark retten das Kreiskrankenhaus Prenzlau vor der Insolvenz und sichern die Zukunft des Medizinisch-Sozialen Zentrums Uckermark.
Der Landkreis Uckermark hat beschlossen, das Kreiskrankenhaus in Prenzlau mit vier Millionen Euro zu unterstützen, um seine aktuelle Struktur zu bewahren. Dies wurde bei einem Abstimmungstermin der Gesellschafter der „Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG)“ bekannt gegeben, einer kommunalen Gesellschaft, die den Kreisen Barnim und Uckermark sowie der Stadt Eberswalde gehört und Trägerin mehrerer Krankenhäuser und Einrichtungen ist. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht es, eine drohende Insolvenz der GLG-Beteiligungsgesellschaft Medizinisch-Soziales Zentrum Uckermark (MSZ), zu der auch die Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau gehören, abzuwenden. Der Kreistag Uckermark hat diese Mittel für 2025 und 2026 bewilligt, um die wirtschaftliche Stabilität des MSZ wiederherzustellen. (Quelle: Ärzte Zeitung)
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
G-BA sucht innovative Themen für Förderjahr 2026: Einreichungen bis Juni 2025 möglich
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der G-BA sucht innovative Themen für das Jahr 2026, Einreichungen bis Juni 2025; Fokus auf neue Versorgungsformen und Forschung.
Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat mit der Suche nach versorgungsrelevanten Themenvorschlägen für das Förderjahr 2026 begonnen. Ziel ist es, viele inhaltliche Ideen in die neuen Förderbekanntmachungen einzubringen. Themenvorschläge können sich auf neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung beziehen, wobei medizinische Leitlinien vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt werden. Das Konsultationsverfahren eröffnet Wissenschaftlern, Verbänden und Patientenorganisationen die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, die die Relevanz und den Verbesserungsbedarf begründen. Diese Vorschläge fließen in die Themenfestlegung ein, wobei die wortwörtliche Übernahme eher selten ist. Einreichungen sind bis zum 20. Juni 2025 möglich. Seit 2016 fördert der Innovationsausschuss mit Mitteln des Innovationsfonds neue Ansätze für die gesetzliche Krankenversicherung (Quelle: g-ba.de).
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.04.2025
Innovativer Versorgungsansatz: Mehr Eigenständigkeit für psychisch Erkrankte
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Innovativer Ansatz: Multiprofessionelle Teams fördern Eigenständigkeit psychisch Erkrankter durch vernetzte Versorgung und zeigen beeindruckende Ergebnisse.
Schwer psychisch erkrankte Erwachsene benötigen individuelle Versorgungsangebote, welche regelmäßig überprüft und angepasst werden müssen. Ein solches Angebot hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erfolgreich erprobt. Multiprofessionelle Teams unterstützen hierbei die Betroffenen und vernetzen die Behandlung zu passgenauen Hilfen. Die intensive Betreuung befähigte die Patienten, zunehmend selbständig und eigenverantwortlich zu leben. Der Ausschuss empfiehlt, diese Erkenntnisse für die Gesundheitsversorgung zu nutzen und schlägt vor, gesetzliche Anpassungen zu prüfen, um solche vernetzten Versorgungsansätze realisieren zu können. Die wissenschaftliche Begleitstudie zeigt verbessertes Empowerment und Zufriedenheit der Teilnehmer und ihrer Angehörigen. Der G-BA wird gebeten, die Projektergebnisse bei der Überarbeitung bestehender Richtlinien zu berücksichtigen. Alle relevanten Ministerien sind aufgefordert, innerhalb eines Jahres Rückmeldungen zu geben, wie mit diesen Ergebnissen umgegangen wird. (Quelle: g-ba.de)
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