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Pflegepolitik und Recht
11.10.2026
Pflegekammer-Wahl: 25 Sitze bleiben unbesetzt
Bei der Wahl zur Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bleiben 25 von 81 Sitzen frei. Die Wahlbeteiligung stieg auf 23,8 Prozent.
Einordnung: Das vorläufige Wahlergebnis liegt vor: 56 Sitze sind besetzt, 25 bleiben mangels Kandidierender unbesetzt.
Vorher: „Pflegekammer Rheinland-Pfalz zählt Stimmen zur Kammerwahl aus“ (28.09.2026)
Bei der Wahl zur Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bleiben 25 von 81 Sitzen frei. Die Wahlbeteiligung stieg auf 23,8 Prozent.
Das vorläufige Ergebnis der Wahl zur dritten Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz steht fest. Nach Angaben der Kammer lag die Wahlbeteiligung bei 23,8 Prozent und damit höher als bei der vorherigen Wahl. Die neue Vertreterversammlung hat 56 Mitglieder, 25 der höchstens 81 Sitze bleiben unbesetzt. Davon entfallen 24 auf die Liste PBRN/StOP PK und einer auf „Pflegekammer ohne Zwang“, weil diese Listen nicht genügend Kandidierende aufgestellt hatten. PBRN/StOP PK erhält 11 besetzbare Sitze, „Pflegekammer ohne Zwang“ 14. Das Pflegebündnis Koblenz kommt auf zehn, das Pflegebündnis Trier auf sechs Sitze. Je drei Mandate erhalten „Pflege stärkt Pflege“, PflegeKRAFTPfalz und „DGF – Starke Fachpflege!“. Drei weitere Listen ziehen mit jeweils zwei Mitgliedern ein. Die konstituierende Sitzung findet am 19. November statt. Dann werden Vorstand und Kammerpräsidium neu gewählt. Amtsinhaber Markus Mai tritt nicht erneut an. Das amtliche Endergebnis wird Mitte Oktober erwartet.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.10.2026
BiLeP untersucht Berufseinstieg von Pflegelehrenden
Das Forschungsprojekt BiLeP untersucht den Berufseinstieg von Pflegelehrenden und nimmt Belastungen, Handlungsspielräume und Unterrichtspraxis in den Blick.
Das Forschungsprojekt BiLeP untersucht den Berufseinstieg von Pflegelehrenden und nimmt Belastungen, Handlungsspielräume und Unterrichtspraxis in den Blick.
Beim Lernweltenkongress an der Technischen Universität Dresden hat das Forschungsprojekt BiLeP am 14. und 15. September den Übergang von Pflegelehrenden aus dem Studium in den Berufsalltag untersucht. Wie das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) berichtet, diskutierten die Teilnehmenden das Verhältnis von Studium und beruflichem Handeln, die Reflexion eigener Unterrichtserfahrungen sowie kollegialen Austausch und Gestaltungsspielräume an Schulen. Weitere Themen waren psychische Belastungen, pädagogische Haltung, Diversität und politische Bildung. Die Ergebnisse des Workshops sollen in die weitere Analyse von Interviews einfließen. BiLeP untersucht Bildungswege und berufliche Bedingungen von Pflegelehrenden. Beteiligt sind die DIP GmbH, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung durchgeführt.
Ausbildung, Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel
11.10.2026
BiLeP beleuchtet Studienwege und Praxis von Pflegelehrenden
Das Forschungsprojekt BiLeP zeigt, wie vielfältig Studienwege für Pflegelehrende sind und welche Spannungen ihre Berufspraxis prägen.
Einordnung: Neu vorgestellt wurden bundesweite Ergebnisse zu Studienangeboten, ein Scoping Review und Erkenntnisse des Projekts SCENE.
Vorher: „BiLeP untersucht Berufseinstieg von Pflegelehrenden“ (16.09.2026)
Das Forschungsprojekt BiLeP zeigt, wie vielfältig Studienwege für Pflegelehrende sind und welche Spannungen ihre Berufspraxis prägen.
Das Forschungsprojekt BiLeP hat bei der Sektionstagung Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Rostock aktuelle Ergebnisse zur Qualifizierung und Berufspraxis von Pflegelehrenden vorgestellt. Neu im Fokus standen laut dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) die Ergebnisse einer bundesweiten Recherche zu Studienangeboten. Untersucht wurden Abschlussstrukturen, Qualifikationsprofile sowie Zugangs- und Übergangsmöglichkeiten, um unterschiedliche Studienmodelle vergleichen zu können.
Ein ebenfalls vorgestelltes Scoping Review beschreibt Spannungen zwischen dem pädagogischen Selbstverständnis der Lehrenden, ihrer fachlichen Herkunft und institutionellen Anforderungen. Ergänzend befasste sich das Projekt SCENE mit sprachlich-kommunikativen Anforderungen in der Pflegeausbildung und ihrer systematischen Verankerung in Unterricht und Curricula. BiLeP wird im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung von einem Forschungskonsortium durchgeführt.
vdek fordert mehr Daten und Digitalisierung im Gesundheitswesen
Der vdek fordert mehr Gesundheitsdaten und digitale Lösungen wie E-Überweisungen und KI, um die Versorgung effizienter und zukunftsfest zu machen.
Der vdek fordert mehr Gesundheitsdaten und digitale Lösungen wie E-Überweisungen und KI, um die Versorgung effizienter und zukunftsfest zu machen.
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert, die Gesundheitsversorgung mithilfe belastbarer Daten effizienter zu gestalten. In seinem „ersatzkasse magazin“ verweist der Verband auf die geplante Notfallreform und das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen. Beide Vorhaben sollen unter anderem eine digitale Ersteinschätzung, E-Überweisungen, eine Terminplattform und eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten ermöglichen. Dafür seien verlässliche Regeln zu Datenschutz und Datensicherheit nötig. Auch Künstliche Intelligenz könne dazu beitragen, die Versorgung trotz knapper Ressourcen zukunftsfest zu machen. Die neue G-BA-Vorsitzende Sonja Optendrenk betont im Interview, evidenzbasierte Entscheidungen erforderten ausreichenden Handlungsspielraum. Zudem müsse der Gemeinsame Bundesausschuss seine Entscheidungen noch verständlicher vermitteln: Nur Transparenz schaffe Akzeptanz.
Krankheitskosten steigen auf 528,5 Milliarden Euro
Deutschlands Krankheitskosten stiegen 2024 um 7,6 Prozent auf 528,5 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte entfiel auf Menschen ab 65 Jahren.
Deutschlands Krankheitskosten stiegen 2024 um 7,6 Prozent auf 528,5 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte entfiel auf Menschen ab 65 Jahren.
Krankheiten und Gesundheitsprobleme haben 2024 in Deutschland direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro verursacht. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 7,6 Prozent oder 37,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Einbezogen sind Ausgaben für Heilbehandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege, nicht jedoch Kosten durch Arbeitsausfälle.
Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten entfiel auf Menschen ab 65 Jahren. Für diese Altersgruppe wurden 284,3 Milliarden Euro beziehungsweise 15.080 Euro je Einwohner aufgewendet. Bei den 65- bis unter 85-Jährigen lagen die Pro-Kopf-Kosten bei 12.300 Euro, bei Menschen ab 85 Jahren bei 30.150 Euro.
Psychische und Verhaltensstörungen, darunter Demenzerkrankungen, verursachten insgesamt 68,7 Milliarden Euro. Bei Frauen waren sie mit durchschnittlich 990 Euro je Einwohnerin die teuerste Krankheitsgruppe.
Der GKV-Spitzenverband fordert tiefgreifende Reformen in Kranken- und Pflegeversicherung, um Finanzierung und Versorgung langfristig zu sichern.
Der GKV-Spitzenverband fordert tiefgreifende Reformen in Kranken- und Pflegeversicherung, um Finanzierung und Versorgung langfristig zu sichern.
Nach dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz drängt der GKV-Spitzenverband nun auf weitergehende Strukturreformen. Bestehende Regelungen dürften nicht nachträglich aufgeweicht werden. Angesichts weiter steigender Ausgaben und angespannter Finanzen seien kurzfristige Entlastungen nicht ausreichend. Vorstandsvorsitzender Oliver Blatt forderte, medizinische und pflegerische Angebote stärker am Bedarf der Patientinnen und Patienten auszurichten und begrenzte Ressourcen effizienter einzusetzen. Neben der geplanten Primärversorgung müsse insbesondere die Pflegeversicherung dringend reformiert werden. Ziel sei eine langfristig tragfähige Finanzierung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bei zugleich guter und sicherer Versorgung. Der Verband bot Bundesgesundheitsminister und Politik an, den Reformprozess im Interesse der rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten konstruktiv mitzugestalten.
Löhne in der Langzeitpflege steigen um 3,4 Prozent
Die Durchschnittslöhne in der Langzeitpflege steigen 2026 um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro je Stunde – mit Folgen für die Eigenanteile.
Die Durchschnittslöhne in der Langzeitpflege steigen 2026 um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro je Stunde – mit Folgen für die Eigenanteile.
Die bundesweiten Durchschnittslöhne in der Langzeitpflege sind 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro je Stunde gestiegen. Das teilte der GKV-Spitzenverband nach Auswertung von mehr als 11.600 Meldungen tarifgebundener Einrichtungen mit. Pflegefachkräfte erhalten demnach durchschnittlich 28,03 Euro pro Stunde, 3,6 Prozent mehr als 2025. Für Pflegeassistenzkräfte sind es 23,36 Euro und für ungelernte Pflegehilfskräfte 20,96 Euro. Regional reicht der Zuwachs von 2,7 Prozent im Saarland bis zu rund fünf Prozent in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Damit steigen die Entgelte weiter, allerdings schwächer als 2025 mit 4,9 Prozent und 2024 mit 8,8 Prozent. Nicht tarifgebundene Einrichtungen, die das regional übliche Entlohnungsniveau anwenden, müssen ihre Vergütungen binnen drei Monaten anpassen. Der Verband warnt, dass höhere Löhne wegen des Teilleistungssystems zugleich die Eigenanteile Pflegebedürftiger erhöhen.
Der GKV-Spitzenverband sieht trotz Pflegeneuordnungsgesetz 2027 eine Milliardenlücke und fordert eine Finanzierung ohne höhere Beiträge.
Einordnung: Nach dem Kabinettsbeschluss beziffert die GKV die Finanzierungslücke 2027 auf eine Milliarde Euro und fordert Steuerfinanzierung der Angehörigenbeiträge.
Vorher: „Pflegekassen: Milliardendefizit droht – GKV fordert Bundeshilfe“ (31.08.2026)
Der GKV-Spitzenverband sieht trotz Pflegeneuordnungsgesetz 2027 eine Milliardenlücke und fordert eine Finanzierung ohne höhere Beiträge.
Nach dem Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz warnt der GKV-Spitzenverband weiter vor einer Finanzierungslücke. Für 2027 fehle nach eigenen Berechnungen noch eine Milliarde Euro, sagte Vorstandschef Oliver Blatt der „Rheinischen Post“. Er bezweifle, dass Vorschläge der Expertenkommission kurzfristig wirkten. Die Politik müsse die Pflege nachhaltig finanzieren, ohne die Beiträge weiter anzuheben. Positiv sei, dass die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige vom Tisch sei. Deren Engagement dürfe nicht geschwächt werden. Zugleich fordert Blatt, diese Rentenbeiträge künftig aus Steuern statt aus Beitragsmitteln zu bezahlen, da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele. Von der Expertenkommission erwartet er Vorschläge sowohl zu Einnahmen als auch zu Ausgaben.
Der GKV-Spitzenverband begrüßt das GeDIG, fordert aber neutrale digitale Versorgungspfade und warnt vor Mehrkosten durch neue gematik-Aufgaben.
Einordnung: Der GKV-Spitzenverband bewertet GeDIG anlässlich der ersten Bundestagsberatung konkret, begrüßt es grundsätzlich, äußert aber Vorbehalte zu gematik-Aufgaben.
Vorher: „Bundeskabinett beschließt GeDIG: Digitalisierung im Gesundheitswesen“ (15.07.2026)
Der GKV-Spitzenverband begrüßt das GeDIG, fordert aber neutrale digitale Versorgungspfade und warnt vor Mehrkosten durch neue gematik-Aufgaben.
Der GKV-Spitzenverband begrüßt grundsätzlich das Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG), das erstmals im Bundestag beraten wurde. Neu im Vergleich zu bisherigen allgemeinen Digitalisierungsforderungen sind konkrete Bewertungen der vorgesehenen Regeln. Positiv sieht der Verband die stärkere Verknüpfung der elektronischen Patientenakte mit Versorgungsprozessen. Krankenkassen sollten mehr Daten für die individuelle Beratung und Betreuung nutzen dürfen. Zustimmung findet auch die digital gestützte Primärversorgung. Digitale Bedarfseinschätzung, elektronische Überweisung und Terminvermittlung müssten dafür zu einem Versorgungspfad verbunden werden, unabhängig vom Versicherungsstatus. Die Bedarfseinschätzung müsse neutral und frei von Interessenkonflikten erfolgen; das notwendige Instrument solle nicht allein die Kassenärztliche Bundesvereinigung verantworten. Kritisch bewertet der Verband die unspezifische Ausweitung der gematik-Aufgaben, weil sie Beitragszahlende zusätzlich belasten könne.
Pflegepraxis, Organisation und Innovation
11.10.2026
Unfallversicherung zeigt Reha- und Pflegeangebote auf Rehacare
Vom 23. bis 26. September zeigt die gesetzliche Unfallversicherung auf der Rehacare in Düsseldorf Angebote zu Reha, Pflege, Prävention und Teilhabe.
Vom 23. bis 26. September zeigt die gesetzliche Unfallversicherung auf der Rehacare in Düsseldorf Angebote zu Reha, Pflege, Prävention und Teilhabe.
Die gesetzliche Unfallversicherung präsentiert vom 23. bis 26. September 2026 auf der Rehacare in Düsseldorf Angebote zu Rehabilitation, Pflege, Prävention und Teilhabe. Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) stehen Fachvorträge, praktische Vorführungen und interaktive Formate auf dem Programm. Die Unfallkasse NRW stellt ihr Portal für pflegende Angehörige vor, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau informiert über Anwendungen rund um das Pflegebett. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege vermittelt in einem Online-Escape-Game Wissen zu Fehlbelastungen, Hautschutz und Gefahrstoffen. Das BG Klinikum Duisburg gibt Einblicke in moderne Unfallmedizin, Rehabilitation und Pflege sowie in neue Therapieformen mit Virtual Reality. Am Gemeinschaftsstand in Halle 1 können sich Besucher zudem über Gewaltprävention und individuelle Rehabilitationsleistungen informieren.
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